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9.12.2011 von Wolfgang Fenske.
Können Christen sich die Sure 1 zu eigen machen? Wenn man “Führe uns den geraden Weg, den Weg derer, denen du Gnade erwiesen hast, nicht den Weg derer, die deinem Zorn verfallen sind und irregehen” - als gegen Christen gerichtet sieht, dann nein. Damit würde man ja sich selbst so eine Art Fluch auflegen - wenn man denn davon ausgeht, dass Allah wirksam ist. Aber wird man, wenn man als Ungläubiger das spricht, damit den Betern - und wenn der Text von Mohammed stammen sollte - Mohammed gerecht, der gegen Ungläubige ankämpfte? Freilich können wir Christen es auch usurpieren und es gegen Muslime wenden (das heißt: die Irregehenden sind die Muslime) - das wäre aber nicht so die feine christliche Art. Das gebet Jesu, das Vater unser, gefällt mir besser - es richtet sich gegen keinen, es ist ein Gebet für Menschen. Aber man sollte Äpfel auch nicht mit Nicht-Äpfel vergleichen.
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30.6.2011 von Wolfgang Fenske.
Sich Gott anvertrauen = ein Haltung der Liebe zu Gott.
Ein Morgenlied von Bischof Ambrosius von Mailand (+ 397): http://www.hymnarium.de/hymni-breviarii/hymnen/psalterium/18-iam-lucis-orto-sidere:
Da sich nun das Tagesgestirn erhoben hat,
so wollen wir Gott flehentlich bitten,
daß er uns bei den Geschäften des Tages
vor schädlichen Dingen bewahre.
Die Zunge möge er zügelnd im Zaum halten,
damit kein schreckenerregender Streit erschalle;
das Gesicht möge er gnädig beschützen,
damit es nichts Eitles in sich aufnehme.
Rein möge das Innere des Herzens sein,
fern bleibe auch der Unverstand;
den Übermut des Fleisches möge zügeln
die Mäßigkeit in Speis und Trank…
Die weiteren Strophen s. unter dem genannten Link.
Wer war Ambrosius? Er lebte von ca. 339-397 und war Politiker, Statthalter, wurde 374 aufgrund seiner Beliebtheit als Ungetaufter zum Bischof gewählt. Dann verkaufte er seinen Besitz, gab ihn den Armen und studierte Theologie. Mit ihm begann etwas, das Jahrhunderte lang die Machtfrage auslöste: Steht die Kirche unter dem Kaiser oder der Kaiser unter der Kirche? Ambrosius: Der Kaiser ist Glied der Kirche, untersteht ihr somit. Unter seiner Ägide wurde die Kirche zur Staatsreligion, indem die Finanzierung heidnischer Kulte durch den Staat eingestellt wurde. Damit noch nicht genug: Er hat möglicherwerise den Gesang in die Kirche eingeführt - eine Information, der ich gegenüber skeptisch bin. Es gab ihn vorher - vielleicht hat er ihn in bestimmter Weise besonders geprägt. Und: Er hat dazu beigetragen, dass der Rhetorik-Lehrer Augustinus, später einer der einflussreichsten Menschen in der Kirche, Christ geworden ist.
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12.4.2011 von Wolfgang Fenske.
Vor allem im letzten Drittel der Nacht ist Allah auf der Erde, um Gebete zu erhören: http://www.islaminstitut.de/Nachrichtenanzeige.4+M5a215f30446.0.html Wenn man so etwas liest, freut man sich, dass man als Kind Gottes immer zu Gott, den Jesus Christus und wir Vater nennen, kommen kann. Diener freilich sind auf bestimmte Besuchszeiten angewiesen.
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22.10.2010 von Wolfgang Fenske.
Aus dem 8. Jahrhundert stammt der Weißenburger Katechismus. Interessant, wie er die Bitte auslegt: Vergib uns unsere Schuld - wie auch wir vergeben unseren Schuldigern! http://www.heinrich-tischner.de/21-th/1quellen/vu/weissenb.htm
Otfri(e)d von Weißenburg (790-875) hat wohl als erstmals statt des germanischen Stabreims den Enreim verwendet. Er schrieb ein Epos über das Leben Jesu - und unterbrach ihn mit einzelnen Kommentaren: http://www.hab.de/ausstellung/weissenburg/expo-22.htm
Von Walahfrid Strabo: “Leben der Heiligen: Christus, / ihr Weg, ihre Hoffnung, ihr Heil, // du bist der Geber des Guten, / du der Begründer des Friedens, / mit unsern Stimmen und Sinnen / steigt unser Lobgesang auf. // Es ist deine Kraft und Stärke, / die sich in all dem offenbart / was sie, die dich lieben, vermögen, / was sie besitzen, begehren / mit Herz und mit Mund, in der Tat, / glühend im Feuer der Liebe. / Den Zeiten schenk wahren Frieden, / dem Glauben gib Wachstum und Glut, / den Kranken Heil und Gesundheit, / den Strauchelnden deine Gnad´, / allen zusammen gewähre / des seligen Lebens Gab´. … (aus: Magnificat. Das Stundenbuch, November 2006, 186f.)
