Integration keine Einbahnstraße + Migrantenrettung auf dem Mittelmeer + Hilfsorganisationen und Geld

Integration ist keine Einbahnstraße, indem nur die Mehrheitsgesellschaft und der Staat den Zugereisten zu Diensten stehen muss – sie muss auch von den Zugereisten eigenes Engagement fordern. So zu Recht: http://www.focus.de/politik/deutschland/schulz-rede-zur-integration-spd-kanzlerkandidat-legt-den-finger-in-die-wunde-aber-bleibt-ohne-wirksames-rezept_id_7475711.html

Nun denn – hier hören wir andere Töne von der Rede von Schulz. Während der Lektüre kommt einem in den Sinn: Ach, wie traumhaft muss Würselen sein, da hat man gemeinsam Völkerball gespielt und untertage gearbeitet – das förderte die Integration automatisch: http://www.zeit.de/politik/deutschland/2017-08/einwanderungspolitik-integration-martin-schulz-spd-migration/seite-2

Da sagt der gebürtige Philipino:

Das Problem sei nur: Viele von denen, die sich für die Gleichstellung der Migranten und Flüchtlinge einsetzen, vor allem aufseiten der Linken, liebten selbst das Land und seine Werte nicht, in das er als Eingewanderter die Neudeutschen eingliedern soll. Bei Schulz sieht er dieses Problem allerdings nicht.

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Man hört nichts mehr von Özoguz. Wie spiegel-online einmal formulierte, wird die Integrationsbeauftragte zur Reizfigur. Vielleicht – so meine Vermutung! – wird sie deshalb zurückgehalten, um der SPD nicht noch mehr Stimmen zu kosten. – und wird in der türkischen Community Wahlkampf machen. Aber wird sie nach der Wahl wieder ihren Posten bekommen und weiter reizend sein?

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Das war wichtig, dass Migranten auf dem Mittelmeer gerettet wurden – weil die Staaten versagten. Dass die NGOs die Sogwirkung verstärkten, schrieb ich schon häufig, wurde auch – wie ich gestern im Blog angesprochen habe – von einem NGOler zugegeben. Dass sie damit auch das Sterben in Afrika selbst auf den Schmugglerwegen förderten, ist ebenso zu beachten. Nur denke ich, darf man die einseitige Schuld nicht bei den NGOs sehen. Die Verantwortlichen Staatenlenker haben versagt. Seit Gaddafi regierte wusste man, dass Flüchtlinge aus Afrika in Libyen abgefangen wurden. Man ist aber nicht verschärft gegen die Fluchtursache angegangen, weil es bequem war, dass Gaddafi die Migranten zurückgehalten hatte. Dann zerfiel Libyen durch Einwirken auch westlicher Staaten. Und dann hat man immer noch nicht ernsthaft agiert. Erst dann, als sich sehr viele auf den Weg machten, da fing man langsam an, sich um Afrika und die Fluchtursachen zu kümmern. Das war zu spät. Die NGOs mussten einspringen. Sie haben die Würde des Menschen geachtet, europäische Werte vertreten – wenn auch politisch nicht weitsichtig. Jetzt müssen die Staaten endlich handeln, indem sie diese europäischen-christlichen Werte in Lagern in Nordafrika durchsetzen, damit die Sogwirkung endlich aufhört. Kurz: Dieser Beitrag ist einseitig: https://www.welt.de/debatte/kommentare/article167678968/Fluechtlingsretter-denken-nur-bis-zum-naechsten-Schlauchboot.html

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In der letzten ReportSendung wurde von Organisationen berichtet, die viel Geld für Flüchtlingshilfe bekommen haben, obgleich sie nicht die entsprechenden Leistungen ausführten. Seit der Flüchtlingskrise wird den Hilfsorganisationen der Vorwurf gemacht, sie würden die Flüchtlinge holen, um mehr Geld zu bekommen – der Vorwurf ist also schon älter. Wenn die Organisationen trotz dieses alten Vorwurfs wirklich so agiert haben, wenn sie ihn durch ihr Verhalten unterstützt haben, dann sind sie selbst daran Schuld, wenn Menschen diese Fragen verquicken: Flüchtlinge als Geldmaschine für Hilfsorganisationen. Ein solches Verhalten wäre unverantwortlich, auch all den engagierten Helfern gegenüber. Mit Geld muss man sorgfältig, vor allem transparent umgehen – gerade auch als solche Gruppen, die es für andere einsetzen. Die ganze gute Arbeit kann durch Fehlverhalten Schaden nehmen.

