Archive for the ‘Gesellschaft’ Category

Angemessene Kleidung

Samstag, Juni 24th, 2017

Wie kleide ich mich angemessen? Wenn man es nicht im Elternhaus lernt, müssen in der Schule Regeln aufgestellt werden, wenn es dort zum Problem wird. Regeln durch Eltern, Lehrer und Schüler. So wird das hier gesehen: http://www.zeit.de/2017/26/gymnasium-eppendorf-kleiderordnung-freizuegige-kleidung

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„Deutschland den Deutschen“ + Gesellschaft für bedrohte Völker + Populisten + Grüne und ihr Auto

Samstag, Juni 24th, 2017

Ist diese Aussage, Deutschland den Deutschen rassistisch? Wir haben doch vor kurzem noch gelernt, dass es keine Deutschen gibt, sondern höchstens Menschen mit deutschem Pass bzw. deutscher Staatsangehörigkeit. Von daher ist der Satz genauso krude zu beurteilen wie der Satz: Der Mond den Mongolen. Er hat keinen sinnvollen Hintergrund. Er wäre nur rassistisch, wenn ein Friese in seinem Dorf seine Friesen vor Augen sagen würde: Friesland den Friesen oder ein Indigener in den USA sagt: die USA den Indigenen.

Das muss man aber auch sagen: Genauso wenig haben folgende Aufforderungen einen sinnvollen Hintergrund: Frankreich den Franzosen, Indien den Indern… Es gibt sie alle nicht, haben wir in den vergangenen Wochen gelernt.

Kritiker dieses Satzes sollten also schon wissen, wie sie dazu stehen: Gibt es nun Deutsche oder gibt es keine Deutsche? Ich verstehe: Sie sind so sehr empathisch begabt, dass sie sich in den hineinversetzen können, der sagt, Deutschland den Deutschen, dass sie in diesem Satz Rassismus erkennen können – auch wenn es in der eigenen Wahrnehmung keine Deutschen gibt. Empathie ist immer gut, wenn sie nicht dazu genutzt wird, sich in den anderen hineinzuversetzen, um ihn besonders gut ärgern zu können.

 

(Nachtrag: Ich finde diese Forderung wirklich kurios – eben wie: Der Mond den Mongolen. Sie ist Nichtssagend, denn es leben so viel wunderbare Menschen, die aus dem Ausland zu uns gezogen sind, die ich kennen lernen durfte, so dass ich sie nicht missen möchte. Und auch, wenn sie nicht wunderbar wären – was soll ein solcher Slogan? Die Frage ist nur: Wie vermitteln wir unsere an guten, menschlichen Werten so reiche Kultur, dass andere sie annehmen und sich ihrer freuen können. Das geht eben nicht so, dass man Grenzen zwischen Menschen errichtet – denn das ist weltweit allen nationalistischen Gruppen eigen. Eine Besonderheit unserer Kultur ist: Jeder Mensch hat Würde – die Würde ist unantastbar. Wie können wir das umsetzen? Aber auch gegen (und das muss sein) die umsetzen, die diesen und andere Grundsätze bekämpfen?)

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In diesem Zusammenhang möchte ich auf die Gesellschaft für bedrohte Völker hinweisen: https://www.gfbv.de/ Wie wichtig diese Arbeit ist, wenn man bedenkt, dass Bestrebungen bestehen, die Menschheit zu eine Monokultur umzugestalten, die möglichst leicht wirtschaftlich ausbeutbar ist.

Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) ist eine internationale Menschenrechtsorganisation. Sie setzt sich für verfolgte und bedrohte ethnische und religiöse Minderheiten, Nationalitäten und indigene Gemeinschaften ein. Wir ergreifen Partei für die Opfer von Verbrechen gegen die Menschlichkeit, nennen die Täter und ihre Helfershelfer schonungslos beim Namen. Auch wenn aus Opfern später Täter werden, schweigen wir nicht. Denn wir stehen zu unserer Leitlinie „Auf keinem Auge blind“.

