Archive for the ‘Atheismus’ Category

Schuld der Christen – Schuld von Nichtchristen

Dienstag, März 14th, 2017

Angesichts der Schuld, die Menschen in der Vergangenheit auf sich geladen haben, können Christen nur für die Schuld der Christen sprechen. Haben sie das Recht, die Schuld von Nichtchristen – also, was Europa betrifft – derer, die sich von Gott abgewendet haben, mit auf sich zu nehmen? Dürfen Christen Nichtchristen auch in Hinblick auf Schuld vereinnahmen? Dürfen sie in ihr Schuldbewusstsein Menschen hineinziehen, die aus atheistisch/säkularen Gründen das religiöse „Konzept“ von Schuld ablehnen?

Wir können allerdings die Schuld aufgreifen, die damit verbunden ist, dass wir als Menschen so furchtbar versagen.

Christen können bekennen, dass sie nicht in der Lage waren, Menschen von Schuld abzuhalten, sei es durch Bildung, Erziehung.

Aber man muss auch beachten, dass wir die Möglichkeiten von uns Menschen, andere durch Bildung und Erziehung menschlicher machen zu können, nicht überbewerten. Wir sind alle nur sehr begrenzt in der Lage, auf andere einzuwirken. Zu meinen, dass Christen für die Schuld der Welt verantwortlich sind, auch für die Schuld der Menschen in ihrer Kultur, ist Arroganz, Überheblichkeit. So mächtig sind wir als Christen nicht, dass wir die Menschen in ihren vielfältigen Fazetten beherrschen könnten – und auch wollten. Entweder wir gehen davon aus, dass der einzelne Mensch für sein Versagen verantwortlich ist – oder die Kirchen sind für alles verantwortlich. Wenn das Letztgenannte richtig wäre, dann hätte das massive Konsequenzen: Kirchen müssen Menschen die Freiheit nehmen, selbständig und verantwortlich handeln zu können. Abgesehen davon, dass das nicht geht, ist dieser Ansatz: Kirchen sind an allem Schuld absurd.

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Freilich kann man fragen: Welche Strukturen tragen dazu bei, dass sich Menschen von den Kirchen und der Moral abwenden. Womit wir allerdings nicht nur in der Frage nach der Verantwortlichkeit der Vergangenheit wären, sondern auch der Gegenwart. Und der Mensch der Gegenwart wird es sich wie der Mensch der Vergangenheit verbitten, von der Kirche vorgeschrieben zu bekommen, wie man sich richtig verhalten solle.

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Überheblichkeit der Kirche zeigt sich auch darin, wenn sie meint, für alles und jeden verantwortlich zu sein und auch für alle stellvertretend die Schuld bekennen zu müssen. Was ist, wenn einer das nicht will? Wenn er seine Schuld selbst tragen will? Wenn er nicht einsieht, dass er schuldig geworden ist? Alle dem eigenen Schuldbewusstsein einordnen zu wollen, ist, wie gesagt, überheblich und wird dem Menschen in seiner Vielfalt nicht gerecht.

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Spannend finde ich, dass man brüsk ablehnt, dass Jesus Christus für meine Sünden gestorben ist, da ich selbst verantwortlich für mein Leben bin – dass aber gleichzeitig Menschen die Kirchen für alles verantwortlich machen, was in der Vergangenheit geschah. Damit befreien sie die Menschen von Verantwortung, schieben aber den Kirchen die Schuld zu. Die Menschen sind selbst verantwortlich. Was allerdings nicht die Frage verdrängen darf. Wo wurden Christen schuldig.

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Gegenwärtige gesellschaftliche Fehlentwicklungen müssen Menschen genauso verantwortlich tragen wie es in der Vergangenheit geschehen ist. Man kann rückblickend nicht sagen: Das Gute haben Menschen erreicht und das Böse ist Folge der Kirche. Eine solche Sicht ist undifferenziert und kurzsichtig.

