Gelogen?

  • Hat Platon gelogen, wenn er Sokrates viele Diskussionen in den Mund legt?
  • Haben die Schüler des Buddha (Siddharta Gautama) gelogen, wenn sie ihr Denken Buddha sprechen lassen?
  • Haben Schüler des Paulus gelogen, wenn sie in seinem Namen Briefe schreiben?
  • Hat Matthäus gelogen, wenn er aus Worten Jesu die Bergpredigt formuliert?

Man muss die anderen Sitten beachten:

  • Es war eine Ehre, wenn man sich ganz klein machte und dann Briefe im Sinne des Lehrers formulierte, um ihn leuchten zu lassen.
  • Schüler Buddhas haben anderes Interesse, als Siddharta Gautama darzustellen – es geht um Buddha, also um die Darstellung der Erleuchtung und der Gedanken des Erwachten, der ja nicht der einzige Erwachte ist. Von ihm geht die Erwachung und die wahre Lehre aus – die andere fortschreiben. (Man lese nur einmal die Reden des Buddha in dem ReclamHeftchen!)
  • Was Platon betrifft – er verschränkt Reales mit Fiktivem: Diogenes Laertios überliefert, dass Sokrates nach der Lektüre des Lysis gesagt haben soll: „Beim Herakles, wieviel hat der Junge bloß über mich zusammengelogen.“ – Aber: Dieser Spruch ist vermutlich auch „gelogen“, obgleich er Wichtiges wiedergibt. Aber was will Platon? Darauf kommt es an und war Welt bewegend.
  • Und das gilt in etwa auch für Matthäus – in etwa darum, weil jede dieser Arten mit Welt und Sprache umzugehen, nicht 1:1 übereinstimmen, Traditionen… – : Die Anwesenheit des auferstandenen Jesus Christus, die Gabe des Geistes Gottes ist zu berücksichtigen und somit das, was er im Blick hat und bewirkt hat.

Komplex ist die Welt der Religionen (und der Philosophie), die Sprache des Menschen, sein Denken, sein Sich-Verorten in der Welt.

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Evolution der Religion

Dass es eine Evolution der Religion gibt, ist nicht neu. Ebenso ist nicht neu, dass die heiligen Schriften ein Tagebuch der Menschheitsgeschichte sind (vor allem auch die der Hindus). Neu und interessant ist, wie der Beitrag aus GEO (01/2018) die Entwicklung des Gottesbildes darstellt – und das unter Einbezug der Kultivierung des Menschen. Die Intellektuellen Israels haben den Monotheismus gegen den Polytheismus durchgedrückt. Dieser Gott war der Herrscher der Geschichte – er machte was er wollte. Und das zu erkennen war gut, weil dadurch die Vielfalt gebändigt wurde. Dieser Gott war für Gutes und Schlimmes zuständig. Dieser Gott konnte aber die persönlichen kleinen Individual Götter nicht ersetzen, er war zu weit weg. Darum hat man den Gott persönlich nahe kommen lassen (Psalmen). Der nächste Schritt war, dass man erkannte: Man kann diesem Gott begegnen, indem man sich moralisch einwandfrei verhält – dann wird er einem Gutes geben, wenn man sich nicht moralisch gut verhält,  bekommt man Schlechtes. Da es auf der Welt nicht so zuging, also: gute Menschen haben Übles erfahren und üble Menschen Gutes, hat man die Belohnung bzw. Bestrafung ins Jenseits verfrachtet. Dann wurde der Teufel ins Spiel gebracht, der das Schlechte von Gott abzog und es ermöglichte, Gott als den lieben Gott anzusehen. Und dann kam das böse Christentum und hat eine Entwicklung des Gottesbildes keinen Raum mehr gelassen dadurch, dass es die Bibel kanonisierte und festschrieb.