Mein Rat – wenn ihn denn jemand hören will -: Nicht mehr irgendwas verteidigen, sondern ohne Wenn und Aber Fehlverhalten zugeben, wenn es denn vorliegen sollte. Schadensbegrenzung durch Transparenz und Ehrlichkeit.

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Christentum und Werte + Arroganz von Christen + Weihnachts-Christen

Immer wieder kann man mal lesen, dass die enge Verknüpfung von Christentum und Werten nicht gut sei, dass Menschen, die das Christentum im wesentlichen mit Werten verbinden, eines besseren belehrt werden sollten.

Vor ein paar Jahrzehnten machte man sich in den Kirchen über diejenigen lustig, die nur zu Weihnachten in die Kirche gehen. Das macht man heute nicht mehr, weil man weiß, wie wichtig das für Menschen ist. Weil man sich freut, dass manche Menschen – auch wenn ganz schwach – doch noch Bindung an den christlichen Glauben verspüren.

Und so denke ich, sollte man sich auch über die Menschen freuen, die den christlichen Glauben mit Werten verbinden. Die Arroganz der Glaubenden, die eine reine Kirche wollen, und aus dieser Arroganz heraus auch bereit sind, Menschen aus der Kirche hinauszudrängen, ist ärgerlich.

Zudem: Was kann so schlecht daran sein, wenn sich Menschen aufgrund der Werte zu den Christen hingezogen fühlen? Das war in der Zeit des frühen Christentums vielfach nicht anders. Juden und Christen konnten dem heidnischen Werte-Chaos etwas entgegensetzen. Damals wollte man es als Christen, heilige, Gott zugehörige Menschen sein und sich Gottes Willen entsprechend verhalten. Viele Christen wollen es heute nicht mehr und schieben die Werte beiseite. Warum auch immer.

Ist es also nicht nur die Arroganz der reinen Glaubenden, die gegen solche Menschen polemisiert, sondern auch der durch sie intendierte Vorwurf an die Christen: Haltet euch an die von Gott vorgegebenen Werte? Wenn dem so ist, dann zeigt es sich mal wieder: Manche Nichtchristen sind christlicher als die Christen.

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Heinrich-Böll-Stiftung bedauert – genügt ein Bedauern?

Die Heinrich-Böll-Stiftung bedauert die Seite „Agent*In“ – es gibt interne Beratungen: https://www.pro-medienmagazin.de/medien/internet/2017/08/08/heinrich-boell-stiftung-bedauert-agentin/

Aber: Es wurden Menschen öffentlich an den Pranger gestellt, auch dadurch denunziert, dass sie durch eine solche willkürliche Zusammenstellung in Kontexte eingebunden wurden, in die sie nicht gehören. Genügt da ein Bedauern?

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Böll-Stiftung-Pranger verschwindet

Der Pranger der Heinrich-Böll-Stiftung geht vom Netz: https://www.tichyseinblick.de/daili-es-sentials/online-pranger-der-heinrich-boell-stiftung-geht-vom-netz/

Hat doch der politische Anstand gesiegt? Oder nur vorübergehend, nach einer Bereinigung. So schnell geben solche Leute doch sicher nicht auf. Sie tun es nicht – das zeigt der taz-Beitrag: https://www.taz.de/Antifeminismus-Liste-der-Boell-Stiftung/!5432537/

Von daher: Entwarnung vor dieser perfiden Art, Menschen an den Pranger zu stellen, kann nicht gegeben werden.

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Empathie kann negative Folgen haben

Gut, dass die Empathie auch unter die Lupe genommen wird. Das In-den-anderen-Hineinversetzen kann negative Folgen haben, weil es den Verstand ausschaltet, weil es rein emotional ist – und diese Emotionalität kann auch ins Gegenteil umschlagen. Oder: Man kann sich in den anderen hineinversetzen, um ihm richtig schaden zu können. Oder: Empathie kann auch als Selbstdarstellung genutzt werden, weil es vom Umfeld gewünscht wird. Das sind Forschungsergebnisse, die hier vorgestellt werden. Aber jeder, der meinen Blog liest, wird darüber schon gestolpert sein. http://www.spektrum.de/news/empathie-laesst-uns-unklug-entscheiden/1485565

Aber der Beitrag hat auch ein paar sonderbare Aussagen. Zum Beispiel: Warum wird das Wohlwollen gerade östlicher Kultur zugeordnet?