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Dieses Interview zum Thema Populismus kann ich von A bis Z unterschreiben: http://www.zeit.de/politik/2015-06/mudde-interview-populismus

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Eine Diskussion bei den Grünen um der Grünen liebstes ungewolltes Kind: das Auto: http://www.spiegel.de/auto/aktuell/winfried-kretschmann-und-die-gruenen-faktencheck-seiner-video-wutrede-a-1153812.html

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Islamische Kindergärten schließen + Überwachung der Flüchtlingsrouten + Hagia Sophia zur Moschee

Samstag, Juni 24th, 2017

Der österreichische Außenminister Kurz tritt dafür ein, islamische Kindergärten zu schließen, weil er keine Parallelgesellschaften haben möchte und Integration gefördert werden solle: http://www.krone.at/oesterreich/kurz-fordert-schluss-mit-islamischen-kindergaerten-nach-skandalen-story-575239 Wie hieß es so schön unverständlich in unserem Land: Islamische Kindergärten müssen her, damit die Integration gefördert wird.

Des Kaisers neue Kleider auf heutig: Alle sagen: Wow. wie schön diese Art der Integration. Nur wenige sagten: Das ist nichts! Und Kurz ist sozusagen das Kind, das zu sagen wagt: Der Kaiser hat ja keine Kleider an!

Es wird immer zu kurz gesprungen von unseren Planern: Islamische Kindergärten mögen gut sein und der Integration dienen – wenn sie genauestens kontrolliert werden. Sie dienen nicht per se als islamische Kindergärten ok.

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Noch einer, der sagt, was Sache ist: Es ist möglich Flüchtlingsrouten genauestens zu überwachen. Es ist alles nur ein politisches Problem: http://www.krone.at/oesterreich/general-mittelmeer-kann-genau-observiert-werden-debatte-um-asylroute-story-574974

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Noch hat Erdogan die Hagia Sophia trotz aller Befürchtungen nicht zur Moschee umgewandelt. Befürchtungen bestehen, dass das Schrittweise geschieht: http://www.focus.de/politik/videos/verwandlung-in-eine-moschee-athen-kritisiert-ramadan-sendung-aus-hagia-sophia-scharf_id_7276196.html

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Staatstrojaner – Staat als Hacker + Neue Runde zum Thema Meinungsfreiheit + Kein G20 StadtparkCamp + Razzia gegen Rechtsextremisten + Urteil gegen Ausbeutung

Samstag, Juni 24th, 2017

Darf der Staat das? Die Diskussion wird hoffentlich heftig weitergehen: http://www.spiegel.de/netzwelt/netzpolitik/staatstrojaner-hackerangriff-aus-dem-bundestag-a-1153618.html Meine Frage ist: Ist es rechtlich geklärt, wer gehackt werden darf? Sind die Umstände geklärt, unter denen gehackt werden darf? Was muss vorliegen, damit er gehackt werden darf? Darüber gibt der Beitrag leider keine Informationen.

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CDU und SPD haben sich auf eine Gesetzesvorlage zum Thema Hate Speech in Sozialen Medien geeinigt – zumindest sieht es laut diesem Beitrag so aus: http://www.spiegel.de/netzwelt/netzpolitik/facebook-gesetz-von-heiko-maas-so-haben-sich-cdu-und-spd-geeinigt-a-1153829.html Ich denke, dass man auf die Details warten muss, bevor man es richtig beurteilen kann.

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Im Stadtpark von Hamburg bleibt ein G20-Gegner-Camp (noch) verboten: http://www.ndr.de/nachrichten/hamburg/Oberverwaltungsgericht-verbiete-G20-Camp,gipfeltreffen412.html

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Razzia gegen Rechtsextremisten: http://www.tagesschau.de/inland/razzia-rechtsextreme-107.html

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Die Bediensteten sind von den arabischen Prinzessinenen doch nicht unmenschlich behandelt worden – so sieht es das Gericht in Brüssel: http://www.spiegel.de/panorama/justiz/bruessel-acht-arabische-prinzessinnen-wegen-menschenhandels-schuldig-gesprochen-a-1153692.html

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Elite versus Nicht-Elite-Bevölkerung + Kaum Flüchtlingsabschiebungen + Calais – ein Toter

Donnerstag, Juni 22nd, 2017

Das Ergebnis, dass mehr als die Hälfte der europäischen Bevölkerung keine weiteren Zuwanderer aus muslimischen Staaten haben wollen – ist nicht verwunderlich. Auch nicht verwunderlich ist, dass das für 32% der Elite (Meinungsführer. Politik, Medien, Wirtschaft…) gilt: https://www.welt.de/politik/ausland/article165751793/56-Prozent-der-Europaeer-wollen-Stopp-muslimischer-Zuwanderung.html Wenn diese Studie stimmt, dann bestätigt sie das, was man sich denken konnte: Elite lebt in einer Meinungsblase, die sie sich selbst bildet – und der restliche Teil der Bevölkerung läuft dann unter: Rechte, die man bekämpfen muss.

