Sexualität

Die Sexualität hat der Mensch bekanntlich mit dem Tier gemeinsam – aber ihn unterscheidet von den (anderen?) Tieren, dass er sie beherrschen, verantwortlich mit ihr umgehen kann. Dieser verantwortliche Umgang mit der Sexualität musste menschheitsgeschichtlich langsam gelernt und durchgesetzt werden – ist jedoch noch nicht ans Ziel gelangt. Damit umzugehen haben Gesellschaften über Raum und Zeit hinweg unterschiedliche Möglichkeiten gefunden. Da Sexualität immer auch mit der Zeugung von Nachkommenschaft verbunden war, wurde sie damit auch engstens verbunden. In Kulturen, die unverantwortlich bzw. undiszipliniert mit der Sexualität umgegangen sind, waren die Frauen die Leidtragenden oder aber auch die geborenen Kinder, die dann ausgesetzt oder umgebracht wurden (natürlich auch die Jungen, die wehrlos waren). Das prägte und prägt weltweit noch immer die Menschheitsgeschichte.

Aber: Durch die vielfältigen und leicht zugänglichen Verhütungsmittel bekommt die Sexualität einen anderen Stellenwert. Sie ist nicht mehr nur aus der Perspektive der Nachkommenschaft zu sehen, sondern bekommt einen eigenen Wert. Sie kann in ihrer Schönheit, ihrer den ganzen Menschen in vollkommener Weise ergreifenden Macht genossen werden. Ohne Angst vor ungewollter Nachkommenschaft. Wir haben also in unserer Zeit etwas vollkommen Neues. Was vorher dem Mann vorbehalten war, folgenlos zu genießen, das ist heute auch der Frau möglich. Und das kann das Zusammenleben beider ganz neu gestalten. Sie können eine Kultur der Sexualität entwickeln.

Wir Menschen veredeln alles: Wir futtern nicht nur, sondern wir haben eine Esskultur. Wir hausen nicht nur in Wohnhöhlen, wir entwickeln Wohnkultur… – und so hat auch die Sexualität ein Stadium erreicht, in der eine Kultur entwickelt werden kann. Anders als bei der Esskultur usw. haben wir Menschen mit Blick auf die Sexualität kaum Vorbilder, wir müssen also miteinander erarbeiten, erleben, was der jeweils andere mag, was er nicht mag, wir müssen lernen, miteinander so umzugehen, dass der jeweils andere die Sexualität genießen und als Erfüllung erleben kann. Und das in Harmonie und Disharmonie – eingebettet in Liebe zueinander. Vielleicht finden sie gemeinsam auch etwas, das „unüblich“ ist, das nur sie als Paar genießen können und auch als Paar als Geheimnis miteinander haben. Eine Kultur, die die Sexualität in den Mittelpunkt stellt, hat das Christentum nicht entwickeln können, weil es eben diese Möglichkeiten des freien, folgenlos genießenden Umgangs nicht kannte. Ob es heute Christen gibt, die hier eine Kultur des sexuellen Umgangs aus christlicher Perspektive entwickelt haben oder entwickeln, ist mir nicht bekannt. Habe mich auch noch nicht darum gekümmert.

Der Mensch ist ein wunderschönes Wesen. Leib, Seele, Geist – wie auch immer das Menschenbild aussieht, kann sehr schön sein, sozial, offen, freundlich, rein. Sexualität kann dazu beitragen, weil der Mensch ein ganzheitliches Wesen ist.