Homöopathie und Krankenkassen + Kranke Homöos und Homöas + Feminismus + Humanismus/Atheismus

Mittwoch, März 8th, 2017

Über die fragliche Wirksamkeit der Homöopathie und die Finanzierung dieser durch Krankenkassen. http://www.spiegel.de/gesundheit/diagnose/homoeopathie-warum-zahlt-die-krankenkasse-a-1137637.html

Ich hatte immer gedacht, das wäre billiger, weil dadurch der Placebo-Effekt zur Wirkung kommt. Aber wie es wohl aussieht, betrifft das nur die kleinen Wehwehchen. Was die Krankheiten betrifft, kurieren Homöos und Homöas dann viel länger daran herum und sind entsprechend länger krank geschrieben. Ich hatte also nicht mit den Homöos und Homöas gerechnet, die wirklich auch bei schwereren Krankheiten darauf bestehen: Chemie kommt mir nicht in den Magen.

Und da stellt sich dann wirtschaftlich schon die Frage: Arbeiten diejenigen, die sich brav und gesundheitsbewusst an die gängigen Tabletten halten nicht für all diejenigen mit, die, sagen wir, aufgrund des seelischen guten Gewissens ihrem Körper viel zumuten?

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Ja, das Wort Feminismus sollte man nicht abschaffen wollen: http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/feminismus-ein-blumenstrauss-voller-einwaende-kolumne-a-1137612.html

Ihn durch Humanismus zu ersetzen halte ich schon deswegen für schwer durchzusetzen, weil sich zum Teil Atheisten der Moderne dieses Wort usurpiert haben. Es geht schon lange nicht mehr um den Humanismus alter Zeit, in der auch große Menschen (Herder) einzuordnen sind. Die folgenden Gruppen haben zum Teil unterschiedliche Stoßrichtungen – kurz gesagt: Wie es christliche Konfessionen gibt, so gibt es auch atheistische Konfessionen:

Humanistische Union: https://de.wikipedia.org/wiki/Humanistische_Union

Humanistischer Verband: http://www.humanismus.de/

Die Giordano Bruno Stiftung übernimmt ihn für seine Angebote des evolutionären Humanismus und sieht sich als Denkfabrik für Humanismus und Aufklärung: https://www.giordano-bruno-stiftung.de/

Spontan will ich noch den Deutschen Freidenker-Verband nennen – der allerdings das Wort „Humanismus“ nicht so sehr hervorhebt: http://www.freidenker.org/cms/dfv/index.php

wie auch die Atheist Alliance International: https://www.ibka.org/artikel/ag02/futrell.html

Sind eigentlich kommunistische Parteien (z.B. DKP) auch wesentlich atheistisch eingestellt?

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Scientology + Du bist nicht Gott, Mensch!

Mittwoch, März 8th, 2017

Gegen Scientology – eine Aussteigerin: http://www.chip.de/news/Tom-Cruise-koennte-Scientology-ein-Ende-setzen-TV-Star-macht-schockierende-Aussage_109388086.html

Aber warum schmückt Focus online diese Nachricht mit einem Bild, das aussieht, als würde ein Christ über der Bibel beten?

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Du, Mensch, bist nicht Gott. Darum verhalte dich auch nicht so. Das muss der Ruf eines Christen gegen Menschen sein, die sich überheben. Gegen alle Menschen, die sich überheben. Denn es liegt ja auch nahe, dass sich Menschen überheben und Gott spielen, weil sie nicht davon ausgehen, dass es einen Gott gibt. Gibt es keinen Gott – mache ich mich als Mensch zum Gott. Gibt es einen Gott – und spiele mich als Christ zu Gott auf – dann kann ich gewiss sein, dass Gott mich ganz klein macht. Denn ich muss mich vor ihm (und den Menschen) verantworten. Aber wie ist es für Menschen, die keinen Gott glauben? Die Frage kam mir angesichts dieser Lektüre: https://www.tichyseinblick.de/kolumnen/dushan-wegner-metaethics/du-bist-nicht-gott-von-der-missverstandenen-religion/

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Hate-Speech gegen Erdogan + Fake News und Kirche

Mittwoch, März 8th, 2017

Ich wurde schon vor Jahren massiv angegangen, weil ich in meinem Blog Erdogan kritisiert hatte – lange bevor die Medien aufgrund des schlimmen Vorgehens der türkischen Regierung auf dem Taksim(?)-Platz von allen möglichen Medien angegangen wurde. Ich habe die Regierung Erdogan und seine Vorhaben immer äußerst kritisch begleitet.

