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Archiv der Kategorie Splitter

Splitter

Wer die Kirchengeschichte kennt, wundert sich über nichts mehr, das in der gegenwärtigen Geschichte passiert. Man wundert sich höchstens über Gott, dass er so frei ist, das alles zuzulassen.

Der Mensch schätzt Gottes Freiheit nicht.

Den Nicht-Glaubenden kann es ja eigentlich egal sein, ob Christen glauben, sie werden nach ihrem Tod nicht bei Gott sein, also in der Hölle leben - solange Christen nichts dazu beitragen, sie in die Hölle zu befördern. 

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Geschichte

Geschichte wiederholt sich nicht - aber Menschen werden nicht klüger.

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Toleranz

Wenn ich moralisch selbst keinen Halt habe und alles nickend oder stirnrunzelnd zulasse, was da an menschlichem Verhalten kreucht und fleucht, bin ich dann tolerant - oder einfach nur bequem und naiv?

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Gott =

Gott definieren? “Definieren” = begrenzen. Wer einen Menschen definiert, begrenzt ihn, setzt ihn in sein Schublädchen, um ihn verstehen zu können. Dieser Kerl ist dämlich - das heißt: Man hat ihn begrenzt, indem man ihn in das Schublädchen “dämlich” steckt. Und da kommt er dann nicht mehr so schnell heraus. Steckt man ihn in das Schublädchen “wow, ist der schlau!” - dann muss er schon viel tun, um auch da wieder herauskrabbeln zu können. So ist eine Definition Gottes eine Begrenzung Gottes. Sicher, wir benötigen Bilder, wir machen uns ganz automatisch Bilder von Gott bzw. dem Menschen, dem wir begegnen. Die Gott angemessene Haltung ist nicht die, ihn in ein Schublädchen zu stecken, sondern sich für die vielen Gottesbegegnungen offen zu halten. Das heißt freilich nicht, dass Gott alles Mögliche sein kann. Unser eines christliches Schublädchen gibt es nicht: Es gibt nur einen riesen Schrank mit zig Schublädchen: Und wer sich mit Jesus beschäftigt, wird zahlreiche Schublädchen mit Gottesbildern füllen können. Aber Achtung: Man wird nie fertig damit - Gott ist immer wieder überraschend! Aber: Durch und in Jesus kommt man Gott so nah, dass er sich einem immer wieder neu erschließt.

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Angstgespenster

Wir leben mit Angstgespenstern. Vielleicht nicht immer so deutlich - aber sie können uns immer wieder überfallen. Der Kampf gegen die Angstgespenster geht ein Leben lang - gegen immer neue Arten von Angstgespenstern: Krankheit, Versagen, möglichen Erniedrigungen, Sterben, falschen Entscheidungen… Manchmal dauert der Kampf Jahre, manchmal ist er kurz. Vielfach fühlen wir uns im Kampf allein. Gott, dem wir vertrauen wollen, scheint weit weg zu sein. Hilflos fragen wir unser: Warum? Warum Leiden? Warum Angstgespenster? Warum diese Heimatlosigkeit des Herzens? Nach Hause laufen zu Gott sieht für mich so aus, dass ich mich in den Worten Jesu zu bergen suche. In den Evangelien zu lesen, immer mehr zu lesen, führt dazu, dass wir uns in den Worten von Jesus bergen können. Bergen wir  uns in den Worten Jesu? Jesus, der für uns die Worte Gottes spricht, nimmt uns mit seinen Worten hinein in seine bergende Liebe. Die Erfahrung des verlorenen Sohns (Lukasevangelium 15), der heimgekehrt ist, der sich von Gottes Armen umfangen weiß, muss uns dann über die Worte hinaus nicht fremd bleiben: Gott ist uns nah. Er umgibt uns. 

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Falschgeld

Man bekommt einen falschen Fuffziger. Woher weiß man, dass er falsch ist? Man muss ihn sorgfältig prüfen. Es gibt Kriterien, man dreht und wendet ihn, hält ihn gegen das Licht… Aber ein falscher Fuffziger heißt nicht, dass alle Fünfziger falsch sind. Es gibt auch richtige, auch die erkennt man an den Kriterien. Warum sag ich das? In der Bibel steht: Prüfet die Geister… Es gibt auch Christen, die es schwer machen, sie als echt anzusehen. Kriterien stehen im Neuen Testament. Weil es falsche Fuffziger gibt, heißt es lange nicht, dass alle falsch sind. Freilich hinkt das Beispiel ein wenig: Jeder denkt, er sei ein echter. Und darum spielt die Vergebung so eine große Rolle, auch für einen selbst: Vergib uns unsere Schuld wie auch wir vergeben denen, die schuldig geworden sind… Aber die Kriterien sollte man schon kennen - nicht um andere beurteilen zu können, sondern um sich selbst ein wenig mit den Augen Gottes ansehen zu können. 

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Sprisch (= Sprüche)

Arroganz ist das Aufblähen nach nicht vollbrachter Leistung.

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Fäkal

Fäkalsprache zeigt nicht die Abgründe des Beschimpften, sondern den aktuellen Geisteszustand des Schimpfenden.

Narren auf ihrem Dummweg ändern sich auch dann nicht, wenn man sie beschimpft: Affe, Hund, Schwein, Kuh, Arsch, Löcher im Hirn… Selbst Narren sind so klug, über solche Fäkal-Titulierungen zu diskutieren - statt über ihre Narrheit.

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Hass

Angeregt durch den letzten Kommentar von Gisa (Gestern zu Akte) folgende unterstützende Sätze:

Hass ist ein Armutszeugnis für den Hassenden.

Hass zeigt die Abgründe des Hassenden - nicht die Abgründe dessen, den er hasst.

Hass braucht keiner - er zerstört und baut nicht auf.

Der Hassende ist nicht besser als der, den er hasst.

Der Hassende ist nicht besser als der, der ihn hasst.

Hass kränkt die Seele des Hassenden und macht sie krank - da freut sich das Hassobjekt.

Hass ist das Gift, das den Hassenden vergiftet.

Fabelei

Sagt die Maus “pieps” - sagt die Katze: “Das ist Tier verachtend!” und schlägt die Maus mit ihrer Tatze und verspeist sie gierig. Der Bär schlägt ein Reh - da sagt die Katze lieber nichts, macht sich aus dem Staub und versteckt sich im Gebüsch.

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