Archive for the ‘Kirche’ Category

Kuschelkirchentag

Mittwoch, Juni 21st, 2017

Hat man bei all den Planungen genug berücksichtigt, dass ein Kirchentag auch immer ein Kuschelkirchentag ist? Das heißt: Man sucht das Bad in der Menge: http://www.zeit.de/2017/25/kirchentage-auf-dem-weg-ostdeutschland-flop Wenn nun ein Kirchentag zu weit auseinander gezogen wird, kommt es nicht zum Kuschelgefühl – und so bleibt man dann lieber in der Menge. Besonders kuschelig war es dann wohl auch bei Merkel und Obama. Hat zwar nicht viel mit Andacht und so zu tun – aber es war politische Kuschelzeit!

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Urlaubsreisen von Migranten nicht von Flüchtlingen + Christen/Kirchen und Flüchtlinge/Migranten

Freitag, Juni 16th, 2017

Ich würde nicht von Urlaubsreisen von Flüchtlingen reden, da es die wahren Flüchtlinge diskriminiert: Flüchtlinge flüchten, weil sie Angst um ihr Leben haben aus ihrer Heimat – Migranten tun das nicht. Und ich vermute, dass Flüchtlinge eben nicht in ihre Heimat zurückfahren, weil sie Angst haben, dort misshandelt, angeklagt, inhaftiert zu werden. Wir müssen unbedingt zwischen Flüchtlingen und Migranten differenzieren, um nicht Flüchtlingen Unrecht zu tun. Flüchtlinge müssen in unserem Land anerkannt werden. Die Akzeptanz von Flüchtlingen nimmt ab, wenn wir sie mit Migranten zusammenführen. Das ist Unrecht: https://www.welt.de/politik/deutschland/article165555945/Behoerden-melden-haeufiger-Heimat-Reisen-von-Fluechtlingen.html

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Gehe ich richtig davon aus, dass hier von Flüchtlingen die Rede ist – oder auch von Migranten? https://www.pro-medienmagazin.de/kultur/veranstaltungen/2017/06/15/kirchenpraesident-jung-keine-obergrenzen-beim-asyl/

Ja, man muss miteinander reden können, ohne einander zu diffamieren. Das Problem ist nur: Man muss auch miteinander darüber reden können, was der jeweilige Mensch als Diffamierung wahrnimmt. Es geht darum, eine angemessene Diskussionskultur zu entwickeln.

„Wir können mit Größe und Selbstbewusstsein unsere eigene Kultur denen anbieten, die hier her gekommen sind,“ sagte zu Eltz.

Aber das müssen wir auch tun! Tun wir das?

Meine Frage mit Blick auf Christen/Kirchen und Thema Fremde: Wie Christen bzw. Kirchen zum Thema Fremde stehen, wird von der Bibel her vorgegeben – das ist klar. (Nur: Wer sich in dieser Hinsicht auf die Bibel beruft, muss sich ehrlicherweise auch in anderen Fragen auf die Bibel berufen. Rosinenpickereien der jeweiligen Seite ist verständlich, aber theologisch nicht begründet.) Und wir Christen haben auch die Pflicht, diesen unseren Glauben in die gesellschaftliche Diskussion mit einzubringen. Meine Frage ist: Müssen wir als Christen bzw. Kirchen nicht auch den aktuellen Zustand einer Gesellschaft bzw. die künftigen Gefahren mit berücksichtigen? Werden wir nicht zu religiösen Ideologen, wenn wir das, was wir glauben, unabhängig von der realen Situation der Gesellschaft einfordern? Sollte es uns egal sein, ob Menschen einer Gesellschaft uns darin folgen oder nicht – sozusagen als Puristen unser Ding durchsetzen?

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Fronleichnam

Donnerstag, Juni 15th, 2017

Fronleichnam – unsere katholischen Schwestern und Brüder feiern das Fest des Leibes (Leichnam) des Herrn (Fron). Es ist der Tag, an dem die Eucharistie/das Abendmahl im Zentrum steht. Das heißt: Die Gegenwart Jesu Christi in Brot und Wein. Dieser wird dann in Prozessionen Ausdruck verliehen.

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Anprangern in der Kirche

Donnerstag, Juni 15th, 2017

In der katholischen Kirche findet ein Anprangern statt: http://www.kath.net/news/59933

Politik bestimmt den Umgang miteinander. Und das ist für die Kirche fatal. Christen sollten sich ihrer Eigenständigkeit bewusst werden und nicht handlanger politischer Gruppen sein und sich gegenseitig diffamieren.