Aber interessant ist, dass 32% der Elite eben auch einen Stopp will, zudem: das heißt, dass nicht ganz so viele elitäre Menschen von der normalen Bevölkerung entfernt sind – und es zeigt, dass 44% der Bevölkerung wie ein Großteil der Elite denkt. Summa Summarum: Die Gesellschaft ist gespalten.

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Abschiebungen von Flüchtlingen martialisch propagiert, finden so gut wie nicht statt: http://www.focus.de/politik/ausland/fluechtlingskrise-merkels-berater-offenbart-asyl-abschiebungen-koennten-kuenftig-sinken_id_7264388.html Das bedeutet: Europa – so es Flüchtlinge/Migranten aufgenommen hat, kann sich auf eine  spannende Zukunft gefasst machen. Wenn die Integration nicht gelingt, wird in wenigen Jahren die Erinnerung die goldenen Nachkriegsjahre vor 2015 besingen.

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War Calais nicht geräumt worden? Wie kommen sie wieder dahin? Sie führen die Staaten wie Tanzbären zur Belustigung der Welt vor: http://www.handelsblatt.com/politik/international/autobahn-bei-calais-toedlicher-unfall-nach-strassen-blockade-durch-migranten/19954456.html Und all die Abschreckungsversuche, sich auf die gefährliche Reise zu machen, funktionieren nicht, wenn die Staaten nicht konsequent das Recht einfordern und durchsetzen. Wer die Staaten zu rechtsfreien Räumen verkommen lässt, wird seinem Wählerauftrag zum Wohl des Staates und dessen Bürger zu handeln nicht gerecht. Und das gilt auch dann, wenn Gewählte einknicken, wenn nur genug Druck gemacht wird, und dann letztlich doch das machen, was solche Wollen, die nicht das Wohl der Bevölkerung im Blick haben. Zudem werden diese Menschen von einem kleinen Teil der Bevölkerung unterstützt, die die gesamte Bevölkerung aus ideologischen Gründen lahm legen wollen oder aus kurzsichtigen Gründen emotionalisiert aber ohne Verstand lahm legen.

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Und so ist auch das zu beurteilen: Es kommen viele Menschen aus anderen Ländern zu uns. Und weil es dann ganz viele geworden sind – verlangen sie nun auch vieles – zum Beispiel wählen zu dürfen: http://www.zeit.de/campus/2017-06/wahlrecht-deutschland-staatsangehoerigkeit/seite-3 Und wenn sie dann wählen dürfen, wird die Gesellschaft schneller in ihrem Sinne gemäß ihrer alten Kultur verändert, damit sie sich so richtig heimisch fühlen.

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Kuschelkirchentag

Mittwoch, Juni 21st, 2017

Hat man bei all den Planungen genug berücksichtigt, dass ein Kirchentag auch immer ein Kuschelkirchentag ist? Das heißt: Man sucht das Bad in der Menge: http://www.zeit.de/2017/25/kirchentage-auf-dem-weg-ostdeutschland-flop Wenn nun ein Kirchentag zu weit auseinander gezogen wird, kommt es nicht zum Kuschelgefühl – und so bleibt man dann lieber in der Menge. Besonders kuschelig war es dann wohl auch bei Merkel und Obama. Hat zwar nicht viel mit Andacht und so zu tun – aber es war politische Kuschelzeit!

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Blasphemie erlauben? Hate speech und Medienethikkommission + Dummheit

Mittwoch, Juni 21st, 2017

Muss Blasphemie erlaubt sein – oder nicht? http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/buecher/rezensionen/sachbuch/blasphemie-als-tatbestand-15067882-p2.html?printPagedArticle=true#pageIndex_2 Ich denke, wir müssen insgesamt Achtung vor Religion und Weltanschauung des anderen hochhalten. Genauso wenig wie es statthaft ist, Mohammed als Schwein darzustellen oder Jesus als gekreuzigten Frosch, genauso wenig darf es statthaft sein, säkulare Heilige niederträchtig darzustellen, um die Anhänger der jeweiligen Gruppe zu beleidigen. Das sollte die Grundlage unserer freien Gesellschaft sein. Dass es auf dieser Grundlage Ausrutscher gibt oder politische Diskussionen, die unter die Gürtellinie zielen, muss akzeptiert werden. In einer demokratischen Gesellschaft sollte ein Grundkonsens darin bestehen: Respektiere den anderen – aber wenn einer es nicht tut, dann sagt das mehr über den Menschen und seine Psyche aus als über den, den er beleidigen wollte.

