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Archive für 10.1.2012

10.1.2012

Die Amsel, die soeben verhalten sang, erinnerte mich daran, dass ich die Januar-Rose und Januar-Geranien fotografieren wollte:

P1020866 

P1020865

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Goldstücke aus Byzanz

Wie kommen Goldstücke aus Byzanz aus dem 5./6. Jahrhundert in die Uckermark? http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/0,1518,807352,00.html Und andere Münzen: http://www.welt.de/kultur/history/article13799918/Wo-Fluechtlinge-vor-den-Franken-ihr-Gold-verloren.html.

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Tal der Häuptlinge

Tal der Häuptlinge in Panama gefunden? http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/0,1518,806247,00.html

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Kopimisten + Pastafaris

Darauf hat die Welt gewartet: auf die Kopimisten-Religion. Ihre heiligen Zeichen sind CTRL-C und CTRL-V. http://www.kath.net/detail.php?id=34635

Nachdem die Nudelsiebreligion (Pasta-faris) so einen medialen Erfolg hatte, warum nicht auch diese. http://www.spiegel.de/panorama/gesellschaft/0,1518,774219,00.html

Ob die sich im Leben und im Sterben auf CTRL-V oder Pastasieb berufen können - ich finde es interessant, dass Verarscher sich am meisten verarschen. Ich darf doch heute einmal so ungehobelt reden, oder? Nein? Dann streicht es.

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Bundespräsident Lübke

Dass der Spruch, der dem Bundespräsidenten Lübke immer in den Mund gelegt wurde: “Meine Damen und Herren, liebe Neger” eine reine Erfindung von Spiegelredakteuren war, um Lübke zu deklassieren, das habe ich nicht gewusst. http://www.welt.de/politik/deutschland/article13804438/Schaendliches-Trauerspiel-um-den-Bundespraesidenten.html Auch, dass seine angebliche Mitarbeit am Lager eines KZ von der Stasi in den Westen lanciert und hier von Zeitschriften aufgegriffen wurden, obgleich das nicht beweisbar ist, war mir neu. Meine Bewunderung für manche Medien sinkt immer mehr. Journalistischer Ehrenkodex - hat es einmal so etwas gegeben?

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Frage

Darf man das fragen - oder darf man das nicht fragen, weil man missverstanden werden könnte? Das müsste doch auch aus (religions)soziologischer Sicht interessant sein: Warum dient der Islam stärker dazu, als Ventil - aus welchem Grund auch immer - dafür zu dienen, angestaute Aggressionen loszuwerden? Warum werden die Menschen nicht Christen und beginnen dann unheilvoll zu rumoren? Warum war es vorher zum Beispiel der Kommunismus in vielen Ländern, der gewaltsame Veränderungen herbei führen wollte - und nicht das Christentum? Natürlich nicht durch alle Kommunisten oder Muslime - das ist mir vollkommen klar. Aber es ist doch deutlich, dass es Strömungen in der Menschheit gibt, die für bestimmte Tätigkeiten besser geeignet sind als andere. Und so dienen Kommunismus und Islam stärker dazu, gewaltsame Veränderungen herbeiführen zu wollen.  Vorausgesetzt ist natürlich, dass das Streben kolonialer Vorherrschaft in der Welt nicht im Christentum verankert ist, sondern eben im Nationalismus der jeweiligen kolonialen Staaten verbunden mit dem Kapitalismus. Dabei handelte es sich überwiegend um christliche Staaten - aber der Antrieb für kapitalistisch koloniales Streben - lag der im christlichen Glauben begründet? Wenn dem - was ich nicht annehme - so gewesen sein sollte, ist auch das alles säkularisiert worden. Ich vermute, dass keine Megafirma mehr danach fragt, ob sie christliche Werte in der Welt vertritt oder nicht, es geht um andere Prioritäten. Christen treten inzwischen nicht gewalttätig auf - es sei denn, dass sie es wieder tun werden, weil die Provokationen unerträglich werden. (Freilich, ich muss es wieder sagen, um nicht missverstanden zu werden: Von Jesus her gesehen ist ein solches Reagieren nicht gedeckt.)