Da aber die Kirchen auch keine Inseln der Seligen sind, sondern Spiegelbild menschlicher Fehlbarkeit und Schuld sind, stellt sich die Frage: Müssen wir uns damit abfinden?

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Journalisten und Evangelikale + Zana Ramadani zu ihrem Leben in Deutschland + Übergriffe gegen Christen

Dienstag, Juni 13th, 2017

Verhältnis Journalisten und Evangelikale bzw. und Kirchen – bei solchen Themen bekommen Journalisten, so heißt es, mehr Gegenwind. Ich denke, dass das aber nur dann stimmt, wenn sie nicht richtig recherchiert haben und Ideologisches präsentieren. https://www.pro-medienmagazin.de/medien/journalismus/2017/06/12/wie-ndr-und-spiegel-journalisten-ueber-evangelikale-denken/

Von daher auch wieder: Sachlich, sauber recherchieren… – das ist für alle Journalisten wichtig. Nicht nur für diejenigen, die die Kirche oder christliche Gruppen unter die Lupe nehmen.

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Zana Ramadani beschreibt ihr Leben in Deutschland – zumindest in diesem Auszug aus ihrem Buch: http://www.achgut.com/artikel/zana_ramadani_1_integration_in_wilden_westfalen

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Übergriffe gegen Christen gibt es auch dort, wo Christen in der Mehrheit leben. http://www.focus.de/politik/videos/groesste-religionsgruppe-der-welt-studie-christen-werden-selbst-in-laendern-verfolgt-in-denen-sie-mehrheit-stellen_id_7237082.html Aber das hatte ich schon vor langer Zeit einmal im Blog, was muslimische Gesellschaften betrifft. Waren es 20%? – wenn eine Gesellschaft 20% Muslime hat, wird es für  Nichtmuslime schwer. Ich weiß nicht mehr die genaue Zahl. Müsste noch einmal recherchieren. Habe aber keine Zeit. Vielleicht weiß es jemand.

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Deutsche Evangelische Allianz und Angriffe der Süddeutschen Zeitung

Montag, Juni 12th, 2017

Die SZ hat die DEA angegriffen – und die DEA wehrt sich: https://www.pro-medienmagazin.de/medien/journalismus/deutsche-evangelische-allianz-wehrt-sich-gegen-sz-artikel/

Für manche gehören alle Nicht-Mainstreamler in einen Topf, dann wird bekanntlich kräftig umgerührt – was dann dabei rauskommt sind solche Beiträge, von denen die DEA fordert, dass sie richtig gestellt werden.

In den Mainstream-Medien finden wir immer wieder Evangelikalen-Bashing. Ich hatte das schon häufiger im Blog. Von daher reiht sich der SZ Beitrag in diese Bashing-Initiative ein.

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Eigenständigkeit der Christen und AfD

Samstag, Juni 10th, 2017

Es ist gut, dass manche Bischöfe eine Uni-Gruppe damit beauftragt haben, die Kompatibilität der katholischen Soziallehre mit der AfD zu überprüfen – bzw. der AfD mit der katholischen Soziallehre. Gut ist das darum, weil es das unterstützt, was ich immer fordere: Christen sollen sich ihrer Eigenständigkeit bewusst werden. Dazu fehlt allerdings noch der zweite Schritt: Die Vergleiche der anderen Parteien mit der Soziallehre: Linke, Grüne, FDP, SPD, CDU – sind sie mit der katholischen Soziallehre kompatibel? Als Forscher sollten allerdings immer politische bzw. weltanschauliche Gegner ausgesucht werden, wie es anscheinend auch hier getan wurde: http://www.uni-muenster.de/FB2/aktuelles/ics/ankuendigungAP8.html

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DRK-Helfer wurde erstochen + Attentat verhindert? + Taufe von Flüchtlingen/Migranten

Donnerstag, Juni 8th, 2017

Ein DRK-Helfer wurde erstochen: https://www.saarbruecker-zeitung.de/saarland/saarbruecken/saarbruecken/burbach/drk-mitarbeiter-stirbt-nach-messerattacke_aid-2238120

Wenn Menschen, die helfen wollen, getötet werden, dann geht einem das besonders nah. Ich bin dankbar, dass es Menschen gibt, die der Gefahren zum Trotz helfen.