Nun muss ich jedoch Erdogan verteidigen, denn das ist kein Stil politischer Auseinandersetzung. Ich sehe natürlich auch, dass Erdogan massivst gegen Menschenrechte agiert und agitiert. Ich nehme mit Erschrecken wahr, wie schnell aus einem Staat, der Demokratie einübt,  ein diktatorisch-faschistoider Staat werden kann.

Aber ich finde, es gehört sich nicht, Erdogan als Schwein darzustellen, der in der Erde herumwühlt – zu Füßen der Kanzlerin – ich setze keinen Link. Wer es haben will – ich habe einen Screenshot gemacht.

Die Politik muss energisch reagieren – darf nicht kuschen – aber was nicht geht: Wir müssen wirklich aufpassen, dass wir nicht Teil von Menschen werden, die die Gesellschaft aufputschen, was das Zeug hält. Die Spirale des sich gegenseitig Aufputschens muss unterbrochen werden. Wir sind in der Position der Stärke. Wir können als EU die Türkei voll auflaufen lassen. Und man muss auch gegen Erdogan agieren – aber klug, sachlich, nachhaltig. Alles andere ist von Übel und trennt die Völker, die zusammen gehören. Die Türken, die in der Türkei leben, werden durch solche Ausfälle gezwungen, sich hinter Erdogan zu stellen. Das ist übel. Deeskalation muss auch in unseren Medien geschehen. Hat Maas schon Facebook aufgefordert, solche Erdogan Hates zu entfernen? Hat er die AAS damit beauftragt, sich gegen diese Aufschaukelung der Hass-Spirale einzugreifen? Hat Schwesig schon Gelder bereit gestellt, um gegen den Hass, der zwischen Völker gesät wird, anzugehen?

Das ist keine Politik. Das ist unterste Schublade politischer Agitation. Extremisten verschiedener Seiten schenken sich nichts.

Vernunft, einsetzen, Leute, Vernunft! Ich sage das, auch wenn mich jetzt einer Erdogan-Freund oder sonstwie nennen sollte. Das zeigt nur, wes Geistes Kind dieser Mensch ist.

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Woelki wendet sich gegen Fake News. Er hat recht. Die Frage ist: Warum erst jetzt? Wie dem auch sei: Jeder vernünftige Mensch muss sich gegen Fake News aussprechen – von welcher Seite auch immer. Gleichzeitig wissen wir, dass es immer Fake News geben wird, weil es sie immer gab – vor allem, weil nicht immer so leicht zu trennen ist zwischen bewusster Falschmeldung und verkürzter/unverstandener Darstellung…. https://www.domradio.de/themen/bischofskonferenz/2017-03-07/kardinal-woelki-warnt-vor-fake-news

Allerdings jetzt die Kirche als Organisation anzugreifen, die in der Bibel massenhaft Fake News weiterverbreiten soll und sich darum aus dem politischen Diskurs raushalten soll, halte ich für unangemessen. Auch wenn ich mir vorstellen kann, dass es atheistische Freunde gibt, die meinen, dass keine Fake News so schlimm sind wie die von der Kirche, keine trumpschen, putinschen, afdschen… – weil sie Eintagsfliegen sind und die Kirchen mitsamt der Religionen das Schlimmste, was die Erde je gesehen hat – muss ich doch sagen: Gemach, gemach. Auch wenn Atheisten den Inhalt der Stories nicht glauben sollten – aber es sind aus deren Perspektive doch sicher zumindest manche wunderschöne Fake News darunter. Nachahmenswert schön. 😉

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Kopp-Verlag und Hugendubel – der demokratische Weg statt Gesinnungskrieger + Junge Freiheit wehrt sich + Unangemessen: Kreuz als Protest – Dracula

Dienstag, März 7th, 2017

Es ist richtig, dass Hugendubel sich nicht von Gesinnungskriegern kleinkriegen ließ und Bücher vom Kopp-Verlag im Programm lässt. Ich für meinen Teil halte viele Bücher aus dem Kopp-Verlag für äußerst kurios, ich halte auch Bücher aus anderen Verlagen für nicht haltbar. Aber ich wäre nie auf den Gedanken gekommen, irgendeinem Verlag oder irgendeiner Buchhandlung vorschreiben zu wollen, was sie für Bücher verlegen oder drucken. Gerade auch aus christlicher Sicht gibt es so viele Bücher, die die Menschen verdummen, sie auf den falschen religiösen und ethischen Weg führen, … – aber es gehört zu unserem demokratischen System, all das ertragen zu müssen und demokratisch das Seine dazu beizutragen, dass keiner Lust hat, sie zu kaufen. Das aber eben nicht mit Hilfe juristischen Zwangs oder indem man diese wirtschaftlichem Druck aussetzt, sondern durch – nicht nur Linke mögen das Wort doch so gerne! -: Meinungsbildung. Manche – vor allem Kleingeister – mögen das als zu langwierig oder schwierig ansehen – aber das ist für Demokraten der einzige Weg! http://info.kopp-verlag.de/hintergruende/deutschland/gerhard-wisnewski/hugendubel-zeigt-haltung-buecher-von-kopp-bleiben-im-programm.html

