Gott beweisen – Gott widerlegen + Sprache als Käfig

Während der Aufnahme der Diskussionstexte ist mir aufgefallen, dass ich einen immer wiederkehrenden Aspekt nicht angesprochen habe. (Neben anderen: Geschichte und Gott zum Beispiel.)

Gott kann man nicht beweisen – und wenn man ihn beweisen könnte, wäre es nicht Gott, weil Gott als Schöpfer außerhalb der Schöpfung steht. Wir können mit unserem Hirn Gott nicht fassen.

Das Gott nicht bewiesen werden kann, das ist allen klar. Aber: Kann man alle Gottesaussagen widerlegen? Ja, auch das dürfte sich herumgesprochen haben. Wenn ein Mensch etwas über Gott sagt, dann kann das natürlich wiederlegt werden – und das nach allen Regeln der Kunst, beliebt zum Beispiel ist heute das Argument der Psyche. Alles ist psychisch bedingt. Glaube ist psychisch, das Bedürfnis nach Gott ist psychisch, Welterklärung mit Hilfe Gottes ist psychisch bedingt… Oder es ist sozial bedingt – je nach Kultur, in der man aufgewachsen ist oder es ist einfach Mitläufertum, Betrug, Spinnerei.

Die unterschiedlichsten Bilder, die wir in der Bibel finden, um Gott zu bekennen, Hirte, König, Herr, Stein, Vater,… – all das kann man auf die eine oder andere Weise erklären. Gott rettet einen Menschen? Warum nicht alle? Gott greift ein? Warum nicht immer. Gott liebt? Kann man nicht sehen. Gottes Schöpfung ist gut? Warum fressen sich alle gegenseitig auf. Man kann auf die jeweiligen Fragen natürlich intensiver eingehen (Theodizee usw.) – aber die Antworten stoßen alle an ihre Grenzen.

Man kann Gott also nicht nur nicht beweisen – man kann den Gottesglauben auch wunderbar widerlegen. Ganz einfach. Dazu muss man nicht Atheist sein, nicht Agnostiker, nicht Bright, nicht sonstwas. Es genügt auch einfacher, wacher Glaubender zu sein.

Was bleibt von Gott? Gott offenbart sich, Gott macht sich in Menschen so breit, dass sie glauben können. Er erfüllt Herz und Hirn, Seele und Gemüt… Er ist Wirklichkeit, wie Wirklichkeit eben ist. Natürlich kann man sich nun einen Spaß daraus machen, zu sagen: Ätsche, bätsche, nichts dahinter! Doch: Gott steckt dahinter. Denn sonst gäbe es den Glauben nicht. Wer kann schon an Gott glauben, der in einem Menschen Mensch wurde, am Kreuz starb und dann von den Toten auferstanden ist. Das kann keiner von sich aus glauben. Dass Menschen es glauben können – dazu muss Gott selbst aktiv werden. Das ist keine Erkenntnis der gegenwart, das spricht schon Paulus, das sprechen die Evangelien aus. Sie interpretieren ganz erstaunt ihren Glauben, den es ja eigentlich gar nicht geben kann.

Glaubende können Gott nicht beweisen, können den Widerlegungen nichts entgegensetzen, außer dem Bekenntnis. Das Bekenntnis kann ihr eigenes Leben beinhalten (was man heute weitgehend nicht so gerne macht, weil man sich dadurch sehr verletzbar machen kann – je nach Gegenüber), kann beinhalten, dass man dem Gegenüber den Glauben an Gott, den Jesus Christus „Vater“ nennt, so plausibel macht, wie es irgend geht. (Was die jeweiligen Gottes-„Beweise“ im Laufe der Geschichte jeweils zu ihrer Zeit versuchen – aber doch immer wieder scheitern.)

Da Glaubende an das Wirken Gottes in sich selbst glauben und sein Wirken überall sehen, können sie auch dazu übergehen, dem anderen zu sagen: Willst du einen Eindruck von Gott bekommen? Dann öffne dich ihm, warte auf ihn. Mehr können wir nicht sagen. Denn wenn sich ein Mensch Gott öffnet, auf ihn wartet, mit Gebet, Lesen in der Bibel oder christlichen Biographien, Sprechen mit Christen, dann kann sich Gott auf einmal oder langsam in einem Menschen realisieren. Er wird Wegbegleiter. Glauben wird ein Prozess. Und: Auf einmal ist er da, breitet sich aus. Die Perspektive nicht nur auf Gott, sondern auch auf sich selbst, Menschen und Welt werden anders.

Freilich kann man das alles dann auch wieder psychisch interpretieren. Klar. Die Psyche ist nun einmal das, was uns Menschen bestimmt. Ohne sie geht nichts. Und so kommt Gott auch über die Psyche in uns hinein – ist vielleicht im Unbewussten schon längst anwesend – nur noch nicht auf der Bewusstseinsebene wahrgenommen worden. Denn das ist es auch: Wenn wir uns ihm öffnen, beten… – dann kann er aus dem Unbewusstsein hinauf kommen ins Bewusstsein. Anders als über die Psyche wüsste ich nicht, wie das gehen soll.