Sexualität kann aber auch sehr zerstörend sein. Das dann, wenn Menschen über andere dominieren, sie vergewaltigen, erniedrigen, missbrauchen, unterwerfen. Die Schönheit des Körpers, des Geistes, der Seele wird geschändet. Auch das kennt die Menschheitsgeschichte. Gerade die ungebändigte und auch egoistisch auslebbare Sexualität ist häufig in Gewalt umgeschlagen, hat Opfer hinterlassen, Narben auf Körper, Seele, Geist. Und ich habe manchmal auch den Eindruck, dass manche Menschen gerade die Schönheit und Reinheit eines anderen Menschen dazu bringt, zerstörerische Emotionen zuzulassen. Auch der Hang manches Menschen zur Selbstzerstörung kann mit der Sexualität verbunden werden. Und eben das hat mich an den Bildern erschreckt. Das, was hier mit Menschen gemacht wird, hinterlässt auf dem Körper massive Spuren – und daraus schließe ich, dass sie auch Spuren im Geist und auf der Seele hinterlassen. Der Mensch hat in vielem den Hang, immer mehr auszuprobieren, immer extremer zu werden – und so kann er, wenn er nicht gebremst wird oder sich selbst bremst –  immer stärker in den Strudel der Zerstörung hineingeraten. Angesichts der Bilder, die ich gesehen habe, würde ich da hineinrufen: Leute, passt auf euren Körper, auf euren Geist und auf eure Seele auf!

Wir sind zwar alle sexuelle Wesen – auch wenn man sich als asexuell fühlt – aber Sexualität ist nicht der ganze Mensch. Entsprechend kann der Mensch auch eine Kultur des Lebens entwickeln, in der er mit dem Partner oder auch mit anderen so umgeht, dass sie ein sinnerfülltes Leben leben können. Menschen stoßen auch sexuell an ihre Grenzen aufgrund körperlicher und psychischer Einschränkungen. Damit muss man auch verantwortlich umgehen lernen, dass man sich selbst und andere nicht überfordert – aber dann auch offen ist für gemeinsame Unternehmungen, die auch sehr befriedigend sein können. Sexualität, so dominant und schön sie auch ist, ist nicht autark, sie ist Teil von mir, der ich als Mensch ein äußerst komplexes Wesen bin. Und das eben als Geschöpf und Ebenbild Gottes.

Noch ein Satz, um nicht missverstanden zu werden: Man kann auch eine Kultur der Sexualität entwickeln mit Blick auf Nachkommenschaft und Sexualität auch genießen, wenn man Kinder hat. Denn in den Kindern zeigt sich ja im Grunde die Verkörperung der Liebe zweier Menschen. (Natürlich nicht immer – aber das habe ich ja oben schon beschrieben.)

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Sado-Maso oder was?

Mich erreichten einige Kommentare zu dem Thema – man kann sie nachlesen. Einen habe ich nicht aufgenommen, weil er gleichzeitig auf Paartherapie usw. hingewiesen hat – aber ich würde ein Kaffeetrinken gerne annehmen.

Mein Problem ist, ich kann in meinem Blog nicht schildern, was ich an Bildern und Clips gesehen habe. Ich frage nur erst einmal: Gehört zum Beispiel nicht zur Sado-Maso Szene, eine unbekleidete Frau den Kopf unter Wasser zu drücken, bis sie  – wie soll ich sagen – krampft? Um sie dann wieder rauszuholen und dann schnell wieder runterzudrücken? Damit nenne ich nur etwas, was auf den ersten Blick nicht intensiver sexuell konnotiert ist, weil ich eben entsprechende sexuellen Handlungen hier im Blog nicht schildern will. Vielleicht habe ich auch einfach den Begriff falsch gewählt – und bin gerne bereit zu lernen. Ich denke, in meinem Statement habe ich getrennt zwischen Freiwilligem und nicht Freiwilligem. Dass sich auch manche Männer eher Frauen unterwerfen wollen, nun denn – das ist nicht das Thema. Zumindest nicht für mich. Dass die sexuellen Bedürfnisse auf unterschiedlichste Arten und Weisen befriedigt werden können – auch das ist nicht mein Thema – es sei denn eben: Es ist nicht freiwillig – aber eben „freiwillig“ ist auch nicht, wenn Drogen, Finanzen, Hörigkeit/Abhängigkeiten im Spiel sind, sondern wirklich freiwillig heißt für mich: bei vollem Bewusstsein – und: ich will es aus freien Stücken. Auch ohne Erwartungsdruck nachzugeben.

