Archive for the ‘Atheismus’ Category

Angriffe auf christliche Skulpturen + Angriffe auf Menschen

Montag, November 7th, 2016

Angriffe auf christliche Skulpturen in Dülmen: http://www.wn.de/Muensterland/2588612-Zerstoerte-Skulpturen-Polizei-vermutet-religioes-ideologischen-Hintergrund

Auch auf den Bergen wird weiter gegen das Kreuz angegangen: http://www.merkur.de/lokales/bad-toelz/bad-toelz-ort28297/gipfelkreuz-scharfreiter-erneut-umgehackt-6938101.html

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Hier fielen Schüsse nach einem Unfall: http://www.focus.de/panorama/welt/oberhausen-mysterioeser-unfall-mit-schusswechsel-gibt-polizei-raetsel-auf_id_6167177.html

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Sozialhilfe für Burka-Trägerinnen streichen + Kirchenasyl für Irak-Flüchtlinge + Geburten + Alles schlucken

Donnerstag, November 3rd, 2016

Sozialhilfe soll für Burka- und Niqab-Trägerinnen gestrichen werden, so Abdel-Samad, weil sie unter anderem mit der Bekleidung signalisieren, nicht arbeiten zu wollen: http://www.oe24.at/welt/Vollverschleierte-Frauen-sollen-keine-Sozialhilfe-bekommen/256473395

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Tschechien hatte eine irakische Großfamilie aufgenommen – doch diese hatte nichts Besseres zu tun, als in Sachsen Asyl zu suchen. Sie müsste jedoch abgeschoben werden nach Tschechien. Da aber der tschechische Innenminister meint, sie hätten ihr Asylrecht durch die Ausreise verwirkt und bei einer Rückführung nach Tschechien in den Irak ausgewiesen würde, stellt sich die Frage, ob sie nach Tschechien ausgewiesen werden dürfen – es sei denn, der Irak gilt als sicheres Land (z.B. der Südirak ist ja nicht von Kämpfen betroffen). Aber der Staat kann sie aus einem anderen Grund nicht zurückweisen: Diese Großfamilie hat Kirchenasyl – das heißt, der Staat kommt nicht an sie heran. Und darum wird nun europaweit überlegt, ob das “Schlupfloch Kirchenasyl” nicht geschlossen werden muss.

Was die Kirchen betrifft: Mit Kirchenasyl sollte man äußerst sparsam umgehen und auch wirklich nur dann, wenn eine Rückführung diese Menschen an Leib und Leben gefährden. Alles andere sollte vermieden werden, denn wir leben in einem Rechtsstaat, in der EU. Er kann auch etwas übersehen, und dann ist Kirchenasyl notwendig. Es wäre dumm, wenn man dieses Recht verspielen würde, weil man es mit dem Kirchenasyl übertreibt. https://www.welt.de/politik/deutschland/article159199321/Warum-anerkannte-Fluechtlinge-unbedingt-nach-Deutschland-wollen.html

Ein wenig missverständlich habe ich formuliert: Es geht um Rechtsfragen, nicht um Übertreibung – Nichtübertreibung. Auch der Rechtsstaat kann eine Lage in einem Land übersehen, das dem Grundgesetz widerspricht, zum Beispiel falls ein Iraner in den Iran zurückgeführt werden sollte, obwohl er Christ ist usw. Dann hat die Kirche die Pflicht, zu widersprechen, weil es dem Grundgesetz widerspricht.

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Es werden sehr viele Kinder geboren – vor allem hat der Anteil an ausländischen Kindern zugenommen. Das Problem dürfte nicht sein, dass die Kitas stöhnen werden https://www.welt.de/wirtschaft/article158294203/Babyboom-in-Deutschland-bei-auslaendischen-Muettern.html Das Problem dürfte sein, dass viele dieser Familien eine Kita nicht finanzieren können, womit die Kommunen bzw. die Arbeitslosenämter… gefordert sind – und legen sie das auf die Eltern, die Geld verdienen, um? – Oh, oh, da habe ich eine dicke Wissenslücke.

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Sollen Kirchen wirklich alles schlucken, was Muslime hier im Land einführen wollen aus Angst, dass sie dann leiden müssen? Gegen Muezzinruf sein, führt zu Forderungen gegen Glocken, gegen Kopfbedeckung sein führt zur Forderung gegen Nonnentracht…? http://www.teckbote.de/nachrichten/artikel-kirchheim_artikel,-Kein-Muezzin-%E2%80%93-%E2%80%A8kein-Glockenlaeuten-_arid,100173.html

Ueberschär kritisiert die Säkularisierung – und Kirchen hätten die Aufgabe dafür zu sorgen, dass diese nicht “entgleise”. Sie hat recht. Aber dieser Sorge entgeht man nicht, indem man den Mund hält gegenüber anderen Zumutungen. Denn gerade Säkulare fordern ja, alle Religionen in einen Topf zu werfen und zu bekämpfen. Es gilt auch den Säkularen zu zeigen, dass Differenzieren eine Tugend ist und das nicht zu können Dummheit oder nicht zu wollen Ideologie.

