Archive for the ‘Atheismus’ Category

Christen und Felle

Sonntag, Oktober 19th, 2014

Kurt Flasch meint, dem Christentum seien die Felle davon geschwommen. http://www.pro-medienmagazin.de/kultur/buecher/detailansicht/aktuell/christentum-das-ungerupfte-huhn-89777/

Das, was hier über seine These geschrieben wurde, klingt sehr naiv und ich hoffe, dass Herr Flasch nicht wirklich so naiv ist: “In heutigen Zeiten sei ein Gott als metaphysischer Weltenschöpfer nicht mehr erklärbar, die Wissenschaft stehe dem im Weg. Wer aber nicht an den ursprünglich in der Bibel dargestellten Gott glaube, der könne es auch gleich lassen.” Unsere heutigen Zeiten – was sind wir so schlau! Schlauer als die Menschen jemals waren. Vielleicht auch nicht schlauer, sondern nur auf einem Auge blind? Gott als “metaphysischer” Weltenschöpfer. Was ist Metaphysik? Metaphysik ist die Durchdringung des Glaubens/der Religion mit Hilfe der Philosophie. Im christlichen Glauben geht es nicht um Metaphysik, sondern um Glauben. Und Wissenschaft kann einen Weltenschöpfer nie beweisen oder was auch immer, denn der christliche Glaube sagt, dass Gott keine Schöpfung ist. Gott ist nicht Materie und sonstwas, Gott ist Gott. Er ist als Schöpfer nicht Teil seiner Schöpfung. Und wir Menschen sind auch mit der Wissenschaft eben nur in der Lage, das zu erfassen, was Teil der Schöpfung ist. Dass die Wissenschaft also dem Glauben im Wege steht, ist Propaganda – vor allem gibt es eben auch Wissenschaftler, die hier heftig widersprechen würden. Die Aussage: “Wer aber nicht an den ursprünglich in der Bibel dargestellten Gott glaube, könne es auch gleich sein lassen” – hat eine ganze Menge an Überlegungen und Diskussionen in der Theologie schlichtweg verpasst. In der Bibel finden wir viele Erfahrungen mit Gott wiedergegeben – und das durch Jahrhunderte hindurch.

Man kann niemandem zum Vorwurf machen, dass er nicht glaubt. Wir können auch Atheisten und Agnostikern dankbar sein, dass sie den Finger auf Wunden legen, die erst geheilt werden können, nachdem man sie erkannt hat. Alles ist gut. Nur sollte die Diskussion qualifizierter sein, wenn man sich schon auf sie einlässt. Und so hoffe ich, dass Herr Flasch hier nur naiv wiedergegeben wird – aber selbst doch qualifiziertere Beiträge geleistet hat.

Grundsätzlich: Dass Christen – auch hohe Würdenträger, viele Antworten nicht geben können, weil wir in einer Phase leben, in der das Christentum eher emotional geliebt wird als rational, das ist eine Wunde, auf die heute ein Philosoph zu recht zeigt. Und er ist somit Ansporn, dass Christen ihren Glauben wieder stärker rational durchdringen sollten. Und dass die historisch-kritische Exegese – die ja aus dem Christentum heraus erwachsen ist – den Glauben zertrümmere, das sehe ich nicht mehr so. Sie hat im frühen Überschwang alles hinausgeworfen, was der Verstand nicht mochte. Inzwischen gibt es jedoch viele Ansätze, die den Verstand selbst durchleuchtet und der Vernunft zuordnet, die Symbolsprache reflektiert, die den Mythos durchdringt usw. Auferstehung Jesu gibt es nicht – so hieß es. Heute denkt man tiefer nach bis dahin, dass man aufgrund historischer Ergebnisse fragt: Was bedeutet diese Botschaft? Welche Kraft steckt in ihr? Warum steckt sie in ihr? Vielleicht darum, weil der, dessen Auferstehung bekannt wird, diese Kraft heute noch entfaltet? Und dann liest man auf einmal die neutestamentlichen Texte in ihrem historischen Kontext anders – historisch.