*

Von Gott reden ist immer ein Anrennen gegen die Sprache als Käfigwand. Wittgenstein sagte in einem Vortrag über Ethik: „Es drängt mich, gegen die Grenzen der Sprache anzurennen, und dies ist, glaube ich, der Trieb aller Menschen, die je versucht haben, über Ethik oder Religion zu schreiben oder zu reden. Dieses Anrennen gegen die Wände unseres Käfigs ist völlig und absolut aussichtslos“.

Von daher muss jemand – so glauben Christen – den Käfig von außen öffnen: und der jemand ist Gott selbst (durch seinen Geist).

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Theodizee 9: Blitzableiter Gott

Menschen erleiden durch andere Menschen viel Schlimmes. So zum Beispiel durch Unfälle, falsche Entscheidungen, Ehebruch, vernachlässigtem Charakter, Verbrechen… Menschen erleiden durch andere Menschen auch weniger Schlimmes, aber sie leiden daran.

Menschen, die solches erleiden, fragen: Gott, warum hast Du mich nicht davor bewahrt? Sie klagen Gott an. Der versagende Mensch ist wichtig, steht aber nicht allein im Fokus.

Wenn Menschen, die solches erleiden allerdings nicht an Gott glauben, dann steht allein der Mensch, der versagt hat, im Fokus. Das bedeutet, dass menschen massiver gegen andere Menschen vorgehen, unversöhnlicher, weil Gott als Blitzableiter fehlt.

Gott ist als Blitzableiter auch auf diese Art eine Art Schutz für die Gesellschaft. Und wenn dieser Schutz fehlt, werden Menschen gegeneinander härter.

Täuscht mich diese Beobachtung?

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Theodizee 7: Verstehensversuche

Theodizee

Über das Leiden des Menschen und sein Umgang damit, wurde schon sehr viel nachgedacht. Die Theodizee-Frage, das heißt, die Verbindung dieser Frage nach dem Leiden mit Gott, ist im Wesentlichen davon abhängig, welches Gottesbild eine Religion hat. Ist Gott berechtigt, alles mit Menschen zu machen, was er will, dann stellt sich die Frage genauso wenig wie wenn eine Religion von undurchschaubaren Launen der Götter ausgeht oder den Abhängigkeiten von Ahnengeistern und anderen Geistern. Die Frage kann erst ganz dominant aufbrechen, wenn Menschen glauben, dass Gott gerecht ist, Befreier und Liebender. Dass es viele unterschiedliche Versuche gibt, die Frage zu beantworten, das hängt damit zusammen, dass wir Menschen eben verschieden sind – auch in der Gottesbeziehung. Wir versuchen, alles mit dem verstand zu durchdringen – und sind immer nur auf dem Weg zu einem befriedigenden Ergebnis.

„Philosophisch“

  1. Depotenzierung des Leidens: (a) Leiden ist im Grunde irrelevant (Buddhismus); (b) Leiden ist nur Abwesenheit des Guten
  2. Pädagogisierung: Leiden ist notwendig, um Menschen moralisch zu heben und reifer zu machen (Mitleid…) – (theistische Version: Gottes Strafe-Zorn; religiös: Karma/Weltgesetz [Hinduismus/Buddhismus]).
  3. Bonisierung des Leidens: Ohne Leid kommt Gutes nicht richtig zur Geltung.
  4. Yin Yang – Leiden gehört zur Lebensharmonie dazu (Daoismus/China).
  5. Funktionalisierung: Leiden gehört dazu – ohne Leiden keine Weiterentwicklung, auch keine Evolution (Wissenschaft), entsprechend ist man defizitär, unangepasst.
  6. Freiheit: Leiden als notwendige Begleiterscheinung des Bewusstseins und der Freiheit des Menschen.

