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Februar 2012
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Archiv der Kategorie Ethik

Passt nicht

Zu einem Porsche passen keine Billigreifen.

Zu einem Christen passen nicht manche Verhaltensweisen.

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Reli + Atheismus

Die Entstehung der Religion liegt in grauer Vorzeit und man versucht herauszufinden, wie sie entstanden sein könnte. Die Entstehung des Atheismus in neuerer Zeit ist klar - er ist von Menschen gemacht. Evolution hin, Schöpfung her: Was wollen wir aus der Welt machen? Das ist die Frage.

Ändert der Glaube etwas daran, wie ich den Menschen sehe, wie ich mit ihm umgehe? Wenn ja, welcher Glaube? Der Glaube an eine Gottheit, die den Menschen gemacht hat, indem sie auf den Strand rotzte, geht wohl anders mit Menschen um, als der Glaubende, der meint, dass der Mensch als Ebenbild Gottes geschaffen wurde und am Ende von Gott in Liebe aufgenommen wird? Wie gehe ich mit dem Menschen um, wenn ich meine, er sei zufällig entstanden und wird auch im Zersetzen enden? Damit sind bei weitem nicht die einzigen möglichen Weltbilder genannt.

Nur am Rande: 52 Millionen Jahre lang gibt es mindestens schon die Symbiose von Pilz und Pflanzenwurzel: http://www.pressetext.com/news/20111116022

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Libyen + Westerwelle

Nun fallen alle über Westerwelle her - weil in Libyen die Aliierten mit den Rebellen Gaddafi besiegt haben. Wir stehen sozusagen nicht auf der Siegerseite. Ich selbst fand das kriegerische Eingreifen nicht richtig. Ich halte es immer noch nicht für richtig - parallel dazu habe ich nie aus meiner Ablehnung von Gaddafi einen Hehl gemacht. Es ist schon eine eigenartige emotionale Lage. Denn ich freue mich für die Befreiten und hoffe, dass nicht eine neue Diktatur am Firmament aufzieht.

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Ortlose Moral

Liebe Blogleserinnen und Blogleser, ich möchte Euch teilhaben lassen an einem Satz, der im Vorwort des Buches: “Ortlose Moral. Identität und Normen in einer sich wandelnden Welt” von Hugo Schmale und anderen zu finden ist: “Die supplementär-konstitutive Rolle der Kontexte bedeutet nicht die Entbehrlichkeit, sondern im Gegenteil die Notwendigkeit einer Universalität, die allerdings nicht a priori als Prinzip gegeben ist, sondern sich als in spezifischem Sinne leerer Horizont unabgeschlossener differentieller Identitäten und partikularer Kontexte ergibt.” (9) Das auf der ersten Seite - ist doch sehr einladend! Ich lasse mich also nicht abschrecken und finde gleich auf der nächsten Seite einen Ausdruck, der mir gefällt: “prinzipielle Prinzipienlosigkeit”. Nun bin ich gespannt auf Erkenntnnisgewinn…

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Moralische Desintegration

Das ist ein interessanter Artikel, den wir hier zu lesen bekommen: http://www.welt.de/politik/ausland/article13541959/Es-war-der-geilste-Protest-unseres-Lebens.html An den Gewalttätigkeiten und Raubzügen haben auch junge Leute teilgenommen, die es von ihrem familiären und finanziellen Hintergrund gar nicht nötig gehabt hätten. Es ist im Artikel von moralischer Desintegration die Rede - die die Gesellschaft in England bis in die höchsten Kreise prägt - wie Nachrichten in den letzten Monaten immer wieder zeigten. Wie sieht es eigentlich mit unseren Medien aus, die sich ständig über christliche Moral mokieren - setzen sie dieser eigentlich auch etwas Positives entgegen, etwas, woran sich die Menschen, die vom christlichen Glauben Abstand nehmen, orientieren können? Wenn man sagt, dass die verinnerlichte christliche Moral abgestoßen werden muss, dann muss man diese entstehende Leerstelle mit etwas füllen können außer mit solchen Platitüden: Der Mensch ist eh gut - er braucht keine Maßstäbe, jüdisch-christliche schon mal gar nicht. Hilft Kants Kategorischer Imperativ weiter? Hm. Wenn da manche Jugendliche sagen, so etwas Geiles wie diese Gewaltausbrüche müsste es häufiger geben, kann man schwerlich mit dem Kategorischen Imperativ kommen, eher damit, dass die Affen es in ihrer erfreulichen Natürlichkeit auch so gemacht hätten. Was freilich keine Gewalt zügelnde Wirkung gehabt hätte. Ebenso ist positiver Hedonismus (was meine Lust steigert, das ist gut) wie negativer Hedonismus in seiner eher naiv verstandenen Form (alles, was meinen Schmerz mindert, ist gut) nicht gerade wegweisend gegen solche Ausbrüche. Und wenn wir den Utilitarismus nehmen (was meinem - und der anderen - Glück dient, ist gut) - nun ja: sag das mal dem plündernden Menschen. Er wird sagen: Die Versicherung zahlts doch, darum kann der Geschädigte auch glücklich sein, sogar noch glücklicher als vorher, wenn er der Versicherung mehr Schaden angibt, als er hatte - wo liegt das Problem?