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Der Fall Lee Strobel + FPÖ und das Christentum + Atheisten + Merkels Weihnachtslieder

Donnerstag, Oktober 27th, 2016

Der Fall Lee Strobel kommt als Spielfilm heraus. Lee Strobel war Atheist, wollte als Journalist das Christentum widerlegen und wurde Christ, schrieb das Buch: Der Fall Jesus: http://www.pro-medienmagazin.de/film/detailansicht/aktuell/geschichte-des-skeptischen-journalisten-lee-strobel-verfilmt-98060/ Er sollte eine Warnung sein: Nur nicht zu viel mit Jesus beschäftigen – hinterher wird man noch Christ.

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Die FPÖ ist Wiederholungstäterin: Sie verwendet christliche Formeln und Symbole für den Wahlkampf. http://diepresse.com/home/politik/bpwahl/5107552/FPO-und-Christentum-eine-Erregung Daran sieht man, wie aktuell christliche Traditionen sind – nicht zuletzt auch daran, dass es massive Kritik daran gibt, dass sie im gesellschaftspolitischen Alltag verwendet werden.

Nicht nur in Österreich besinnt man sich wieder auf das Christentum – was andere nicht so gut finden – warum auch immer: http://www.srf.ch/play/tv/arena/video/das-heilige-land-braucht-die-schweiz-die-rueckbesinnung-auf-das-christentum

Zu FPÖ-Österreich und die Kritik von Protestanten: Sie sollten sich nicht nur auf die Gebote berufen, wenn es gegen “rechts” geht, sondern auch dann, wenn sie übertreten werden: Du sollst nicht töten – Abtreibung – da schweigen sie: http://www.kath.net/news/57232

Hat Kirche einen Monopolanspruch auf kirchliche Traditionen? Sieht sie sich schon als Nachlassverwalterin?

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Das ist doch gut, wenn Atheisten von Christen Anregungen aufnehmen. So haben sie die EKHN-Bierdeckel für ihren Humanismus umfunktioniert: http://www.pro-medienmagazin.de/gesellschaft/detailansicht/aktuell/eigene-bierdeckel-fuer-humanisten-98053/

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Merkels Weihnachtslieder: Merkel hat für den Hinweis, mehr Weihnachtslieder bzw. überhaupt wieder Weihnachtslieder zu singen, so manchen Spott eingefahren. Aber sie hat Recht. Die Besonderheit an uns Christen durch die Jahrhunderte war, dass wir nicht nur großartig hinter Mauern philosophierten und die Intellektuellen auf unserer Seite wussten, sondern dass wir die Menge der Menschen angesprochen haben. (Das begann schon mit Jesus: nicht die weisen und klugen Leute – sondern die Erniedrigten wissen sich von Gott angesprochen.) Und dadurch haben wir viel verändert. Und das ging bis in die Neuzeit.

Was heißt das? Indem Merkel auf die Weihnachtslieder hinweist, weist sie auf etwas hin, das für die Intellektuellen bedeutungslos erscheinen mag – aber gerade diese kleinen Dinge (in ihrer Summe) machen unsere Tradition aus, vermitteln Werte usw. Von daher: Frohes Singen – aber erst kommen die normalen christlichen Gesangbuchlieder – dann bald die Adventslieder – und dann die Weihnachtslieder.

Tipps für den Anfang: Danke, für diesen guten Morgen… – Der Mond ist aufgegangen… – Ein feste Burg ist unser Gott… – die anderen kann man im Gesangbuch erstöbern.

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Neuer Medien-Sport: Christen zur Sekte erklären + Christen verhöhnen

Dienstag, Oktober 25th, 2016

Das scheint ein neuer Medien-Sport zu werden: christliche Gruppen werden zu Sekten erklärt: http://www.pro-medienmagazin.de/gesellschaft/kirche/detailansicht/aktuell/zeitung-bezeichnet-evangelikale-gemeinden-als-sekten-98030/ Das liegt freilich nahe, weil Christen vielfach einen anderen Blickwinkel haben und die Gesellschaft anders prägen als es manchen Links-Säkularen und Rechts-Nationalen lieb ist.