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Wurde in London ein weiteres Attentat verhindert? http://www.israelnationalnews.com/News/News.aspx/230627

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Was die Meldung von Arnschwang betrifft (ein afghanischer Mann hat einen Jungen getötet und seine Mutter schwer verletzt, obgleich er Fußfesseln hatte und aus Glaubensgründen nicht abgeschoben werden konnte): http://blog.wolfgangfenske.de/2017/06/07/arnschwang-wahnsinn/ : Auch in unserer Gesellschaft erlebt man es manchmal, dass Menschen die Taufe als eine Art Allheilmittel ansehen, als Schalter, der persönliche Probleme behebt. Das geht freilich selten gut aus – vermute ich einmal, denn die Taufe ist kein Schalter. Die Frage, die sich stellt ist: Wurde der Mann, bevor er zum Christentum konvertierte, sorgfältig belehrt? Wurde er gemeindlich begleitet? Ich denke, hier müssen die Überlegungen ansetzen, wenn es darum geht, Konversionen als Konversionen anzuerkennen. Dazu zum Beispiel: http://www.vef.de/fileadmin/Download/taufbegehren_von_asylsuchenden_2013.pdf

und: https://www.dbk.de/fileadmin/redaktion/microsites/fluechtlingshilfe/Bistum-Aachen_Handreichung-Konversionswunsch.pdf

Das sollte selbstverständlich sein, dass man keinen Generalverdacht hegt: http://www.idea.de/menschenrechte/detail/kind-getoetet-war-der-afghanische-taeter-zum-schein-christ-geworden-101313.html

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Käßmanns Bonmot – sinnfreies Geblubber

Mittwoch, Mai 31st, 2017

Wenn der Hahn kräht auf dem Mist, ändert sich das Wetter – oder es bleibt wie es ist.

Das politisiert ausgedrückt: Wenn einer nur deutsche Vorfahren hat – weht von dort der braune Wind (sieht man an der AfD) – oder eben auch nicht (sieht man an Käßmann).

Das heißt, es war – wenn ich das richtig interpretiere samt den nachfolgenden apologetischen Aussagen – es war sinnfreies Geblubber (wenn man von der Seite ausgeht, die diese Bibelarbeit veröffentlicht hat, s. unten).

Ist sinnfreies auch sinnloses Geblubber? Nein, denn die begeisterten Klatscher zeigen, dass auch sinnfreies Geblubber nicht sinnlos ist, sondern die Kraft hat, Menschen zu emotionalisieren. Die Folgen? Die Gleichgesinnten werden zusammengeschweißt – man fühlt sich auch durch sinnfreies Geblubber verstanden. Diejenigen, die nicht so denken, die werden ausgegrenzt und aus ihrer Sicht diffamiert, weil das ja kein Argument ist, sondern nur sinnfreies Reden.

Sinnfreies Geblubber kann also emotionalisieren – und das muss nicht ohne Folgen bleiben.

Weitere Folgen von sinnfreiem Geblubber: Gegner von Christen werfen Christen eben vor, sie würden sinnfrei blubbern. Als Theologe bzw. Theologin sollte man diesem Vorwurf nicht auch noch Nahrung geben.

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Und wenn man dann noch die türkische Familie dazu nimmt, die deutsch ist – denn ist es dazu auch noch unlogisch – wenn man sie aufgrund der Formulierungskünste in die Nähe der AfD rückt – es aber natürlich nicht so meint, sondern sagen wollte, dass es auch gute Deutsche gibt, eben solche mit ausländischen Wurzeln, denen nicht brauner Wind nachzusagen ist – ohne allerdings zu sagen, dass deutsche Eltern nur Braunwinder sind.

Käßmann verwies darauf, dass selbst sie als mehrfache Großmutter bereits türkischstämmige Mitschüler gehabt habe. Diese seien mittlerweile deutsche Eltern von deutschen Kindern.

Dabei kommen einem freilich sofort in den Sinn einmal der Artikel in spiegel-online über Zugereiste, die die AfD wählen und die türkischen Grauen Wölfe bzw. die ErdoganFans. Das ist alles kein deutscher brauner Wind – aber manche Winde haben viele Gemeinsamkeiten.

Sie kennt wohl diese türkische Familie, die Nachfahren derer, die mit ihr in der Schule gewesen sind, sehr genau – und zieht diese durch das sinnfreie Geblubber mit in die Öffentlichkeit – allerdings nicht negativ. Was für die Familie dennoch nicht so prickelnd sein dürfte, wenn es sie denn gibt und nicht rhetorisch herbeigezaubert wurde.

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Grundlage meiner Darlegung: https://www.landeskirche-hannovers.de/evlka-de/presse-und-medien/nachrichten/2017/05/2017_05_26_2

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Kurz gesagt: Ich finde das alles äußerst spannend, wenn es auch für alle Beteiligten selbst äußerst anstrengend sein dürfte.