Interessant ist diese Darstellung, weil sie eben Religion und Entwicklung der Menschheit seit ca. 4000 Jahren zusammenführt. Aber die Stringenz funktioniert nicht. Man kann nicht einzelne Punkte aus der Geschichte herauslösen und sie dann fein säuberlich hintereinanderlegen. Was man zum Beispiel in der Evolution des Menschen versuchte und nun auch revidieren muss, das ist auch in solchen kulturellen Fällen zu beachten. Denn die unterschiedlichsten religiösen Aspekte kamen ja nicht allein aus Israel. Man hatte Bekanntschaft mit anderen Religionen gemacht (Ägypten/Babylon…) und das hat man dann gefiltert – aus seiner religiösen Perspektive heraus, also man hat nicht alles übernommen! – und seinem Gottesbild weiterführend angepasst. Es gab Fortschritte, Rückschritte, vieles war gleichzeitig vorhanden. Und das gab es auch nach der Kanonisierung der Bibel. Denn das wird dem Christentum ja immer vorgeworfen dass es nicht mehr biblisch sei, dass es sich so verwässert habe, dass es gar nicht mehr Christentum zu nennen sei. Aber der Kanon ist ein Maßstab geblieben, an dem viele Neuerungen gemessen wurden und auch werden. Zudem: der Hinduismus zeigt ganz andere Aspekte auf, trotz ähnlicher sozialer Entwicklung. Trotz dieser und anderer anzubringender Kritik, ist das ein lesenswerter Beitrag.

Das ist diese Perspektive. Und was sagen Christen dazu? Gott hat sich dem Menschen immer nur soweit zu erkennen geben können, wie der Mensch in der Lage war, ihn zu verstehen. Wenn man einem Säugling mit hoher Mathematik kommt, dann ist er überfordert (ich bin es heute noch). Wenn Gott sich dem Menschen vor 4000 Jahren so offenbart hätte wie man ihn heute erkennen kann, hätte der Mensch nichts kapiert. Vielleicht hat Gott es ja auch gemacht – aber eben: Der Mensch ist nicht soweit gewesen. Und so offenbart sich Gott auch weiterhin, der Maßstab ist für Christen nicht die Bibel als Bibel, der Maßstab ist Jesus Christus, der durch seinen Geist wirkt – und aus diesem Geist heraus auch die Bibel (aus begrenzter menschlicher Perspektive) neu verstehen lässt.

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Religiöse Sprache – Sprachspiele

1.

Unterschiedliche Wissenschaften und Gruppen einer Gesellschaft haben unterschiedliche Sprachen – neben der Alltagssprache. Mathematiker haben eine andere Sprache, Logiker haben eine, Juristen haben ihre Sprache und Mediziner, Psychologen und Naturwissenschaftler welcher Couleur auch immer, Jugend hat ihre Sprache, Alter und dann der Slang, unterschiedliche Kulturen haben ihre Art, Worte zu verwenden und – damit zusammenhängend – zu diskutieren.

2.

Die Würde des Menschen ist unantastbar. Inhaltlich ist das ein vollkommen unlogischer Satz. Was ist Würde? Was/wer ist Mensch? Was bedeutet unantastbar? Würde wird nicht definiert, weil es Menschen ausgrenzen würde. Man kann vor dem Bundesverfassungsgericht klagen, wenn man den Eindruck hat, dass einem die Würde genommen wird. Mensch. Was ist der Mensch? Aus welcher Perspektive? Chemie, Biologie, Soziologie, Religion, Psychologie… Eine Einengung auf eine dieser Sichtweisen wird dem Menschen nicht gerecht. Ein Ausschluss dieser Sichtweisen ebenfalls nicht. Unantastbar? Heißt das: Keiner darf sie antasten? Was heißt das aber, wenn man nicht definiert, was Würde ist, was Mensch ist? Heißt das, dass sie nicht angetastet werden darf, dass sie überhaupt nicht angetastet werden kann? Usw. Gleichzeitig ist das ein wunderbarer Satz, weil er den Menschen – den individuellen Menschen ernst nimmt. Ernst nimmt in seinen eigenen Befindlichkeiten. Er ist nicht nur Teil der Gemeinschaft und als solches wichtig, er ist als Individuum wichtig. Und so lautet die Frage immer – auch wenn wir das nicht alles so genau definieren können -: Wo werden in unserem Land Menschen entwürdigt? In schweren Grenzfällen kommt es entsprechend auch zu heftigen Diskussionen (Abtreibung, Altenpflege, Gefängnissen…).

