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18.1.2012 von Wolfgang Fenske.
Christen machen eine Erfahrung – wie Menschen anderer Religionen auch – und diese Erfahrung versuchen sie in Sprache umzusetzen. Nehmen wir die Gotteserfahrung. Gott lässt sich, so der Glaube der Christen erfahren – und nun versuchen sie diese Erfahrung in Sprache zu kleiden – und können es freilich nur in der Sprache, in der sie zu Hause sind. In der Frühzeit formulierten Judenchristen diese Erfahrungen Gottes in Christus mit Hilfe ihrer jüdischen Tradition. Mit dem Übergang zur griechisch-römischen Welt formulierten sie ihre Erfahrungen mit den Sprachmustern der Griechen und Römer. Am meisten Eindruck machten jedoch durch all die Jahrhunderte hindurch die Menschen, die in der Tat ihren Glauben zum Ausdruck gebracht haben. In der Gegenwart vermeidet man manchmal die Sprache des Mythos und verwendet die Sprache der Philosophie – man vermeidet manchmal die Sprache der Philosophie und verwendet manchmal die Sprache der Tat. Die wissenschaftlich geschulten Kreationisten versuchen den Glauben in der Sprache der Wissenschaft zu formulieren, was mancher Wissenschaftler und Laienwissenschaftler – auch Glaubende – vehement ablehnen. Dass unterschiedliche “Sprachen” verwendet werden, bedeutet aber nicht, dass es keinen Gott gibt, der in Jesus Christus gehandelt hat. Das bedeutet eben nur: Gott spricht durch die Seinen in der Sprache, in der die jeweilige Zeit ihn verstehen kann.
Wenn nun jemand sagen sollte: Aber das philosophische Geschwurbel kann keiner verstehen – dann muss man sagen: Du nicht – aber Philosophen versuchen es. Oder: Das Handeln ist doch zu primitiv – dann muss man fragen: Für wen? Für die vielen, vielen Menschen, denen geholfen wird? Das bedeutet, dass jede Zeit nicht nur eine Sprache spricht. Übrigens nennt man die Umsetzung des Glaubens in eine neue Kultur: Inkulturation.
Apropos Glaubenssprache: Christlicher Glaube und Kunst scheinen – etwas übertrieben ausgedrückt – wie zwei Seiten einer Medaille. Wie kommt das eigentlich? Möglicherweise bringt das Loben Gottes Seiten des Menschen in Schwingung, die sich in allen möglichen Künsten äußern müssen: Architektur, Musik, Bilder, Skulpturen, Texten, liturgischen “Sprachen”… (Freilich ist Kunst auch anderen Religionen nicht fremd – bei manchen mehr, bei manchen weniger.)
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18.1.2012 von Wolfgang Fenske.
Ich habe gestern auf das Lied hingewiesen:
Im 19. Jahrhundert sehnten sich Menschen in Deutschland nach Freiheit und kämpften auch für die Freiheit – was in dem Lied schön ausgedrückt wird. Die Freiheit als Motor, immer wieder neu verkrustete Herrschaften aufzubrechen, sich gegen Ungerechtigkeiten aufzulehnen, begleitet die Menschen – ich will nicht sagen: – seit jeher, aber doch schon eine lange Zeit. Israels Aufstand gegen die Besatzungsmacht der Griechen, dann der Römer, die Aufstände der geknechteten Arbeiter in der kommunistischen Bewegung weltweit, der Aufstand gegen die kommunistischen Verkrustungen in der Sowjetunion und der mit ihr verbündeten Staaten. Kampf um Freiheit in den Kolonialstaaten und nicht zuletzt gegen die Apartheit in Südafrika. Der Kampf in Nordafrika – den mag ich noch nicht so als Kampf für Freiheit einordnen – weil ich noch nicht weiß, wer wirklich die treibenden Kräfte waren: Menschen, die Freiheit ersehnten, oder Menschen, die neue Knechtschaft herbeiführen wollen. Eine ganz andere Art, eine grundsätzliche Art von Freiheitskampf ist auch dem Christentum in die Wiege gelegt: Der Kampf um die Freiheit gegen Sünde, Gesetzlichkeit, Tod, Lieblosigkeit.
