Archive for the ‘Kirche’ Category

Wie gut und wichtig: Kirchentag + Gott schaut auf Berlin + Kirchentag und Missbrauch Luthers + Feuerbach statt Christus + Politische Kirche + Funktionäre und Propheten

Donnerstag, Mai 25th, 2017

Man mag den Kirchentag kritisieren, man mag ihn belächeln, man mag ihn bekämpfen, man mag ihn ignorieren – aber es ist gut für unser Land, dass es ihn gibt.

*

Nicht nur aus Glaubensgründen ist der Kirchentag wichtig: https://www.kirchentag.de/aktuell_2017/mittwoch/pk_inhalt.html

Auch solche Vergewisserungen müssen einmal deutlich ausgesproc

Gott schaut auf Berlin

*

Luther wird gehörig missbraucht – das hatte ich neulich schon erwähnt. Er wird einfach für die gegenwärtigen Probleme eingespannt – auch mit Blick auf das Gegenteil von dem, was er gesagt hat. Statt dass die Nachkommen Luthers so ehrlich sind und sagen: Luther – er sagte anderes, wir aber sagen, tun sie so, als würde das alles irgendwie Luther sein. https://www.pro-medienmagazin.de/kommentar/2017/05/24/wenn-luther-auf-den-kirchentag-ginge/ Gutgemeinte Ehrlichkeit? Naive Ehrlichkeit? Keine Ehrlichkeit?

So geht es Denkmählern: Man kann sie mit allen Farben bepinseln, wie die Vögel beschietern und sagen: Das ist der wahre XY. Sie können sich ja nicht wehren.

Von daher: Das Bild, das Kirche von sich mit Blick auf Luther malt, wird sicher von so manchem bejubelt werden. Auch von Nachdenklichen?

Was mag ich von Luther am liebsten? Lutherkekse: http://www.glaubenssachen.de/luther-kekse-rolle.html

Nein natürlich nicht. Fürs leibliche Wohl – mag sein, aber Luther hat mehr zu bieten als Kekse und Bonbons. Den Schlusssatz seiner Freiheitsschrift zum Beispiel http://gutenberg.spiegel.de/buch/martin-luther-sonstige-texte-270/6 :

Zum dreißigsten: Aus dem allem folget der Beschluß, das ein Christenmensch lebt nicht in sich selbst, sondern in Christo und seinem Nächsten, in Christo durch den Glauben, im Nächsten durch die Liebe; durch den Glauben fähret er über sich in Gott, aus Gott fähret er wieder unter sich durch die Liebe, und bleibt doch immer in Gott und göttlicher Liebe, gleich wie Christus sagt, Johann. 1:» Ihr werdet noch sehen den Himmel offen stehen und die Engel auf- und absteigen über den Sohn des Menschen.» Siehe, das ist die rechte, geistliche, christliche Freiheit, die das Herz frei macht von allen Sünden, Gesetzen und Geboten, welche alle andere Freiheit übertrifft wie der Himmel die Erde. Das gebe uns Gott, daß wir diese Freiheit recht verstehen und behalten!

Das ist für manche heftig: Liebe aus Glauben – nicht Liebe aus irgendwas heraus. Liebe und Glauben gehören zusammen. Während man früher die Christen ermahnen musste: Nicht Glauben ohne Liebe!, muss man heute sagen: Nicht Liebe ohne Glauben! Feuerbach hat so manchen in den Kirchen erfasst. Feuerbach hat Christus abgelöst?

*

Die politische Kirche: http://cicero.de/berliner-republik/evangelischer-kirchentag-die-falsch-verstandene-politisierung

Ich warnte neulich auch vor einer Überhöhung der politischen Auseinandersetzung mit religiösen Begriffen. Am 18.2. schrieb ich:

Dass in einem christlichen Verlag ein Buch von Tanja Kuchenbecker über Marine Le Pen herausgegeben wird, das als Untertitel „Tochter des Teufels“ trägt, spricht nicht unbedingt für den Verlag… Was ist daran schlimm? Es geht um eine politische Auseinandersetzung – und die wird religiös überhöht. Früher hat man Töchter des Teufels auf Scheiterhaufen verbrannt – heute verurteilt man sie in solchen Verlagen? Auch manche Christen haben überhaupt keinen Maßstab mehr für das, was legitime politische Auseinandersetzung ist und das, was über das Ziel hinausschießt. Ich bin kein Fan von Marine Le Pen – aber man muss doch erkennen, dass das inakzeptabel ist. Schon Trump wurde religiös gesehen, als einer, der das apokalyptische Ende der Welt einleitet. Sie mögen politisch Ansichten haben, die schlimm sind – aber das rechtfertigt keine religiöse Überhöhung. So wichtig sind sie auch wieder nicht. Sie mögen in den Augen ihrer Gegner schlimmere Sünder sein als ihre Gegner sich selbst sehen – auch das rechtfertigt keine religiöse Überhöhung. Vor allem ist auch immer wieder die Arroganz faszinierend: Man kämpft auf der Seite der Guten – und die breite Gesellschaft merkt nicht, wie gefährlich die jeweiligen Politiker sind. Dieser dualistische Ansatz, der immer auch mit gnostischer Selbsterhöhung verbunden ist, ist gefährlich. Jetzt werde ich auch religiöser Überhöhung schuldig: Man treibt den Teufel mit dem Beelzebub aus.

Ich finde das fatal. Christen sollten sich dieser religiösen Sprache mit Blick auf Politik enthalten. Das führt nur ins Verderben.

*

Man lese das einmal kritisch: http://www.faz.net/aktuell/politik/die-gegenwart/ekd-ratsvorsitzender-wie-politisch-darf-die-kirche-sein-15015547-p6.html Ich habe keine Lust, jetzt das alles zu zerpflücken. Nur ein Aspekt: Ein Funktionär der Organisation der Evangelischen Kirche erklärt, was prophetisches Reden ist – und was es nicht ist. Wer das Alte Testament kennt, weiß, dass die Propheten manchmal von Gott aus Bereichen ausgewählt wurden, die den Amtsinhabern äußerst suspekt waren.

Könnte man doch bloß in die Zukunft sehen und erfahren, wie die Nachkommen die gegenwärtigen Funktionäre beurteilen werden. Wir stecken mitten in unserer Zeit, wir können furchtbar blind sein für das, was sich politisch zusammenbraut. Gut gemeint können wir die Räuber füttern, weil wir denken, das werden die kommenden Hirten sein. Und die wahren Hirten jagen wir in die Wüste. Vielleicht ist es aber auch gerade andersherum.

Wie sehr sind wir abhängig vom Geist Gottes und von der Vergebung durch Gott.

Impressum http://www.wolfgangfenske.de/

De Maiziere und Kirchen + Flüchtlinge abschieben

Mittwoch, Mai 24th, 2017

De Maiziere kritisiert Kirchen: http://www.focus.de/politik/videos/islamdebatte-de-maiziere-beim-asyl-machen-es-sich-die-kirchen-zu-leicht_id_7169570.html

Das ist das Problem: Wer Realitäten nicht wahrnehmen mag, wer seine Wünsche für Realität hält, ist als Gesprächspartner nur bedingt fähig.

Kritisiert werden und Kritik üben ist eine Sache der Demokratie. Kritiken müssen nicht nur Politiker aushalten.

*

Das ist ein spannendes Urteil: Flüchtlinge dürfen nicht in andere EU-Länder abgeschoben werden, wenn sie kein Obdach und keine Nahrung bekommen. https://www.welt.de/politik/deutschland/article164838164/Bundesverfassungsgericht-stoppt-Abschiebung-nach-Griechenland.html

Das sagt viel über die EU aus.

Impressum http://www.wolfgangfenske.de/

Ausstellung Reformation + Schlimme Christen + Frauen in der Katholischen Kirche

Sonntag, Mai 21st, 2017

In Wittenberg wurde die Weltausstellung Reformation eröffnet: https://www.pro-medienmagazin.de/gesellschaft/kirche/2017/05/20/weltausstellung-reformation-eroeffnet/ : Der Artikel zeigt in Kürze, was man aus der Reformation alles machen kann. Spannend. Was wohl Luther dazu sagen würde?