3.

Wir sind in unterschiedlichen Sprachspielen zu Hause. Und wenn man sich nicht aus der Gesellschaft mit ihrer Alltagssprache ausschließen will, muss man versuchen, so kompatibel wie möglich zu sein. Das ist ja auch die große Angst mancher Wissenschaftler, dass sie sich so von den allgemeinen Menschen abheben, dass sie sie nicht mehr verstehen und darum nicht nur links liegen lassen, sondern sie sogar ablehnen – und damit keine Gelder durch die Politik mehr zugewiesen bekommen. Darum muss die Wissenschaft auch immer versuchen, ihre Sprache in allgemeine Sprache umzuwandeln – in andere Sprachspiele hinüberzuführen. Und das betrifft auch die Religion. Die Religiöse Sprache ist dann kein Problem, wenn Menschen in ihr zuhause sind. Sobald aber der Faden abreißt und keiner mehr die religiöse Sprache versteht, bekommt sie Probleme. Man verwendet Bilder – aber kaum einer weiß mehr, was sie meinen. Und so muss also auch Religion immer wieder versuchen, wie die Wissenschaft, sich in der jeweiligen Alltagssprache vernehmbar zu machen. Wie die Wissenschaft weiterhin Insidersprache ausbildet, so natürlich die Religion. Aber man muss über diese Insidersprache hinauskommen, um den Kontakt zur Alltagssprache nicht zu verlieren. Das betrifft aber auch den Sprung zwischen den Religionen. Wenn der islamische und christliche Kulturkreis aufeinander treffen, dann haben sie nicht dasselbe Sprachspiel (wie auch das Sprachspiel innerhalb der christlichen Konfessionen variiert und mühsam zusammengeführt werden muss) – und diesen anzugleichen dient der Religiöse Dialog.

4.

Die Religiöse Sprache besteht unter anderem aus:

  • Mythos – das heißt: der Glaube findet mit Hilfe bestimmter Bilder / Sprachmustern aus der jeweiligen Zeit die Möglichkeit, sich vernehmbar und verstehbar zu machen.
  • Gebet – Gespräch (Klage, Bitte, Dank, Hymnus…) mit Gott/Göttern
  • Segen und Fluch – Gnade Gottes / der Götter auf den Mitmenschen und sich selbst legen, sich unter die Schutzhülle Gottes legen – Fluch: Diese Schutzhülle zerstören.
  • Gleichnis – Verknüpfung von Transzendentem mit Immanenten durch Sprache,
  • Bekenntnissen – mit Hilfe der Sprache seiner Zeit und auch der Tradition das Transzendente konstatieren,
  • Argumentationen im Rahmen der Religion – aber eben auch im Rahmen der Alltagssprache. Religiöse Sprache in die Wissenschaftssprache zu transportieren, ist noch schwerer. Religion in die Sprache der Logik – welcher? – Mathematik, Medizin, Psychologie, Linguistik zu überführen – das können im Grunde nur Glaubende, die auch in dieser jeweiligen Experten-Sprache zu Hause sind.
  • Religiöse Sprache besteht auch aus anderen Fertigkeiten: Gesten (z.B. in den Arm nehmen, Hand halten), Mimik, Kunst, Musik, Architektur (Raum schaffen), Farben, Kleidung, Filme, Riten, und was für Christen immer wichtig war (auch wenn manche eher die gegenteiligen Handlungen betonen(*): teilen, sich einsetzen für Arme, Schwache, den Menschen, die Hilfe und Zuflucht benötigen, …

5.

