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11.3.2010 von Wolfgang Fenske.
In den letzten Tagen hatten wir einige Geburtstagskinder: Friedrich Schlegel ist am 10.3.1772 geboren worden, ebenso einer, den ich sehr bewundere: Josef von Eichendorff (10.3.1788) - ich sagte neulich ja schon, dass ich eine romantische Ader habe. Karl Krolow (* 11.3.1999 - sorry, natürlich: * 1915) - ich mag ihn sehr, weil er in einer unbeschreiblichen Leichtigkeit harte Gedichte schreiben konnte. Aber es ist doch sehr still um seine Gedichte geworden, so sehr er auch zu seinen Lebzeiten bewundert und verehrt worden ist. Eigentlich schade, dass es still geworden ist, obgleich man ihn in Darmstadt und Umgebung noch zu kennen scheint. Ein paar Gedichte: http://decourtenay.blogspot.com/2007/03/karl-krolow.html Am 5.3. 1931 wurde der Hauptmann von Köpenick von Carl Zuckmayer zuerst aufgeführt: Mit diesem Stück ist zumindest für mich ein großer Schauspieler verbunden: Heinz Rühmann. Auch er hatte in diesen Tagen Geburtstag (7.3.1902). Die Köpenickiade muss ich doch unbedingt mal wieder lesen. Ich lese nicht gern Bücher zweimal - aber das Buch sollte doch noch ein zweites Mal gelesen werden. Einen weiteren Schriftsteller, den ich nicht übergehen möchte: Stanislav Jerzy Lec (* 6.3.1909). Von ihm stammen solche geistreichen Worte wie: “Autoverkäufer verkaufen Autos, Versicherungsvertreter verkaufen Versicherungen. Und Volksvertreter?” Oder: Wer den Himmel auf Erden sucht, hat im Erdkundeunterricht geschlafen.” Weitere sind hier zu finden: http://zitate.net/autoren/stanislaw%20jerzy%20lec/zitate.html Auch D.H Lawrence hatte seinen Liebhaber, nicht nur Lady Chatterly. Franz Marc, der Liebhaber blauer Pferde ist am 4.3.1916 geboren worden. Neben all diesen Künstlern macht sich auch ein Maurice Ravel (*7.3.1875) recht gut. Verbunden mit einem Balett: http://www.youtube.com/watch?v=o3FQs-CzIHA&feature=related
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1.3.2010 von Wolfgang Fenske.
Seit meinen letzten Erinnerungen sind so viel Gedenktage von Malern, Schriftstellern, Philosophen, Komponisten, die mir etwas bedeuten, gewesen, dass ich sie wieder gar nicht alle genauer darstellen kann: Schopenhauer (*1732), der Pessimist: ein wirrer Wille liegt allem zugrunde; Jaspers (*1883), der Psychiater unter den Philosophen. Dann der Komponist Chopin, der wegen des Gedenkjahres (*22.2.1810) in allen Zeitungen war, und Händel (*1685), der immer wieder in aller Ohren ist (Largo, Messias, Feuerwerks- und Wassermusik). Zu ihnen gesellen sich die Sänger Johnny Cash , der Tragische, und Harry Belafonte (*1927), den ich nicht nur als Sänger bewundere, sondern auch als einer, der sich für Menschenrechte einsetzt. Und dann all die Dichter: Gabriele d´Anunzio (+ 1938), ja, auch er hat das eine oder andere Gute geschrieben - wie soll man ihn beschreiben: als unbeständiger Lebenschaot? (Ein wenig sichtbarer wird er: http://www.zeit.de/1976/03/DAnnunzios-Auferstehung?page=all) Und so geht es dem guten Karl May (*1842): Kaum ein Jugendlicher kam an ihm vorbei - und wenige der heutigen Generation kennen ihn noch. Stefan Zweig, der seine lesenswerten Sternstunden der Menschheit beobachtete (Momente in der Menschheitsgeschichte, die sehr wirkungsvoll waren), und sich im Exil in Brasilien 1942 dem irdischen Leben entzogen hat. Erich Kästner (*1899) von dem ich lange nicht wusste, dass er zum Beispiel Fabian “für Erwachsene” hinterließ - und was das für Texte sind: Sie zeigen, wie es vor wenigen Jahrzehnten in unserem Land aussah - und auch schnell wieder so aussehen kann: Überlebenskampf. Und die Konferenz der Tiere: Wird dieses Buch genug gewürdigt? Hilde Domin (+ 2006) die wirklich sehr wunderbare Gedichte verfasste - Gedichte, die man auch nicht mehr vergisst. Ganz anders Hugo Ball (*1886), der Laut-Gedichtler - was das ist? Selber nachsehen ;-) Oskar Loerke (+1941), der schöne Landschaftsgedichte hinterließ - aber auch, was ich für besonders schwer halte: Gedichte, die menschliche Not besonders gut ausdrücken können - ich denke da an das schreckliche ”Genesungsheim”. Ganz anders der romantische Dichter John Keats (+1821) - dessen Name in Wasser geschrieben wurde… - so manchen seiner Texte mag ich sehr, eine romantische Ader ist auch mir nicht fremd. Ein paar nur der für mich Großen habe ich genannt. Einer fehlt noch: Stan Laurel, der 1965 gestorben ist: http://www.youtube.com/watch?v=amuW0ldoHJk
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22.2.2010 von Wolfgang Fenske.