Man sollte vielleicht mit den Amtsträgern ein wenig verständnisvoller umgehen. Nicht nur, dass sie vielleicht auch nicht alles Spitzfindige beantworten können, wie das berühmte Mütterchen, aber aus dem Glauben heraus sehr viel Gutes tut, sondern dass sie auch Adressaten orientiert reden. Wie es im Neuen Testament heißt: Man kann mit Säuglingen nicht wie mit Philosophen reden. Manche Amtsträger haben jedoch nicht verstanden, dass die Menschen inzwischen keine Säuglinge mehr sind, sondern – sagen wir: In der Pubertät: Alles Alte wird vergessen, ist wie ausgelöscht, sich als Mittelpunkt der Welt sehend, meint man, man habe die Weisheit mit Löffeln gefressen, alle anderen seien sowieso veraltet und dumm. Das erfordert einen neuen Umgang. Und das muss man berücksichtigen.

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Gottlose Gemeinde

Sonntag, September 14th, 2014

Die Aussage, dass zum ersten Mal in Deutschland eine gottlose Gemeinde eine gottesdienstähnliche Versammlung feiert, halte ich für übertrieben: http://www.pro-medienmagazin.de/gesellschaft/detailansicht/aktuell/gottlose-gemeinde-jetzt-auch-in-deutschland-89399/

Das machen Freireligiöse ja schon seit Mitte des 19. Jahrhunderts. Statt Bibeltext – Goethe, statt Himmelfahrt – Frühlingsfest, statt Konfirmation – Jugendweihe… – es gibt nichts Neues unter der atheistischen Sonne, auch atheistischer Gottesdienstabklatsch ist nichts Neues. Man benötigt eben Kirchen als Vorbilder. Auch Atheisten.

Wer weitere Informationen möchte: http://de.wikipedia.org/wiki/Freireligi%C3%B6se_Bewegung Aber dieser Wikipedia-Artikel schönt eine ganz bestimmte Zeit: Das humanistische Weltbild war nicht immer bei allen vorhanden vor allem in den völkischen Aufbrüchen nicht und das Neuheidnisch-Germanische war mancherorts sehr gerne gesehen. Aber wahrscheinlich hat man heute Dinter, Ludendorff und co. aus dieser Ahnentafel ausgeschlossen.

Reventlow und Drews und andere Gleichgesinnte wollten sich nicht festlegen – außer darauf, dass man sich nicht festlegen sollte, denn Gottes Wesen, das Wesen der Welt, prägt sich selbst den Menschen ein – da benötigt man keinen christlichen Glauben, man selbst ist dieses Wesen und weiß somit, was moralisch zu tun ist aus sich heraus, das heißt aus dem eigenen göttlichen Wesen usw. usw. usw.

Spannend ist nun, dass diese so offene Sicht dann von anderen gefüllt werden konnte (Dinter, Ludendorff): das Völkische, das raunende germanisch-arische Blut… Reventlow und Drews waren den Menschen zu kompliziert. Sie haben viel dazu getan, die Menschen vom christlichen Glauben zu lösen, und haben sie dann frei gemacht für die völkische Ideologie. Nach dem Motto: Wenn die Gottheit ihr verjagt, kommen die Gespenster. Damals waren es die völkischen, nationalistischen, nationalsozialistischen, kommunistischen Gespenster, die vom entleerten Menschen Besitz ergriffen haben. (Weitere Informationen bietet mein Buch: Wie Jesus zum Arier wurde. Auswirkungen der Entjudaisierung Christi im 19. und zu Beginn des 20. Jahrhunderts, Wissenschaftliche Buchgesellschaft Darmstadt 2005)

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DGB + Mitgliedsbeiträge + Atheisten

Sonntag, August 31st, 2014

Der DGB verwendet inzwischen auch Mitgliedsbeiträge dafür, wenn Menschen wegen “zivilen Ungehorsams” Ordnungsgelder bezahlen müssen, dann springen sie dafür ein. So zum Beispiel bei Blockaden gegen Naziaufmärsche. Dieser Beschluss wird als Persilschein dafür benutzt, dass man den DGB hinter sich weiß – was auch immer die Leute tun? http://www.neues-deutschland.de/artikel/933088.konstruktiv-ungehorsam.html (Gefunden über: http://info.kopp-verlag.de/hintergruende/deutschland/torben-grombery/uebernimmt-der-dgb-gegen-demonstranten-verhaengte-ordnungsgelder-.html) Ist das eigentlich rechtlich erlaubt? Wahrscheinlich ist heute alles erlaubt, Recht hin oder her, wenn es nur mit dem Anstrich: “Gegen Rechtsextremismus” gefärbt ist.