Bekanntlich ist die Grenze dessen, was Beleidigung ist, fließend. Auch von hier aus gesehen muss eine Gesellschaft erst einmal Wege finden, das diskursiv auszutarieren und nicht antidemokratisch.

Zum Beispiel der Satz der Gegner des Lebens: Hätte Maria abgetrieben, wäre uns Jesus erspart geblieben…  – das sagt mehr über die Dummheit und Weltanschauung der Gegner der Christen aus als über Maria bzw. Jesus. Und dieser Satz sagt eben auch, dass alle diejenigen, die an Jesus Christus glauben, eben nicht Irrglauben würden, wäre Jesus nie geboren worden. Der Satz respektiert nicht die Glaubenden – und darüber muss geredet werden. Doch kann man darüber reden? Nein, weil diejenigen die das sagen, sich selbst aus einer diskursiven Gesellschaft ausschließen.

Das bedeutet wiederum: Dass eine demokratische Gesellschaft Unsinn und Respektlosigkeit, Intoleranz, Hatespeech usw. usw. ertragen muss – gleichzeitig aber diskursiv dagegen angehen muss oder solchen Schwachsinn ins Leere laufen lassen muss.

Soweit sind wir im Augenblick. Ich wüsste gerne, welche Regeln eine Medienethikkommission erarbeitet, um Fake News, Hatespeech, Respektlosigkeiten – die dann auch als Kunstwerk erklärt werden – usw. in den Griff zu bekommen – dann wären wir auch mit Blick auf angemessene Reaktionen gegen Blasphemie weiter. Das fällt alles zusammen.

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Was die Dummheit betrifft: Ich las neulich irgendwo einmal den Satz: Auch Dummheit ist eine Gabe Gottes. Mit ihr sollte man allerdings nicht übertreiben.

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Nicht Angst-Flüchtlinge sondern Hoffnungs-Migranten + Umgang mit Behörden durch die Politik + Flüchtlinge ab in den Osten!

Mittwoch, Juni 21st, 2017

Nicht Angst treibt die Menschen aus Afrika nach Europa, es ist die Hoffnung: http://cicero.de/wirtschaft/Migrationspolitik-Nicht-Angst-sondern-Hoffnung-treibt-die-Menschen-in-die-Flucht Ein lesenswerter Beitrag, der allerdings die politische Situation in Afrika nicht genügend im Blick hat. (Europa kann nur helfen, wenn sich die politische Lage in vielen Staaten stabilisiert.) Der Beitrag plädiert für ein „Erwartungsmanagement“ – das heißt: Die Erwartungen Europas und die Afrikas müssen zusammengeführt werden, damit nicht alle möglichen Menschen nach Europa kommen, sondern diejenigen, die Europa benötigt. Man muss allerdings berücksichtigen – soweit ich das sehe: Wir dürfen Afrika nicht die Mittelschicht klauen.

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Erst mutet die Politik den Behörden Aufgaben zu, die sie einfach nicht lösen können – und dann werden Menschen der Behörden auch noch angeklagt. Die Berliner Politik ist eine Katastrophe. Statt erst die Schuld bei sich selbst zu suchen, statt sich hinter die Mitarbeiter zu stellen – kommen sie nun auf die Anklagebank: http://www.zeit.de/2017/25/fluechtlinge-berlin-unterkuenfte-lageso-korruption Ohne Sinn und Verstand ist das alles. Wer mag noch für solche Politiker arbeiten? Aber, wie schon häufig geschrieben: Die Berliner sind für die Politiker, die sie gewählt haben, selbst verantwortlich. Aus der Ferne sieht es so aus, als sei der politische Verein überfordert. Woran liegt das? Liegt es daran?: Wer kommt zu den jeweiligen Posten und Pöstchen? Gibt es in Berlin strukturelle Besonderheiten – oder ist das überall gleich, nur an manchen Orten eben nicht so deutlich? Ich denke, das muss gefragt werden, denn wenn Fehler nicht benannt werden, können auch Verbesserungen nicht in den Griff genommen werden.