Freiheit als Motor wird auch weiterhin die Völker immer wieder neu ergreifen. Von daher werden wir nicht pessimistisch sein können – freilich kosten die Kämpfe immer wieder nicht wenig an Blut und Leid.
(Ich bringe auch diese Lieder, weil man sie aus den Händen nicht nur der Nationalsozialisten, sondern auch der Nationalisten nehmen muss. Sie sind entstanden, bevor es das Deutschland mit seinen Gesichtern gab, die wir seit ca. 150 Jahren kennen. Und diese Lieder gehen über Deutschland hinaus, sprechen grundsätzlichere Themen an.)
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18.1.2012 von Wolfgang Fenske.
Ich sage dazu wieder einmal: Nichts! http://www.faz.net/aktuell/politik/europaeische-union/neuer-praesident-des-europaparlaments-schulz-der-glaube-an-das-europaprojekt-ist-bedroht-11610196.html Das Bild passt!
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18.1.2012 von Wolfgang Fenske.
Muslimbrüder sind nicht dumm. Es ist ein Fehler, die Muslimbrüder zu unterschätzen. Wem sag ich das: http://europenews.dk/de/node/51252 Wenn einem Wolf ein Rotkäppchen übergezogen wird, wird er noch lange nicht zum Schoßhündchen.
In Nigeria ist es nahezu unmöglich, Christen zu schützen, sagt der Präsident Nigerias: http://www.persecution.org/2012/01/17/protecting-nigerian-christians-near-impossible-says-nations-leader/
Dschihadkämpfer dürfen nicht aus Großbritannien nach Jordanien abgeschoben werden - es könnte ihnen dort schlecht ergehen: http://www.jihadwatch.org/2012/01/european-court-of-human-rights-rules-that-jihadist-cant-be-deported-from-uk-to-jordan—-he-might-ge.html
Interessant ist es zu beobachten, dass Schiiten durch Sunniten unter Druck geraten: Ich hatte das neulich über Indonesien, hier findet Ihr es über Gaza, und im Irak ja sowieso: http://www.jihadwatch.org/2012/01/gazas-shiites-claim-persecution-from-hamas.html Fehlen andere Gruppen als Feinde, fällt man über einander her. Denkt nur an die schlimmen Zustände, in denen Ahmadiyyas in Pakistan leben müssen (und neulich auch die grausame Tat in Indonesien), denkt an die Bahaiis im Iran und weiteren Ländern.
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18.1.2012 von Wolfgang Fenske.
Islamisches Experiment in Tübingen: Zentrum für islamische Theologie http://www.pro-medienmagazin.de/gesellschaft.html?&news[action]=detail&news[id]=4937
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18.1.2012 von Wolfgang Fenske.
Zu den Ratingagenturen: Gabriel sieht das anders als Brok: http://www.focus.de/politik/weitere-meldungen/sigmar-gabriel-spd-chef-stellt-sich-vor-rating-agenturen_aid_703326.html
Vielleicht leiht sich Orban in China oder Indien Geld: http://www.welt.de/politik/ausland/article13820033/Nur-noch-Geldnot-koennte-Ungarn-zur-Vernunft-bringen.html
Ich hatte neulich auch schon das Thema: Man lernt zwischen den Zeilen zu lesen: http://fakten-fiktionen.net/2012/01/alltagliche-schlagzeilen/ Zwischen den Zeilen lesen zu müssen, ist kein gutes Zeichen für eine Gesellschaft, weil Menschen nicht mehr ohne Sanktionen befürchten zu müssen offen und ehrlich miteinander umgehen können.
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18.1.2012 von Wolfgang Fenske.
Es bekommen immer mehr Leute kalte Füße, angesichts der öffentlichen Buchvernichtung des Buches von Sarrazin. Der “Künstler” ist ja auch selten naiv. Es werden ja sonst auch Bücher geschreddert. Er denkt nicht daran, dass es eine unpolitische, unideologische Schredderung ist - und was möchte er? Genau: Aus seiner Ideologie heraus das Buch wie auch immer vernichten - das ist der kleine aber der entscheidende Unterschied.
