Aus dem 8. Jahrhundert stammt der Weißenburger Katechismus. Interessant, wie er die Bitte auslegt: Vergib uns unsere Schuld – wie auch wir vergeben unseren Schuldigern! http://www.heinrich-tischner.de/21-th/1quellen/vu/weissenb.htm
Otfri(e)d von Weißenburg (790-875) hat wohl als erstmals statt des germanischen Stabreims den Enreim verwendet. Er schrieb ein Epos über das Leben Jesu – und unterbrach ihn mit einzelnen Kommentaren: http://www.hab.de/ausstellung/weissenburg/expo-22.htm
Von Walahfrid Strabo: “Leben der Heiligen: Christus, / ihr Weg, ihre Hoffnung, ihr Heil, // du bist der Geber des Guten, / du der Begründer des Friedens, / mit unsern Stimmen und Sinnen / steigt unser Lobgesang auf. // Es ist deine Kraft und Stärke, / die sich in all dem offenbart / was sie, die dich lieben, vermögen, / was sie besitzen, begehren / mit Herz und mit Mund, in der Tat, / glühend im Feuer der Liebe. / Den Zeiten schenk wahren Frieden, / dem Glauben gib Wachstum und Glut, / den Kranken Heil und Gesundheit, / den Strauchelnden deine Gnad´, / allen zusammen gewähre / des seligen Lebens Gab´. … (aus: Magnificat. Das Stundenbuch, November 2006, 186f.)
Von Alkuin: Du Quell des Lichts, Licht und Ursprung des Lichts, / du Gütiger, sei unsren Bitten nah, / da nun das Dunkel der Schuld vertrieben, / erfüll uns dein Licht. // Siehe, vorbei ist die Mühsal des Tags, / wir sind ganz geborgen in deinem Blick; / siehe, wir sagen dir Dank voll Freude / zu aller Zeit. // Der Sonne Scheiden bringt uns das Dunkel, / doch nun leuchte jene Sonne uns auf, / die warm umgibt die Schar heil´ger Engel / mit goldenem Licht. // Die Schuld, die der heut´ge Tag überdeckt, / mögst, Christus, du tilgen gütig und mild, / das Herz aber glühe in reinem Glanz / zur Zeit der Nacht. // Lobpreis dem Vater und Ruhm auch dem Sohn, / dem Hauch des Geistes die gleichgroße Macht; / mit herrlichem Zepter regieren sie alles / in Ewigkeit. Amen. // Nach: Luminis fons; Alkuin, 804. Aus: www.mholz.net/pdf/gebete_abend.pdf
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