Ein Rassist ist nicht unbedingt einer, der etwas gegen eine Rasse hat, sondern jeder, den eine bestimmte Gruppe nicht mag, der wird heutzutage als Rassist bezeichnet – das muss man einfach lernen. http://www.pi-news.net/2012/10/video-hetze-bei-ver-di-gegen-islamkritiker/#more-285008 Wer den Islam kritisiert wird als Rassist bezeichnet – obgleich der Islam keine Rasse ist – weil er eine Religion kritisiert, die in Deutschland von einer Minderheit vertreten wird. Wer Christen kritisiert müsste entsprechend als Rassist bezeichnet werden – das wird aber nicht gemacht, weil Christen in unserem Land die Mehrheit sind. Jeder, der irgendeine Minderheit kritisch betrachtet, ist ein Rassist. Wer Scientology oder die Zeugen Jehovas kritisiert – ist der auch ein Rassist?
Wenn die Gruppe, die andere als Rassisten beschimpft, in der Mehrheit ist, dann müsste sie ja auch rassistisch sein, weil sie die politische, religiöse Einstellung usw. einer Minderheit diskriminiert. Aber so weit denken die Leute nicht, die Worte nur verwenden, um politisch Andersdenkende zu kriminalisieren. Wenn übrigens die Mehrheit der Muslime in Ägypten Kopten kritisieren, dann sind sie nach dieser Definition auch Rassisten – nur scheint denen das egal, weil für sie die Christen Rassisten sind, denn sie sind weltweit in der Mehrheit.
Nun wieder ernsthaft: Ich habe schon häufig darüber geschrieben – und ich finde, dass das Schlimme des Rassismus durch diese Verwässerungen nicht erkannt wird. Rassismus hat für mich immer auch damit zu tun, dass Menschen für das, was sie nicht ändern können, benachteiligt werden. Religionen kann man wechseln, aber seine Hautfarbe kann man nicht wechseln. Man kann sich kulturell anpassen, aber man kann seine genetische Prägung nicht verändern – zum Beispiel kommt für mich die Missachtung von Behinderten dem Rassismus am Nächsten. Damit auch die Abtreibung von Kindern, die im Verdacht stehen, behindert zu sein.
Andere Religionen akzeptieren fällt unter den Begriff “Toleranz”. Einer, der Muslime ablehnt, weil sie ihre Religion ausüben, der ist Intolerant. Aber das bedeutet freilich nicht, dass man zu allem, was andere so treiben, Ja und Amen sagen muss. Das wissen die Kritiker der Islamkritiker ja selbst am Besten: Keine Toleranz den Intoleranten… Und was die Kritiker der Islamkritiker den Islamkritikern vorwerfen, das werfen die Islamkritiker extremen Muslimen vor – eben intolerant zu sein. Wenn wir den Begriff der Toleranz nicht hätten, müssten nach der Diktion der Kritiker der Islamkritiker die Kritiker der Islamkritiker eben auch Rassisten sein, weil sie gegen eine Minderheit angehen.
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