*

Das ist natürlich besonders schlimm.

Diese Christen https://www.pro-medienmagazin.de/medien/journalismus/2017/05/18/stern-ueber-freikirche-fundamentalismus-in-neuem-gewand/:

  • Glauben an Wunder
  • Nehmen die Bibel wörtlich
  • Leben nach den Regeln: Kein Sex vor der Ehe,
  • keine Selbstbefriedigung,
  • keine Abtreibung.

Aber der Beitrag im Stern Nr. 21 (18.5.2017) ist wider Erwarten angemessen sachlich. Das ist erfreulich. Ich kenne die Gemeinde nicht und weiß nicht, ob sie sich richtig wieder gegeben sieht. Aber der Beitrag selbst keult nicht. Wenn ich ihn geschrieben hätte, wäre er vielleicht ein wenig kritischer. Nicht, was die Gemeinde betrifft – die kenne ich ja nicht. Aber als guter alter Protestant habe ich so meine Bedenken mit Blick auf charismatische Kirchen.

Wie geht es der im Stern genannten

Gemeinde eigentlich nach diesem Beitrag im Stern?

Auf ihrer Seite habe ich nichts gefunden: http://meine-gemeinde.de/ueber-uns/unser-traum/

*

Über ein Buch (von Christiane Florin), das dafür eintritt, dass Frauen in der katholischen Kirche mehr Macht bekommen sollen: http://kath.net/news/59636

*

Medjugorje vor der Anerkennung durch den Vatikan? http://kath.net/news/59654

Informationen aus Medjurgorje selbst: http://www.medjugorje.de/

Impressum http://www.wolfgangfenske.de/

Christliche Freiheiten leben

Samstag, Mai 20th, 2017

Freiheiten, die vor wenigen Jahren noch selbstverständlich waren, werden immer stärker eingeschränkt. Ihnen wird auch zum Teil mit unverhohlenem Hass begegnet.

Aber ich denke, Christen geben Europa nicht verloren.

Sie bringen sich ein und versuchen es zum Guten mitzugestalten.

Sie lassen sich nicht zum Schweigen bringen.

Sie dienen Gott, nicht modernistischen Meinungen, die bald eh wieder passé sind.

Auch wenn sich deren Vertreter noch so aggressiv gebärden –

Christen kennen das schon – 2000 Jahre lang.

Sie bleiben. Die Aggressoren vergehen – man denke dabei allein an das 20. Jahrhundert.

Impressum http://www.wolfgangfenske.de/

Angriffe gegen die Kirche + Atheismus/Säkularismus + Provokante Christen + Abtreibung ist Mord + Fußballspieler fesseln

Donnerstag, Mai 18th, 2017

Diesen Angriff auf die Kirche bzw. die Christen habe ich nicht verstanden: http://www.dasmili.eu/art/die-krise-des-christentums-im-digitalen-zeitalter/

Man mag der Kirche manches vorwerfen – aber das klingt doch alles eher nach Unkenntnis der Sachverhalte, vor allem auch der Kirche weltweit.

Gesprächspartner, die wirklich ernst genommen werden wollen, sollen zumindest ein wenig Ahnung von dem haben, was sie sagen.

Allerdings muss man erkennen, dass das, was hier geäußert wird, in vielen Köpfen steckt. Die atheistisch-säkulare Propaganda setzt sich immer stärker in den Köpfen fest – ohne dass sie begründet werden muss. Steter Tropfen höhlt nicht nur den Stein, sondern macht jedes Hirn mürbe. Vor allem die Hirne, die dem steten Tropfen nichts entgegensetzen können oder wollen. Wie oft wird man mit solchen Aussagen konfrontiert: Die Kirche müsse verschwinden, sie schadet der Gesellschaft. Und dann, wenn man nachfragt – kommen nur Platituden.