Theistisch-christlich

  1. Solidarischer Gott: Gott ist nicht Verursacher des Leidens – er leidet aus Liebe mit (in Jesus Christus).
  2. Solidarischer Mensch: Der Leidende leidet mit Gott und sein Leiden bekommt dadurch Sinn.
  3. Leid vereint mit Gott: Der Mensch leidet, weil Gott leidet (Ebenbild Gottes) – leiden vereint mit Gott.
  4. Ohnmacht Gottes: Gott bekämpft Leiden nicht, weil er seine Allmacht (ganz bzw. punktuell) aufgegeben hat.
  5. Gott ist abhängig von Prozessen – er versucht nur durch Selbstveränderung der Menschen einzugreifen.
  6. Es gibt keine Antwort auf das Leiden – aber: Gott liebt und will Mitliebende gewinnen.
  7. Dualismus: Leiden ist Folge der bösen Macht – des Gegenspieler Gottes (Teufel, Satan, Lucifer)(Hiob), böser Mächte (Geister, Dämonen).
  8. Widerstand gegen Gott: Leiden ist Folge der Sünde (weltweite Sicht).
  9. Gottes Macht: Er hat das Recht, den Menschen leiden zu lassen, damit dieser sich im Leiden bewähre.
  10. Plan Gottes zum Guten: Leiden gehört zum Leben – Gott verfolgt einen Plan (kann Böses in Gutes verändern), den der Leidende erst in der Zukunft erkennen kann. Gott erlöst vom Leiden, wenn er es für richtig hält.
  11. Gott als Geheimnis: Theodizee Problem ist unlösbar – Teil des für Menschen „dunklen“ Gottes
  12. Klagen zu Gott: Gott allein kann diese Frage lösen – darum liegt es am Menschen, Gott immer wieder diese Frage zu stellen (Psalmen).
  13. Bitte zu Gott um Unterstützung bzw. Veränderung der Situation (Psalmen)
  14. Aktivierung durch Gott: Bis Gott die Antwort gibt: im Auftrag Gottes gegen Leiden handeln.
  15. Eschatologisierung: Einbezug der eschatologischen Perspektive (Auferstehung – Hoffnungsbilder)
  16. Beziehung zu Gott: man lebt aus der Beziehung zu Gott und ordnet aus dieser das Leiden ein (sich in Gottes Hand legen).

Diskussion zwischen Atheismus und Christentum

  1. Soll mit Hilfe der Theodizee-Frage Gott bekämpft werden?
  2. Soll mit Hilfe der Theodizee-Frage die Inkonsequenz des Glaubens begründet werden?
  3. Will man von religiöser Seite trotz Theodizee-Frage Gott beweisen?
  4. Will man von religiöser Seite die Beantwortung der Theodizee-Frage offen lassen? (Gott hat Gründe, die man nicht kennt?)
  5. Frage nach Gott im eigenen Leid – der Grundlage der eigenen Existenz. Kampf um Gott – Erneuerung des Gottesbildes
  6. A: Theoretischer Versuch der Erklärung: (a) Leid widerspricht der Existenz eines liebenden Gottes; (b) Leiden bedeutet, dass die Existenz eines Gottes unwahrscheinlich ist; (c) diese Schlussfolgerung ist nicht zwingend, weil: a. Der Mensch kann nur darum bewusst leiden, weil er Ebenbild Gottes ist. b. Der Mensch leidet, weil die gute Ordnung durchbrochen ist – die Gott geschaffen hat.
  7. B: Praktische Reaktion auf die Theodizee-Frage: Nicht versuchen, Leiden zu erklären, sondern dem Leiden begegnen: psychologisch, medizinisch, sozial, umfassend seelsorgerisch… – wie Jesus Christus.

Überlegungen

  1. Zurückhaltung in der Kritik an den oben genannten Punkten, denn der Mensch kann durch die Übernahme der einzelnen Punkte – je nach Lebenssituation – in seinem Leben sein Leid verstehen, seine leidvolle Existenz bejahen. Wenn man Menschen Möglichkeiten an Antworten nimmt, fördert man ihr Leiden, weil man Sinnverlust fördert, Hoffnungslosigkeit, ihnen die Chance nimmt, hinter der absurden Welt eine gute Grundlage zu sehen.
  2. Falsche Antworten: Kein Mensch kann sagen, welche Antwort falsch ist, weil kein Mensch über allem steht. Man kann höchstens aufgrund seines Weltbildes, seine Glaubens bestimmte Antworten als wenig plausibel ansehen.
  3. Mit oder ohne Religion: Die Frage stellt sich: Lässt sich das Problem des Leidens besser ohne oder mit Religion lösen. Auch diese Frage muss sich jeder Mensch selbst stellen. Es ist die Frage nach Gott. Aus meiner Perspektive eher mit Religion. Ohne Gott steckt der Mensch im Leiden, mit Gott hat er eine Macht, die außerhalb seiner selbst steht. Z.B. leidet der Mensch an einer Sünde, die er getan hat, möchte oder kann ihm ein anderer Mensch nicht vergeben, so kann er die Vergebung von Gott bekommen. Kann er sie sich wirklich selber ohne Gott zusprechen? Oder muss der Psychiater an der Stelle Gottes stehen und versuchen, die Schuld „wegzureden“, „wegzudenken“, irgendwie mit ihr umzugehen? Der Schuldige wäre dann davon abhängig, ob er sich a) einen Psychiater leisten kann, b) einer zur Verfügung steht, c) ein guter zur Verfügung steht. Der Glaubende lernt im Licht Gottes damit umzugehen. Ohne a-c. Aber da man an Gott auch aus praktischen Gründen nicht einfach so glauben kann, steht der religiöse Weg nicht jedem – zumindest kurzfristig zur Leidbewältigung – offen. Bis ihm eine Gottesbegegnung möglich ist. Es geht im Glauben um eine Beziehung zu Gott – nicht um einen Glauben, um etwas zu erreichen.
  4. Sollten wir dem Menschen ausreden: Frage nicht nach dem Warum… Mit den Aussagen: Nimm es einfach hin. Ist Schicksal…? Geht das?
  5. Deutlich ist, dass auch A-Religiöse aufgrund von Leiden immer wieder auf Gott gestoßen werden. Allerdings im Widerspruch zu Gott.