Ich habe mal wieder zahlreiche Gedenktage verpasst. Ein paar Namen, die mir wichtig sind, möchte ich nennen, Namen, die eigentlich ganz unterschiedliche Charaktere zeigen, aber dennoch in meinem Leben ihre Spuren hinterlassen haben. Zu nennen ist erst einmal Heinz Erhardt (*20.2.1909), auf den ich im Blog hin und wieder mal mit einem Filmchen hingewiesen habe. Wen ich noch nie genannt habe ist Sidney Poitier: Ein bewundernswerter Mensch und Schauspieler (* 20.2.1927). An Gabriele Münter (*19.2.1877) ist zu erinnern - auch wenn sie keine blaue Reiterin war - so ist sie doch engstens mit ihnen verbunden. Sich mit dem Bildhauer und Maler Max Klinger (18.2.1857) zu beschäftigen, ist ein Erlebnis. Und vor allem mein geliebter Heinrich Heine (+ 17.2.1856) sei genannt: der in allen Farben schillernde Mensch. http://www.rezitator.de/gdt/645/ (Lutz Görner). Und darf man den aufgeklärten deutschen Erzieher vergessen? Nein! Lessing (+ 14,2,1781). Oh, noch ein Erzieher meldet sich: Heinrich Pestalozzi (+17.2.1827): >Auf seinem Grabstein stehen die Worte: „Hier ruht Heinrich Pestalozzi, geb. in Zürich am 12. Jänner 1746, gest. in Brugg am 17. Hornung 1827. Retter der Armen auf Neuhof. Prediger des Volkes in Lienhard und Gertrud. Zu Stans Vater der Waisen, Zu Burgdorf und Münchenbuchsee Gründer der neuen Volksschule. Zu Iferten Erzieher der Menschheit. Mensch, Christ, Bürger, Alles für Andere, für sich Nichts. Segen seinem Namen!“< (aus wikipedia)
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3.2.2010 von Wolfgang Fenske.
Heute möchte ich an zwei Geburtstagskinder erinnern. Zunächst sei an Georg Trakl gedacht, der am 3.2.1887 geboren wurde. Der dunkle, der am ersten Weltkrieg Zebrochene. Wer ihn nicht kennt: http://de.wikipedia.org/wiki/Georg_Trakl und hier das Gedicht “Grodek”, benannt nach einem grauenvollen Ort: http://www.rezitator.de/gdt/732/
Das nächste Geburtstagskind ist Felix Mendelssohn Bartholdy. Er wurde am 3.2.1809 geboren - und hinterließ wunderschöne Kompositionen. Nur eine kleine Kostprobe aus seinem umfangreichen Werk: http://www.youtube.com/watch?v=M0NU1rztzG8&feature=related
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29.1.2010 von Wolfgang Fenske.
Gestern nannte ich ein paar Schriftsteller, deren Gedenktage ich im Januar vergessen hatte. Heute möchte ich ein paar Maler nennen: Paul Cezanne ist am 19.1.1839 geboren worden, Munch starb am 23.1.1944. Am 23.1. starb ebenso Salvador Dali (1989); Amedeo Modigliani starb am 25.1.1920 - genannt sei auch der Fotokünstler Helmut Newton, der am 23.1.2004 starb. So lang ist das schon wieder her? Diese Nennungen mag niemand vom Hocker reißen, der mit den Namen wenig anfangen kann. Aber schaut Euch mal die vollkommen unterschiedlichen Stile an. Und jedes ist auf seine Weise eine faszinierende Welt. Man vergleiche sie. Ich möchte nur ein paar Hinweise geben: Cezanne: http://www.youtube.com/watch?v=PRmqLsbN6Sw&feature=fvst; Modigliani: http://www.youtube.com/watch?v=kfBo7AYfTIE ; Dali (nicht über die Musik erschrecken: sie passt!): http://www.youtube.com/watch?v=QHH28cRXu0U und Munch: http://www.youtube.com/watch?v=Dr86AGJhskI Ich denke auch diese Zusammenstellung passt - zu Newton, diese morbide, von Gewalt durchzogene Welt in seinen Bildern - naja - er hat nicht nur solche, aber sie haben diesen Zug, auch wenn sie ihn nicht so deutlich haben: http://www.youtube.com/watch?v=UVJd1k2Uu5g .
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28.1.2010 von Wolfgang Fenske.
Ich habe ganz vergessen an folgende (für mich) große Schriftsteller zu erinnern: Matthias Claudius ist am 21.1. 1815 geboren worden. Er ist, wie ich neulich irgendwo las, der Dichter der heimlichen Hymne Deutschlands: Der Mond ist aufgegangen. Was ich an Claudius so mag, ist auch seine Biographie. Ein nicht leichtes Leben - immer auch mit einer Prise Humor gelebt. — Am 21.1. 1950 ist George Orwell gestorben. Dieser große moderne Prophet, der Die Farm der Tiere und 1984 geschrieben hat. Wer Zeit hat und wieder mal etwas schrecklich Gutes lesen möchte, sollte beide Texte lesen - ihm werden die Augen über unsere Gegenwart aufgehen, die in solche Richtungen weist - wenn wir nicht aufpassen. — Am 22.1.1729 ist Lessing geboren. Lessings Nathan hat eine wichtige Botschaft - auch wenn sie, wie Ihr, meine Blogleser wisst, nicht meine Meinung wiedergibt. Aber Lessing hat die Luft der Freiheit in unserem Land mitgeprägt. Und darum ist er nicht zu unterschätzen - im Gegenteil: hoch aufs Podest zu heben. 61 Jahre später ist Lord Byron geboren worden. Der dunkle Romantiker. Fasziniert vom melancholischen Wahnsinn des Menschen - und diesen in Worte gebracht (ich denke dabei an seine Gedichte). Auch das ist eine Kunst. Ich muss sagen: Ich bekomm es so nicht hin. Vielleicht auch gut so.
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