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Da müssen Christen in Syrien und im Irak, in Pakistan, im Sudan und sonstwo unter Extremnuslimen und Islamisten unsäglich viel leiden – und hier in Europa hat man nichts besseres zu tun, als allen Religionen vorzuwerfen, sie seien für Kriege usw. verantwortlich und man solle die Religionen abschaffen.

Das ist Verhöhnung der Opfer, die aufgrund ihres Glaubens verfolgt werden. Abgesehen davon ist das nicht allein Verhöhnung, sondern Dummheit mancher Religionskritiker, die von sozialen Prozessen überhaupt keine Ahnung haben, von Gruppenbildung nicht, von Abgrenzungen, von Angriffen. Denn das alles hat nichts mit Religion zu tun, sondern ist ein Gruppenverhalten – das nur dann mit Religion zu tun hat, wenn es religiös begründet wird.

Es ist einfach auch historisch gesehen ein Zeichen für Verstandlosigkeit, wenn man alle Kriege den Religionen allgemein in die Schuhe schiebt. Es gibt friedliche Religionen und es gibt brutale Religionen. Aber unabhängig davon: Alexander der Große – Religionskriege? Der Expansionsdrang der Babylonier, Assyrer, der Römer – Religionskriege? Hitlers Drang die Welt zu unterwerfen, der Drang der Kommunisten in aller Welt andere ihrer Weltanschauung anzupassen – Religionskriege? Napoleon – Religionskrieg?

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Zwei Wochen Atheistin + Clintons Eingriffe in die Kirche + Umgang mit Medien und Medienversagen + Hollande in Schwierigkeiten

Sonntag, Oktober 16th, 2016

Diese Formulierung finde ich nett:

“Als ich etwa 14 Jahre alt war, war ich für ca. zwei Wochen Atheistin. Das war ein Ausrutscher.”

Nett finde ich auch diese Aussage:

“Ja, eigentlich wäre der Zeitgeist… sogar recht zufrieden mit mir gewesen.”

Es geht um einen Beitrag von Isabella Gräfin von Kageneck: http://www.kath.net/news/57109

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Ich hatte gestern schon das Thema, wie sehr Clinton und co. versuchen, die Kirche anzugreifen. Hier gibt es weitere Infos: http://www.kath.net/news/57117 Gibt es für die armen Amerikaner wirklich keine Alternative als zwischen Clinton und Trump? Nichtwählen ist keine Option. Man stiehlt sich damit nur aus der Verantwortung: http://www.pro-medienmagazin.de/kommentar/detailansicht/aktuell/darum-sind-so-viele-us-evangelikale-fuer-donald-trump-97935/

Anders greift dieser Mann aus Ghana die Kirchen an – anschaulicher, aber für die Gesellschaft weniger gefährlich als Clinton und co.: http://www.epochtimes.de/politik/welt/roemische-polizei-nimmt-kirchenrandalierer-fest-a1360575.html

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Der Umgang unserer Medien mit der Frage: Trump oder Clinton ist wieder einmal ein Musterbeispiel an manipulativer Berichterstattung. Ich will von unseren Medien sachliche Informationen und nicht ständigen hysterischen Wahlkampf.

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Ein paar anregende Aussagen zum Umgang mit modernen Medien finden wir in dieser Zusammenfassung des 4. Evangelischen Medienkongresses in Hamburg: http://www.pro-medienmagazin.de/kultur/veranstaltungen/detailansicht/aktuell/facebook-muss-den-rammbock-des-rechtsstaats-spueren-97901/ Manche Formulierungen sind auch sonderbar – nun denn. Diese lasse ich außen vor. Deutlich ist:

Jeder müsse sich bewusst sein, welche öffentlichen Effekte auf seine Handlungen im Netz folgten und sich die Frage stellen, die sich in der Vergangenheit nur Journalisten stellen mussten: „Was sind relevante Beträge, die reif zur Veröffentlichung sind?.“ Pörksen formulierte in Anlehnung an ein Zitat des Philosophen Immanuel Kant: „Handle stets so, dass dir die öffentlichen Effekte deines Handelns langfristig vertretbar scheinen.“ Er hoffe, „dass sich aus der digitalen Gesellschaft eine redaktionelle Gesellschaft“entwickele, so der Medienwissenschaftler.

Wenn damit keine Selbstzensur geeint ist, dann ist der zitierte Satz richtig. Denn unser Problem ist vielfach die Selbstzensur geworden: Man sagt nur das, was die breite Öffentlichkeit, besser noch: die mediale Stammtischhoheit unterstützt, damit man nicht angegriffen wird und seine Ruhe haben kann. Und das tut unserer Demokratie nicht gut.