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Theodizee 6: Sophie und Werner Scholl

Theodizee 1-5 siehe die vorangegangenen Tage. Dort ebenso die Literaturangaben.

Sophie Scholl versuchte seit ca. 1938 ihrem Freund/Verlobten Fritz Hartnagel (1917-2001), der im (Vor-)Kriegseinsatz steht, von sicherem Ort aus mit Glaubensthemen herauszufordern (B. 249; 250f.). Er versteht es erst nicht – arbeitet sich aber dann doch zu einer Lösung aus christlicher Perspektive durch, die für ihn wichtig ist und wird fester im Glauben. Und als er mit seiner Truppe in Stalingrad war, schrieb er: „Und wenn wir unsere Hoffnung nicht an dieses Leben hängen, was kann uns da schon genommen werden? Ich will beten in diesen Tagen und nochmals beten, und auch Du und alle Lieben sind darin innigst eingeschlossen…“ (17.1.1943; B. 413). (Siehe auch unten.)

Dann, als Sophie Scholl selbst leiden musste, weil sie nach der Schule in den Reichsarbeitsdienst „eingezogen“ wurde und durch die Umstände Unfreiheit spürte, kommt sie mit den alten Antworten ihres Lebens – damit zusammenhängend auch zum Thema Gott und Leiden – nicht mehr klar. Sie ringt und kämpft, sie zweifelt (B. 318) – und erkämpft sich vorläufige Antworten. Sie kämpft gegen die Sicht: Gott ist fern, er ist ungerecht – er darf nicht zulassen, dass der Mensch sich an der Natur – eines lebt vom anderen – ein Beispiel nimmt (O.A. 83). Sie erkämpft sich die Erkenntnis, dass sie früher den Geist betonte, den Verstand, während ihre Seele verhungerte (10.12.1941). Sie suchte ihre Seele in ihrer Traurigkeit an Gott anzulehnen (O.A. 76). Ihrer Seele gab sie, so gut sie konnte Nahrung, indem sie in die Kirchen ging und Orgel spielte (und malte) – und Augustinus las. Ihr Problem ist nicht nur die Theodizee, sondern die Anthropodizee: Menschen fügen allem Leiden (Natur und Menschen) zu – und aufgrund dieses Leidens und Mitleidens spürt sie Gott nicht mehr (10.10.1942). Gott ist für sie Realität – die sie spürt – aber das, was sie von ihm glaubt, von ihm zu wissen meint, passt nicht mit der Realität zusammen. Sie kann das als richtig Erkannte nicht in ihrem Leben umsetzen (6.8.1942). Hier Übereinstimmung zu finden, darum ringt sie: „Warum sollte ich an einer Wahrheit zweifeln, bloß weil sie mir noch verborgen ist?“ (9.10.1942 – zu dem Ringen: B. 357) Glaube und Denken standen für sie am Ende des Ringens nicht im Widerspruch (B. 403). Es geht um eine Verinnerlichung Gottes (O.A. 76). Das Wort des Augustinus begleitete sie: „Unruhig ist unser Herz, bis es ruht in Dir“ (B. 404). Sie schrieb am 18.11.1942 – in einer Zeit, in der die Flugblätter konzipiert und verteilt wurden und alles, was damit an Bedrohung, Aufregung zusammenhing – : „Ich will mich an das Seil klammern, das mir Gott in Jesus Christus zugeworfen hat“ – selbst dann, wenn sie mit ihren erstarrten Händen nichts mehr fühlt (B. 385). Gleichzeitig ist aber Gott ganz normaler Teil des Alltags (M.G. 181, 190). Das letzte gesprochene Wort, das wir von Sophie Scholl kennen ist: Ihre Mutter sagte ihr beim Abschied am 22.2.1943: „aber gelt, Jesus“ – und Sophie antwortete: „ja – aber Du auch“. Das heißt wohl: auf Jesus schauen, angesichts des Todes – aber die Mutter soll auch in ihrer Trauer auf ihn schauen. Die Mutter Lina beurteilt den letzten Kontakt unter anderem so: „Das Göttliche war ihnen [Hans und Sophie] Tröstung und Willkommen.“ (M.G. 240)

Werner Scholl der jüngere Bruder, hatte sich geweigert, in die HJ einzutreten, wurde darum auch nicht zum Abitur zugelassen. Er war es, der schon 1939 (also mit 17 Jahren) in einer Nacht der Justitia in Ulm eine Hakenkreuzbinde über die Augen gebunden hat. Er war eingezogen worden und kam nur sehr schwer mit dem, was er erlebte, zurecht. Sein Halteseil war der Glaube an den „großen Tröster“, der alles Ungemach „durch ein überirdisches Licht tausendmal aufgehoben hat.“ (B. 374) Er sieht sich in der Tradition der Pilgerschaft der Heiligen drei Könige, „die ihren Stern erblickt haben“ (B. 393). Werner Scholl wird in seit Juni 1944 in Russland vermisst.