Aber solche Kämpfe gegen die Kirche kommen nicht von ungefähr. Sie kommen, weil die Kirche als Konkurrenz wahrgenommen wird. Und man versucht diese Konkurrenz eben mit Hilfe von allerlei Mitteln zu bekämpfen. Unlauter und lauter, unterstellend und argumentierend, hinterhältig und offen. Ich muss sagen: Menschen, die gegen die Kirche lauter, argumentierend, offen angehen, die mag ich. Mit ihnen kann man auf Augenhöhe reden. Denn auch das merke ich immer wieder: Wie verächtlich man über Christen redet, als seien sie alle bescheuert.

Wenn dann diejenigen, die das tun, nicht mal Argumente haben bzw. überhaupt keinen blassen Schimmer von dem, was sie reden, dann freut man sich als Christ – so lange sich die Kritiker der Diskussion nicht verweigern, kann man vielleicht einen kleinen Zweifelsamen in den eigenen unreflektierten säkularen Boden legen. Schwer ist es, mit fundamentalistischen Atheisten zu diskutieren. Sie verweigern sich – damit haben sie etwas mit religiösen und politischen Fundamentalisten gemeinsam. Aber vielleicht legt dann die unaufgeregte Freundlichkeit des Christen diesen kleinen Zweifelsamen in den säkular-fundamentalistischen Boden.

*

Christen können echt fies sein: verbietet man ihnen das Kreuzkettchen, nehmen sie das Fischsymbol. Ich würde der betroffenen Person raten, den Fisch von oben nach unten zu hängen, dann wird es nicht mehr als religiöses Symbol erkannt. Außer von selbstdressierten Bluthunden, die Menschen aufspüren, die gegen den Strom schwimmen und meinen, damit die Welt zu retten. http://kath.net/news/59619

*

Jetzt haben sie schon gedacht, es gibt kaum noch Widerstand gegen Abtreibungen – und dann das: http://kath.net/news/59618

*

Auch hier sehen wir: Die Gesellschaften sind gespalten, was Werte und Normen betrifft: Rumänen fällt aus der von der EU vorgesehenen Rolle: http://kath.net/news/59594

*

Legt christliche Fußballspieler in Fesseln! http://kath.net/news/59610

Sommer gegen maßlose Ausputzaktionen in den Kasernen + Käßmann und AfD + AfD und ihre Gegner

Mittwoch, Mai 17th, 2017

Theo Sommer ist gegen maßlose Ausputz-Aktionen in den Kasernen: http://www.zeit.de/politik/deutschland/2017-05/ursula-von-der-leyen-amt-5vor8/seite-2

*

Käßmann meint zum Thema AfD https://www.domradio.de/themen/kirche-und-politik/2017-05-16/kaessmann-die-afd-ist-fuer-christen-nicht-waehlbar :

Sie werde keine Wahlempfehlung abgeben, betonte Margot Käßmann in einem am Dienstag auf Spiegel Online veröffentlichten Interview. „Als Privatperson kann ich aber sagen, dass es mir vollkommen unverständlich ist, wie ein Christ AfD wählen kann“

Gründe, die unter dem genannten Link angegeben werden:

Nicht wie Bio-Deutsche Aussehende würden abgewertet.

Es verbiete sich über Schießbefehle gegen Flüchtlinge nachzudenken.

Das Frauenbild sei altbacken.

Man kann ein wenig bissig sagen: Wer sich hauptsächlich im Reformationsjahr mit der Reformation beschäftigt, muss nicht unbedingt up to date sein:

Sie habe nichts gegen Social Media, aber:

„Social Media bleibt anonym, das Face-to-Face in der Kirche ist echt.“

Allerdings – muss man ihr entgegen halten – hat Luther, haben die Reformatoren und deren Helfer die modernsten Medien ihrer Zeit ausgiebig genutzt. Eine Flugschrift ist auch nicht Face-to-Face, eine Schrift Luthers ebenso nicht. Ich mag es auch besonders gern, das Face-to-Face, aber das sagt doch nichts darüber aus, dass ich auch gerne Bücher lese oder Zeitungen oder im Internet herumstöbere.