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Und die lieben Atheisten tun vieles, um die Menschen religiös umzuerziehen – natürlich nur zu einem guten Zweck: http://www.persecution.org/2014/08/28/georgia-atheist-organization-aims-to-cleanse-school-football-team-of-faith/

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Islamisten+Schutzzone+Ukraine

Samstag, August 16th, 2014

Es ist immer wieder zu sehen, wie beschränkt manche Menschen sind. Da sieht man äußerst grausame Bilder, in denen Islamisten Menschen morden, und dann hat einer keinen besseren Spruch parat als: Alle Religionen morden. Was soll das? Das ist eine Verhöhnung der Opfer – und im genannten Fall der christlichen Opfer, die in Syrien und im Irak Unsägliches ertragen müssen. (Ich füge in dem Blog keine Links mit den Bildern bei.) Ich wüsste gerne, was in solchen Hirnen abläuft. Man könnte angesichts dieser grausamen Bilder genauso gut sagen: Alle Menschen morden. Doch was soll das? Ist das atheistisch ideologische Dummheit? Ist das einfach ein Abschalten des Hirns, weil man angesichts der Grausamkeiten resigniert? Wenn ich das nicht häufiger lesen würde, könnte man denken: Nun denn… – aber das scheint sich in manchen Hirnen festgesetzt zu haben.

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Islamisten und Türkei: http://www.washingtonpost.com/world/how-turkey-became-the-shopping-mall-for-the-islamic-state/2014/08/12/5eff70bf-a38a-4334-9aa9-ae3fc1714c4b_story.html

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Die Errichtung einer Schutzzone für Flüchtlinge fordert der Zentralrat Orientalischer Christen: http://aktuell.evangelisch.de/artikel/108907/zentralrat-orientalischer-christen-fordert-un-einsatz-im-nordirak Ich frage mich nur: Und was ist mit den Christen Syriens? Sie haben ja noch nicht einmal die Chance, sich unter Assads Fittiche zu flüchten, weil es um dessen Gebiet nur so von Islamisten wimmelt.

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Zum Thema Ukraine: http://ef-magazin.de/2014/08/14/5647-dokumentation-krieg-im-zeichen-der-eu Was mir neulich eingefallen ist: Ist der EU-Krieg Zufall – nachdem sie den Friedensnobelpreis bekommen hat? Ebenso hat Obama den Friedensnobelpreis bekommen – Folgen liegen auf der Hand.

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Dass die Ukraine den Waffenlosen Hilfskonvoi angegriffen hat, wird von der ukrainischen Regierung behauptet – Russland dementiert das. Das wäre ein kolossaler Fehler: http://www.welt.de/politik/ausland/article131275099/Ukraine-meldet-Angriff-auf-russischen-Armee-Konvoi.html Die Politiker der Ukraine hätten überhaupt kein Maß mehr, weil sie sich unter der Schirmherrschaft der EU und der NATO (s. Rasmussen) sicher fühlen. Warum setzt die Ukraine solche Infos in die Welt? Möglicherweise um die Russen abzuschrecken, ihr Konvois in die Ukraine zu senden – als Drohung?

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Christen+Atheisten

Dienstag, Juli 29th, 2014

Der Papst bittet Pfingstkirchen um Entschuldigung: http://www.idea.de/nachrichten/detail/thema-des-tages/artikel/papst-trifft-evangelikalen-pfarrer-in-caserta-82815.html

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Es gibt Themen in den aufgeklärten Ländern des Westens, die man am Besten nicht anspricht oder halt nur dann, wenn man mit den Wölfen heult: http://www.foxnews.com/opinion/2014/07/23/lawsuit-newspaper-fires-editor-for-criticizing-gay-bible/

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Richard Dawkins, Chef-Atheist, Ansichten zur Pädophilie: http://lastresistance.com/6648/atheist-richard-dawkins-defends-mild-pedophelia/ Diese Moral können Christen nicht akzeptieren. Auch wenn nun 9xKluge sagen sollten: Aber die Katholische Kirche und die Priester! Aber, liebe 9xKluge: Das, was Priester und andere getan haben, entspricht nicht der Moral der Kirche und der Christen im Allgemeinen gar nicht. Es gibt viele, die sich auch in anderen Fragen (von der Medien-Gesellschaft goutiert) über die christliche Moral hinwegsetzen – aber das heißt ja nicht, dass sie die Meinung der Kirche bzw. des christlichen Glaubens vertreten, wenn sie sich selbst ihre Privatmoral zurechtbasteln.