Es sind nicht nur Kleingeister: Ich vergesse immer die Profilierungssucht mancher, die bei ihren Gesinnungsgenossen durch Aktionen gegen politische Gegner im Kurs steigen möchten.

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Die Junge Freiheit wehrt sich gegen einen Leser – sicher nicht Leser aus Freude an der politischen Richtung der Jungen Freiheit – der ihr dies und jenes politisch ankreidet, unter anderem auch, dass sie im Zusammenhang eines Verbrechens die Herkunft eines Täters nannte. https://jungefreiheit.de/kultur/medien/2017/der-kampf-des-herrn-r-gegen-die-nennung-der-taeterherkunft/

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Es ist aus meiner Sicht unangemessen, das Kreuz in politischen Auseinandersetzungen zu verwenden: https://einprozent.de/erfurt-holzkreuz-vor-ahmadiyya-gelaende-aufgestellt/ Es ist für Christen das Zeichen der Liebe Gottes zu Menschen, Zeichen der Vergebung, Zeichen der engen Verbundenheit mit dem Herrn Jesus Christus, der Liebe zu Jesus Christus… Ja, es ist Zeichen der Freiheit der Christen, Freiheit von Gesetz, Freiheit von Sünde, Freiheit vom Tod, Freiheit zu lieben – aber in der Auseinandersetzung um diese Ahmadiyya-Moschee – geht es in ihr – jetzt, ganz konkret – um Freiheit?

Christen haben freilich keine Oberhoheit über die Verwendung ihres Symbols. Von daher kann es von allen möglichen Menschen gebraucht werden – eben auch, um Aufmerksamkeit zu erregen.

Aber Christen sollten sagen: Das geht nicht. Das ist Missbrauch des Symbols, das uns heilig geworden ist. Es in politischen Auseinandersetzungen zu verwenden, profanisiert es, degradiert es. Christen sollten überlegen: Das Kreuz ist zu wertvoll, um es in politischen Auseinandersetzungen – in denen es nicht um Christenbedrohung geht – zwischen den Fronten zerreiben zu lassen. Wir stellen und hängen es auf, wir tragen es – wenn wir es für richtig halten – mutig und lassen es uns nicht vorschreiben, wann jemand was dagegen hat oder nicht – aber wir benutzen es nicht, wenn wir damit einfach in politische Diskussionen eingreifen wollen, die mit unserem Glauben nichts zu tun haben.

Zudem: Ich halte den Islam für unsere vom christlichen Glauben geprägte Kultur als kleinere Herausforderung. Die größere Herausforderung sind Atheisten (vor allem die frommen Atheisten) und die gedankenlosen Säkularen. Muslime verändern im Augenblick eher am Rand – sie bekommen Zulauf durch Heiratswillige, durch Geburten, durch Zuwanderung. Weniger durch Attraktivität der Religion. Atheisten und Säkulare durchdringen die Gesellschaft massiver. Aber: Wir müssen um unsere christliche Kultur keine Angst haben: Wir sollen als Christen in der Kultur, in der wir leben, fröhlich und friedlich unseren Glauben in der Nachfolge Jesu Christi leben. Und so unsere Kultur in unserem Sinne prägen. Das finde ich übrigens so schön an den Kirchen in den östlichen Bundesstaaten, wie liebevoll die Gemeinden diese herrichten.

Das genannte Vorgehen erinnert mich ein wenig an Dracula: Kreuz als magische Abwehr einer blutsaugenden dämonischen Nachtgestalt.

