Die Nicht-Angepassten + Pluralismuspflicht

Interviewer wie Interviewte – nicht angepasst:

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Das ist wirklich erstaunlich, was Barley fordert: Pluralismuspflicht. Denn gerade der Pluralismus ist es doch, der begrenzt werden soll. Das bedeutet also: Pluralismus ist das, was ich als Frau Barley akzeptiere. Alles, was ich nicht akzeptiere, fällt nicht unter den Begriff Pluralismus – sondern worunter? Wird hier der Versuch deutlich, den Begriff Pluralismus umzudeuten in einem Sinn, der Einengung bedeutet? Zu dem Thema: https://www.tichyseinblick.de/kolumnen/alexander-wallasch-heute/justizministerin-barley-frontalangriff-auf-meinungsfreiheit-und-pluralismus/

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Anne Frank – Bergen-Belsen

Kann das Grauen wirklich mit dieser App gezeigt werden? http://www.dw.com/de/mit-einer-app-das-grauen-sichtbar-machen/av-19229724

Wie dem auch sei – es ist ein wichtiger Versuch. Aber ich denke, biographische Annäherung oder Informationen aus den Lagern machen das Grauen deutlicher. Ich finde es gut, dass auch an die Jugendlichen und Kinder gedacht wird. Ich muss gestehen – sie waren nie in meinem Blickfeld. Sicher, ich wusste von Anne Frank, von anderen war immer wieder einmal die rede. Aber hierauf einen Schwerpunkt zu legen, ist sehr wichtig.

Ich möchte in diesem Zusammenhang auf das Buch hinweisen: Zeugnisse des Holocaust. Gedenken in Yad Vashem, hg. v. Bella Guttermann und Avner Shalev, Wallstein Verlag 2006 (Jerusalem 2005)

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Gewalt an Schulen steigt

Die Gewalt an Schulen steigt: https://www.waz.de/politik/landespolitik/23-000-straftaten-an-schulen-in-nrw-gewalt-nimmt-zu-id214019099.html

Gründe dafür werden nicht genannt.

Woran das nur liegen mag? Es gibt viele Gründe, sehr viele. Von daher ist es schon ein Hinweis, dass solche Rapper Preise bekommen, weil sie viele Stücke verkauft haben – nicht die Rapper sind also das Problem – die Käufer sind es. Warum verrohen die Käufer, die Menschen in unserem Land?

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Echo-Preis Rückgabe + Gelingende/Misslungene Integration + Kritik am Kirchenasyl

Eine Gruppe gibt den Preis wegen der Preisverleihung an Sängern mit antisemitischen Zeilen  zurück: https://www.morgenpost.de/berlin/article214021749/Berliner-Echo-Gewinner-geben-aus-Protest-ihren-Preis-zurueck.html

Im folgenden Artikel wird beklagt, dass man in katholischen Jugendhäusern eher Limo verbannt als antisemitischen Rap – was ich nicht überprüfen kann – aber eben für unsere Gesellschaft denkbar ist: http://www.kath.net/news/63455

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Integration ist vielfältig – das wird übersehen: https://www.tichyseinblick.de/feuilleton/buecher/hamed-abdel-samad-das-maerchen-von-der-gelungenen-integration/

Integriert ist ein Mensch erst, der er sich von seinen undemokratischen, patriarchalischen, kollektiven Strukturen gelöst hat.

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Kritik am Kirchenasyl: https://www.cicero.de/innenpolitik/hamburg-doppelmord-asylbewerber-kirchenasyl-gruene

Ich denke, Kirchenasyl sollte möglich sein – aber wirklich nur dann, wenn Menschenrechte verletzt werden, wenn zum beispiel die Rückführung eines Menschen dessen sicheren Tod bzw. Verfolgung bedeuten würde. Die kriminelle Handlung einer Person sollte jedoch nicht dazu führen, dass man das Kirchenasyl insgesamt in Frage stellt – höchstens eben den Missbrauch desselben. Kirchenasyl zu gewähren, wenn einer sich Menschenrecht verachtenden Totalitarismen annähert (wie in dem Beitrag geschrieben) halte ich auch für nicht angemessen. Zumindest muss er massivst begleitet werden.

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Islamisten ermordeten zwei Christen in Pakistan: https://www.christianpost.com/news/muslim-extremists-kill-christians-gathered-outside-church-in-drive-by-shooting-222974/

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AfD helfen

Terre des Femmes – unterstützt AfD? Auf diesen Schmarrn können nur Ideologen kommen. Wie kommen sie darauf? Terres des Femmes wendet sich gegen Verschleierung – AfD wendet sich gegen Verschleierung – also unterstützt Terres des Femmes die AfD. Ich finde solche Argumentation lächerlich – aber diese Art der Argumentation finden wir häufig. Wie weit diejenigen, die so reden und schreiben in der Lage sind, differenziert zu denken, mag ich hier nicht beantworten.