Was mir noch aufgefallen ist, das sind die Kommentare von denen, die diese Bilder übernommen haben. Sie deuten darauf hin, dass diejenigen, die diese Bilder entsprechend kommentieren, nicht gerade feinfühlig sind, sondern ihrem Sadismus freien Lauf ließen. Da beginnt für mich dann auch ein anderes Problem: Manche (alle?) dieser Bilder mögen „geschauspielert“ sein. Welche Phantasien leben sich hinter der Choreographie (s. oben: „ertränken“) aus? Was setzt das in Betrachtern frei – und ihren Umgang mit Frauen bzw. ihrem Frauenbild? Noch einmal zu dem genannten Beispiel: Ich habe auch vernommen, dass wenn das Hirn von Sauerstoffzufuhr kurzzeitig abgekoppelt wird, es gewisse positive Gefühle hervorrufen kann. Vielleicht sehnen sich ja manche nach diesen Folgen… Aber überwiegt das zum Beispiel die Todesängste? Wird das in Kauf genommen? Oder aber: Auch wenn das Schauspielerei ist – welche Zielgruppe wird angesprochen? Was soll damit bezweckt werden? Mit diesen Fragen gestehe ich, dass ich mich noch nicht empathisch in die Gefühlswelt eingearbeitet habe.

Dass ich Männer als Perverse und Frauen als Opfer ansehe – nun, ich bin Mann und sehe mich selbst nicht so. Entsprechend ist auch mein Bild vom Menschen nicht so einfach gestrickt. Es ging ganz konkret um die Bilder, die ich gesehen habe – und um nichts Anderes. Es geht hier nicht um meine Psyche, es geht hier um den situativen Kontext.

Es geht mir also nicht um das Sado-Maso-Miteinander, um das alltägliche (Ehe-/Partner-)Leben ein wenig spannender zu machen, um sexuelle Erfüllung zu finden, um dem Alltag zu entfliehen, um auf andere Gedanken zu kommen usw. usw. Es geht wirklich um die Gewaltbilder – und bin gespannt, ob ich sie  falsch zugeordnet habe, wenn ich das mit Sado-Maso in Verbindung bringe, weil man Menschen mit solchen äußerst extremen Neigungen anders einordnet, bezeichnet – was sich noch nicht zu mir herumgesprochen hat.

Insgesamt finde ich zudem äußerst interessant, dass das heute propagierte Frauenbild, als starke, freie, selbstbewusste Frau, die sich durchsetzt in diesen Bildern konterkariert wird: Sie wird als Haustier durch die Wohnung geführt an der Leine oder in der Gegend herumgeführt mit Pferdeschwanz, sie ist gefesselt, mit Binde um die Augen, ausgeliefert dem, was der Mann sich gerade einfallen lässt, wird herumgestoßen, verprügelt, an den Haaren herumgezerrt, an den Armen, Beinen, Brüsten, speichelnd und in Exkrementen liegend bzw. verschmiert. Die Frau wird hier als wehrloses Objekt dargestellt. Vielleicht soll das gerade ja auch zeigen, wie stark sie ist, dass sie das alles aushält. Diese Dialektik entzieht sich mir noch.

Ich muss sagen, dass mich dieser Kontrast zu dem Frauenbild, das heute hoch gehalten wird und dem, was ich auf diesen Bildern sehe, nachdenklich macht. Auch mir ist klar, dass jeder Mensch anders ist und dass das öffentliche Bild nicht unbedingt die Realität widerspiegelt, sondern ein Bild, das man gerne von sich als Gesellschaft hätte. Wobei ich freilich gerne an dem Bild festhalten würde, das öffentlich dominant ist. Kann man trennen zwischen öffentlich und privat? All das sind so Gedanken, die mir kommen, die ich, ich muss es gestehen, noch nicht intensiver durchdacht habe.