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Gefährder: Islam und Atheismus/Säkularismus + Islamismus in Deutschland

Sonntag, Februar 12th, 2017

Ich weiß nicht, ob der Islam die Gefährdung darstellt – oder nicht in stärkerem Maße der Atheismus? Denn es ist der Atheismus/Säkularismus, der den Weg für den Islam – oder für andere Religionen (Patchwork-Religionen) freimacht. https://philosophia-perennis.com/2017/02/11/islam-appeasement-von-papst/

Der christliche Glaube wird durch Einseitigkeiten und eine Fülle an Fake News schlecht geredet – wobei nicht verschwiegen werden darf, dass Christen viel dazu beitragen – Menschen wenden sich ab. Gleichzeitig fehlt vielen Menschen aber der Rahmen, in dem sie ihr Leben sinnvoll leben können, es fehlen Maßstäbe, weil die christlichen Maßstäbe, der christliche Rahmen madig gemacht wurde. Und diese irrenden Menschen suchen dann ihren Rahmen/Maßstäbe in Religionen wie den Islam, der ganz gesetzlich ist – und in Einzel-Gurus, -Meistern usw., die ihnen sagen, was sie tun sollen. Der Atheismus ist nur in der Lage, Menschen von guten Traditionen zu lösen, die Letztbegründungen in Frage zu stellen – ist aber nicht in der Lage, den Menschen Adäquates zu bieten (außer eben Ideologien bzw. säkularen Religionsersatz: Kommunismus, Nationalsozialismus, Liberalismus, Kapitalismus, Karriere…)  – und so wenden sie sich Religionen bzw. Pseudo-Religionen zu – oder fühlen sich in ihrem Nihilismus furchtbar einsam.

Wir Christen können viel von ernsthaften Atheisten lernen, wir können auch viel von Muslimen lernen und auch von Esoterikern – aber nur insofern sie uns wieder unsere eigenen Wurzeln erkennen lassen.

Von Muslimen lernen wir, dass die christliche Freiheit äußerst wertvoll ist – aber die Freiheit in dem Rahmen, den Gott bietet, den Maßstäben, die Gott vorgibt, leben müssen. Vor lauter Predigt der Liebe Gottes, die Rechte, die er uns schenkt, die Würde, die er uns gibt, vergessen wir die Pflichten, die er uns auferlegt.

Was lernen wir von Esoterikern? Während wir in der Kirche vielfach den christlichen Glauben rational darlegten, haben Esoteriker die Emotion betont. Und damit vieles unserer Traditionen aufgenommen: Ich sage nur: Mystik, Engel, Glaube als Pflege der Beziehung mit Gott…

Was lernen wir von Atheisten? Ihre Vorwürfe führen dazu, dass wir unseren Glauben immer intensiver rational durchdringen – und durch Erkennen zeitbedingter Irrwege auf die Basis zurückgeführt werden.

Selbst von Ideologen lernen wir: Sie stehen für ihre menschengemachten Irrwege unverdrossen ein und wir Christen passen uns an und suchen Konfrontationen zu vermeiden. Christen dürfen keine Ideologen werden – aber mehr Mut stünde ihnen gut an.

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Es ist gut, dass Sineb El Masrar auffordert, auch auf den nicht militanten Islamismus in unserem Land zu achten. Genannt wird die islamische Gemeinschaft in Deutschland (IGD – Muslimbruderschaft) die auch den Zentralrat der Muslime mitgegründet hat. Es wird Milli Görüs (IGMG) genannt. Sie fordert, was ich im Blog immer fordere:

Die Autorin bezeichnet es als einen Skandal und gleichzeitig mache es sie traurig, dass „Kirchen, Ministerien und Medien […] allen Ernstes [glauben], gegen Rassismus und Islamfeindlichkeit vorzugehen, wenn sie reaktionäre Kräfte hofieren und ihnen unkritisch eine Plattform bieten“. Auch sieht sie die Verbände in der Pflicht, „die islamistischen Strömungen und Akteure“ zu benennen. Sich nur vom Islamischen Staat zu distanzieren, sei „eine billige Aktion“. El Masrar empfindet dies als „Selbstbetrug wider Willen“ und bedauere „zutiefst diese Zaghaftigkeit, die aus der großen Idee der Toleranz eine Wischi-Waschi-Veranstaltung gemacht hat“.

https://www.pro-medienmagazin.de/gesellschaft/gesellschaft/2017/02/11/mitnichten-tritt-islamismus-nur-militant-auf/

Allerdings meint sie auch: Islam bedeutet Frieden. Auch wenn das nicht stimmt, so ist es doch gut für unsere Gesellschaft, wenn immer mehr Muslime diese Interpretation zum Maßstab ihrer Religion nehmen.