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Theodizee 5: Hans Scholl

Siehe Theodizee 1-4. Literaturhinweise s. dort.

Hans Scholl, Medizinstudent/Sanitäter, geht wieder ganz anders mit Leiden um als die zuvor Genannten. Aufgrund seiner Erfahrungen mit verletzten Menschen scheint er zunächst leichter mit Leiden umzugehen. Dann lernt er, das Leiden nicht mit Härte zu überspielen. Er hatte eine Audition („eines Tages ist dann von irgendwoher die Lösung gefallen. Ich hörte den Namen des Herrn und vernahm ihn“ [22.12.1941]) – was er erlebt hat, ist nicht mehr deutlich – und danach hat er das Beten wieder gelernt – das heißt, es ist für ihn die „Quelle der Kraft“ (25.1.1942) geworden. Am 7.12.1941 schreibt er: „Ich will weit gehen, so weit als möglich, auf den Bahnen der Vernunft; jedoch ich erlebe, wie ich ein Geschöpf aus Natur und Gnade bin, einer Gnade allerdings, die die Natur voraussetzt“ (das heißt nach O. A., dass man handeln muss, um der Gnade Gottes teilhaftig zu werden). Er sieht vor allem auch aus den Erfahrungen des Russlandfeldzuges heraus: Gottlose (Nationalsozialisten und Bolschewisten) bringen das Leiden über die Welt und er hofft, dass die Gottlosigkeit beseitigt werde, damit eine religiöse Erneuerung stattfinden könne (31.7.1942). Leiden ist für Hans Scholl die Voraussetzung für die Wiedergeburt (Taufmetapher) (24.8.1942), schon Mai 1941: „Aus Trümmern steigt der junge Geist empor zum Licht“ – oder der Tod ist die Voraussetzung dafür, dass Leben wertvoll ist (2.9.1942). Und dann kommt das Engagement gegen das, was leiden lässt – die nationalsozialistische Ideologie: Es sind die Flugblätter zu nennen. So heißt es im 4. Flugblatt (Juli 1942) http://www.bpb.de/geschichte/nationalsozialismus/weisse-rose/61022/flugblatt-iv ): Wohl ist der Mensch frei, aber er ist wehrlos wider das Böse ohne den wahren Gott, er ist wie ein Schiff ohne Ruder, dem Sturme preisgegeben, wie ein Säugling ohne Mutter, wie eine Wolke, die sich auflöst. Gibt es, so frage ich Dich, der Du ein Christ bist, gibt es in diesem Ringen um die Erhaltung Deiner höchsten Güter ein Zögern, ein Spiel mit Intrigen, ein Hinausschieben der Entscheidung in der Hoffnung, dass ein anderer die Waffen erhebt, um Dich zu verteidigen? Hat Dir nicht Gott selbst die Kraft und den Mut gegeben zu kämpfen? Wir müssen das Böse dort angreifen, wo es am mächtigsten ist, und es ist am mächtigsten in der Macht Hitlers.

Und als Zitat von Novalis: Nur die Religion kann Europa wieder aufwecken und das Völkerrecht sichern und die Christenheit mit neuer Herrlichkeit sichtbar auf Erden in ihr friedenstiftendes Amt installieren.

Hans Scholl war sehr intensiv im christlichen Glauben eingetaucht (B. 383): Das Leben ist ein großes Abenteuer zum Lichte hin (ein Wort von Claudel franz. zitierend [16.2.1943]). Vor seiner Hinrichtung am 22.2.1943 wählte sich Hans Scholl den Psalm 90: „Herr, du bist meine Zuflucht für und für…“ und er spricht zusammen mit Pfarrer Alt den Text des Paulus aus dem 1. Korintherbrief 13 mit den berühmten Schlussworten: Es bleiben Glaube, Hoffnung, Liebe…

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Theodizee 4: Inge Scholl

Theodizee 1: Einleitung; Theodizee 2: Voraussetzungen; Theodizee 3: magdalena und Robert Scholl.