In diesem Beitrag wird nirgends deutlich, dass das Maas´sche System gefordert wird, das heißt, dass eine private Gruppe auf Hasspostings angesetzt wird. Es ist davon die Rede, dass Mittel des Rechtsstaates angewendet werden müssen, um gegen Hasspostings vorzugehen. Die Gesetze seien vorhanden, müssten nur angewendet werden. Zudem ist vom Hammer des Rechtsstaates die Rede. Eben: des Rechtsstaates. Und nicht auf Umwegen über irgendwelche Leute, die zu Vertretern des Rechtsstaates aufgeplustert werden.

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Umgang mit Medien – ein Profi wie Hollande müsste es können. Aber wie wir Menschen sind: Wir lassen uns leicht dazu animieren, Dinge zu sagen, die wir eigentlich gar nicht sagen wollen – das geht sogar so weit, dass man sich dann manchmal selbst nicht wieder erkennt. So wird es nun Hollande gehen – der sich hat zu sehr von der vertrauten Umgebung und den anwesenden Journalisten verführen lassen, Dinge zu sagen, die er nicht hätte sagen dürfen. Aber denkt er wirklich so?: http://www.spiegel.de/politik/ausland/fran-ois-hollande-buch-bringt-franzoesischen-praesidenten-in-not-a-1116767.html

Meine Frage an die Medien ist wiederum: Dieses Buch soll über 600 Seiten haben. Hat Hollande nicht auch Weiterführendes gesagt? Und die Bevölkerung, die angesprochen wird: Sie hat das Buch gelesen oder beurteilen sie das Buch, nachdem Medien es nach negativen Sätzen hin durchsucht haben und fündig geworden sind? Wer hat ein Interesse daran, diese Punkte herauszugreifen? Der politische Gegner oder einfach nur die Sensationsgier + Gier nach Umsatz?

Ich bin kein Hollande-Fan, aber ein Fan sauber arbeitender Medien – und die kann ich hier nicht erkennen

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Neue und alte Islamisten + Christen die wahren Barbaren

Montag, Oktober 3rd, 2016

Über neue Islamisten, die der Polizei entfliehen: http://www.focus.de/politik/deutschland/wollte-er-nach-syrien-panne-im-anti-terrorkampf-islamist-entwischt-der-polizei-und-flieht_id_6016565.html

Und alte Islamisten, die verjagt wurden: https://philosophia-perennis.com/2016/09/11/tuerkenabwehr-wien/

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Eine billige Islam-Apologie – und schlechter Versuch, den Verstand auf das Podium zu heben: http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/abendland-zum-glueck-gibt-s-den-islam-kolumne-a-1114693.html

Dieser Beitrag ist eigenartig – so eine Art postfaktische Wissenschaft.

Es geht zunächst um Kreuzzüge und wie brutal sie waren und wie nett hingegen der Islam.

Der Islam hat seit Anfang an brutale Kriege geführt, die dann verschönt dargestellt werden, hat Sklavenzüge in Afrika durchgeführt, die dann angesichts der kapitalistischen Irrwege Europas und der Amerikaner vergessen wurden – aber nicht desto trotz waren diese Sklavenzüge Jahrhunderte lang mit all ihrer Grausamkeit da. Nicht nur in Afrika, sondern auch in Europa. Der Islam hat eben brutalst die Länder erobert bis hin nach Indien, hat weiterhin brutale Herrscher in Asien entfesselt. Er hat in seinen Expansionen Byzanz angegriffen – und Byzanz rief dann den Westen um Hilfe. Das war der Beginn der Kreuzzüge. Sie sollen nicht verschönt dargestellt werden, denn sie waren Teil mittelalterlicher Vorstellungen und voller Absurditäten – wie sie allerdings heute auch vorkommen.

Heute nimmt man ein paar Beschreibungen aus der Kreuzfahrerzeit, um damit zu zeigen, dass der Islam hart getroffen wurde, dass die Kreuzfahrer vor ca. 1000 Jahren erst den Islam der Gegenwart brutalisiert hätten. Aber diese Schilderungen der damaligen Zeit entsprechen zum Teil Kriegsschilderungen, die wir auch schon in der Antike finden, um darzustellen, was für einen mächtigen Feind man überwunden hat. Und je mehr Blut fließt, desto mehr Feinde wurden siegreich überwunden. Dasselbe trifft auch auf die Eroberung Konstantinopels durch den Sultan zu, die auch in diesem antiken Duktus erzählt wurde. Die Wahrheit hinter den Texten muss historisch erst mühsam ermittelt werden und können nicht einfach so als Fakten genommen werden. Das weiß man schon lange – zeigt also die postfaktische Intention dieses Beitrags schon an dieser Stelle auf. Dass christliche Gruppen im Mittelalter auch aus christlicher Sicht versagten, ist Allgemeingut geworden. Das muss man kaum mehr betonen. Dass es auch barbarisch zuging – auch das muss man kaum mehr betonen – ist ja auch Teil der Kirchengeschichtsschreibung und als solche lange bekannt. Nur darf all das nicht dazu dienen, nun die islamischen Kriegszüge als fröhliche Demonstrationen der Toleranz darzustellen.