Von Alkuin: Du Quell des Lichts, Licht und Ursprung des Lichts, / du Gütiger, sei unsren Bitten nah, / da nun das Dunkel der Schuld vertrieben, / erfüll uns dein Licht. // Siehe, vorbei ist die Mühsal des Tags, / wir sind ganz geborgen in deinem Blick; / siehe, wir sagen dir Dank voll Freude / zu aller Zeit. // Der Sonne Scheiden bringt uns das Dunkel, / doch nun leuchte jene Sonne uns auf, / die warm umgibt die Schar heil´ger Engel / mit goldenem Licht. // Die Schuld, die der heut´ge Tag überdeckt, / mögst, Christus, du tilgen gütig und mild, / das Herz aber glühe in reinem Glanz / zur Zeit der Nacht. // Lobpreis dem Vater und Ruhm auch dem Sohn, / dem Hauch des Geistes die gleichgroße Macht; / mit herrlichem Zepter regieren sie alles / in Ewigkeit. Amen. // Nach: Luminis fons; Alkuin, 804. Aus: www.mholz.net/pdf/gebete_abend.pdf
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20.7.2010 von Wolfgang Fenske.
“Warum Menschen an Übernatürliches glauben” http://www.spiegel.de/wissenschaft/medizin/0,1518,706517,00.html In diesem Artikel wird alles Mögliche zusammengeworfen. Doch was ist übernatürlich? Was als übernatürlich angesehen wird, das ist eine Definition der jeweiligen Menschengruppe, die unterschiedlich ausfallen kann. Der eine hält Gedankenübertragung für übernatürlich - der andere für das Natürlichste überhaupt - z.B. als Überlebensstrategie - wie das Erbrechen (Warum erbrechen viele, wenn in deren Nähe einer erbricht? Um sich bei einem gemeinsamen Mahl vor Vergiftungen zu schützen. Wenn unsere Vorfahren was gefuttert haben und einer erbrach sich, konnte es auf schlechte Nahrung zurückzuführen sein - und alle erbrachen sich…). In dem Artikel wird auch “Beten” genannt. Beten kann in dieses Thema - Übernatürliches/Aberglauben - eingebunden werden. Nur das Beten, wie es Jesus lehrte, ist Ausdruck der Gottesbeziehung und nicht des Aberglaubens. Aber das haben viele unserer christlichen Mitmenschen nicht verstanden, weil sie vielleicht zu wenig in der Bibel lesen und darüber nachdenken? Christliches Gebet ist kein Versuch, irgendeine übermenschliche Macht zu irgendeinem Handeln zu zwingen, sondern Ausdruck des Miteinanders zwischen Gott und Mensch.
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4.6.2010 von Wolfgang Fenske.
Beim Hausputz kommen einem manchmal ganz interessante Gedanken. Heute: Wir leben vom Gebet anderer. Sie umgeben uns mit ihrem Gebet, sie geben uns damit Luft zum Atmen, Kraft zum Leben. Einfach mal wieder für unsere Verantwortungsträger beten, sie haben es nicht leicht, Entscheidungen zu treffen, sie müssen viel Widerstand aushalten, müssen sich gegen Speichellecker wappnen, kommen gar nicht zur Ruhe, stehen ständig unter Strom. Umgeben wir sie mit unserem Gebet, damit Gott sie in seiner Liebe und Gnade leite.
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13.1.2010 von Wolfgang Fenske.
Mit dem Stundengebet durch den Tag: http://www.maria-laach.de/tedeum/ein_tag.php
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21.12.2009 von Wolfgang Fenske.
Diese letzten Adventstage mit den Weihnachtsfeiertagen können für ein Leben sehr tiefgehende Bedeutung bekommen - wenn sie sich auf das einlassen, was mit Herzensgebet gemeint ist: http://www.hausbellin.de/html/herzensgebet.html
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17.12.2009 von Wolfgang Fenske.
Schöne Stimmen: http://www.youtube.com/watch?v=HU9STA8eJdE&feature=related
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5.12.2009 von Wolfgang Fenske.
Eines der frühesten überlieferten Texte in althochdeutscher Sprache ist das Wessobrunner Gebet. Es stammt aus dem 9. Jahrhundert: http://www.wessobrunn.com/wessobrunner_gebet.htm
Das erfuhr ich unter den Menschen als der Wunder größtes,
dass Erde nicht war, noch oben der Himmel,
nicht Baum …, noch Berg nicht war,
noch … irgend etwas,
noch die Sonne nicht schien,
noch der Mond nicht leuchtete,
noch das herrliche Meer.
Als da nicht war an Enden und Wenden,
da war der eine allmächtige Gott, der Wesen gnädigstes,
und da waren mit ihm auch viele herrliche Geister.
Und Gott der heilige …
Gott allmächtiger, der du Himmel und Erde wirktest
und der du den Menschen so mannigfach
Gutes gegeben,
gib mir in deiner Gnade
rechten Glauben
und guten Willen,
Weisheit und Klugheit und Kraft,
den Teufeln zu widerstehen,
und das Böse (Arge) zurückzuweisen
und deinen Willen zu tun (wirken). (Dem oben genannten Link entnommen.)
Weitere althochdeutsche Texte der Zeit: Zaubersprüche: http://de.wikipedia.org/wiki/Merseburger_Zauberspr%C3%BCche und das Hildebrandslied: http://de.wikipedia.org/wiki/Hildebrandslied
Und wenn man diesen Pfaden nachgeht, entdeckt man spannende Dinge, die unsere Vorfahren getrieben haben. Nicht nur um Kämpfe geht es, sondern es geht um Kultur: http://wapedia.mobi/de/Paarreim und von hier aus kommt man zu Otfried von Weißenburg. Wer das war?: http://wapedia.mobi/de/Otfrid_von_Wei%C3%9Fenburg Und wer hier die Fährte weiter verfolgen will, lernt eine ganze Menge aus dem 9. Jahrhundert kennen.
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