Ich für meinen Teil sehe freilich nicht, dass man nun den christlichen Glauben aufzwingen kann und sollte. Der Glaube darf nicht gesellschaftspolitisch instrumentalisiert werden. Vor allem wird auch das kleine Pflänzchen christlicher Glaube schnell zertreten, wenn Stammesinteressen dominieren (Ruanda), nationale Interessen (Serbien, Nazi-Deutschland), Ideologien (Nazi-Deutschland, Russen-Kommunismus, Französische Revolution). Nur: Der christliche Glaube sollte auch nicht auf dieser unverantwortlich leichtsinnigen und törichten Art und Weise einfach so weggewischt werden, wie es in unserer Gesellschaft ständig geschieht. Bekanntlich sollte man den Ast, auf dem man sitzt, nicht selbst absägen. Und da wir bei solchen Sprüchen sind, wäre vielleicht doch ein wenig hilfreich, folgende Aussage einzutrichtern: Was du nicht willst, das man dir tu, das füg auch keinem anderen zu. (Also, liebes Mädel, die gerade ein Plasma-TV raubt: Hättest du es gern, wenn man dir einen klauen würde? Nein? Also lass es. Würde sie aber antworten: Dann klau ich mir eben wieder einen, dann wäre man doch ein wenig konsterniert.) Die einmalige positive Formulierung Jesu würde freilich manchem schon wieder die Zehnägel kräuseln lassen: Was du möchtest, dass die Menschen dir tun, das tue ihnen. Warum das tun? Weil Gott es so will. Und wenn die Ethik nicht in Gott ankert, wirklich ankert, dann ist moralische Desintegration die Folge.

Ich vermute, dass zu diesem Massenphänomen die Soziopsychologie einiges Interessante sagen kann - aber noch hört man nichts von den Fachleuten.

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wertelose Gesellschaft

Das ist ein interessanter Kommentar über die wertelose, die kranke Gesellschaft: “Die liberale Gesellschaft trägt einen gut Teil der Schuld daran in ihrem habituellen Laissez-faire. Wellen von Einwanderern wurden ins Land gelassen, ohne dass man ihnen zumutbare Bedingungen setzte, die zur Anpassung an die Traditionen einer Demokratie gehören.” - Ich würde freilich, wenn wir die Bilder sehen, auf die ich gestern hingewiesen habe, hinzufügen, dass die Einwanderer wohl mit denen zusammengepfercht wurden, die auch als Briten keinerlei Werte mehr haben - z.B. Hooligans und anderen Unterschichtgruppen mit ihren desolaten familiären, sozialen Verhältnissen.

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Noch etwas Neues

Ein Prominenter unterstützt eine Firma nicht mehr, die wegen Sex-Parties von sich reden macht - sonst entziehen Firmen ihre Unterstützung den jeweiligen Menschen, die sich nicht an einen Moralkodex halten: http://www.welt.de/wirtschaft/article13390680/Sex-Party-Juergen-Klopp-distanziert-sich-von-Ergo.html Finde ich gut, Jürgen Klopp.

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Wenn Mächtige abheben

Nicht selten kommt es vor, dass Mächtige abheben, ihnen gehört die Welt, ihnen gehört die Politik, ihnen gehört der Mensch: http://www.welt.de/wirtschaft/article13372484/IWF-Chef-Strauss-Kahn-wegen-Sex-Attacke-verhaftet.html Gut, dass vor dem Gesetz alle gleich sind. Und darum: Jedoch erst einmal abwarten, was die Untersuchungen zu Strauss-Kahn ergeben.

Und immer wieder Thema: Die Einsamkeit des Menschen - auch der Mächtigen und Angesehenen - unter anderen Menschen und im Trubel seines Alltags, die Einsamkeit des Menschen auch angesichts seiner selbst.

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Gefragte Ethik

Jeder Mensch glaubt etwas – bzw. ist sich sicher, dass es das nicht gibt, was er nicht glaubt: Der Atheist ist sich sicher, dass es keinen Gott gibt; der Esoteriker glaubt, dass alles von positiven und negativen Energien durchdrungen ist; religiöse Menschen glauben Traditionen ihrer Tradition; so mancher Mensch glaubt auch an sich selbst, an seinen Beruf, seine Familie, sein Einkommen – er ist sich seiner sicher; Ideologen glauben an ihr jeweiliges Weltbild, mit dem sie die Welt retten wollen.  Entgegen aller Rede von Freiheit des Menschen, sich frei  für irgendeinen Glauben oder Unglauben zu entscheiden, muss man sagen: Der Mensch glaubt nur das, was er sowieso schon glaubt. Wenn ihn nicht Gottes Wort in Jesus Christus trifft: Ändere dich. 

Nach Ethik wird wieder gefragt: http://www.welt.de/debatte/kommentare/article12933358/Die-Probleme-unserer-Zeit-ueberfordern-das-Individuum.html

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Evangelische Ethik

Eine informative Seite: http://www.ev-medizinethik.de/pages/index.html

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