Inge Scholl lebt weitgehend zu Hause, sie geht ihrer geplanten Arbeit im Finanz-Büro des Vaters nach. Sie war dominant. Sie hatte kluge, aus der theologischen Tradition übernommene und ins eigene Leben überführte Antworten zur Gottesfrage. „das leben dachte in ihr, nicht die vernunft“ (so die Einschätzung von O.A. 106) Ihre Antworten gab sie an die Geschwister, die in den jeweiligen Leidensprozessen stehen, weiter. Für diese sind die Antworten als solche vielleicht nicht hilfreich (aber doch gedanklich weiterführend?), weil sie sich diese Antworten ihrer Schwester Inge in ihrem persönlichen Leiden nicht selbst erkämpft haben. Wobei der Glaube in der geschwisterlichen Korrespondenz (Hans, Inge, Sophie Bedeutung hat, somit das Gefühl des Getragen-Werdens durch den Glauben anderer sich einstellen konnte [B. 283]). Inge schreibt Sophie zum Beispiel, als sie viel Druck aushalten muss: „Gott wird Dir den starken, gesunden und frohen Gegendruck geben gegen das, was auf Dich drückt…. Denke viel an ihn und an Dich selbst, oder besser gesagt: über Dich selbst zu ihm hin.“ (B. 331) Inge verinnerlichte die Antworten aus der Tradition in einer religiös-mystischen Weise (Brief undatiert – Seite 70): „Mein Gebet möge ein Mantel um ihn und ein Licht in ihm sein“ – „Ich weiß, dass Gott diese Gebete erhört“ (die Intention Fritz Hartnagels aufgreifend, der schrieb: „dass unsere Gebete Eure Herzen in jene Freiheit emportragen möchten, die uns nicht mehr genommen werden kann“ [ohne Datum Seite 29]). Wie kam es bei ihr dazu, dass der Glaube ein Teil von ihr wurde? „Aber mit der Zeit, dem Sprung in Gottes Arm, mit dem Ja zu dem, gegen das ich so ratlos war, habe ich es begriffen.“ (B. 337) (Die Briefe aus dem Gefängnis nach der Hinrichtung ihrer Schwester Sophie und ihres Bruders Hans geben ihren Glauben besonders intensiv wieder. Er kann hier in seiner Fülle nicht vertieft werden.)

(Literatur s. Theodizee 1-3.)

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Theodizee 3: Magdalena+Robert Scholl

Die verschiedenen Reaktionen auf die Theodizee-Frage der Familie Scholl (Fortsetzung: http://blog.wolfgangfenske.de/2018/01/25/theodizee-1/;    http://blog.wolfgangfenske.de/2018/01/27/theodizee-2/ )

Die Mutter, Magdalena/Lina Scholl (geb. Müller) (1881-1958) sieht all ihre Kinder in den jeweiligen Auf und Abs – aber sie hält daran fest, dass dieses alles zu einem Plan Gottes gehört. Man kann den Plan Gottes nicht durchschauen, wenn man im Leiden steckt – aber es muss einen Plan geben, den man irgendwann erkennen kann und dann wird man dankbar auch auf das Leiden zurückblicken. Das Leiden, das Rätseln, die Fragen kann man durchstehen, weil Gott Kraft dazu gibt. Man kann sich Gottes Geist erbitten, den Geist der Freude, trotz des Schmerzes (12.6.1943). Für sie bringt das Halten an Gott auch Freiheit. Man muss nicht im Leiden, das man nicht ändern kann, versinken. Gott macht frei, über dem Leiden zu stehen.

Der Vater, Robert Scholl (1891-1973) geht anders mit dem Leiden um. Er kann die christliche Perspektive nicht übernehmen und sieht alles aus einer „liberalen“ Perspektive: Am Ende des Lebens kommt es darauf an, was man mit dem Leben gemacht hat, schreibt er. Was die Weltgeschichte betrifft: Eine Kraft treibt den menschlichen Geist immer weiter nach vorne zum humanen Miteinander – und das Leiden das die nationalsozialistische Gegenwart verursacht, ist Rückschritt, die das Vorwärtsgehen letztlich aber nicht verhindern kann (Brief vom 13.6.1943 und 12.6.1943, die Tochter Inge sieht das anders: 12.6.1943: Immer ein Ringen zwischen Licht und Finsternis – aber das Licht wird immer die eigentliche Macht haben). In diesem Zusammenhang gehört auch die Erkenntnis: „In der Erkenntnis der letzten Dinge, d.h. der Wahrheit darf man überhaupt sich nie fertig fühlen. Denn das wäre Überheblichkeit. An die Grenze der Erkenntnis kann nur ein vollkommener Geist gelangen und das ist kein sterblicher Mensch.“ (24.8.1943) Allerdings kennt auch er das Gebet, das ihn mit den hingerichteten Kindern verbinden kann. Robert Scholl war 1942 für einige Monate inhaftiert, weil er Hitler als Geißel Gottes bezeichnet hatte und war 1943 nach der Hinrichtung von Hans und Sophie Scholl mit seiner Frau Magdalena und der Tochter Inge in „Sippenhaft“, aus der Briefe veröffentlicht wurden.