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Politische Religionen + Virtuosenreligion

Dienstag, Februar 7th, 2017

Hier wird von einer Antifa-Seite das Thema politische Religion dargestellt. Interessant finde ich am Schluss folgende Kritik an Voegelin https://www.antifainfoblatt.de/artikel/faschismus-als-%C2%BBpolitische-religion%C2%AB :

Die vermeintliche Stärke des Essays von Voegelin ist es, dass er die politischen Religionen, die Massenbewegungen mit ihrem Angebot an Sinnstiftung und Hierachie(n)legitimierung nicht moralisch verurteilt. Der Gewinn der Lektüre liegt so vielmehr darin, Vergleichbarkeit von religiösen und aufgeklärten politischen Motivationen und Ideen durch Begriffserklärung herzustellen. Es ist aber ein Unterschied, wofür und wozu Menschen angeleitet werden sollen. Deshalb ist das antiautoritäre Hinterfragen des eigenen Standpunktes und der eigenen Motivation immer wieder von Nöten. Dass autoritäre Staatsformen, dogmatische Ideologien und die daraus entstehenden Bewegungen religiösen Charakter besitzen, ist eine banale Erkenntnis, die in der Auseinandersetzung mit Faschismus ihren Zweck erfüllt und deshalb diese Betrachtung sinnvoll macht. Jedoch genauso banal wie notwendig ist die Feststellung, dass es sich unbedingt verbietet, hieraus eine Gemeinsamkeit oder Spiegelbildlichkeit von Faschismus bzw. NS und kommunistischen Ideen oder Realitäten abzuleiten – historisch wie theoretisch.

Wird der letzte Satz begründet? Nein.

Was sagen andere zu dem Thema?

Was ist eine politische Religion? http://www.hsozkult.de/conferencereport/id/tagungsberichte-355

Im Gegenzug dazu meine der Terminus ‚politische Religion‘ die Sakralisierung einer bestimmten Ideologie und einer damit einhergehenden, vereinnahmenden politischen Bewegung, die keine Koexistenz mit anderen Ideologien bzw. politischen Bewegungen dulde. ‚Politische Religionen‘, so Gentile, „heiligten“ die Gewalt als legitimes Mittel im Kampf gegen Feinde des eigenen Glaubens respektive als Instrument der Erneuerung. Sie negierten die Autonomie des Individuums und schrieben obligatorisch den politischen Kult und die Einhaltung ihrer Gebote vor. Des Weiteren nähmen sie gegenüber den traditionellen Religionen eine konfrontative, wenn nicht feindliche Haltung ein, mit dem Ziel, diese entweder zu eliminieren oder sie in das jeweils eigene System zu inkorporieren, wo ihnen schließlich eine untergeordnete Hilfsfunktion zukäme.

In diesem interessanten Überblick erfahren wir, dass der Begriff „politische Religion“ als Bezeichnung des Nationalsozialimus durch Mommsen abgelehnt wird, dass Lübbe meint, man solle statt von Politische Religion von Antireligion sprechen, da die totalitären Regime Religionen ablehnen würden. Riegel sieht:

In der Virtuosenreligion komme den Intellektuellen ein messianischer Sendungsauftrag zu, der sie als Stellvertreter noch unmündiger Menschenmassen auftreten lasse. Riegel machte deutlich, dass die marxistisch-leninistischen „Glaubensströmungen“ als innerweltliche Erlösungsreligionen anzusehen seien und ordnete auch die leninistische Disziplinmaschine in diese Deutung ein.

Dass man nicht nur 2003 so dachte, sondern auch 2016 den Kommunismus mit einbezog: http://www.tagesspiegel.de/wissen/deutscher-historikertag-politische-religionen/14601100.html

Wie begründet nun das AntifaBlatt seine Sicht? – Ideologisch?

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Kurt Flasch: Kein Christ + Malteser Orden

Donnerstag, Januar 26th, 2017

Warum ich kein Christ bin, lautet der Titel des Buches von Kurt Flasch. Hier finden wir eine Rezension aus christlicher Perspektive: http://bibelkreis-muenchen.de/?cat=6 Fazit: Der Titel müsste in Anlehnung an den Atheisten Thomas Nagel lauten: Warum ich kein Christ sein will.