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Flüchtlinge – ab in den Osten! Dort Flüchtlings/MigrantenStädte gründen – und wenn die Staaten das nicht wollen: Zwang! https://www.welt.de/politik/deutschland/article165727071/Gruenen-Politikerin-will-syrisches-Dorf-in-Lettland-ansiedeln.html Dass man die Flüchtlinge/Migranten in die ostdeutschen Staaten schicken solle, das wurde schon mal geäußert und wurde kopfschüttelnd quittiert. Und das, was Frau Keller äußert – dazu sollte man lieber schweigen. Sollte man? Und dann, auf einmal haben wir das, dass sich solche – wie soll man es sanft sagen  – Vorstellungen durchgesetzt werden. Wahnsinn. Nicht unbedingt EU fördernd.  Aber:

Das hat sie nicht gesagt/gemeint,

das hat sie gesagt/gemeint,

das hat sie nicht gesagt/gemeint,

das hat sie…

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Angriff auf Muslime + Gute Arbeit der Polizei + Anmerkungen zu hier und da Gelesenem + Onkel-Tom-Türken + Seyran Ates

Dienstag, Juni 20th, 2017

Jeder muss in Europa das Recht haben, ohne Angst und körperlich unversehrt leben zu dürfen. Dafür muss sich auch jeder an seinem Platz einsetzen – das heißt auch für politische, religiöse, weltanschauliche Andersdenkende, wenn ihnen Grundrechte genommen werden.

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Inzwischen gibt es weitere Informationen zu dem Attentäter, der mit dem Lieferwagen in die Gruppe Muslime fuhr, die einem anderen helfen wollten: http://www.spiegel.de/politik/ausland/london-anschlag-auf-moschee-polizei-nennt-namen-des-terrorverdaechtigen-a-1152993.html

Dieser Imam, Mohammed Mahmoud, ist wirklich heldenhaft: gegen eine Menge angehen, die zornig ist, ist äußerst mutig: http://www.focus.de/politik/videos/keiner-fasst-ihn-an-wuetende-menge-ging-auf-londoner-terror-fahrer-los-imam-verhinderte-uebergriffe_id_7259121.html

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Anmerkungen zu dem, was ich in den letzten Tagen hier und da lesen konnte:

  • Wer anfängt, frühzeitig zu spekulieren, kann natürlich zufällig Recht haben. Aber es kann auch so gehen wie neulich beim Anschlag auf den BVB-Bus. Rechte sagten: Islamisten waren es. Dann sagten Linke, dass es Rechte waren und machten sich über die Rechten lustig, die Islamisten vermuteten. Und zuletzt war es weder ein Islamist, noch ein Rechtsextremer, sondern es war – zumindest sieht es im Augenblick so aus – ein unpolitischer Krimineller. Soweit ich gesehen habe, hat sich keiner für seine Fehleinschätzung entschuldigt.
  • Und so ging es schon häufig in der letzten Zeit. Die Anschuldigungen aus den unterschiedlichen politischen Lagern kamen so schnell und kommen noch immer so schnell – dass man immer wieder froh darüber sein kann, dass sich unsere Polizei von keinem dieser Lager einschüchtern lässt, sondern sachlich und mutig ihre Arbeit macht.
  • Ebenso werden immer wieder gerne Kritiker von irgendwelchen Gruppen ganz schnell zu den eigentlichen Urhebern der Gewalttat gemacht – das gehört mit zu den pawlowschen Reflexen mancher Küchenpsychologen, denen differenziertes Denken nicht zugänglich ist und denen entsprechend auch Argumente fehlen. Das kann natürlich vorkommen, dass irgendeiner, der ebenso nicht in der Lage ist, differenzierte Kritik zu verstehen, diese für sich selbst als Motivation benutzt, unmenschliche Taten zu tun. Aber das dann als Argument gegen die Kritiker zu verwenden, zeugt davon, dass ein Ideologe Fan eines Totschlagsarguments ist. Übrigens könnte man Atheisten, die Muslime waren, oder Christen, die Muslime waren, oder säkulare/liberale Muslime, die den Islam da kritisieren, wo er Gesellschaften trennt, statt zu einen, den Islamhassern zuordnen. Oder gilt das nur für Kritiker, die nicht aus dem islamischen Kulturkreis kommen? Aber solche Überlegungen machen sich diejenigen nicht, die nicht in der Lage sind, zu differenzieren. (Ich sage nur als Beispiel für Islamkritikerinnen und -kritiker: Mina Ahadi, Hamed Abdel Samad, Ayaan Hirsi Ali, Necla Kelek… – alle [auch in ihrer vollkommenen Unterschiedlichkeit] mit verantwortlich dafür, wenn ein Verrückter Muslime angreift?)
  • Freilich kann man beobachten, dass sich auch Hassende gegenseitig hochschaukeln und aus verbalem Hass Gewalttaten folgen können. Aber Kritik ist kein Hass. Kritik an Weltanschauungen, Religionen,  Einzelpersonen ist dann berechtigt, wenn sie das soziale Miteinander aller verhindern – oder: wenn man schlicht und ergreifend anderer Meinung ist.
  • Wenn eine Extremistengruppe Autos als Angriffswaffe verwendet – ist es so undenkbar, dass irgendwann andere Extremisten auch auf die Idee kommen, Autos als Waffe zu verwenden?