Postfaktisch ist auch, dass die Kreuzzüge als Mutter allen Übels, damit das Christentum als ein solches dargestellt wird, aber: Nicht die Kreuzzüge sondern die modernen kapitalistischen Eroberungen muslimischer Staaten war für die Muslime ein Schock, weil diese zeigten, dass Allah nicht stärker war als die westlichen Truppen. Warum nennt der Autor nicht diese Barbareien der Moderne, die der Kolonialmächte, um hier die Grundlage muslimischer Terrororganisationen zu suchen? Hier sollte er mal genauer hinschauen, der Herr Spiegel-Autor.

Natürlich gab es regen Austausch zwischen den Religionen unter der Herrschaft des Islam: Das ist ja auch die große geschichtliche Leistung des Islam: Durch seine Kriegspolitik hat er alles durcheinandergeworfen, Sklaven kamen vom Ort A in den Ort B… – und dadurch hat der Islam Kulturvermischung vorangetrieben. Und dass die muslimischen Herrscher so tolle tolerante Herrscher waren, auf die Idee kann auch nur apologetische Geschichtsschreibung kommen. Die waren so tolerant, dass berühmte Wissenschaftler vor ihnen fliehen mussten.

Was ich nicht weiß, ist, worauf der Autor anspielt, wenn er sagt: “Christliche Herrscher und Kirchenführer sorgten beispielsweise dafür, dass in West- und Osteuropa massenweise Bücher verbrannt wurden, ganze Bibliotheken opferte man der höheren Ehre Gottes. Alles Wissen jenseits der Bibel und theologischer Abhandlungen galt als gefährlich, weil es den Glauben hätte in Frage stellen können…” Die Gelehrten seien in den Osten geflohen, hätten die Bücher mitgenommen…

Man warf den Christen in Europa immer vor, sie hätten die griechische Literatur nicht rezipiert und sie sei erst mit den Muslimen nach Europa gekommen, jetzt wirft man ihnen vor, sie hätten sie im Westen gehabt, dann seien aber die Gelehrten in den Osten vertrieben worden? Wer waren diese Gelehrten? Waren sie keine Christen?Diese neue Theorie kenne ich nicht und habe auch keine Ahnung, um welche Zeit es sich handeln sollte. Spielt er da auf irgendwelche lokale Spannungen an? Spielt er damit den Kampf gegen die Katharer an? Und dass es in Byzanz Bilderstürmer gab – die gab es auch in der Reformationszeit, die gab es auch unter Napoleon – und anderen Atheisten, man denke nur an die kommunistischen Revolutionäre weltweit. Sie unterscheiden sich darin in nichts. Fanatiker sind der Vergleichspunkt, nicht Religion oder Atheismus. Auch hier: Postfaktisches Denken?

Dass alte griechische Tragödien im Laufe der Zeit verschwunden sind – das muss nichts mit Zerstörungswut zu tun haben, sondern einfach damit, dass man diese alten Texte nicht mehr als relevant ansah. Man kann ja auch heutigen Verlagen nicht Zerstörungswut nachsagen, wenn sie nicht mehr Texte aus dem 17. Jahrhundert nachdrucken. Absurd. Ich war noch nie in der vatikanischen Bibliothek – vielleicht sollte er sie einmal besuchen und darin herumstöbern. Vielleicht findet er diese Tragödien. Übrigens: Wem haben wir es zu verdanken, dass viele dieser Tragödien bis heute überliefert worden sind? Wenn ich mich recht erinnere: der fleißigen Arbeit von Mönchen in den Klöstern.

Lokale muslimische gute Taten werden von dem Autor als Beispiel für die allgemeine Verhaltensweise von Muslimen dargelegt, lokale christliche Untaten werden als Beispiel für die allgemeine Verhaltensweise von Christen dargelegt? Das wäre billige Apologie.