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Auseinandersetzungen im Malteserorden: http://kath.net/news/57992 und: http://www.kath.net/news/58284 Mir wird allerdings nicht ganz klar, auf wessen Seite sich der Papst nun geschlagen hat.

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Martin Niemöller + Atheisten auf dem Kirchentag

Samstag, Januar 14th, 2017

In der Frankfurter Katharienenkirche wird es ein Festakt anlässlich des 125. Geburtstages von Martin Niemöller geben: http://www.ekhn.de/aktuell/detailmagazin/news/erschreckend-aktuelles-denken-kirchenpraesident-jung-wuerdigt-niemoeller.html

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Die Auseinandersetzung mit dem Atheismus muss geführt werden. Von daher halte ich es für gut, Atheisten in den Kirchentag einzubinden. Voraussetzung allerdings: Man hält an dem eigenen Bekenntnis fest und kuscht nicht vor lauter Ehrfurcht vor dem säkularen Zeitgeist. Atheismus/Säkularismus sind jeweils nur eine Strömung in unserer Gesellschaft unter vielen – die die Kirche ernst nehmen und darum sich mit ihnen auseinandersetzen muss (von daher ist Atheismus in mein Blog ein gern gesehenes Thema). Immer in der Gewissheit: Wir sind aus unserem Glauben heraus so selbstbewusst, dass wir auch diese Diskussion nicht scheuen. Christen haben – gerade weil sie ihren Glauben ernst nehmen – viel von Atheisten lernen können. Denn sie zwingen uns Christen, unseren Glauben kommunikativ aus anderen Perspektiven heraus zu artikulieren: http://www.pro-medienmagazin.de/gesellschaft/kirche/2017/01/13/humanisten-gestalten-kirchentag-mit/

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Politische Mantras + Berliner Chaoten + Antimuslimische Extremisten – Solidarität mit Muslimen + Kulturloses Ekelpaket + Linksextremisten + NS-Spruch

Donnerstag, Januar 5th, 2017

In dem folgenden Beitrag geht es darum, dass hin und wieder politische Mantras einen Knacks bekommen. Immer wieder wird der Bevölkerung gesagt: Die prekäre Sicherheitslage hat nichts mit den Flüchtlingen zu tun… Das glaubt nur kaum einer mehr – aber dennoch wird es gesagt. Manche, die der Regierung und ihren Medien sehr viel zutrauen, wiederholen es mehr oder weniger heftig und aggressiv. Und dann kommt es doch vor, dass ein Politiker einmal übersieht, dass es das Mantra gibt und lässt die Katze aus dem Sack. So ging es dieses mal Gerda Hasselfeld: http://cicero.de/berliner-republik/deutschland-und-der-islamistische-terror-verhallende-mantras

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Was zwei Intensiv-Täter in Berlin machten… – mit einem Auto, das im Oktober gestohlen worden war, mit Schildern, die 2015 von einem Auto gestohlen worden waren, unter dem Blick von Zeugen – die sich dann irgendwann einmal gemüßigt zeigten, die Feuerwehr zu rufen, erfahren wir hier: http://www.bz-berlin.de/berlin/neukoelln/zwei-der-neukoellner-boeller-chaoten-sind-intensivstraftaeter

Und was passierte mit diesen Intensivtätern? Klaro – wer hätte es anders gedacht!?: der Richter ließ sie auf freien Fuß. Natürlich wird noch weiter ermittelt. http://www.bild.de/regional/berlin/sachbeschaedigung/tatverdaechtige-boeller-chaoten-auf-freiem-fuss-49576090.bild.html

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Diejenigen, die Nafris genannt werden, haben versucht, den Deutschen Staat anzutanzen – so CDU Innenpolitiker Schuster: http://www.focus.de/politik/deutschland/gruppen-von-jungen-nordafrikanern-cdu-politiker-zu-silvesternacht-2016-haben-versucht-deutschen-staat-anzutanzen_id_6444222.html Das ist eine gute Formulierung. Aber ob sie Richtern, Medien, anderen Politikern… die Augen öffnen wird? Es laufen noch die Untersuchungen über die gelenkten Gruppen und ihren Lenkern und Mitläufern: http://www.focus.de/politik/deutschland/silvesternacht-2017-polizei-und-politik-raetseln-ueber-motive-der-nordafrikaner-in-koeln_id_6442593.html (Zu den Nafris s. nächster Blog: Kolping und Nafris)