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Anti-Christen+Verrückte Christen

Samstag, Juli 12th, 2014

Entschuldigt, wenn der folgende Beitrag eine Menge Dinge zusammenwirft. Aber es kam mir darauf an zu zeigen, wie ethische-christliche Traditionen seit ca. 200 Jahren von verschiedensten Seiten in unserer Gesellschaft, jetzt mal nicht vom Islam, strategisch angegangen werden.

Ferdinand Flocon, ein einflussreicher Revoluzzer Mitte des 19. Jahrhunderts, dessen Name vor allem in Frankreich bekannt ist, wandte sich gegen Ehe und Monogamie, das seien die Sklavenketten, die das Christentum den Menschen anlegen würden. Und ohne dass diese Ketten zerrissen würden, könne es auch keine staatliche Freiheit geben. Karl Marx mochte in derselben Zeit selbst christliche Sozialisten nicht besonders, sie würden nur den Ärger des Adels segnen. Aber nicht nur diese bekannten Linken wandten sich im 19. Jahrhundert gegen Christen, sondern genannt seien zum Beispiel auch Dühring und andere, die sich unabhängig von dem Schublädchen links-rechts am (jüdischen) Christentum und seinem Einfluss auf die Gesellschaft abarbeiteten (v. Hartmann, Nietzsche). Und das alles aus unterschiedlichsten Perspektiven. Wie gesehen mit Blick auf die Ehe, das soziale Problem, die Wirtschaft (Dühring), die Sklavenmoral des Christentums (Nietzsche), rassenmäßig nicht passend (verschiedene, z.B. Dühring), Wotan sei der wahre Gott – und überhaupt sei das Christentum aus der Perspektive der Evolution bzw. des Fortschritts, über den sich die 19. Jahrhundertler besonders freuten,  überholt (v. Hartmann).

Viele dieser Sichtweisen begegnen uns in der Gegenwart – eben nur mit der Farbe des 21. Jahrhunderts überpinselt – und da spielen dann Statistiken eine große Rolle. Statistiken klingen fortschrittlich-wissenschaftlich – das mag man heute besonders gerne – und sagen: Monogamie ist nichts für den Menschen… – das heißt: Mit Statistiken versucht man die traditionelle Ethik der Gesellschaft zu verändern. Und was auch gut wissenschaftlich klingt: Evolution. Und diese überträgt man auf das soziale Zusammenleben – ich meine hier nicht den Sozialdarwinismus – sondern: Die christliche Religion war sozial wichtig, aber heute sind wir mit unserem tollen Verstand so weit gekommen, dass wir sie und deren ethische Vorgaben nicht mehr benötigen. Und da aus christlicher Sicht auch der Verstand Gott fern sein kann, kann er sich vollkommen irren und Verhaltensweisen argumentierend bejahen, die schädlich sind.

Die Rasse-Argumentation ist im Augenblick noch obsolet – zumindest habe ich da noch nichts Relevantes gefunden – aber die Thor/Odin-Religiöse Seite spielt in manchen Kreisen schon wieder eine größere Rolle (“Odin statt Jesus”) – was nicht nur bedeutet, Jesus durch eine germanische Gottheit aus der Mottenkiste zu ersetzen http://www.netz-gegen-nazis.de/frage/runenthor-hammer-odin-statt-jesus , bedeutet auch nicht nur Provokation, sondern bedeutet schlicht und ergreifend den Einsatz für eine nichtchristliche Ethik.