Interessant finde ich daran nur den Mechanismus der Diffamierung. Wenn einer nicht die Meinung vertritt, die ich vertrete, dann suche ich Buhmänner, die diese gegnerische Meinung auch vertreten und brauche gar nicht mehr zu argumentieren, sondern muss nur noch sagen: Dieser vertritt die Meinung des Buhmanns, also treibt er die Sache des Buhmanns. Der ganze Hintergrund der Argumentation der jeweils Beschuldigten wird ausgeblendet, die Gesinnung, das Engagement. Es geht nur um Diffamierung einer Meinung, die der jeweilige Ankläger nicht teilt.

Man möchte sagen: Solche Art Argumentation disqualifiziert sich selbst. Aber leider verbreitet sich sowas, weil es eben bequem ist, keine Ansprüche ans Denken stellt. Dazu: https://www.tichyseinblick.de/kolumnen/agente-provocatrice/wenn-hass-den-verstand-benebelt/

Der Beitrag schließt:

Die zwei Kommentare und ihre Autoren sind so unbedeutend wie die Regenwolken vom Morgen. Sie stehen aber als Symbol einer Gesellschaft, die mit ihrem Gebaren zunehmend Menschen einschüchtert und so zur Bildung von extremen linken und rechten Rändern beiträgt.

Eben: Bildung der Ränder, die nicht denken können, weil Ideologie ihr differenziertes Denkvermögen einschränkt. Leider nicht Bildung im Sinne von geistiger Bildung.

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Demokratie – Straßenrepublik

Es ist interessant zu beobachten, wie nach Wahlen linke Gruppen auf die Straße gehen, weil sie das Wahlergebnis nicht anerkennen. Ich sage nur: USA, Polen und Ungarn. Das ist insofern interessant, weil dadurch die Demokratie gefährdet ist. Das sind Kennzeichen dafür, dass Länder in eine Straßenrepublik abgleiten können. Nicht mehr die Wahl zählt, es zählt die Gruppe, die die meisten Menschen auf die Straße bringen können – und dann, wenn es sich hochschaukelt, auch noch mit Straßenschlachten.

Wenn Unregelmäßigkeiten vorhanden sind, dann müssen sie im Sinne des Gesetzes untersucht werden. Wenn das dann geschehen ist, dann muss die in der Wahl unterlegene Gruppe ruhig halten und auf den Sieg in der nächsten Wahl hinarbeiten. Alles andere ist undemokratisch.

Das, was zurzeit in Frankreich passiert, der Streik der Gewerkschaft, oder in Polen die Auseinandersetzung um die Gerichte, das ist wiederum etwas anderes – wenn es denn darum geht, nicht die Regierung zu stürzen, sondern darum, gesellschaftliche Fragen zu klären. Aber eben auch das: im demokratischen Rahmen.

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Lage auf der Erde wird besser

Die Situation der Menschen auf der Erde wird immer besser: http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/die-welt-wird-immer-besser-32-gute-nachrichten-15524076.html

Eine interessante Sicht bietet dieser Link.

Ein kleine Kostprobe:

Hilfreich bei dem Bemühen, den Instinkt der Negativität unter Kontrolle zu bekommen, kann es auch sein, wenn man grundsätzlich mit schlechten Nachrichten rechnet. Erinnern Sie sich, dass die Medien und politische Aktivisten stets durch Dramatisierung Ihre Aufmerksamkeit zu gewinnen versuchen. Denken Sie daran, dass negative Geschichten wesentlich dramatischer klingen als neutrale oder positive. Erinnern Sie sich, wie einfach es ist, einen kurzfristigen Rückschlag aus dem Kontext einer langfristigen Verbesserung herauszulösen und eine Krisenerzählung zu konstruieren. Denken Sie daran, dass wir in einer vernetzten und transparenten Welt leben, in der über Not und Leid umfassender berichtet wird als jemals zuvor.

Übrigens: Der Mensch, der das schreibt, entschuldigt sich vielfach, er wolle nichts schöner reden als es ist usw. Meine Frage ist: Entschuldigen sich die Pessimisten auch ständig? Warum muss man als einer, der die guten Seiten darstellt, ständig entschuldigen? Die Pessimisten tuns ja auch nicht.