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Höcke – Überwachungsspiel? Fakes? Kunst? + Maßstäbe gehen verloren

Ich hatte das Thema neulich auch im Blog: Es soll angeblich alles nichts gewesen sein als Klamauk: http://www.spiegel.de/panorama/gesellschaft/bjoern-hoecke-ueberwachung-war-laut-zps-a-1181264.html

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Wenn Maßstäbe verloren gehen, dann wird alles Einerlei. Ob einer von Rassisten ermordet wurde, weil er gegen Rassismus ankämpfte – egal: Ein Massenmörder starb auch wegen seines Engagements: http://www.bild.de/regional/berlin/bild-kolumnen/bataclan-moerder-in-kreuzberg-maertyrer-54018880.bild.html

Diese Leute, die alles zusammenmischen, die haben keine Maßstäbe mehr. Für sie werden alle Menschen einerlei. Die Verbrecher stehen neben den Vorbildern. Alle sind sie gestorben.

Aber sind sie wirklich so naiv? Oder: Sind sie Propagandisten der Kultur des Todes, die Verbrecher reinwaschen wollen, indem sie sie neben edle Menschen stellen?

Ein Tipp für die nächste Ausstellung: PolPot, Mao, Hitler… neben Obama, Mitterand, Gorbatschow … – sie waren alle einmal Herrscher… Timur neben diesen Verharmlosungs-Künstlern und ihren Verteidigern… – alles gleich, alle sind Menschen.

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Panierte Strohbällchen

Ich habe vegane Chicken Nuggets gegessen. Ich bin zwar schon immer vorgewarnt: So etwas isst man nicht. Wenn man vegan essen möchte, dann Oliven… – aber nicht Chicken Nuggets. Nun denn: Wenn man nicht auf etwas Chicken-Nugget-Artiges gepolt worden wäre, hätten sie sicher auch geschmeckt. Wenn man darauf vorbereitet gewesen wäre, und es statt Chicken Nuggets: „panierte Strohbällchen“ benamt worden wäre, dann hätte man sich innerlich darauf einstellen können.

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Erkenntnis

Über Erkenntnis diskutieren nicht nur griechische Philosophen – die vielfach auch metaphysisch dachten. Über Gotteserkenntnis denkt man auch im Buch Hiob/Iob nach: Hiob erkennt: ich habe Gott bislang vom Hörensagen eingeschätzt – aber nun habe ich ihn erkannt… – nachdem Gott mit ihm gesprochen hatte. Im Neuen Testament spricht Paulus auch von Stufen der Erkenntnis im christlichen Bereich. Und er spricht davon, dass Gott in das Herz Regeln des Zusammenlebens hineingeschrieben hat. Philosophen des Westens haben über diese Themen weiter nachgedacht. Sie standen fest im christlichen Glauben. Erst in der Neuzeit versuchte man sich auch in dieser Frage vom christlichen Gauben zu lösen.

Es gibt unterschiedliche Erkenntnis-Stufen im Christentum. Schlimmerweise haben Dominante anderen darum auch die Köpfe eingeschlagen. Es gibt unterschiedliche Konfessionen – und Christen sprechen nicht mit einer Zunge. Das mag man beklagen. Religionen, Konfessionen, Sondergruppen, Sondsergrüppchen… – es wimmelt nur so von religiösen Erkenntnissen. Aber spricht das gegen die Existenz Gottes?

Wenn wir uns die Philosophie anschauen, da wo es um die Frage der Erkenntnis geht, sprechen auch nicht alle mit einer Stimme – selbst Rationalisten sind sich nicht einig. Geht man immer sanft mit Menschen anderer Positionen um? Sicher, man schlägt sich nicht gegenseitig die Köpfe ein, aber es finden vermutlich Schlachten an den Universitäten statt: Nehmen wir den, nehmen wir den nicht?

