Debattenkultur der Linken + Traurig: Faschistoide Linke + AfD Wähler + Deutschland ruckelt links, ruckelt rechts oder gar nicht + CDU und AfD

Dass die Debattenkultur auch links nicht besonders ausgeprägt ist – kurz: Toleranz gilt nur denen, die das sagen und denken, was ich sage und denke – zeigt dieser Beitrag: https://cicero.de/kultur/paternalismus-mit-gutem-gewissen-auf-die-boesen-bildungsfernen

Ich fand das auch witzig: Da zieht man her über diejenigen, die etwas falsch geschrieben haben – fühlt sich mordsmäßig erhaben über die doofen Rechten, die eben nicht in der Lage sind, etwas richtig zu schreiben – und zeigt gerade damit, wie kleinkariert man ist. Wer über die Fehlerchen anderer lacht, zeigt die Ebenbürtigkeit mit ihnen.

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Links gerät in faschistoiden Sumpf. Warum überlassen die echten Linken den faschistoiden Linken das Feld? https://jungefreiheit.de/kultur/gesellschaft/2017/islamkritischer-kabarettist-hoert-nach-wiederholten-attacken-auf/

Das ist meine Verwunderung seit Jahren. Oder wie sind diese faschistoiden einzuordnen, wenn nicht links? Denn sie verorten sich doch selbst da. Warum lassen die normalen Linken, denen es um Toleranz und Menschenrechte geht, um Meinungsfreiheit und soziale Gesellschaft, das zu? Unterstützen sie gar? Traurig.

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AfD Wähler sind anders, als sie medial dargestellt werden. Warum werden sie so dargestellt? Weil es bequemer ist, so der Beitrag: http://www.tagesspiegel.de/politik/bundestagswahl-2017-kann-man-afd-waehlen-ohne-eine-macke-zu-haben/20416936.html

Deswegen, so meine Vermutung seit langem: Man stellt die AfD Wähler als dämlich dar, damit man sich vor seinesgleichen profilieren kann. Es dient im Grunde nur der Abschreckung eigener Leute, damit sie ja nicht denken: Ich wähle AfD. Denn sobald sie das denken, kommt die geballte Ladung an Abschreckungsmaßnahmen durch Ihresgleichen auf sie zu. Wenn du sie wählst, bist du dämlich, abgehängt, verdienst nichts, lebst in Plattenbauten, machst dir öffentlich in die Hose, darfst in Restaurants nicht essen, machen deine lieben Genossen dir dein Auto kaputt, zerstören dein soziales Umfeld…

Und was machen diejenigen also? Die wählen nicht AfD. Aber diejenigen, die AfD wählen, fühlen sich dadurch näher zur AfD hingeschoben. Das heißt: Man fördert die AfD. Und manche nicht AfDler denken dann sogar: Wow, die haben den Mut, den ich (noch) nicht habe. Und dann irgendwann, in der Wahlkabine, machen sie das Kreuzchen da, wovon sie hoffen, dass ihre Genossinnen und Genossen das nicht sehen werden.

Liebe Leute, die Auseinandersetzung mit der AfD muss anders aussehen: Argumentativ und vor allem: gute Politik. Aber die ist leider noch nicht in Sicht.

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Über Ruckler in Deutschland: Es ruckelt links, es ruckelt rechts – aber irgendwie ruckelt gar nichts. Nur die Parteien verändern sich – aber die Wähler bleiben ihrer Linie treu. Von daher: Die großen Parteien ruckeln würde ich sagen. und weil die Parteien ruckeln, ruckeln andere heran. Erst die Grünen (1980), dann die Linken (2007), dann die AfD (2013). zu dem Geruckel ausführlicher: http://www.achgut.com/artikel/durch_deutschland_ist_ein_ruckel_gegangen

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Zum Verhältnis von CDU und AfD: AfD war der CDU nützlich? http://www.tagesspiegel.de/politik/streit-um-angebliche-cdu-strategie-afd-als-chance-fuer-die-union/20431448.html

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