  • Basis meiner Darstellung:
  • B = Barbara Beuys: Sophie Scholl. Biografie, Insel Verlag Berlin, 2. Auflage 2017 (1. Auflage 2010) (insel taschenbuch 4049)
  • M.G. =  Maren Gottschalk: Schluss. Jetzt werde ich etwas tun. Die Lebensgeschichte der Sophie Scholl, Beltz Verlag, Weinheim/Basel 2012/2016
  • O.A. = otl aicher: innenseiten des krieges, Fischer Verlag Frankfurt/M. 3. Auflage 2011 (1. Auflage 1998)
  • Daten vor 18.2.1943: Inge Jens (Hg): Hans Scholl, Sophie Scholl. Briefe und Aufzeichnungen, Fischer Taschenbuch Verlag, 9. Durchgesehene Auflage 2005 (1. Auflage 1984)
  • Daten nach 12.4.1943 =Inge Aicher-Scholl (Hg.): Sippenhaft. Nachrichten und Botschaften der Familie in der Gestapo-Haft nach der Hinrichtung von Hans und Sophie Scholl, S. Fischer Verlag Frankfurt/M. 1993

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Theodizee 2

Bevor die Personen der Familie Scholl wie in Theodizee 1 angekündigt intensiver dargestellt werden, noch einige Anmerkungen:

Das ist an der Biographie der Familie Scholl zu sehen. Inge (*1917), Hans (*1918) und Sophie (*1921) Scholl sind vom National-Sozialismus begeistert. Er eint das Volk, er fördert die positiv verstandene (Bildungs-) Elite, er sorgt dafür, dass alle teilen müssen, alle sind gleich viel Wert (die zum Volk gehören) – und so versuchen sie, den National-Sozialismus zu leben und auch als Leiterinnen/Leiter der Jugendgruppen (HJ) zu fördern und zu verbreiten. Wobei sie von der bündischen Jugend (dj. 1.11 [Deutsche Jungenschaft]) ausgehend nicht nationalsozialistisch orientiert waren, dann aber durch den Eingang der bündischen Jugend in die HJ immer stärker nationalsozialistisch indoktriniert wurden. Ohne zu ahnen, dass er nicht dem entspricht, was sie sich von ihm erträumen. Das wird an dem Beispiel deutlich: Der National-Sozialismus hat ermöglicht, dass es Mädchengruppen gab, die auch Sport trieben usw. Diese emanzipatorische Seite hat großen Eindruck auf Sophie Scholl gemacht – aber dass er anderes im Sinn hatte mit den Frauen, das wurde der Jugendlichen zum frühen Zeitpunkt noch nicht bewusst. Zudem: Evangelische Kirche und Nationalsozialismus gehörten für sie einfach zusammen, weil sie es als Kinder und Jugendliche durch die nationalsozialistischen Pfarrer vor Ort auch so erlebt haben. Bis ihnen dann langsam die Augen geöffnet wurden – nicht zuletzt durch Otl Aicher (1922-1991), der als (freier) Katholik das Übergriffige des Nationalsozialismus kennen gelernt hatte und von Anfang an massiv Widerstand leistete – schon als Jugendlicher. Er wurde durch Werner Scholl (1922-1944) in die Scholl Familie eingeführt und half den Geschwistern Scholl die Augen zu öffnen, indem sie eine neue Basis bekamen: Reflexion über den christlichen Glauben. Zudem kamen sie mit anderen katholischen Personen zusammen, die sie in ihrer Aversion gegen den Nationalsozialismus stärkten (Carl Muth [1867-1944], Kurt Huber [1893-1943], Alfred von Martin [1882-1979], Theodor Haecker [1879-1945]…). Parallel zum Nachdenken und Wachsen im christlichen Glauben veränderte sich die Haltung zum Nationalsozialismus. Zu  beachten ist, dass Otl Aicher in seiner Biographie nicht christliche Theologen, sondern Nietzsche betont. Aicher vertritt eher eine rationale Form des Glaubens, während die emotionale Form des christlichen Glaubens in der Verbindung mit Sophie Scholl eine größere Rolle spielt (O.A. 75ff.). Aicher beschreibt später, dass unter anderem Augustinus das Denken auch von Sophie geschärft hat, es zur Autonomie geführt hat, „die es uns erlaubte, gegen eine ganze welt zu stehen, wenn wir uns im einklang mit uns selbst fühlten“ – was dann auch dazu führte, Augustinus und seine Sicht vom Staat – mit Blick auf den Nationalsozialismus – zu kritisieren (O. A. 173 f.).