Und nun wird es spannend. Ziel des Beitrages ist es zu sagen, dass Abkehr von der Religion erst zur Aufklärung führte. Diese Schlussfolgerung kommt eigentlich nach der Islam-Apologie ziemlich abrupt. Das zeigt uns, dass es nicht um die Apologie des Islam gehen sollte, sondern um die Destruktion christlicher Tradition. Nun, da fangen wir doch gleich mal mit Robespierre an, gehen weiter über Napoleon und über die ganzen Vernünftigen, die die Wissenschaft als Grundlage ihrer Weltanschauung nahmen: Nationalsozialisten und Kommunisten….

Ich bin kein Kirchengeschichtler. Mögen Kirchengeschichtler oder Geschichtswissenschaftler solche Texte unter die Lupe nehmen. Es ist wichtig, damit solche postfaktischen Texte nicht als wissenschaftliche Ergebnisse in den Köpfen der Laien verankert werden. Zudem: Auch Atheisten bzw. Religionskritiker sollten, wenn sie ihre Weltanschauung verbreiten möchten, wissenschaftlich begründeter argumentieren, wenn sie ernst genommen werden wollen.

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Reue und Umerziehung: Fußballspieler, Polen, Meinungsfreie, CDUMänner, Vermieter, Christin + SPD mit AfD liiert

Sonntag, September 25th, 2016

Auch ein Fußballspieler darf nicht alles sagen – er muss bereuen und umerzogen werden. So ist es eben, das ungeschriebene Gesetz des ideologischen Liberalismus: http://www.spiegel.de/sport/fussball/premier-league-andre-gray-wegen-homophober-tweets-gesperrt-a-1113755.html

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Ebenso muss bald sicher ein ganzes Land Reue tun und sich umerziehen lassen: Polen. Es hat ein radikales Abtreibungsgesetz angenommen: http://www.spiegel.de/politik/ausland/polen-sejm-abgeordnete-stimmen-fuer-radikales-abtreibungsverbot-a-1113753.html

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Und natürlich geht es in unserer demokratischen Gesellschaft auch nicht, dass Menschen reden können, was sie wollen. Sie sollen auch bereuen und umerzogen werden, sage ich mal: https://www.steinhoefel.com/2016/09/auf-in-den-kampf-gegen-den-rechtsextremismus-in-der-mitte-der-gesellschaft.html

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Und was sagen wir zu einem Pädagogen, der weiß, dass man nichts Schlechtes über seine ehemaligen Schüler sagen sollte – und es dann doch tut? http://www.focus.de/politik/videos/verachtenswertes-weltbild-ihr-ex-lehrer-spricht-ueber-afd-chefin-warum-ich-frauke-nie-wieder-sehen-will_id_5360200.html

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Die Forderung nach Reue und Umerziehung könnte auch Frank Henkel treffen. Was ist schlimmer als ein alter Mann zu sein, der Frauen als süße Maus bezeichnet? http://www.focus.de/politik/experten/bkelle/gastkommentar-von-birgit-kelle-sexismus-in-berliner-cdu-ein-aufschrei-mit-fadem-beigeschmack_id_5982867.html Wenn das alles stimmt – Zurückhaltung ist eine Zier, die auch Männer ziert, Frauen natürlich auch. Wer nicht weiß, worum es geht: http://www.focus.de/politik/deutschland/abgeordnete-jenna-behrends-berliner-cdu-politikerin-erhebt-sexismus-vorwuerfe-gegen-eigene-partei_id_5979724.html

Und so kommt manches ans Licht – was auch Zeichen für den desolaten Zustand von Teilen der Partei ist: http://www.focus.de/politik/deutschland/peter-tauber-war-der-cdu-generalsekretaer-in-ein-mobbing-komplott-verwickelt_id_5981826.html

Insgesamt ist das alles – unabhängig von den jeweiligen Fällen – eine verständliche Reaktion: Man dachte, man bekäme Macht – und nun bekommt man angesichts der Wahlniederlagen nichts.

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Reue und Umerziehung – auch der Vermieter muss bereuen und umerzogen werden: Sieht er doch tatsächlich nicht ein, für den Betrug eines Mieters gerade zu stehen! Die Frau eines Mieters ist gestorben und er hat die Rente dennoch einkassiert. Und da die Rentenversicherung das Geld vom Mieter nicht zurückholen kann, muss der Vermieter über 8000€ zahlen. http://www.focus.de/immobilien/videos/gericht-hat-entschieden-unglaublich-vermieter-muss-zahlen-weil-der-mieter-zu-viel-rente-kassiert_id_5949524.html Diejenigen, an die das Betrugs-Geld geflossen ist, müssen es zurückzahlen. Das ist Rechtsprechung. Vielleicht hat der Vermieter noch eine Chance, wenn er darauf hinweist, dass der Mieter häufig im Laden XY eingekauft habe, sein Auto in der Werkstadt XY renovieren ließ, dass er die Zeitung XY abonniert hatte und beim Kiosk bzw. Bäckers seines Vertrauens, das Geld zahlte. Denn warum soll nur einer für den Betrug des Mieters aufkommen? Übrigens: Was war das denn für ein Gerichtsurteil – völlig unverständlich.