Was man heute – ist aber keine Erfindung der Gegenwart – auch gerne macht, ist die Dinge einfach anders nennen, damit sie nicht so schlimm klingen – außerdem der Tradition ein Schnippchen schlagen. Beispiel: Statt im Kontext von Abtreibung von Tötung zu reden, sollte man von der Selbstbestimmung der Frau reden. Kurz: Abtreibung ist nicht Tötung (klingt böse), sondern Selbstbestimmung (klingt gut). Oder: Das Leben Behinderter ist nicht lebenswert, von daher sollte man sich überlegen, ob man sie nicht abtreibt, denn man möchte Menschen zum Leben verhelfen, deren Leben man sich als lebenswert vorstellen mag. Suizid / Sterbehilfe im unreflektierten, emotionalen Volkssinn: Menschen die leiden, muss man erlösen von ihrem Leiden – und wenn sie sterben wollen, muss man sie sterben lassen, eben weil sie vom Leiden möglichst schmerzfrei erlöst werden. Klingt doch gut – da kann keiner etwas dagegen haben – nur die böse Tradition. Tierrechte – klingt gut, dass sie gegen das Leben von Menschen gerichtet sein können, um so besser: Menschenversuche statt Tierversuche. Man sollte sie dann nur nicht mehr “Versuche” nennen, sondern: Forschung am Menschen.

Aber all diesen Versuchen zum Trotz: Der christliche Glaube setzt sich doch immer wieder durch, weil er mit jemandem rechnet, mit dem all die oben genannten Argumentierer nicht rechnen. Über verrückte Christen:

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Christen+Atheisten+Muslime

Mittwoch, Juni 25th, 2014

Natürlich haben auch manche christliche Gruppen die Tendenz, ihren Glauben zu ideologisieren, anderen Menschen ihren Glauben aufzudrängen, mehr oder weniger friedlich, mehr oder weniger lauter. Von daher bin ich den Atheisten dankbar, dass sie den Christen – zu denen ich mich auch rechne – auf die Finger klopfen, dass sie dadurch dazu beitragen, eine Ideologisierung des christlichen Glaubens zu verhindern und helfen, dass Christen auf die wesentlichen Aspekte der Bibel zurückgreifen: Gottes Liebe, die den Menschen Freiheit und somit verantwortliches Handeln ermöglicht.

Freilich sehe ich es vice versa auch als Aufgabe von uns Christen an, den Ideologisierungsversuchen des Atheismus etwas entgegenzustellen, denn auch Atheisten haben das Bestreben, ihren Nichtglauben als Licht der Welt allen aufzudrängen, ob die Mitmenschen es wollen oder nicht – und dazu auch mit weniger friedlichen und weniger lauteren Mitteln beizutragen. Das beliebteste Überredungsmittel ist: Wir allein sind zeitgemäß – und da keiner zum alten Eisen gehören möchte, zum Unzeitgemäßen, lässt man sich propagandistisch gerne über den Tisch ziehen.

So halten wir Menschen uns jedoch gegenseitig in Schach, um nicht überheblich und unmenschlich zu werden.

Die Frage stellt sich nur: Was machen wir gemeinsam mit dem politischen, dem ideologisierten Islam, der aufgrund seiner Gewalttätigkeiten und scheinbaren Mehrheiten das empfindliche Gleichgewicht durcheinanderwirbelt – bzw. es absehbar ist, dass er das Potential hat, noch eine Menge Wirbel zu verursachen?

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Glaube – evolutionäre Vorteile

Sonntag, Mai 4th, 2014

Man fragt sich als Atheist, warum Menschen glauben bzw. Religion haben. Die Antwort, die in der Gegenwart beliebt ist: Der Glaube brachte evolutionäre Vorteile – das heißt, Glaubende waren stabiler als Nichtglaubende – und konnten somit besser überleben und verdrängten die Nichtglaubenden. Und das findet man heute auch immer stärker heraus.

Gläubige Menschen haben eine robustere Psyche als Nichtgläubige http://kath.net/news/45760

Ebenso leben zumindest christliche Fromme in den USA länger, weil sie einen besseren Lebensstil pflegen – nicht etwa, weil sie glauben – so meint man: http://kath.net/news/45793 und http://www.idea.de/detail/gesellschaft/detail/fromme-leben-laenger-aber-nicht-wegen-des-glaubens-27701.html

Dazu gehört auch, dass Kinder, die im christlichen Glauben stehen, weniger anfällig sind für Drogen und Gewalttaten: http://www.idea.de/detail/glaube/detail/kinderevangelisation-beugt-am-besten-gegen-gewalt-vor-27688.html