Auch so manche Christen haben gelernt, auf Jesus Christus zu schauen und nicht auf die eigene Rechthaberei – das unter anderem auch Dank der Religionskritiker, die in christlicher Tradition stehen. Aber: Keiner steht über dem wimmelnden Erkenntnis-Treiben. Wir sind alle Teil der Auseinandersetzungen. War es Xenophanes, der sinngemäß sagte: Wenn einer auch die Wahrheit erkannt hat – so erkennt man nicht, dass es die Wahrheit ist?

Auch wenn manchen der Schädel brummt angesichts all der verschiedenen Aussagen zur Erkenntnis und somit Skeptizismus sich breit machen möchte – oder man sich vor dem Skeptizismus in den Dogmatismus flüchten mag:

Mensch, du bist Mensch,
eingebunden in Deinem Leben,
freu dich freundlich darüber
mit den anderen Menschen,
die anderes erkennen und denken.

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Mann und Frau: Klasse Unterschiede! + Bordell Deutschland + Verona Pooth: Erdbeerkuchen + Sexualität verharmlosen

Mann und Frau unterscheiden sich – und das ist gut so. Das zeigt dieser Beitrag: http://www.kath.net/news/61634

Ich weise auf ihn hin, nicht, weil ich mit allem, was er sagt, einverstanden bin. Ich weise darauf hin, weil endlich einmal einer betont sagt, dass es klasse ist, dass sich Frau und Mann unterscheiden.

Übrigens: Nicht nur Mann und Frau unterscheiden sich – sondern auch Mann und Mann, Frau und Frau. Die Menschen, mit denen ich es zu tun habe, sind nicht Ich. Das mag für manche schmerzlich sein – aber es ist schön. Wirklich schön. Wenn auch schwer. Aber mit sich selbst klar kommen, das ist auch nicht immer leicht.

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Es wird eine Sendung angekündigt: https://presseportal.zdf.de/pm/bordell-deutschland-neue-zdfinfo-doku/

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Verona Pooth hat in diesem Augenblick gut auf eine Frage von Anne Will reagiert:

„Wenn ich in der Stadt sitze und ein Stück Erdbeerkuchen esse, kann auch nicht einer vorbeikommen, abbeißen und sagen: Ja, den musst du halt zuhause essen. Man darf verführerisch aussehen, aber man darf nicht angefasst werden.“

Aber das verharmlost die Gewalt der Sexualität. Sexualität ist, wie das BVG zu Recht zuletzt (mit Blick auf das Dritte Geschlecht/Intersexualität) betont hat, etwas, das dem Wesen des Menschen zugehört. Der Mann ist Teil seiner Sexualität. Und es ist ja nicht so, dass die Männer sich etwas nehmen, was ihnen nicht gehört, sondern, um im Erbeerkuchenbild zu bleiben: Sie schenken der Frau 20 Erdbeerkuchen und zwingen sie diese zu essen – sie meinen, ihnen damit Gutes zu tun. Sie sehen sich als Egozentriker als Mittelpunkt der Welt und meinen, dass sie anderen mit ihrer bloßen sexuellen Präsenz, etwas schenken. Anders kann ich mir manche dieser wirklich üblen Verhaltensweisen, die geschildert werden, nicht vorstellen. Dazu kommt eben noch, dass manche Männer eben ihre Macht ausspielen wollen – also den Frauen an dem Guten, das sie haben, teilnehmen lassen wollen. Statt böse zu sein und sich zu wehren, sollten die Frauen dankbar sein. Diese Sicht ist es, die männliche Sexualität auch bestimmt. Ich kann mich noch an ein Wort erinnern, das mich als Jugendlicher sehr stark beschäftigt hat. Irgendein Freund sagte mal statt vergewaltigen – vergewohltätigen. Und lachte dabei. Ich weiß nicht, ob ich mitgelacht habe. Aber ich empfand dieses Wort als unter aller Kritik. Das heißt auch hier: Als Mann nimmt man sich nicht, was man sich nicht nehmen darf – man gibt – und erwartet, dass die Frau auch noch dankbar dafür ist.