  • Spannend finde ich es, weil es dazu zwingt, über das nachzudenken, was man selbst sagt:
  • Ist das, was man sagt sinnfreies Geblubber?
  • Können andere den Eindruck haben, dass es ein solches ist?
  • Wie gehe ich verantwortlich mit Sprache um, um ein solches möglichst auszuschließen bzw. möglichst zu vermeiden, dass das, was ich sage, als sinnfreies Geblubber interpretiert werden kann?
  • Wo diffamiere ich politische Gegner durch Emotionalisierung?
  • Baue ich Brücken, statt Gruppen zu trennen, indem ich eine Gruppe gegen andere zusammenschweiße?
  • Das heißt nicht: kuschen. Das heißt: Kritik so gut es geht argumentativ, sachlich vorbringen.

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Diese Aussagen von Käßmann wurden im Rahmen einer Bibelauslegung gemacht. Thema:

Die evangelische Theologin nahm den Bibeltext aus dem Lukas-Evangelium über den Besuch der mit Jesus schwangeren Maria bei der mit Johannes dem Täufer schwangeren Elisabeth auch als Beleg für den Wandel der Rolle der Frau.

Daraus kann man schließen:

Wer in allem die AfD sieht, sogar in Bibeltexten, der muss auch wirklich Angst vor dieser kleinen Partei haben, weil er sie ganz groß macht. Und dass der Geist der AfD wichtiges Thema der Bibelauslegung war, wurde zumindest von dem, der diesen Käßmann-Beitrag ins Netz gesetzt hat, so empfunden. So heißt es gleich zu Beginn:

Die Reformationsbotschafterin Margot Käßmann hat in einer Bibelarbeit auf dem Kirchentag in Berlin die AfD angegriffen.

Da kann man als Seelsorger nur sagen: Leute, habt doch keine Angst vor der AfD! Angst ist ein schlechter Ratgeber, wie man sieht.

Man muss auch keine AfD in die Auslegung eines wunderbaren neutestamentlichen Textes einbringen. Leider wird in dem Beitrag nicht gesagt, was nun das wesentliche geistlich-spirituelle Ergebnis dieser Bibelarbeit war (Upps: Oder war das Dargelegte das spirituelle Ergebnis?). Dafür wird aber ein anderes Ergebnis mitgeteilt:

In nur einem einzigen biblischen Kapitel gibt es hier zwei Reden von Frauen! Das ist mehr, als mancher Theologenkongress heute zu bieten hat“, rief Käßmann aus. Marias Rede über den Sturz der Mächtigen und die Erhöhung der Niedrigen sei geradezu ein „Revolutionslied“. Sie halte Frauen allerdings nicht für die besseren Menschen, sagte Käßmann. Das machten die „Hetztiraden von Alice Weidel oder Marine le Pen“ deutlich. Sie rief Männer und Frauen gleichermaßen auf, „widerständig zu sein gegen Rassismus, Sexismus, Hetze gegenüber den Schwachen“.

Was kann man auch sagen?: Gott handelt wunderbar zu seiner Zeit – das bezeugt Lukas mit dem Text. Damit ist der spirituelle Reichtum nicht erfasst – aber den kann sich nun jeder und jede selbst erarbeiten: https://www.bibleserver.com/text/LUT/Lukas1

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Verrücktheiten – das Gute am Kirchentag + Christenverfolgung nicht dramatisieren + Kinderinnen + Kirchentag Rückblicke

Dienstag, Mai 30th, 2017

Das Gute am Kirchentag: Er lässt so manche Verrücktheiten ins Zentrum rücken: http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/debatten/evangelischer-kirchentag-genderwahn-verunstaltet-liederbuch-15036612.html