Für Frauen hat zumindest der christliche Glauben in Europa Vorteile gebracht: Sie fallen nicht “Ehren-Morden” zum Opfer: http://www.welt.de/geschichte/article127421566/Ehrenmorde-warum-es-sie-im-Abendland-nicht-gibt.html 

Übrigens sagen Atheisten nun nicht Freudestrahlend: Also gibt es Gott doch! Nein, sie meinen, der Verstand ersetze nun den Glauben – und übernehme die Rolle des Glaubens in der fortschreitenden Evolution. Nun freuen wir uns darauf zu sehen, was uns Atheisten versprechen.

So leichte Zweifel kommen meinem Verstand dann doch, wenn man all die puren Verstandesmenschen so anschaut. 1793 wurde übrigens die Kathedrale Notre Dame mit anderen Kirchen zu Tempeln der Vernunft gemacht. Wie es weiter ging, wissen wir. Die Menschen wurden vernünftiger und haben daraus wieder Kirchen gemacht. Ähnlich erging es so mancher Kirche im Sowjetreich: Missbraucht – dann renoviert und gebraucht.

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Abdel-Samad

Mittwoch, April 30th, 2014

Dass sich Abdel-Samad gegen jegliche Religion wendet, nicht nur gegen den Islam, ist bekannt. Dass niemand dagegen angeht, ist verständlich, denn wenn man gegen alle angehen würde, die sich derart äußern, dann hätte man viel zu tun. Sein Kampf gegen den Islam ist auch ein Kampf gegen den jüdischen und christlichen Glauben. Ich habe das allerdings auch immer ein wenig unter der Rubrik gesehen: Wenn ich auch die Juden und Christen wegen ihres Glaubens kritisiere, dann kann man mir keine Islamophobie vorwerfen. http://www.sueddeutsche.de/politik/islamismus-und-faschismus-die-halbwahrheiten-des-hamed-abdel-samad-1.1945667-2 das heißt Juden und Christen sind so eine Art Schutzschild gegen Angriffe von Islam-Fans. Es ist schon interessant wie die Muslimbrüder auch in diesem Artikel verteidigt werden ( sicher: historisch falsche Angaben müssen korrigiert werden – aber die gegenwärtige Realität ist auch differenzierter zu beachten) – obwohl die Ägypter froh sind, sie endlich los zu sein. Sie spürten die faschistoide Gefahr.

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In Zentralafrika gab es wieder einen schlimmen Angriff der Seleka auf Hilfsgruppen und die lokalen Führer: http://www.christianpost.com/news/3-doctors-without-borders-aid-workers-among-22-killed-in-deadly-car-attack-118725/cpt

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Karfreitag+Spaß+Stille

Freitag, April 18th, 2014

Der Karfreitag hat es schwer in einer Lach- und Spaß-Gesellschaft. Keiner will so recht Spielverderber sein und dem munteren Spiel der Menschen nur zusehen. In einer Gesellschaft, in der das Leiden des Lebens dominiert, in der Krankheiten, Trennungen, Sorgen, Ängste, Tod als wesentlicher Teil des Lebens wahrgenommen werden, da hat Karfreitag schon eine große Rolle. Aber diese Menschen, die so etwas erleben, werden ja nicht gefragt – und es ist erschütternd zu sehen, wie viel Kinder und Jugendliche schon mit Krankheit konfrontiert werden. Über diese geht die Spaß-Gesellschaft hinweg – sie sind isoliert, zu Hause, in Krankenhäusern, in Hospizen. Nein, sie sind natürlich nicht isoliert, denn es gibt viele Menschen, die sich um sie kümmern – die dann aber auch den Karfreitag ehren.

Nehmt den Religionen Krankheit und Tod – und sie sterben ab – und von daher, nehmt den Christen den Karfreitag – dann wird es aussterben. Nein, liebe atheistischen Freunde, so leicht geht das nicht, wie ihr es euch in eurer ignoranten Spaß-Gesellschaft so vorstellt. Vor allem auch darum, weil es in unserer Gesellschaft sehr viele Menschen gibt, die leiden – und denen nicht nach Spaß, nach Lärm, Gedöns, sondern nach Trost und Stärkung und stilles Nachdenken zumute ist.