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Eine TV Moderatorin muss wohl auch bald öffentlich bereuen und sich einer Umerziehung stellen: Sie hat doch tatsächlich ein Kreuzkettchen getragen, das aufgefallen ist. Das ruft – bei diesem im Artikel genannten Atheisten sofort einen Pawlowschen Reflex hervor: http://www.krone.at/welt/moderatorin-erntet-kritik-fuer-kreuz-an-halskette-empoerung-in-italien-story-531175

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Eine SPD Pressesprecherin ist mit einem AfD-Mann verheiratet. http://www.shz.de/lokales/schleswiger-nachrichten/verheiratet-mit-afd-mann-spd-kreisverband-streitet-ueber-pressesprecherin-id14903596.html Das gibt Ärger. So werden in Zukunft alle großen Parteien sicher Ehe-Regeln aufstellen: Wer darf wen aus welcher Partei heiraten – nicht heiraten?

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Staat und Facebook und Google – verzweifelter Staat + Woidke: Rechtsextremismus und Statistik + Wo Christen, da keine Extremisten/Atheisten in Ostdeutschland

Samstag, September 24th, 2016

Der Staat überlässt erst vieles Facebook, was er selbst tun sollte und nun auch Google: Google darf in Schulen um Schüler für sich zu gewinnen – natürlich für einen guten Zweck. Der gute Zweck: Kundenbindung an Google. Noch ein guter Zweck – so denkt es sich zumindest der Staat: Gegen Hass. Es wird Entdemokratisiert, was das Zeug hält. All das zeigt, wie verzweifelt unser Staat ist, dass er sich in die Hände von großen Konzernen legt: http://www.cicero.de/salon/netzinitiative-nichtegal-google-wird-dein-neuer-lehrer

Die richtige Antwort:

Was noch dazu zu sagen ist: Alle Kinder und Jugendliche gehen in die Schule. Warum ist die Schule nicht mehr fähig, Kindern und Jugendlichen deutlich zu machen, dass Hass nicht richtig ist? Was müsste das Bildungsministerium/müssten die Bildungsministerien unternehmen, dass Lehrpläne freier werden, auch diese Themen anzusprechen? Wird den Schulen nicht mehr getraut, so etwas hinzubekommen? Und wo liegt der politische Fehler? Solche Staatsaktionen zeigen mir wirklich, wie sehr der Staat – besser: die Regierung – versagt.

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Woidke sagte laut http://www.rbb-online.de/politik/beitrag/2016/09/woidke-zu-bericht-deutsche-einheit-fremdenhass-osten.html

“Bei der Polizei wird jeder Übergriff, bei dem nicht erwiesen ist, dass er keine rechtsextreme Motivation hat, in die Statistik hineingezählt.”

Was heißt das? Heißt das, dass die Polizei kriminelle Handlungen als Rechtsextremistisch einstuft, auch wenn sie noch nicht als solche nachgewiesen sind? Was sagt das über eine solche Statistik aus? Glaube keiner Statistik, die du nicht usw. usw. usw.

Übrigens: So lange die Regierung und Medien Ostdeutsche Länder von Westdeutschen Ländern trennen, so lange sind wir keine Einheit. Und die Regierung scheint diese Sicht voranzutreiben: http://www.rbb-online.de/politik/beitrag/2016/09/bericht-deutsche-einheit-fremdenhass-osten.html

Sonst trennt man in Statistiken ja auch nicht. So könnte man sagen: In Ostdeutschland sind 20% der Deutschen Christen und in Westdeutschland 70% (ich habe mir die % aus den Fingern gesogen, weil ich keine Statistik dazu gefunden habe). Und dann setze man das mit der Links-Rechts-Ideologisierung unseres Landes zusammen. Wo gibt es die meisten Extremisten? Da, wo es Atheisten gibt.

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Mutter Teresa und heilige Atheisten + Dennis Mukwege

Montag, September 5th, 2016

Ich bin Protestant – also als ein solcher heilig. Ich benötige keine Heiligsprechung wie andere Christen auch nicht. Das sei einmal vorangestellt. Wer das bezweifelt, der mag Paulus lesen.