*

Noch ein Aspekt zur AfD: Je stärker sie in den Medien verschwiegen wird bzw. nicht selbst zu Wort kommen darf, desto stärker muss sie ein eigenes Netz aufbauen. Ein Netz, das gleichzeitig die eigenen Leute intensiver informiert und engagiert und Radikalisten eingrenzt. Sie muss dann aber auch aufpassen, dass sie nicht im eigenen Netz – heute sagt man Blase – lebt und darin erstickt. Was allerdings bei den ärgsten Gegnern große Freude hervorrufen würde – allen anderen wäre es eher egal: Wie gekommen – so verschwunden. Sie kommen, haben ihre Aufgabe in der Demokratie erfüllt und werden wieder gehen. Das wäre nicht die erste Partei, der das so ergeht. Das dauert bei der AfD aber wohl noch, wenn die CDU ihr Mittelmaß nicht wiederfindet. Aber was die ärgsten Gegner betrifft: Sie hätten nichts mehr zu tun, wenn die AfD verschwindet:

Auch die massiven AfD-Gegner leben in ihrem Netz / Blase: Sie machen klasse Fake News, witzig aufbereitet, sie machen sich unheimlich viele Gedanken über die AfD – sind wohl auch diejenigen, die sich am meisten mit ihr beschäftigen. Aber: Ihre spritzigen Ideen bespritzen nur diejenigen, die in dieser Blase leben – und natürlich auch politische Beobachter. Letztgenannte wissen aber, wie man diese Dinge einzuordnen hat. Eben: als witzige propagandistische Fake News.

*

Noch ein Wort zur SPD. Huch, was ist denn da passiert?: https://www.welt.de/politik/deutschland/article164628751/SPD-will-straffaellige-Auslaender-unverzueglich-abschieben.html

Impressum http://www.wolfgangfenske.de/

Seidenstraße

Montag, Mai 15th, 2017

Das Seidenstraßen-Projekt soll Europa und Afrika wieder mit China verbinden: http://www.tagesschau.de/ausland/gipfel-seidenstrasse-101.html Es geht diesem Projekt um Wirtschaft.

Dieses Projekt ist auch Traum von Christen Chinas, dass entlang der Seidenstraße sozusagen das Christentum verkündet wird. So las ich vor vielen Jahren.

Das könnte auch ein Traum der Künstler werden, Kunst miteinander bewusst zu verknüpfen.

Impressum http://www.wolfgangfenske.de/

Gute Nachricht

Sonntag, Mai 14th, 2017

Eine gute Nachricht aus der Ninive-Ebene: Der Wiederaufbau beginnt: http://www.kirche-in-not.de/aktuelle-meldungen/2017/05-09-irak-wiederaufbau-in-der-ninive-ebene-beginnt

Die Gesamtkosten für den Wiederaufbau werden auf über 250 Millionen US-Dollar geschätzt. KIRCHE IN NOT unterstützt die Maßnahmen, damit die Bewohner wieder in ihre Dörfer zurückkehren können.

Die meisten von ihnen waren nach Beginn der IS-Eroberungen im August 2014 in den kurdischen Teil des Irak rund um die Stadt Erbil geflohen. Nach wie vor halten sich dort 90 000 christliche Flüchtlinge auf. 2014 waren es noch gut 120 000 Personen gewesen.

Impressum http://www.wolfgangfenske.de/

Mehr Drogentote – nehmen wir es einfach so hin? Tun Kirchen genug?

Dienstag, Mai 9th, 2017

Im letzten Jahr starben mehr Menschen an Drogen: http://www.tagesschau.de/inland/drogentote-105.html

Diese Meldung kam auch in der Tagesschau. Und sie lässt mich immer ratlos zurück: Warum machen sich in unserer Gesellschaft Menschen durch Drogen kaputt? Ich weiß, es gibt viele Gründe.

Aber sollen wir einfach so darüber hinweggehen? Wird genug in den Medien gewarnt? Setzt sich aufgrund der Cannabis-Diskussion eher eine verharmlosende Sicht durch – obgleich beides nur wenig etwas miteinander zu tun hat? Muss das Thema Einstiegsdroge intensiver angegangen werden? Oder das Thema, warum sich junge Menschen verführen lassen, diese Gefahr einzugehen, ihr Leben, sich zu zerstören? Wie kann in unserem System das Selbstwertgefühl gesteigert werden – aber in positivem Sinn, dass sie nein sagen können zu Drogen – nein sagen, zu negativer Gruppendynamik? Wie können wir sie stärken, damit sie schwere Erfahrungen besser verarbeiten können und nicht zu Psychoaufhellern greifen müssen? Tun die Kirchen an dieser Stelle wirklich genug?

