Glaubensbrücken

Wir Menschen bauen uns immer wieder Glaubensbrücken. Wir sehen das im Alten Testament, wir sehen das im Neuen Testament. Wir fühlen uns auf diesen Brücken sicher – doch dann zerschlägt uns Gott diese Brücken. Wir sollen ihm vertrauen, nicht den Bildern, die wir uns von Gott machen, nicht auf unsere eigenen Brücken.

Wir leben zurzeit in der Passionszeit. Gerade das Kreuz Jesu Christi zeigt uns, dass Gott uns unsere Brücken zerschlägt. Die Jünger dachten etwas anderes rettet die Welt und sie. Aber Gott zerschlug diese Vorstellung. Und dann fallen wir mit unseren Glauben ins Wasser – lernen schwimmen, lernen Gott vertrauen, dass er uns sicher weiter führt. Auf seine Art und seine Weise.

Und dann wollten die Gemeinden in Galatien wieder eine feste Gesetzesbrücke bauen – und Gott zerschlug sie ihnen durch Paulus: Nicht auf Festes, nicht auf eigene Brückenwerke vertrauen, sondern auf Gott, der durch seinen Geist wirkt. Damit hat man nichts Festes in der Hand – aber Gott selbst leitet uns.

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3 Antworten auf „Glaubensbrücken“

  1. Nicht auf Festes, nicht auf eigene Brückenwerke vertrauen, sondern auf Gott, der durch seinen Geist wirkt. Damit hat man nichts Festes in der Hand – aber Gott selbst leitet uns.

    Ich denke, das Bild von dem Aal, der sich windet, passt doch ganz gut auf Sie.
    Immer wieder Wortgeklingel: Vertraue auf meinen Gott, aber nichts genaues weiß man nicht, denn seine Wege sind geheimnisvoll und wir kleinen Menschen sollten uns nicht anmaßen, sie verstehen zu wollen.
    Andererseits weiß ich aber ganz genau, was mein Gott von dir will und du brauchst mir nur zu vertrauen, dass ich es weiß.

    Können Sie sich bei so viel Geschwafel eigentlich morgens vor dem Spiegel noch geraden Blickes in die Augen sehen, oder kommen Sie abends vor Lachen nicht in den Schlaf, weil sie Ihre Schäfchen wieder einmal so richtig an der Nase herumgeführt haben?

    Es kann aber auch sein, dass Sie nach jahrelangem Training gar nicht mehr registrieren, was für leeres Stroh Sie hier dreschen.

    Apropos „Gottes Geist“. Dazu hat der bekannte Religions-
    und Kirchenkritiker Deschner einmal gesagt:
    „Theologen glauben, der Geist weht, wenn sie Windeier legen.“

    Ich denke, das trifft vieles, was Sie auf Ihrem Blog sagen, wunderbar. 🙂

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