Apropos naiv: Ich habe das Buch nicht gelesen, aber die Überschrift ist schon einmal so etwas von neben der Spur: Hitlers mein Kampf zeige, dass Hitler systematisch denken konnte. Möglicherweise konnte Hitler systematisch denken. Aber nachdem ich “Mein Kampf” gelesen hatte, war ich von diesem zusammenhanglosen, pathetischen, unendlich langem Geschwurbel so was von ermüdet! Genau: Hitler gibt in dem Buch viel von sich preis, es ist authentisch - und er ist Taktiker. Aber systematischer Denker? Als Mensch vom Fach, der sich mit Texten und Textinterpretationen beschäftigt, weiß ich, dass man aus jedem Text irgendeine Systematik herauslesen kann. Auch aus Hitlers Buch. Das verrät aber nicht die Denkkraft Hitlers, sondern die der Analysierenden: http://www.welt.de/kultur/history/article13819610/Mein-Kampf-zeigt-Hitler-als-systematischen-Denker.html Ich denke nicht, dass diese Worte voreingenommen sind, wie das Interview entsprechenden Ansichten unterstellt. Aber ehrlich gesagt, empfinde ich es auch - als von Nationalsozialistischen Texten gebranntes Kind - es als zeitverschwendung, Lebenszeitverschwendung, sich mit solchen Texten zu beschäftigen. Ich habe sehr viele gelesen, um mein Buch: “Wie Jesus zum Arier wurde” zu schreiben - als Historiker muss man das. Aber als Mensch, der seinen normalen Alltag lebt, sollte man die Zeit besser nutzen.
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18.1.2012 von Wolfgang Fenske.
Manche Parteien lieben sie einfach, die linken Chaoten, die vermeintliche Rechte (denn alle, die rechts von Linkschaoten sind, sind sind Rechtsextreme) in allen Richtungen an der Äußerung ihrer Meinung hindern wollen, sie nötigen usw. usw.: http://www.spiegel.de/unispiegel/studium/0,1518,808979,00.html Die Parteien, die jetzt undemokratische Gruppen verteidigen, werden die ersten sein, über die solche Leute herfallen, wenn sie ihre Gegner ausgeschaltet haben. Zumindest lehrt uns das die Geschichte. Steigbügel-Halter leben gefährlich. Aber das werden die jetzigen Steigbügel-Halter und Bücklinge nicht mehr erleben. Also: buckeln sie weiter vor den Ideologen. Man wird nur wieder voller Staunen fragen - wenn die Bücklinge sich nicht vorher aufrichten und sich die Augen reiben: Wie konnte es nur soweit kommen?
Zum Thema Meinungsfreiheit auch: http://www.blauenarzisse.de/index.php/anstoss/3061-kein-blauer-brief-an-staatsanwaeltin-klenke-wegen-breivik-vergleich
Nachtrag: Zum Thema meinungsfreiheit auch: http://www.augsburger-allgemeine.de/bayern/Bischof-ruegt-Ichenhauser-Pfarrer-id18358671.html Die Aktion von CDUlern: Linkstrend stoppen: http://www.facebook.com/permalink.php?story_fbid=10150526897808346&id=302966328345
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18.1.2012 von Wolfgang Fenske.
Freiheit ist nicht jedermanns Ding:
Bedrängte Christen im Irak: http://www.persecution.org/crossingthebridge/2012/01/17/stories-of-the-persecuted-unshaken-faith-in-iraq/
Schulen, die Intelligent Design oder Kreationismus lehren können in Großbritannien finanziell ausgehungert werden: http://www.pro-medienmagazin.de/gesellschaft.html?&news[action]=detail&news[id]=4938
Tötung Ungeborener führt zu Männerüberschuss - weil vor allem Mädchen getötet werden: http://www.katholisches.info/2012/01/16/in-30-jahren-leben-20-prozent-mehr-manner-als-frauen-auf-der-welt-dramatisches-ungleichgewicht-durch-selektive-abtreibung/
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