Religiöse Sprache vermittelt auch Sinn des Lebens. Das ist aber nicht allein mit der Religion zu verbinden, sondern auch mit anderen:

  • Gott,
  • König,
  • Vaterland,
  • Familie,
  • Anerkennung in seinem sozialen Umfeld.

Darin sahen viele Vorfahren den Sinn ihres Lebens. König gibt es nicht mehr. Vaterland gibt es noch – und wenn es dem Vaterland schlecht geht, geht es auch dem Individuum schlecht. Von daher ist der Einsatz für das Vaterland auch heute noch für viele äußerst sinnvoll. Einsatz für die Familie, das Überleben des Stammbaumes, damit verbunden auch in höheren Kreisen das Bewusstsein, dass man als Familie zum Wohl der Gemeinschaft (viele auch zum eigenen Wohl) wirken muss.

Heutzutage kam manches pointiert Neue hinzu:

  • Einsatz für die eigene Karriere – damit man Ansehen hat, damit man mehr als ein gutes Auskommen hat, weil Geldbesitz und Freiheit häufig zusammen gesehen werden (also Egoismus bzw. Hedonismus).
  • Einsatz für die Menschenrechte, Einsatz für die Umwelt – das gibt dem Leben so mancher ihren Sinn (Mitleid, „Schleier des Nichtwissens“…).
  • Man setzt sich Ziele – Macht der Religion ersetzt durch Wirtschaftsethik, Wissenschaftsethik, Diskursethik…

Das bedeutet, dass Menschen ihren Sinn sehen, unabhängig von den klassischen Religionen, auch wenn sich viele, die sich für Menschenrechte und Umwelt einsetzen, auch religiös sind, wenn manche auch nicht christlich, so doch mit Hilfe eines Flickenteppichs religiöser Wohltaten (Esoterik, Wiedergeburt…) ihr Leben einrichten. Menschen wollen eher wieder auf die Erde kommen, der KarmaGedanke ist manchen angenehmer als der Gedanke, bei einem Gott zu sein, den sie nicht kennen. Oder: Man kann sich selbst sagen: Gut gemacht! Du hast dich für die gute Sache eingesetzt. Nun kannst du ruhig den Weg jeglicher Natur gehen – den des Vergehens -, und dienst recycelt der Natur.

Das bedeutet für die religiöse Sprache: Religion war dafür, dem Leben einen Sinn zu geben, das über das Irdische hinausgeht, zuständig. Das wurde von anderen Sinn-Gebungen ersetzt. Die Frage ist nun – mit Blick auf den christlichen Glauben: Wie können wir unsere Sprache so einsetzen, dass sie Menschen Heimat bietet, dass sie Menschen hilft, den zu erreichen, der die Ursache und das Ziel des Lebens ist? Geht das überhaupt nur mit Sprache – muss man dazu nicht alle Möglichkeiten (s. oben 4.) in Betracht ziehen? Wie kann man darauf aufmerksam machen, dass sie religiöse Ersatzhandlungen verfallen sind, statt sich dem wahren Gott zur Verfügung zu stellen? Aber auch das ist Ausdruck der Zeit: Statt Blumen: Plastikblumen, statt Freiheit: ein Cabrio, statt echte Nahrungsmittel: irgendwelche chemische Schnitzel, statt echten Menschen: Menschen über Geräte (TV, Radio, Handy…)…

7.

Das bedeutet nun: Diese Sprachspiele sind in der Kommunikation zu beachten. Man ist jeweils Teil einzelner Sprachspiele, niemals Teil des gesamten Spiels. Von daher sind Rücksichtnahme, Verstehensversuche angebracht, statt Dominanzgebarens.

