Gott macht sich lächerlich

Gott macht sich für viele lächerlich:

Stirbt am Kreuz,

zeigt nicht seine Macht,

ordnet sich der Gewalt von Menschen unter,

lässt sich missverstehen,

Weil es Gott ist, der diesen Weg geht, sollte das den Menschen zum Nachdenken bringen.

Paulus bringt das zum Nachdenken. Und er formuliert das im 1 Korintherbrief Kapitel 1,18ff.-2,16.

Nicht nur dem modernen Menschen, sondern dem stolzen Menschen insgesamt ist das eine arge Herausforderung – eine Kränkung.

Größer als die sogenannten drei  Kränkungen Galileis, Darwins, Freuds.

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Heute gibt es leider nur einen eingeschränkten Blog.

Sprache des Glaubens

 (noch ist es nicht soweit – aber heute sang bei uns schon eine Amsel)

*

Ich verstehe kein chinesisch. Aber ich sage dennoch nicht, dass alle Chinesen unsinnig sprechen, Wortgeklingel…

Ich nehme mir das Recht heraus, weiterhin in der Sprache des Glaubens Texte zu formulieren.

Nicht alle werden sie verstehen.

Aber ich bin sicher: Viele Menschen verstehen sie.

Sie wissen und fühlen sich ermutigt, getröstet, gestärkt, verstanden, erfreut.

Wer die Sprache des Glaubens nicht versteht, mag sie gerne kritisieren – ich bin ja selbst ein Kritiker, wenn sie sich abschottet. Ich versuche entsprechend, sie zu übersetzen. Ich bin mir allerdings der Grenzen sehr bewusst. Wie jede Sprache ihre Grenze hat – auch die Ratio-Sprache deckt nur einen kleinen Teil des vielfältigen Menschseins ab.

Wir Christen sprechen trotz aller Anwürfe die Sprache des Glaubens, weil wir Menschen sonst furchtbar verarmen würden.

Sie zählt – weil sie im Leben wärmend und helfend weiter führt, während die Ratio-Sprache nur spottende und harte ideologische Eiferer-Kälte auszustrahlen vermag, wenn sie die Sprache des Glaubens verdrängen will – wie die Glaubens-Sprache, wenn sie die Ratio-Sprache verdrängen will.

Ratio-Sprache und Glaubens-Sprache haben jeweils in ihrem Bereich ihre Berechtigung. Sie haben Schnittpunkte – denn beide gehören zum Menschen dazu.

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Liebe Gottes

Manche Geliebte frage sich: Wie kann es sein, dass er/sie gerade mich liebt?

Manche Geliebte fragen sich das nicht, sondern fragen: Warum lieben mich nicht alle.

Manche aber fragen so wie der erstgenannte Geliebte.

Und auch was Gottes Liebe betrifft: Es gibt ein großes Staunen:

Psalm 8: Was ist der Mensch, Gott, dass du an ihn denkst? Und des Menschenkind, dass du dich seiner annimmst?

Es geht noch intensiver:

Joh 3,16: Also hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen einzig geborenen Sohn gab, damit alle, die an ihn glauben, nicht verloren werden, sondern das ewige Leben haben.

Das Staunen geht noch weiter – und auch das werden manche für Unsinn halten – aber für andere ist es das Leben:

Philipper 4,7: Und der Friede Gottes, der höher ist als alle Vernunft, bewahre eure Herzen und Sinne in Christus Jesus.

Dafür gibt es keine Erklärungen. Manche Neunmalkluge und Alleswisser haben natürlich auch darauf eine Antwort.

Schön für sie.

Andere und ich, die sich als Geliebte wissen: Staunen.

Wunderschön für uns Menschen.

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Bibel und Gottes Geist

  1. Gott schenkt dem Menschen Freiheit.
  2. Mit dieser Freiheit, die Gott gewährt, ist auch seine Selbstbeschränkung verbunden.
  3. Selbstbeschränkung heißt nicht, alles seinen Lauf zu lassen, sondern: Freiheit achtend lenken.
  4. Die Autoren biblischer Schriften sind freie Menschen.
  5. Schreiben ist ein Akt der Freiheit – in der Wahl der Worte.
  6. Schreiben ist ein Akt der Freiheit – weil mit Interpretation verbunden.
  7. Lesen des Geschriebenen ist ein Akt der Freiheit – weil mit Interpretation verbunden.
  8. Schreibende und Lesende befinden sich im Status der Hinwendung zu Gott.
  9. Beide sind nicht Gott. Man öffnet sich Gott. Man wächst zu Gott hin, wenn man sich ihm öffnet. Glaubende versuchen, das Gelesene in ihrem Leben zu integrieren – aber je nach Glaubensstadium.
  10. Die Freiheit des Glaubenden wird auch deutlich in der Vielfalt der überlieferten Evangelien – aber auch in den unterschiedlichen Ansätzen der Briefe des Paulus, Jakobus, Johannes, Judas, Petrus, Hebräer. Sie haben aber einen gemeinsamen Kern – dieser darf trotz Vielfalt nicht übersehen werden.
  11. Diese Vielfalt ermöglicht unterschiedliche „Christentümer“ – sie sind aber aufgrund des Kerns eine gemeinsame Größe.
  12. Diese Vielfalt ermöglicht auch Inkulturation und Zeiten übergreifende Hinwendung zu Gott.
  13. Vielfalt ist nicht schlimm, nicht abzulehnen, nicht zu bekämpfen: Die Frage ist nur: Wie gehen wir miteinander um – auf dem Weg zur Einheit?
  14. Gottes Geist lässt Freiraum. Von daher fordert Paulus auch auf, sich von Gottes Geist leiten zu lassen. Man kann sich ganz versperren, man kann sich zum Teil versperren. Wie der Mensch als Individuum und Teil einer Gruppe eben so ist.
  15. Gottes Geist führt die Vielfalt zur Einheit – was Paulus am Beispiel des Körpers darstellt (1Korinther 12): Obgleich der Körper vielfältige Glieder… hat – ist er eine Einheit.

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