Schlamperei? + Ehrenmorde nicht verschweigen + BrandanschlagsUrteil

Das ist natürlich kurios, dass nicht mehr ermittelt werden kann, ob ein Polizist einer Gruppe, der Terror vorgeworfen wird, eine Warnung zukommen ließ, weil die Handys, die für eine solche Tat vermutet werden, möglicherweise verschwunden sind. Jetzt beachte man meine Formulierung und die in diesem Beitrag: http://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2017-07/gruppe-freital-polizei-helfer-verfahren-eingestellt Soweit ich weiß, läuft der Prozess gegen die Gruppe noch.

Wie dem auch sei: Was war da los, dass man sich so viel Zeit gelassen hat? Abgesehen davon, ob nun der Vorwurf stimmt oder nicht, Handys kann man auch innerhalb einer halben Stunde verschwinden lassen. Auch die Nachrichten?

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Die Leiche der Frau, die möglicherweise ermordet wurde, weil sie sich vom Mann trennen wollte, ist möglicherweise gefunden worden: http://www.spiegel.de/panorama/justiz/wuppertal-vermisste-frau-aus-solingen-sterbliche-ueberreste-bei-kronau-gefunden-a-1159026.html

Vorausgesetzt, es war ein Ehrenmord: Wer Ehrenmorde verschweigt oder übergeht, lässt die Frauen, die unter diesem System zu leiden haben, allein. Denn diese Morde werden begangen, damit andere Frauen eingeschüchtert werden, damit sie ja nicht auf die Idee kommen, ihre Freiheit einzufordern. Sie sind kulturell bedingt, Zeugen von einer extremen patriarchalischen Gesellschaft, in der auch die Männer zu Taten gezwungen werden, die sie möglicherweise nicht begehen würden, wenn die Kultur sie nicht dazu zwingt. Ein Kampf gegen Ehrenmorde ist ein Kampf gegen die Unfreiheit, gegen das Spinnennetz einer gefährlichen Kultur.

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Was für ein Urteil! Wieder einmal ein kurioses Urteil: https://www.ndr.de/nachrichten/hamburg/Mopo-Anschlag-Vier-Maenner-verurteilt,mopo204.html Aber als Laie, der dem Prozess nicht beigewohnt hat, hat man ja, wie es schon mal hieß, keine Ahnung, damit auch nicht das Recht, Urteile zu kommentieren. Also schweige ich und nehme demütig den Urteilsspruch zur Kenntnis.

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