 

(*) Geschichtsschreibung betont die Herrscher, die Macht, die Starken. Diejenigen, die im christlichen Sinn tätig waren, kommen im wesentlichen nur durch die Heiligenlegenden usw. in den Blick. Hin und wieder erlauben auch mal andere Infos einen kleinen Einblick in die christliche Alltagswelt. Von daher sind viele auch Opfer der allgemeinen Geschichtsschreibung der Sieger. Heute gehen Bemühungen tiefer: Wie können wir den Menschen des Alltags in der Geschichte auf die Spur kommen? Da hat zum Beispiel die feministische Betrachtung so manches herausgearbeitet, was für Christen wohl noch nicht so vorliegt. Ich muss aber meine Unkenntnis eingestehen. Gibt es eine christliche Geschichtsaufarbeitung „von unten“?

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Verhaltenskodex Religionsausübung

Soweit ich das nach einer ersten Durchsicht sehe, ist dieser Kodex der Hamburger Uni angemessen: https://www.uni-hamburg.de/uhh/profil/leitbild/verhaltenskodex-religionsausuebung.html

Man fragt sich nur: Warum war es notwendig, einen solchen zu erstellen? Wer stellte sich quer? Warum sind wir in einer Situation, in der Selbstverständlichkeiten äußerst genau formuliert werden müssen?

Es ist eine Zeit, in der Ideologen – sowohl religiöse als auch nichtreligiöse – meinen, niemanden neben sich dulden zu können, der ihrer Weltanschauung nicht entspricht.

Und es wird Zeit, dass sich die Mitte der Gesellschaft gegen all diese Ideologen stemmt. Von daher finde ich eine solche Formulierung der Regeln gut.

Wissenschaft und Forschung wird über die Religion – hoffentlich auch über die Weltanschauungen – gestellt. Von daher ist das ein Modell für Unis und Firmen – nicht aber für die gesamte Gesellschaft. Denn in ihr sind sie (und weitere Themen) Teil und Ausdruck der Gesellschaft.

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Satanismus

Satanismus ist ja nicht nur Gewalt. Satanismus ist Gewalt gegen das Schöne, Reine, Helle, gegen Klarheit, Menschlichkeit, schändet Tiere, Menschen und christliche Lebenssymbole.

Wie verfinstert müssen Menschen sein, die sich auf so etwas einlassen, sich davon hinabziehen lassen, wie kaputt solche Seelen, die süchtig danach sind, Gutes zu zerstören, den Tod, Zerstörung, herbeigeführte Hässlichkeit zu feiern.

Das charakterisiert den Satanismus, wenn er geballt als Ersatzreligion auftritt,  wie die Internetseite, die ich gesehen habe. Aber seine grausamen Krakenarme streckt er aus auch dann, wenn er nicht als Weltanschauung wahrgenommen wird, wenn Gewalt ausgeübt wird gegen das Schöne, Reine, Helle, gegen Klarheit, Menschlichkeit.

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Auseinandersetzungen + „Übergriffe auf Muslime“

Es gibt wohl kaum einen Ort auf der Erde, an dem solche massiven Auseinandersetzungen in Bevölkerungen nicht stattfinden: https://www.nzz.ch/international/empoerung-australischen-senat-der-striptease-der-burka-senatorin-ld.1311212

Kein Mensch diskutiert über Hindus, keiner über Buddhisten oder Schintoisten, keiner über die Sikhs, … Warum nicht? Ein religionswissenschaftlich gesehen sehr interessantes Thema. Was hat der Islam, was andere nicht haben?

*

Gewalttaten gegen Muslime nehmen zu und werden „immer brutaler“, so heißt es hier: https://www.welt.de/politik/deutschland/article167787569/Mehr-gewalttaetige-Uebergriffe-auf-Muslime.html

„immer brutaler“ wird als Zitat genannt werden müssen, und somit auch diejenige die das gesagt hat: Ulla Jelpke. Die Welt/N24 weist extra daraufhin, dass sie sich dafür entschuldigt, das Zitat nicht in Anführungsstriche gesetzt zu haben.