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Bill Hybels gibt Leitung ab + Vorwürfe an Reporter + Naivität + Nein heißt Nein + Let´s Dance

Bill Hybels gibt Leitung von Willow Creek ab. Er entschuldigt sich für seine ärgerliche Reaktion auf Vorwürfe, die nicht der Realität entsprächen: https://www.pro-medienmagazin.de/gesellschaft/kirche/2018/04/11/willow-creek-zieht-leitungswechsel-vor/

Die Anschuldigungen beinhalten „anzügliche Kommentare, lange Umarmungen, einen unerwünschten Kuss und Einladungen in Hotelzimmer“

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Und auch Reporter sind im Blick: http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/wdr-joerg-schoenenborn-ueberging-hinweise-auf-belaestigung-a-1202743.html

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Über Naivität mancher junger Frauen: http://www.spiegel.de/politik/ausland/metoo-wie-viel-weltfremdheit-muss-man-feministinnen-zugestehen-a-1202552.html

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Nein heißt Nein! Das ist auch richtig so. Es sollte sich aber kein Mensch darauf verlassen, dass das Zauberwort „Nein!“ Menschen davon abhält, einem zu nahe zu kommen. Weder ein zögerliches Nein noch ein kräftiges Nein. Das ist kein Zauberwort, das einen Menschen davor beschützt, nicht missbraucht zu werden. Man sollte misstrauisch sein, sein alarmierendes Bauchgefühl auch sprechen lassen und auf ihn hören. Manche Menschen, die in einer sehr geordneten Umwelt aufwachsen, haben vielleicht dieses Bauchgefühl nicht, das sie warnt, weil sie gelernt haben, dass sich alle um sie drehen. Oder: Manche fühlen sich auch manchmal geschmeichelt und ganz groß gemacht – wenn man so manche Berichte ansieht – von daher sind sie durch diese Verhaltensweisen ihrer Angreifer korrumpierbar gemacht worden, sodass die Warnungen ausbleiben.

Man sollte misstrauisch sein. Nicht ängstlich. Aber auch nicht naiv. Die Gesellschaft hat die Aufgabe, Gefährdete zu schützen, Menschen, die wirklich angegangen wurden, ernst zu nehmen. Und das ist denke ich, was im Augenblick entlarvt wird: Man hat sie nicht ernst genommen.

Gleichzeitig sollten aber auch diejenigen geschützt werden, deren Taten, die sich im normalmenschlichen Bereich abgespielt haben, aus welchem Grund auch immer hypersensibel beurteilt werden. Manche Menschen werden durch Blicke oder Worte verletzt, die andere ersehnen. Jeder Mensch ist anders. Und das muss man auch auf der zwischengeschlechtlichen Ebene berücksichtigen. Der Mensch ist Mensch – keine Maschine. Und keiner muss sich schämen, ein Mensch zu sein. Auch ein Mann muss sich nicht schämen, Mann zu sein.

Intertessant diese Diskussion: https://www.sozialismus.info/2018/04/schaem-dich-mann/

Es gibt für beide Richtungen Extreme. Und es ist nicht weiterführend, immer Extreme anzuführen. Die Frage ist, wie geht man mit der Frage um: Was geht, was geht nicht? Was ist menschlich, was erniedrigt? Was ist realisierbar, was ist wünschenswert aber unmöglich?

Man bemerke übrigens ideologische Argumentation. Sie ist doch immer wieder klasse.

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Wann muss RTL sich entschuldigen, durch Let´s Dance Menschen diskriminiert zu haben? Soweit ich vernommen habe, haben bislang nur Männer mit Frauen bzw. Frauen mit Männern die Haupt-Paartänze ausgetragen. Was heißt entschuldigen: die Sendung absetzen und massiv dafür blechen?

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Stärkung der Mitte + KopftuchDebatte + Antisemitismus und Preis

Man muss die Mitte gegen alle Extreme stärken. Darin hat der Beitrag recht: https://www.abendblatt.de/meinung/article213855229/Die-Lehren-aus-Weimar.html

Aber: In einer Gesellschaft müssen Auseinandersetzungen stattfinden. Die Frage ist nur: Wie geht man mit dem politischen Gegner um? Und da machen es sich viele links der Mitte zu leicht, indem sie diejenigen, die nicht ihrer Meinung sind, in die Ecke der Extremisten stellen. Wozu dient das? Der Selbstvergewisserung. Wenn man ein paar Leute auf die Beine stellt, die gegen diejenigen demonstrieren, die man als Feindbild dem Stempel „Nazi“ usw. aufgedrückt hat, dann fühlt man sich wohl wichtig.

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Interessant zu sehen, dass sich immer mehr liberale Muslima in die KopftuchDebatte einschalten. Oder irre ich mich? Ein Beispiel: http://www.badische-zeitung.de/badenwuerttemberg/kultusministerin-haelt-nichts-von-kopftuchverbot–151297327.html

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Hierin hat Maas recht: http://www.spiegel.de/kultur/musik/heiko-maas-nennt-echo-an-farid-bang-und-kollegah-beschaemend-a-1202882.html

Die Frage stellt sich allerdings: Sagt er das als Bürger oder als Politiker? Ein schmaler Grad. Wichtig ist: Er sagte es nach der Preisverleihung. Denn dann ist es kein Versuch der Politik, eine üble Entscheidung der Preisverleiher zu beeinflussen.

Wer sich antisemitisch äußert ist kein Gewinner. Auch wenn er einen solchen Preis bekommt. Er hat versagt, wie die Preisverleiher versagt haben. Massiv versagt – mit Blick auf Menschlichkeit. So viel zu Farid Bang.

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