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Auch verbal Gewalttätigen darf man keinen Raum geben. Das gilt für alle Extremisten – auch antimuslimischen. Es gibt sie natürlich, wie es alle mögliche Arten von Extremisten gibt – aber man darf ihnen keine Plattform bieten, auf denen sie werben und sich gewalttätig ergießen können. Wo gewalttätige Worte fallen können sie in Gewalttätern ihre giftige Frucht bringen. Zudem tragen sie dazu bei, dass bestimmte Seiten keine Chance haben, als gesellschaftspolitischer Diskussionspartner akzeptiert zu werden. An den Formulierungen wird auch deutlich, dass das nationalsozialistische/ideologisch Rechtsextremistische – somit auch das antichristliche – aufgegriffen wird. Somit das Antihumane. Christen stellen sich immer auf die Seite der Angegriffenen – auch auf die Seite der Muslime, wenn sie angegriffen werden. Das ist so eine Art Pawlowscher Reflex von Christen. Solche Angriffe führen zur Solidarisierung. Und das ist auch gut so: https://www.kirche-und-leben.de/artikel/bischof-felix-genn-wegen-predigt-zum-islam-diffamiert-und-bedroht/

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Und auch das gehört sich schlicht und ergreifend für Menschen unserer Kultur nicht: http://www.focus.de/politik/videos/vorsitzender-des-zentralrats-der-muslime-mazyek-beklagt-mehr-feindseligkeit-gegen-muslime_id_6443629.html Spucken ist normalerweise ja nicht mehr so in bei uns – von daher müsste man die Hintergründe der Spuckenden kennen (Herkunft…) – aber wer als Deutscher andere Leute anspuckt, weil er ein Ekelpaket ist, verrät unsere Kultur, Christen verraten Christus.

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Dass Linksextremisten nicht vor Gewalttaten zurückschrecken – weiß man, manche wollen es nur nicht wahrhaben. Belege: https://linksunten.indymedia.org/de/node/200242 (Stürzenberger)

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Er machte ein „Like“ zu dem Spruch: Meine Ehre heißt Treue – und muss nun 2000€ Strafe zahlen. Warum? Es ist ein SS Spruch – und der Liker hatte es nicht gewusst und auf seine Familie bezogen. Er wurde von irgendjemanden angezeigt: http://www.focus.de/regional/duesseldorf/duesseldorf-nazi-spruch-tuersteher-muss-wegen-like-bei-facebook-2000-euro-strafe-zahlen_id_6445411.html

Zu dem Spruch: https://de.wikipedia.org/wiki/Meine_Ehre_hei%C3%9Ft_Treue Interessant an diesem Artikel finde ich nun wieder, dass dort steht: Goebbels konnte „dem SA Mob entkommen“, während wenige SS-Leute die SA aufhielten. Hier wird die SA als Mob bezeichnet – die SS (eher heldenhaft) nicht. An meinem Hinweis erkennt man: Wie diffizil die Sprache in dieser Angelegenheit ist, dass sogar Wikipedia entgleisen kann, wenn man übertrieben penibel liest. Und dieser arme Mann, der von Tuten und Blasen keine Ahnung hat, muss 2000€ zahlen. Klar. ist gesetzlich verboten. Aber vielleicht sollte man die Bevölkerung darüber aufklären, dass der Satz verboten ist? Nein, lieber nicht, weil dann der Satz wieder hoffähig wird, weil ihn viele gut finden, die von Geschichte keine Ahnung haben. Und dann wird er Eingang finden in Poesiealben. Lieber still und leise die Leute verurteilen, weil sie nicht wissen, was sie liken?

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In so einer Kneipe feiern doch nur Menschen, die sich aus dem Umfeld kennen. Oder ist das in Salzgitter-Thiede anders? Von daher wundert mich das hier: http://www.focus.de/regional/videos/neujahrsnacht-in-salzgitter-er-pruegelte-feuerwehrleute-ins-krankenhaus-wer-kennt-den-brutalen-schlaeger_id_6446606.html

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