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Möglicherweise gab es einen terroristischen Angriff auf einen Polizeiwagen in Paris: http://www.tagesschau.de/ausland/paris-577.html

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Ich hatte ganz die Information übersehen, dass in Kabul ein Anschlag auf eine Moschee verübt worden ist: http://www.tagesschau.de/ausland/kabul-297.html

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Es ist schon kurios, was Augstein hier schreibt: http://www.spiegel.de/politik/deutschland/koeln-anti-terrorismus-demo-war-ein-flop-zeit-der-onkel-tom-tuerken-vorbei-a-1152870.html Vor allem auch darum kurios, weil es die Muslime, die daran teilgenommen haben, erniedrigt. Zudem entspricht das hier gebotene Bild dem Bild, das auch andere Beispiele bestimmte. Und: Es geht nicht allein um das Zeichen für Außenstehende, sondern als Zeichen nach Innen: Extremisten wollen wir nicht! Ahmadiyyas sind da mutiger – und eben keine Onkel-Tom-Muslime.

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Seyran Ates eröffnete ihre liberale Moschee: http://www.focus.de/politik/deutschland/in-berlin-eroeffnet-neue-liberale-moschee-sorgt-fuer-aufregung-unter-muslimen_id_7259777.html Sie und diejenigen, die mitmachen, sind bewundernswert. Spannend ist es zu beobachten, wie es weiter geht. Sie sollte wirklich besten Schutz bekommen.

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Krawalle in Berlin + Angriff auf Polizistin + Soziale Probleme und Sicherheitsprobleme

Sonntag, Juni 18th, 2017

Grund für die Randale in Berlin ist nicht klar: http://www.spiegel.de/panorama/justiz/rigaer-strasse-krawalle-in-berlin-friedrichshain-a-1152635.html Muss es für manche Gruppen einen Grund geben? Kann sich auch einfach um eine Machtdemonstration gelangweilter Chaoten handeln, die trainieren wollen?

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In Jerusalem wurde eine Polizistin getötet. Drei mutmaßliche Angreifer wurden erschossen. IS reklamiert die Tat für sich – aber auch die Hamas: http://www.israelnationalnews.com/News/News.aspx/231155

In Israel ist die Ermordete nicht allein eine im Dienst getötete Polizistin, sondern sie wird auch als Mensch vorgestellt: http://www.ynetnews.com/articles/0,7340,L-4976942,00.html

Auch bei uns wurde vor kurzem eine Polizistin im Dienst getötet. Es war kein politischer Akt wie in Israel – aber bekam sie danach auch ein Gesicht? War das nur eine Meldung unter anderen?

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Die Gefahr sehe ich auch, dass soziale Probleme zu Sicherheitsproblemen umcodiert werden: http://www.zeit.de/gesellschaft/2017-06/terrorismus-polizei-innere-sicherheit-sicherheitsgefuehl-soziologie-interview Soziale Probleme zu beseitigen ist vermutlich teurer und anstrengender – aber wohl nachhaltiger. Damit will ich nicht sagen, dass die Sicherheitsmaßnahmen reduziert werden sollten. Das eine tun – das andere nicht lassen.

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