Mich ärgert angesichts der Verharmlosungen der Sexualität auch, dass diese Menschen wohl den Blick verschließen. Heute kann man doch im Internet die grausamsten Fotos, VideoClips sehen. Frauen werden an Leib und Seele von Männern zerstört – die wohl selbst äußerst kaputt sind. Wie im Krieg: Ein Soldat kann bekanntlich nicht nur Opfer werden, indem er äußerlich verletzt wird, er kann auch Opfer des Krieges werden, indem er lernt, Menschen zu verachten und bestialisch zu behandeln. Das finden wir auch im Kontext der Sexualität. Wenn wir das verharmlosen, dann tragen wir zur Gewalt gegen Frauen bei. Die Sexualität ist nicht allein ein Bächlein, das munter zwischen den Wiesen daherplätschert. Sie kann auch, wenn sie nicht diszipliniert wird, von einem Bächlein auf einmal zu einem reißenden Strom mutieren. Was ich mich auch immer frage, ist: Warum machen so viele Frauen da mit?

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Sexuelle Spannung + Sozialkompetenz

Sehr gut gesagt: Auf der einen Seite wird Sexualität hochgehoben – auf der anderen Seite massiv eingeschränkt – das führt zu Spannungen: https://www.cicero.de/kultur/sexismus-debatte-zwischen-porno-und-pruederie

Denn es ist Ausdruck eines geradezu autistischen Narzissmus, zu glauben, es sei das Recht eines jeden, sich als sexuell hyperaktives und hedonistisches Individuum zu inszenieren, ohne dabei die Schattenseiten dieser entfesselten Libido einzufahren. Wo sexualethischer Anstand als spießig und verklemmt gilt, wird man nicht nur die leckeren Früchte ernten, sondern die bitteren dazu.

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Jeder Mensch ist anders. Ich habe jedoch den Eindruck, dass manche Menschen andere gleichschalten wollen – sie sollen so werden wie ich. Ich stehe im Mittelpunkt – andere müssen um mich kreisen. Es geht nicht mehr darum, sich soziale Kompetenz dadurch zu erwerben, dass man in Interaktion merkt, was man nicht tun sollte, sondern vom anderen verlangt, er solle merken, was ich will und sich entsprechend verhalten. Wenn er das nicht tut, ist er sozial nicht kompetent.

Ich bekleide mich leicht und bin empört, wenn der andere mich anschaut. Ich möchte zwar, dass der andere mich anschaut, aber er soll mich nicht so anschauen. Das gilt für mich. Und die andere Person will gerade das Gegenteil, will sehr bewundernd angeschaut werden.

Soziale Kompetenz erwerben dadurch, dass man interagiert – nicht dadurch, dass man auf kindlicher Entwicklungstufe stehen bleibend meint, andere denken  wie ich und müssten wie ich denken. Das gilt auch für das Denken. Ich ich ich – aber manche denken anders als ich. Das mag manchen eine äußerst schmerzhafte Erkenntnis sein, fördert aber Sozialkompetenz – leider aber auch: Fanatismus, wenn ich nicht interagierend reagiere, sondern meine, alle müssten nach meiner Pfeife tanzen. Und Fanatismus gibt es bekanntlich nicht nur in religiösen und weltanschaulichen Fragen, sondern auch in Alltagsdingen.

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Konklusion vor Argument + Viel Vergnügen mit uns selbst! + „Gute Künstler, böser Mensch?“

Zuerst trauen wir der Zusammenfassung – dann den dazugehörigen Argumenten – was uns gegen Gegenargumente eher immun macht usw.: https://content.ubs.com/microsites/together/en/nobel-perspectives/laureates/daniel-kahneman.html

Ob dem so ist – oder nicht, das ist egal, weil sowieso keiner über sich selbst steht, keiner eine neutrale Sicht auf sein Leben hat, seine Erfahrungen, seine Einschätzungen… Von daher kann man sich freilich hinterfragen, sensibler für sich und seine Entscheidungen werden. Aber letztlich führt das dazu, dass man sagt: So what?!