Wenn die katholische Kirche einen der Ihren heilig sprechen möchte, dann ist das etwas, das die katholische Kirche angeht. Einen Atheisten bestimmen lassen zu wollen, und das ist nun einmal Christopher Hitchens, ist schon kurios: http://www.zeit.de/2016/37/mutter-teresa-heiligsprechung-papst-franziskus-mythos Es ist ja auch nicht meine Aufgabe als protestantischer Christ zu entscheiden, ob Christopher Hitchens nun ein wahrer Atheist war oder nicht.

Und nun hat die katholische Kirche entsprechend auch zu entscheiden, nach welchen Kriterien eine Person heilig ist. Nicht nach protestantischen oder atheistischen Vorgaben.

Und so schaue man einmal in die Vergangenheit, wer da alles heilig ist. Heilig sein heißt nicht: Vollkommen sein. Heilig sein heißt, sein Leben oder einen entscheidenden Lebensabschnitt im Dienst Gottes gelebt zu haben – und das in einer ganz besonders sozialen und erstaunlichen Weise. Das sage ich einmal so knapp. Und Mutter Teresa hat ihr Leben besonders sozial und in erstaunlicher Weise gelebt.

Die Aussage: Wissenschaftler zweifeln am Mythos der barmherzigen Ordensschwester… Am Mythos mögen sie zweifeln – das tut man nicht erst seit heute und all diese Zweifel dürften der Kurie bekannt sein. Und dass Wissenschaftler über eine Heiligsprechung entscheiden sollen, ist auch gelinde gesagt: witzig.

Nun spielen auf einmal eine ganze Menge advocatus diaboli. Aber das ist auch gut, dass sie als Anwälte des Teufels auftreten. Wenn sie als Unheilige versuchen, den heiligen Menschen wenigstens gerecht zu beurteilen, dann ist das doch schon was.

Ich meine, dass auch ein wenig Neid aus der Kritik an der katholischen Kirche spricht: Haben Atheisten so großartige Personen? Sicher, ich habe im Blog auch schon manche unter Vorbilder bzw. Biographisches genannt – aber eben leider keine Heiligsprechung. Ob Hitchens einmal atheistischer Heiliger – Heilig ist zu sehr religiös konnotiert: besser: Most Bright – genannt werden darf, weil er sagte, wenn er in seinen letzten Lebensstunden Christ werden solle, solle man ihn nicht ernst nehmen. Das ist doch heroisch, heroischer geht es als Atheist nicht. Oder ist das Mythos.

Übrigens, um Missverständnisse vorzubeugen: Der Artikel von Julius Müller-Meiningen ist gut!

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Ich möchte an dieser Stelle wieder an Dennis Mukwege erinnern, dem bewundernswerten Arzt im Kongo: http://www.emma.de/artikel/kongo-arzt-der-hoelle-264684

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Zitate von Marx und Sepp Maier + Kampf gegen Kreuze

Dienstag, August 30th, 2016

Ach, ja, der alte Marx: http://www.focus.de/wissen/mensch/philosophie/karl-marx-zitate-und-sprueche_id_5864229.html

Angesichts dieser Zitate kann man überlegen:

  • Wer Marx nicht kennt – interpretiert ihn heute “anders”.
  • Wer die bald 200 Jährige Diskussion nicht kennt – versteht Marx immer noch hausbacken.

Um nicht missverstanden zu werden: Das geht immer so – mit Zitaten und Interpretationen. Aber hier wurde es mir sehr deutlich: Seit Karl Marx wurden seine Worte geschichtswirksam: Kommunismus weltweit bis hin zur Sowjetunion und Maoismus in China, die Gulags und die Widerstandsgruppen weltweit, bis hin zur Farq, die jetzt hoffentlich endlich die Waffen niederlegt, Veränderungen in Wissenschaft (Atheismus-Materialismus)… Die Widerlegungen der Geschichtskonstruktionen von Marx, sein Materialismus, die Widerlegung seiner Religionskritik… – alles war seitdem. Wer keine Ahnung hat, kann immer noch munter und naiv diese Sprüche als Echo wiedergeben.

Nach diesen ernsten Worten eine kleine Pause: Welt bewegende Sprüche von Sepp Maier: http://www.seniorbook.de/themen/kategorie/sport-und-freizeit/artikel/49371/legendaer-die-besten-sprueche-des-bayerischen-originals-sepp-maier

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Schon wieder hat ein Zerstörer von Gipfelkreuzen ein Kreuz zerstört: http://www.merkur.de/lokales/bad-toelz/lenggries-ort28977/mann-axt-gipfelkreuz-schafreiter-umgehackt-6698450.html Mit der Psyche solcher Menschen darf man sicher nicht leichtfertig umgehen.

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