Zahlen: Im ersten und zweiten Quartal gab es fast 400 Fälle rechtsextremer Angriffe – ein Täter wurde festgenommen. Zu Angriffen zählen auch Hetze oder Drohbriefe. Ich vermute, wenn das dort so steht, dass die Begriffe Hetze bzw. Drohbrief nicht nur als solche gefühlt sind, sondern auch juristisch haltbar als solche zu bezeichnen sind.

Genauere Angaben und weitere gibt es hier: https://www.noz.de/deutschland-welt/politik/artikel/938395/mehr-gewalttaetige-uebergriffe-auf-muslime

Insgesamt ist zu sagen: Leute, hetzen, drohen, angreifen – das ist unterste Schublade, entspricht unseren Werten nicht. Will irgendeiner in einem Land wohnen, in dem gegen Menschen gehetzt und gedroht, in dem Menschen angegriffen werden? Ich will das nicht. Zivilisierte Auseinandersetzungen stehen unserem Land gut zu Gesicht.

Jede solcher Zahlen ist zu viel.

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Eduard von Hartmann, Jesus- und Mohammed-Kritik

Eduard von Hartmann (+1906) hat sich als einer der ersten in unserem Land massiv gegen Jesus gewendet, ihn als Doofmann hingestellt, über den man nur lachen kann – Jesus der Jude mit seiner jüdischen Pseudomoral…

So what?

Eduard von Hartmann ist lange tot – Jesus Christus lebt bekanntlich noch immer. Nur wenige Fachleute wissen noch, dass Eduard von Hartmann mal existierte. Wir ziehen also unser virtuelles Hütchen – wenn wir das hören, was er zu Jesus zu sagen hat und gehen weiter.

Diesen Umgang mit Kritikern haben wir Christen Europas so langsam aber sicher gelernt – schmerzhaft, weil man nicht gerne lächerlich machen lässt, was man liebt.

Diesen Umgang müssen Muslime noch lernen. Mohammedkritiker sind wie Eduard von Hartmann. Man muss sie als Muslim ertragen lernen. Man zieht sein virtuelles Hütchen – und geht weiter. Der Glaube an Mohammed wird sie alle überleben.

Diese Sachlichkeit ist es, die man nicht gerne selbst lernt – die müssen einem andere beibringen. Von daher: Kritiker haben eine wichtige Aufgabe.

Und wer das nicht gelernt hat, der ist noch nicht im Europa der Moderne angekommen. Und wer das nicht lernen will, der wird in Europa nicht ankommen. Das vor allem auch darum, weil Europäer sich immer weniger zwingen lassen aus Höflichkeit gegen alles mögliche aus der Welt den Mund zu halten. Nun denn, man kann auch darauf hoffen, dass die Europäer aussterben oder zur Minderheit werden.

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Verfolgte Christen + Rückgang der Religionsfreiheit + Gebetsfrühstück im Österreichischen Parlament

Warum wurde im aktuellen Gotteslob kein Gebet für verfolgte Christen aufgenommen?

Darum ist es gut, dass das aus dem alten Gotteslob von http://kath.net/news/59769 wieder veröffentlicht wird:

Gott, nach dem geheimnisvollen Ratschluss deiner Liebe lässt du die Kirche teilhaben am Leiden deines Sohnes.

Stärke unsere Brüder und Schwestern, die wegen ihres Glaubens verfolgt werden. Gib ihnen Kraft und Geduld, damit sie in ihrer Bedrängnis auf dich vertrauen und sich als deine Zeugen bewähren.

Schenke ihnen Freude darüber, dass sie sich mit Christus im Opfer vereinen, und gib ihnen die Zuversicht,, dass ihre Namen im Buch des Lebens eingeschrieben sind.