Impressum http://www.wolfgangfenske.de/

SPD-Schulz deutet CDU-Erfolg + CDU – der Herausforderer + Sabatina James zum AfD Programm + Cemile Giousouf zur Leitkultur + Linker Internationalismus

Sonntag, Mai 7th, 2017

Schulz deutet die parteipolitische Lage wie ich sie im Blog wiederholt beschrieb: https://www.welt.de/politik/deutschland/article164276268/Im-Schulz-Zug-waechst-die-Angst-vor-dem-0-3.html

*

Interview mit Maas zu allen möglichen Fragen: http://www.rp-online.de/politik/justizminister-heiko-maas-man-darf-auch-die-afd-nicht-pauschal-verurteilen-aid-1.6799533

*

Der Herausforderer der CDU in Schleswig Holstein, Daniel Günther in einem Interview: http://www.focus.de/politik/deutschland/landtagswahl_in_schleswig_holstein_2017/daniel-guenther-integration-in-deutschland-ist-in-vielen-bereichen-gescheitert_id_7078454.html Zuim Thema Integration:

Deshalb setze ich mich in Schleswig-Holstein für ein Integrationsgesetz ein, wo man auch bestimmte Maßstäbe zur Pflicht hat. Jeder, der in unserem Land lebt, insbesondere diejenigen, die die deutsche Staatsbürgerschaft haben, müssen sich in erster Linie auch mit Deutschland identifizieren, das können wir nicht alles dem freien Spiel der Kräfte überlassen.

Mit Deutschland identifizieren? Da verlangt er von Zugereisten mehr, als mancher Einheimische von rechts und links zu tun bereit ist.

*

Die CDUlerin: Cemile Giousouf zum Thema Leitkultur: http://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2017-05/cemile-giousouf-leitkultur-populismus-extremismus

*

Sabatina James zum AfD-Programm: https://jungefreiheit.de/debatte/kommentar/2016/der-islam-teil-des-afd-grundsatzprogramms/

Zugewanderte Nichtmuslime oder zum Christentum bzw. zum Atheismus konvertierte ehemalige Muslime dürften so manchem Einheimischen ein Dorn im Auge sein. Ebenso dürften die jetzt zu uns kommenden Türken nicht gerade für Erdogan eintreten. http://www.zeit.de/politik/ausland/2017-05/abduellatif-sener-akp-tuerkei-referendum-demokratie Vgl. auch die kritische Stimme: Zana Ramadani: http://www.krone.at/welt/kopftuchlobby-will-mir-kind-aus-dem-bauch-treten-islam-kritikerin-story-567967

*

Alexander Grau beschreibt, dass überall dort, wo bei den Linken internationalistischer Antinationalismus zu finden ist – dort werden die populistischen rechten Kräfte gestärkt: http://cicero.de/berliner-republik/Warum-auch-die-Linke-Patriotismus-braucht Er beruft sich dabei auf den linken Philosophen Richard Rorty. Die akademische Linke verbündet sich mit dem Oberschichts-Kosmopolitismus. Das wurde von Rorty schon 1998 so gesehen.

Das betrifft auch Kirchen. Kirchen sind von Haus aus international und nicht national orientiert. Ich hatte das schon häufig im Blog dargelegt – werde es jetzt also nicht weiter vertiefen. Aber: Sie muss auch gleichzeitig die nationalen Interessen der Menschen ernst nehmen. Diese beiden Aspekte unter einen Hut zu bringen, das ist eine Kunst – die heute in den Kirchen kaum einer beherrschen will. Der Nationalismus sieht nur die nationalistische Kirche. Der Internationalismus sieht nur die weltweite Kirche. Die Menschen vor Ort mit den Menschen in der Welt zu verbinden – das sollten nicht nur die Linken lernen (wie Rorty und Grau es beschreiben) sondern auch die Kirchen.

Impressum http://www.wolfgangfenske.de/