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UN Resolution: Schutz der Familie + Schutz des Klimas und Medien

In einer UN-Resolution wird der Schutz der Familie betont. Was nicht allen Europäern recht ist. Nicht nur in der Kirche müssen unsere lieben Europäer lernen, dass sie nur noch am Rand eine Rolle spielen, sondern auch weltweit hat Europa wirtschaftliche Macht. Aber was die Ethik betrifft – sind unsere voran preschenden modernistischen Zeitgenossen nicht besonders angesehen : http://kath.net/news/60507

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War eigentlich die USA dem Pariser Klimaabkommen schon beigetreten? Irgendwie muss was an mir vorbeigegangen sein. Und man schaue sich einmal die Kommentare an: http://www.spiegel.de/politik/ausland/trump-regierung-usa-erklaeren-austritt-aus-pariser-klimavertrag-a-1161486.html

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Gender-Auseinandersetzung + Psycholyse – Akademikerkult

Hier wird deutlich, dass die Auseinandersetzung um Gender heftig geführt wird. Man beachte den Sprachstil. Übrigens verlangt die Gender-Apologetin von den GenderGegnern:

Was daher dringend Not tut, und was die Texte des Beißreflexe-Bandes wie des Emma-Dossier vermissen lassen, ist, eine Haltung zu kultivieren, die sich der Welt zuwendet und auf epistemologische und moralische Überheblichkeit verzichtet. Eine Haltung, die – anders als das stetig lauter werdende Getöse medialer, die Demokratie zersetzender Debattensurrogate – auf die Tugenden des Differenzierens und der Deeskalation setzt. Die zurückhaltend und bedacht mit apodiktischen Verallgemeinerungen umgeht und Begrifflichkeiten wählt, die Ambivalenzen auszudrücken erlauben. Die totalisierende und versämtlichende Sichtweisen zurückweist, um ein Denken mit der Welt statt über diese zu ermöglichen. Eine Haltung auch, die den Unterschied zwischen empirischen Gewissheiten und normativen Urteilen kennt und in der die langsame, bedachte Untersuchung den Vorzug vor der schrillen Skandalisierung erhält.

Hier wird also den Gendergegnern das vorgeworfen, was den Gendervertretern selbst zu eigen ist.

Aber manche haben wohl endlich verstanden, dass Gender und Feminismus zwei paar Schuhe sind und: dass die Genderideologie dem, was die Homosexuellen mühevoll erkämpft haben, entgegensteht. Gender ist eine Modeerscheinung, die so tut, als sei sie feministisch bzw. für Homosexuelle aktiv, aber eben nur so tut. Denn das Geschlecht ist keine Rolle, die ein Mensch spielt. Man ist das Geschlecht. Und für die Rechte der unterschiedlichen Geschlechter hat man zu kämpfen und nicht die Geschlechter einzuebnen – man hat die Unterschiedenheit zu akzeptieren – aber eben daraus nicht unterschiedliche Rechte zu folgern. Wir sind ungleich, wir sind verschieden – Gott sei Dank – haben aber als Menschen die gleichen Rechte. Dafür muss man eintreten.

Das Hauptproblem scheint mir, und das habe ich schon häufiger genannt: Man sollte sich erst einmal darauf einigen was der Begriff „Gender“ eigentlich meint, wie er eigentlich von wem verwendet wird. Alle möglichen Leute benutzen ihn für alles mögliche. Allein das ist schon unwissenschaftlich.

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In Spiegel Plus gibt es einen Beitrag zur Psycholyse, die als Akademikerkult bezeichnet wird:

Sie verabreichen bei Therapiesitzungen und Workshops illegale Drogen mit dem Ziel, ihren Patienten zur „Bewusstseinserweiterung“ und zur „Erleuchtung“ zu verhelfen.

Es geht nicht um irgendwelche Quacksalber, die ein paar Leute überredet haben, ihnen willig zu sein, sondern der Vorwurf gilt Ärzten und Psychologen… http://www.spiegel.de/spiegel/psycholyse-szene-drogen-sex-und-schweigegeluebde-a-1161394.html

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Ehe für alle und die Kirche

Ein guter Beitrag zum Thema Ehe für alle. Mit eigenen Worten: Der Beitrag ist Ausdruck dafür, dass die Führungsriege der Evangelischen Kirche ziemlich viel zu tun hat, um der Bevölkerung zu verdeutlichen, warum sie das Thema Ehe für alle so beantwortet wie sie sie beantwortet – auch im ökumenischen Kontext. Man hat mit der machtvollen Durchsetzung nur „ethische Pyrrhussiege“ errungen – weil sie eben als nicht fundiert sondern als willkürlich und als Zeitanpassung angesehen wird: http://www.zeit.de/2017/31/ehe-fuer-alle-evangelische-kirche-mitglieder-irritation