Zur Theodizee-Frage:

Das Thema Leiden wird durch die Geschwister Scholl zunächst nicht rational intensiver wahrgenommen. Der Krieg kommt näher. Man beschäftigt sich theoretisch – und ohne zu wissen auf das Kommende vorbereitend – mit dem Thema Gott und damit auch mit dem Thema Leiden (Bibel, Augustinus [354-430] ist dafür besonders relevant, Dostojewski [1821-1881], aber auch katholische Reformbewegung: Paul Claudel [1868-1955], George Bernanos [1888-1948], Jacques Maritain [1882-1973]…, sowie mit Sören Kierkegaard [1813-1855], Blaise Pascal [1623-1662] und moderne Christen: Werner Bergengruen [1892-1964], Manfred Hausmann [1898-1986], Hans Carossa [1878-1956], Reinhold Schneider [1903-1958] usw. Wen sie wohl nicht wahrnehmen konnten, sind die protestantischen Kritiker nationalsozialistischer Ideologie: Dietrich Bonhoeffer, Karl Barth, Paul Schneider, Martin Niemöller, Julius von Jan…

Fortsetzung folgt.

Theodizee 1

Es gibt in Religionen und Kulturen einen Antwort-Pool zum Thema der Theodizee – wobei deutlich sein muss, dass die Theodizee-Frage sehr häufig mit der Anthropodizee-Frage verbunden ist. Besonders viele Antwort-Möglichkeiten gibt der christliche Glaube – auch aufgrund der Leidensgeschichte Jesu. Das mag ein Nachteil sein, weil er nicht die eine Antwort an die Hand gibt – kann aber auch als Vorteil gesehen werden, wie in den folgenden Abschnitten in kommenden Tagen dargestellt werden wird.

Aus diesem christlichen Antwortpool kann man sich rational die jeweiligen Antworten aussuchen – wohl wissend, dass die jeweiligen Antworten nicht die Lösung aller Probleme ist. Vor allem auch darum nicht, weil nicht das „Warum“ Gott Leiden zulässt/bewirkt usw. beantwortet wird, sondern nur – aber das ist schon viel – Möglichkeiten geboten werden, mit dem Leiden umzugehen.

Von rationalen Verstehensversuchen zu unterscheiden ist die authentische Theodizee, also die Zeit, in der man mit dem Leiden welcher Art auch immer selbst verwoben ist. Dann genügen oft rationale Antworten nicht, man muss sich Antworten, die in der jeweiligen Not-Situation plausibel erscheinen, erkämpfen. Vielleicht auf der Basis der rationalen Antworten. Schmerz ist subjektiv, lässt sich nicht verobjektivieren. Und der Mensch, der Schmerz erlebt, ist ein Individuum, das diesen subjektiven Schmerz verarbeiten muss. Und viele Menschen versuchen das in ihrer jeweiligen individuellen Beziehung zu Gott.

Und die jeweiligen Antworten, die man sich für sein eigenes Leben und Leiden gibt, können andere als zynisch, als kurios, als unzureichend wie auch immer interpretieren. Man selbst bleibt ja auch nicht bei einer Antwort stehen, sondern erkämpft sich aus der Beziehung zu Gott heraus weitere Antworten, verwirft alte Antworten. Man wächst in der Auseinandersetzung mit Gott. Die Beziehung zu Gott ist lebendig, nicht statisch und starr. Sie ist Teil des Lebens.

Man kann freilich auch sagen: Lasst Gott aus dem Spiel, dann wird alles einfacher. Diese Aussage kann sowohl aus frommer Perspektive als auch aus religionskritischer Perspektive gemacht werden. Auch sie mag vielleicht den einen oder anderen in bestimmten Situationen zeitweise befriedigen. Aber der Mensch wird auch diesen Umgang mit dem Leiden als unzureichend und wenig hilfreich ansehen. Welche Antwort auch immer erkämpft wurde, sie ist nur als Durchgangsstadium zu weiteren Versuchen, das Leiden einzuordnen, anzusehen.

Wie unterschiedlich Menschen mit dem Leiden umgehen können, ist an der Familie von Sophie Scholl bzw. an Sophie Scholl selbst zu sehen. Das werde ich in den nächsten Tagen an den einzelnen Personen darstellen.

  • Basis meiner Darstellung:
  • B = Barbara Beuys: Sophie Scholl. Biografie, Insel Verlag Berlin, 2. Auflage 2017 (1. Auflage 2010) (insel taschenbuch 4049)
  • M.G. =  Maren Gottschalk: Schluss. Jetzt werde ich etwas tun. Die Lebensgeschichte der Sophie Scholl, Beltz Verlag, Weinheim/Basel 2012/2016
  • O.A. = otl aicher: innenseiten des krieges, Fischer Verlag Frankfurt/M. 3. Auflage 2011 (1. Auflage 1998)
  • Daten vor 18.2.1943: Inge Jens (Hg): Hans Scholl, Sophie Scholl. Briefe und Aufzeichnungen, Fischer Taschenbuch Verlag, 9. Durchgesehene Auflage 2005 (1. Auflage 1984)
  • Daten nach 12.4.1943 =Inge Aicher-Scholl (Hg.): Sippenhaft. Nachrichten und Botschaften der Familie in der Gestapo-Haft nach der Hinrichtung von Hans und Sophie Scholl, S. Fischer Verlag Frankfurt/M. 1993

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