Die damit zusammenhängende Frage: Ist das kommunistische Denken, dem damals so mancher verfallen war, schlecht in den Augen von Kommunisten gewesen oder nicht? Muss man zum Erreichen des Zieles nicht Menschen vernichten (Kapitalisten und ihre Diener), um eine bessere Welt erschaffen zu können, in der die Gerechtigkeit des Arbeiters, die Gleichheit der Menschen erreicht wird? Ich kann mich noch an so manche Diskussion damals erinnern, in dem angesichts der leninistischen, stalinistischen, maoistischen Gräueltaten gerade dies mit leuchtenden Augen propagiert wurde. (Wahrscheinlich haben Nationalsozialisten auch so gedacht - nur habe ich in der Zeit noch nicht gelebt, kann es also nicht beurteilen.) Wenn diese Sicht damals von vielen vertreten wurde - können diese dann nicht verstehen, dass es auch islamistische Gruppen gibt, die ihre zerstörerische Handlungsweise als positiv ansehen, weil sie einem großen, guten Ziel dient?

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Nigeria

Ich soll von dem, was in Nigeria alles abläuft keine Ahnung haben. Gut, mag sein. Aber wenn man in einem Artikel von einem Experten liest, die Situation im Norden relativierend, dass auch im Nigerdelta eine Kirche von einem als Muslim verkleideten Christen angezündet worden sei, dann muss man wissen, dass es im Nigerdelta eben auch Auseinandersetzungen mit den Ölmultis gibt - und die Ölmultis sind freilich westlich orientiert. Und der Kampf der dort operierenden  Movement for the Emancipation of the Niger Delta und anderer Gruppen dann auch zu solchen Mitteln greifen lässt. Darüber hinaus sollte man wissen, dass es im Süden nicht nur Christen gibt, sondern auch Menschen traditioneller Religionen. Dann sollte man wissen, dass die Scharia im Norden nicht aufgrund der Tätigkeit der Boko Haram eingeführt wurde, sondern schon vorher - das heißt, dass nicht nur die Boko Haram extremistisch sind. Dann: Der in Amerika gefasste nigerianische Attentäter, der ein Flugzeug sprengen wollte, gehört nicht der untersten sozialen Schicht an, im Gegenteil: sein sehr reicher Vater hat ihn selbst wegen Gefährlichkeit angezeigt.  Und dass die Muslime im Süden gefährdet sind, das habe ich auch schon geschrieben - eben weil Christen beginnen, sich zu verteidigen. Und bei solchen sinnlosen Kämpfen kommen eben meistens die Wehrlosen zuerst unter die Räder. Dass dieser eine Christ, der eine Kirche angezündet hat, für einen Experten als Beleg dafür herhalten soll, dass auch Christen übel sind und die Lage verfahren ist, stößt angesichts der Morde in Nordnigeria schon eigenartig auf. Will er damit andeuten, dass auch im Norden Christen als Muslime verkleidet diese Morde begangen haben? Ein besseres Beispiel wäre, dass auch Christen im Norden aus Rache ein Dorf überfallen haben - zumindest kursierte das einmal in den Medien. Ob sich das bestätigen ließ, weiß ich nicht, weil es selbst bei Relativierer nicht mehr angeführt wird.

Freilich: Ich bin kein Nigerianer, kein Nigeria Experte, sondern suche meine Informationen aus allen möglichen Quellen zusammen. Wobei wahrscheinlich Nigerianer und Nigeria-Experten auch nicht einer Meinung sein dürften. Was mich nur ärgert, ist, dass sofort eine Islamapologie einsetzt, obgleich die Opfer eben keine Muslime sind. Und: Obgleich ich nicht vom Islam insgesamt spreche, sondern von den jeweiligen Verhältnissen vor Ort, den islamistischen Strömungen. Sicher: Manchmal kann man in einem Blogbeitrag nicht sämtliche Informationen anführen und wiederholen, die man kurz zuvor gebracht hat. Und darum kann es missverständlich rüberkommen. Außerdem: Wenn ich von Muslimen in Nigeria spreche oder in Ägypten oder in Malaysia oder im Gaza oder in der Türkei usw. dann spreche ich eben nicht vom Islam in Deutschland. Der hat wieder ganz eigene Strukturen. Ich bin es nicht, der alle in einen Topf wirft. Ich ziehe nur Verbindungen, wenn ein führender Muslim in Deutschland meint, statt die Untaten in Nigeria kurz, klar, deutlich als Untaten zu benennen, meint, er müsse im selben Atemzug andere als Schuldige und Mitschuldige nennen bzw. die Untaten seiner Glaubensbrüder relativieren. Dann  stelle auch ich Verbindungen her. Oder dann, wenn man sich weigert, das Grundgesetz anzuerkennen. Dann mache auch ich mir meine Gedanken zum Verhältnis hier lebender führender Muslime zur Scharia.