Denn auch diese Zusammenfassung glauben wir – weil wir sie für plausibel halten – und dann? Dann halten wir nach Argumenten Ausschau, die diese unterstützen – auch wenn sie falsch sein sollte. Denn wie kam der Forscher darauf? Weil er das vermutete und sich entsprechend die Argumentation dazu erdachte, erforschte, interpretierte?

So sind wir Menschen – wir kommen mit uns selbst nicht so ganz klar. Von daher: Viel vergnügen mit uns selbst!

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Kann auch ein Künstler, der kriminell ist, gute Kunst schaffen? Dazu: https://www.cicero.de/kultur/Kevin_Spacey-sexuelle_Gewalt-Sex-alles_geld_der_welt-Film-Kuenstler

Meine Überlegungen dazu: http://blog.wolfgangfenske.de/2017/11/05/werk-und-autor-nichttrennen/

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Menschen ohne Sexual-Moral – Sklaven ihres SexTriebes + Ehe + Frauen zur Prostitution gezwungen + Frauen als Gebärmaschinen

Was geht in solchen Menschen vor: http://www.focus.de/familie/videos/studie-der-boston-university-sex-trend-cuckolding-warum-sich-manche-maenner-untreue-von-ihren-frauen-wuenschen_id_7826055.html

Das mögen manche Menschen als anregend empfinden – was ich nicht nachvollziehen kann, aber man muss ja nicht alles nachvollziehen können – aber warum müssen sie das auch umsetzen? Und warum muss ein solcher Artikel so etwas noch propagieren? Hier geht es wirklich nicht mehr um Liebe, um Gemeinschaft, um Miteinander. Hier geht es, wie auch der Artikel deutlich werden lässt darum, dass der Mann sexuell erregt wird.

Das hat mit Ehe, mit Gemeinschaft, wie es aus christlicher Sicht verstanden wird, gar nichts mehr zu tun. Das ist Triebbefriedigung pur. Im Artikel steht, dass das Frauen nicht gefallen dürfte… – Man kann nur hoffen, dass sie das dann auch nicht mitmachen. Wenn es dem Partner um Triebbefriedigung geht, nicht um sie als Menschen, dann sollte man sich überlegen, ob man nicht für einen solchen zu schade ist.

Wenn Kindern und Jugendlichen kein Maßstab mehr mitgegeben wird, keine Regeln für den Umgang mit dem Sexualtrieb, dann werden die großen Errungenschaften Liebe und Ethik dem SexTrieb gänzlich zum Opfer fallen. Aus dieser Perspektive finde ich interessant, was die Affäre Weinstein losgetreten hat. Hier wird versucht, die Männer dazu zu bringen, rücksichtsvoll zu werden. Ob das gelingt?

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Und auch das hier: Man kann nur mit dem Kopf schütteln: http://www.focus.de/regional/berlin/tierquaelerei-in-berlin-junger-mann-missbraucht-pony-sexuell-babysitterin-und-kind-muessen-alles-mitansehen_id_7832758.html

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Ebenso auch diese Beispiele: Schwimmlehrer und Trainer: http://www.focus.de/panorama/welt/baden-baden-taten-unter-wasser-gefilmt-schwimmlehrer-soll-kinder-sexuell-missbraucht-haben_id_7826625.html

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Frauen aus Afrika sollen nach Deutschland geschleust und zur Prostitution gezwungen worden sein: https://www.waz.de/staedte/oberhausen/verdacht-auf-menschenhandel-sechs-festnahmen-im-ruhrgebiet-id212489975.html

Und was ist mit den Freiern? Haben nichts gemerkt?