  • Aber all diese Verrücktheiten haben auch die Kraft, die Menschen von den Kirchen zu entfremden. Nicht vom Glauben. Im Gegenteil. Aber die Modernistischen in der Kirche und der Kirchenspitze die leben in einer Blase und merken gar nicht, dass sie im Grunde von dem konservativen Engagement lebt. Was wir sehen können ist, dass nicht nur in der AfD, sondern dass aufgrund vieler Verrücktheiten der Ruf: Raus aus dieser Kirche weithin erschallt.
  • Ich bin einmal gespannt, ob wir in der Statistik des nächsten Jahres wieder eine Austrittswelle sehen können. Diesen haben wir dann weniger den Atheisten zu verdanken, weniger der finanziellen Frage, sondern den Modernistischen, die auf Kosten der Tradition und auch des Glaubens ihren Irrwitz durchzusetzen versuchen.
  • Ich bin gegen einen Kirchenaustritt. Die Kirchengeschichte zeigt viele solcher Verirrungen und Dummheiten, sie zeigt, wie ganze Kreise und auch in den Führungsspitzen den Versuchungen erliegen. Aber Gottes Geist führt die Kirche immer wieder zurück. Aber: Unter vielen Schmerzen derer, die unter diesen Verrücktheiten leiden müssen. Zudem bin ich gegen einen Kirchenaustritt, weil ich meine, man darf die Politik nicht über die Gemeinschaft des Glaubens stellen.
  • Man darf den modernistischen Ideologen in einer Kirche nicht so viel Macht einräumen. Man tut es nur dann, wenn man selbst keinen Maßstab mehr für das hat, was dem Glauben entspricht und was nicht. Eine intakte Kirche wäre all diesen Sondermeinungen gegenüber kritischer.
  • Auch hier wieder das Aber: Nationalistische und rassistische Gruppen, Gruppen, die weitere rechtsextreme/faschistische Tendenzen haben, neigen dazu, die Kirche zu meiden, weil sie international ist, weil sie die Würde aller Menschen betont, weil sie versucht, dem Individuum wie der Gemeinschaft gerecht zu werden, weil sie durch Gott und Jesus Christus mit den Juden verbunden ist… Von daher darf man sich auch von diesen nicht unter Druck setzen lassen. Das sind für mich aber auch keine Konservativen, sondern es handelt sich um modernistische Ideologien – allerdings auf der rechtsextremen Seite. (Wobei freilich nicht jeder politisch motivierter Kirchenaustritt und jede Kritik an Kirche rechtsideologisch begründet sein muss – das versteht sich von selbst.)

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Apropos Käßmann-Bonmot: Ich las sogar Kommentare, die meinen, die AfD würde aufgrund des Käßmann-Satzes Stimmen verlieren, vor allem, wenn Käßmann gegen die AfD klagen würde. Zudem: Auch Gerichte dürften den Satz von Käßmann dann genauestens lesen. Das könnte dann auch nach hinten losgehen. Von daher würde ich Frau Käßmann nicht raten zu klagen. Wenn sie es täte – wäre die Reaktion des Gerichtes sicher sehr spannend.

Hier der Vorwärts zu dem Thema: https://www.vorwaerts.de/artikel/afd-gegen-margot-kaessmann-rechten-wahrheit-verbiegen

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Noch eine Frage – neben das Käßmann-Bonmot – ist das so gesagt worden? Wie ist das gemeint? In welchem Kontext wurde es gesprochen? Bischof Dröge soll gesagt haben, man solle die Christenverfolgung nicht dramatisieren. http://www.kath.net/news/59740 Welche meint er? Die in Deutschland? Die in Europa? Die in den islamischen Staaten? Die in Teilen Indiens? Die in China, Nordkorea, Kuba?

Gebet von Open Doors für verfolgte Christen: https://www.opendoors.de/nachrichten/aktuelle-meldungen/tausende-beteten-beim-open-doors-tag-2017-fuer-verfolgte-christen

Zu dieser Fragestellung auch: https://jobo72.wordpress.com/2017/05/29/kritik-berechtigte-und-unberechtigte/ – wobei ich noch nicht herausgefunden habe, in welchem Kontext er das gesagt hat, was er meinte.

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Und noch eine Klarstellung: Göring-Eckhart hat von Kinderinnen und Kindern gesprochen – versteht das aber als eine Ironie gegen die 68ger, denn es handelt sich um ein Zitat von Liedermachern „Circus Lila“ http://faktenfinder.tagesschau.de/inland/gruene-kinderinnen-kinder-101.html

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Zu Kirche und AfD bzw. zu AfD und Kirche: http://www.idea.de/gesellschaft/detail/afd-sprecher-meuthen-margot-kaessmann-ist-keine-aufrechte-christin-101201.html

Apropos AfD: Ist aufgefallen, wie sehr die AfD ins Zentrum des Interesses dadurch gerückt wird, dass sie auf dem Kirchentag – als Gegner – im Zentrum stand?

Die beste Werbung für die AfD sind doch noch immer die Gegner.

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Verschiedene Besucher und Besucherinnen des Kirchentags schauen zurück: https://www.pro-medienmagazin.de/gesellschaft/kirche/2017/05/29/ein-kritischer-blick-zurueck/

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Als Beobachter möchte ich sagen: Es wäre segensreich, wenn die Kirche wieder Gott zur Sprache bringen würde – und das mit demselben Elan wie sie von sozialen Fragen erregt ist.

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