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Depression + Suizid

Das, was Depression und überhaupt psychische Erkrankungen sind, muss sich auch hundert Jahre nach Freud noch langsam herumsprechen. Ihnen begegnet man in unserer Gesellschaft vielfach nicht richtig, da hat Stokowski Recht. Nur: Gerade dann, wenn solche öffentlichen Personen, die viele Fans haben, Suizid begehen, dann haben viele Angst, dass Nachfolgetaten geschehen. Und diese Angst fördert so harte Aussagen. Das hat nichts mit dem Menschen zu tun, der Suizid begangen hat, sondern das soll andere retten. Und diejenigen, die am Heftigsten reagieren, haben vermutlich auch solche Erfahrungen machen müssen, in denen sie am liebsten auch dieses Leben verlassen wollten. Es ist so eine Art Selbstsicherung: Diffamierung als Selbstschutz bzw. Schutz anderer. http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/depression-ist-gesellschaftlich-noch-nicht-als-krankheit-akzeptiert-kolumne-a-1159624.html.

Die Psyche des Menschen ist komplizierter als der Beitrag es suggeriert.

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Untersuchung: Domspatzen Missbrauch und die Medien + Missbrauch Auswirkung

Ich denke, man sollte unterscheiden zwischen Missbrauch und Misshandlung. Das ist ein ganz wichtiger Unterschied:

Missbrauch bedeutet, Menschen sexuell auszubeuten, Misshandlungen bedeutet, gegen Menschen körperlich anzugehen. Letztgenanntes war bis vor wenigen Jahrzehnten in der Erziehung weitgehend üblich. Und sie ist auch vielfach weltweit gesehen noch üblich. Sie ist von der Menschheit her gesehen, kulturell bedingt.

Missbrauch – angesichts der doch hohen Zahl an Kinderpornographie Verdächtigen, die allein in den letzten Tagen bekannt wurden, muss man sich schon fragen, ob das nicht auch sehr weit verbreitet ist – das ist allerdings zumindest bei uns nicht kulturell bedingt, sondern Trieb bedingt.

Das Erstgenannte muss man kulturell angehen, das zweite zunächst kulturell, indem man es öffentlich macht, was die Gesellschaft nicht haben will, und dann in zweiter Linie zumindest in unserem Land psychisch. Und in der Tradition hat man eigene Wege gehabt, mit dem Thema Missbrauch umzugehen. Heute findet man sie nicht mehr so richtig – aber hat man wirklich Wege gefunden, sie zu bekämpfen? Aufbauschen ist nie der richtige Weg. Und das finden wir in den Medien, wenn zum Beispiel Missbrauch und Misshandlungen zusammen geworfen werden. Dann wird man weder den Menschen gerecht, die missbraucht worden sind, noch denen, die misshandelt worden sind. Zudem ist ärgerlich, dass so dick aufgetragen wird – ich weiß nicht, aber ich finde das ist psychisch für die Opfer nicht gut. Es wird zwar medial gesagt: Klasse, endlich wird das, was ständig verschwiegen wurde, diskutiert – das ist auch gut so, aber die Art und Weise: ist sie auch gut? Was sagen Psychologen dazu, die nicht so eng mit solchen konkreten Fällen konfrontiert sind, sodass sie auch für die Opfer keine anwaltliche Interessen im Blick haben?

Was das Mediale betrifft: Medien sind auf Sensationen aus. Und es ist wohl zu viel verlangt, in dieser Hinsicht Rücksicht zu üben, Medien haben kein Interesse daran, seelsorgerisch sensibel mit manchen Themen umzugehen. Es gibt Berichte, dass Menschen, die in Shows vorgeführt werden, danach große psychische Störungen haben können. (Gibt es dafür auch Entschädigungen?) Nicht müssen, denn jeder geht mit Niederlagen und Angriffen anders um. Worauf ich hinaus will: Kann es sein, dass auch die Opfer von Misshandlungen und Missbrauch nach dem Hype in ein großes psychisches Loch fallen?

Es ist gut, dass sich einzelne in der katholischen Kirche wehren gegen das, was ihrer Meinung nach unzulässig ist. Denn erst dadurch kann die richtige Balance im Umgang mit dem Thema gefunden werden: http://kath.net/news/60345 und http://kath.net/news/60338

Ich bin gespannt, ob in wenigen Jahrzehnten nicht sehr hart mit denen ins Gericht gegangen wird, die jetzt solche Untersuchungen leiten, weil man dann erkannt hat, dass man mit dem Thema öffentlich und auch psychisch ganz anders vorgehen muss.

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Auswirkungen von Missbrauch auf Mädchen: http://www.psychologie-aktuell.com/news/aktuelle-news-psychologie/news-lesen/article/1500531169-sexueller-missbrauch-von-maedchen-warum-opfer-immer-wieder-verletzt-werden.html

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