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An diesem sieht man, was passiert, wenn der Mensch Sklave seines Sexualtriebes ist. Er schädigt nicht nur sich selbst – er schädigt vor allem auch viele andere. Der Mensch hat die Kraft geschenkt bekommen, den Sexualtrieb beherrschen zu können, statt sich von ihm beherrschen zu lassen.

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Muslimische Frauen sollen ganz viele muslimische Kinder bekommen: Befehl Allahs, das stammt nicht von mir, damit sich keiner aufregen mag, das stammt von Erdogan, dem Frommen: http://www.bild.de/politik/ausland/recep-tayyip-erdogan/fordert-von-jungen-musliminnen-sich-zu-vermehren-53818852.bild.html

Erdogan bleibt sich treu: Ich erinnere nur an Erdogan, der den Dichter Gökalp zitierte:

„Die Minarette unsere Bajonette, die Kuppeln unsere Helme // Die Moscheen unsere Kasernen, die Gläubigen unsere Soldaten // Diese göttliche Armee ist bereit // […] // Gott ist groß, Gott ist groß.“

Weitere spannende Zitate: https://de.wikiquote.org/wiki/Tayyip_Erdo%C4%9Fan

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Neue Welt trifft alte Welt: Reiß dich doch mal zusammen! + Unis: Political Correctness

Hier trifft eine alte Welt (sexuelle Freizügigkeit) auf die neue Welt (sexuelle Grenzen), die die alte sein wird: http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/kevin-spacey-star-journalist-gay-talese-tut-der-schauspieler-leid-a-1177016.html

*

Political Correctness an den Unis: http://www.focus.de/politik/videos/nach-aufregung-in-wuerzburg-kopftuchskandal-hochschulverbands-chef-kritisiert-klima-der-political-correctness_id_7832100.html

Das ist kein Witz: Manche Studenten wehren sich gegen Professoren, deren Meinung sie nicht teilen, so heißt es in dem Beitrag.

Wenn intolerante Toleranzler auftreten, wächst keine Freiheit mehr.

Dazu passt die Nachricht: https://www.pro-medienmagazin.de/medien/internet/2017/11/10/agentin-will-alleine-weitermachen/

Wer finanziert das jetzt?

(Nachtrag über den Zustand an manchen Unis: https://www.welt.de/politik/deutschland/article170416787/An-deutschen-Unis-werden-Banalitaeten-skandalisiert.html

Dieser Beitrag erinnert mich wieder an mein famoses Gedicht, das ich im Zuge der Auseinandersetzung um Gomringers Gedicht an der Alice Salomon Hochschule umgeschrieben habe: Mein erstes Genderkonformes Gedicht http://blog.wolfgangfenske.de/2017/09/04/eugen-gomringers-gedicht-und-die-asta-der-alice-salomon-hochschule-mein-erstes-gender-konformes-gedicht/

Ich schlage vor, dem Gedicht einen zweiten Teil anzuhängen, damit dann die Asta-Feministinnen zufrieden sind:

Alleen, 
Alleen und Autos

Autos
Autos und Männer

Alleen
Alleen und Männer

Alleen und Autos und Männer und
eine Bewunderin

Upps – sie werden nicht zufrieden sein – ich sage nur: Gender!

Wie wäre es, wenn man im Teil 2 Männer durch Frauen ersetzt, also

Alleen,
Alleen und Autos

Autos
Autos und Frauen…

Und im Teil 1, dem Gedicht Gomringers die Frauen durch Männer ersetzt:

Alleen
Alleen und Blumen

Blumen
Blumen und Männer…

Und dann am Ende jeweils:
eine Bewunder*in

Ich bin begeistert! Ich habe ein Gender konformes Gedicht – ein Responsorium auf Gomringer – geschrieben! Wobei ich gestehen muss, darf es dann am Schluss nicht Männer bzw. Frauen heißen, sondern

Männer*in und Frauen*er – und/oder umgedreht.

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