Gib ihnen die Kraft, in der Nachfolge Christi das Kreuz zu tragen und auch in der Drangsal ihren christlichen Glauben zu bewahren.

*

Religionsfreiheit gerät immer mehr in Bedrängnis: http://kath.net/news/59749

Das ist spannend zu sehen – im Verhältnis zu dieser Aussage: Islam wird die stärkste Religion in Berlin: http://kath.net/news/59765

Das Christentum wird zurückgedrängt bzw. zieht sich zurück – und gibt damit anderen Raum. Und das wird nicht spurlos an Berlin vorüber gehen. An Berlin würde es dann für Religionswissenschaftler wunderschön zu beobachten sein, wie sich die Stadt Schritt für Schritt islamisch verändern wird. Ob es den ehemals einheimischen Menschen gefallen wird? Nein. Sie werden wegziehen. Beispiele gibt es in Europa schon mehrere. Ich sage nur: Teile von Molenbeek-Saint-Jean. Hat mit Saint Jean nichts mehr zu tun – vermutlich schon äußerst lange nicht.

*

Im Österreichischen Parlament gab es das erste Gebetsfrühstück: http://kath.net/news/59757

„Wir versuchen, uns über die Parteigrenzen hinweg auf persönlicher Ebene finden – im Geiste des gemeinsamen Glaubens. Dadurch soll auch erreicht werden, im politischen Alltag und bei Nationalratssitzungen respektvoller miteinander umzugehen – überparteilich und interkonfessionell“, so die ÖVP-Landtagsabgeordnete und Gemeinderätin Dr. Gudrun Kugler.

Die Gebetsfrühstückbewegung ist von den USA ausgegangen und wird in vielen Ländern beachtet. Auch in Berlin. Ein Hinweis darauf findet sich: https://www.bundestag.de/dokumente/textarchiv/2013/42161667_kw13_andachtsraum/210320

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(K)Ein Interesse an Religion + Umfragen zu Homosexualität, Powerfrauen, Werte, Todesstrafe

Das Ipsos Meinungsforschungsinstitut meint, dass in Europa weniger Interesse an Religion zu finden ist als in anderen Ländern – aber auch ganz wenig in Japan: http://www.idea.de/gesellschaft/detail/studie-interesse-an-religion-in-europa-geringer-als-im-rest-der-welt-100865.html Soweit ich bei einem groben Überblick sehe, hat sich trotz etwas anderer Fragestellung die Sicht nicht geändert: http://www.ipsos-na.com/news-polls/pressrelease.aspx?id=5058

*

Interessant finde ich diese Studie, in der es darum geht, ob die Menschen liberaler werden oder nicht: https://www.ipsosglobaltrends.com/me-versus-us-is-the-world-getting-more-or-less-liberal/ Spannend finde ich hier, dass die Zahlen zum Thema Homosexualität mit Blick auf islamische Länder kaum genannt werden. Hat man da außer in der Türkei und Indonesien vergessen nachzufragen? Aber: 72% der Weltbevölkerung wollen in Gemeinschaften leben, die dieselben Werte haben: China 83%… Indien 81%… USA 79%… Deutschland 71%. Was die Todesstrafe betrifft, sollen 61% der Weltbevölkerung dafür sein. Die Aufschlüsselungen sind interessant, sogar in Frankreich sollen 62% dafür sein und in Belgien 57%, Deutschland 38%. Viele andere Zahlen werden genannt. Ob sie stimmen – weiß ich natürlich nicht. Aber es ist zumindest spannend, wie dieses Meinungsforschungsinstitut das sieht. Denn stutzig macht mich die Frage, ob mehr Frauen in Machtpositionen sein sollen. In Indien und der Türkei sind über 70% dafür, in Schweden nur 57% und in Deutschland nur 47%. Wir werden in dieser Hinsicht von fast allen Ländern überholt. Nur Japan, Indonesien und Russland stehen hinter uns.

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