Apropos Türkei: Habt Ihr gewusst, dass Erdogan gesagt haben soll, die Türkei werde zwar von Islamisten (!) regiert, sei aber säkularer Staat?  http://www.abendblatt.de/politik/ausland/article2112844/Inoffizielles-Wahlergebnis-Islamisten-erhalten-wohl-satte-Mehrheit.html Erdogan ein Islamist? Und wie ist die Ditib zu beurteilen, die hier in Deutschland bei türkischen Muslimen überall die Hand im Spiel hat? Nicht wahr, da macht man sich so seine Gedanken - freut sich dabei über jeden Muslim, der frei ist.

Und wenn ich nicht zwischen islamischen Strömungen differenzieren würde, würde ich nur das tun, was Erdogan gesagt hat: Es gibt keinen moderaten bzw. nichtmoderaten Islam - es gibt nur einen Islam. Aber so einfach ist meine Argumentation nicht gestrickt.

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Ägypten

Wie geht es mit Ägypten weiter, wenn Muslimbrüder und Salafisten ca. 70% der Stimmen bekommen haben? Gab es eigentlich liberale Kräfte, die auch für die Freiheit demonstrierten - oder waren das eben die 70% Radikalen? Oder haben 100% Liberale die Freiheit erkämpft und die Radikalen haben dann ihre Wähler moblisieren können? Das heißt: Der Weg für die Radikalen wurde aus Versehen durch die Liberalen frei gemacht? Wie wird das neue Gesetz aussehen? Scharia? Können sich die extremen Gruppen noch von der eigenen Forderung nach der Scharia distanzieren und der ideologiefreien Rechtsprechung (alle Menschen sind gleich; Gedanken-, Presse-, Religionsfreiheit) den Weg bereiten? Oder bleibt es dabei: Es herrscht Religionsfreiheit - wenn man zum Islam übertritt, andersherum wird es verfolgt? Oder bleibt es dabei: Man darf sagen, was man will, wenn es den Herrschern passt? Oder: Alle sind gleich, nur die Männer sind gleicher?) Ich bin sehr pessimistisch. Es wäre schön, wenn ich mich irren würde. Denn die Führer sind ja nicht dumm, sie wissen, dass sie ihre Herrschaft nur konsolidieren können, wenn es mit der Wirtschaft aufwärts geht. Und dazu benötigen sie den Westen. (Mohammed Badia - der Chef der Muslimbrüder soll gesagt haben: Oberhaupt der islamischen Zivilisation ist Allah - und in einer islamischen Gesellschaft müsse niemand Hunger leiden, alle könnten in Frieden und in Sicherheit leben http://www.abendblatt.de/politik/ausland/article2112844/Inoffizielles-Wahlergebnis-Islamisten-erhalten-wohl-satte-Mehrheit.html - eben, was den Hunger betrifft, da benötigt er den Westen, wie will er sonst die Leute satt bekommen. Und wer ein sattes Land von Allah herleitet, der lebt unter einem ziemlichen Einlösungsdruck. Wird der Westen wach sein, oder sich ausnehmen lassen, indem sie sich nach Außen möglichst liberal gebärden - aber nach Innen knallhart Scharia durchsetzen?

Manfred Lahnstein schrieb vor ca. einem Jahr einen Artikel: http://www.deutsch-israelische-gesellschaft.de/news_aktuelles/100425_akt_Islam.html - es hat sich nichts geändert - im Gegenteil. Wer Manfred Lahnstein nicht mehr kennen sollte: http://de.wikipedia.org/wiki/Manfred_Lahnstein

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Scientology-Angst

Eine Kritikerin, die begeisterte Scientology-Anhängerin ist, in Hubbardscher Prägung, dürfte nun aufgrund ihrer Kritik an dem derzeitigen System mächtig Ärger bekommen: http://www.pro-medienmagazin.de/nachrichten.html?&news[action]=detail&news[id]=4894

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