Die islamische Unterschicht in Deutschland kapselt sich und ihre Kinder ab (Nachtrag von mir: ca. 54%?), eine kleine christliche Elite in Deutschland rechristianisiert wieder ihre Kinder. Aber die goldene Mitte liegt in der multikulturellen Auseinandersetzung der Kinder. http://www.welt.de/debatte/article13549911/Deutschland-zuechtet-seine-eigenen-Auslaender.html
Mit Verlaub Herr Abdel-Samad: Wenn Christen in Deutschland für ihre Kinder eine gute Ausbildung haben wollen, dann soll das übel sein – es ist besser, die Kinder in Multikulti-Kämpfe zu schicken? Warum? Muss man das wirklich einsehen – als Weisheit letzter Schluss? Warum muss man sich zum Sklaven irgendwelcher ideologischen Vorgaben anderer machen? Wer hat ein Interesse daran, die Kinder der kulturellen Tradition zu entziehen und sie irgendwelchen Kämpfen zu unterwerfen? Warum haben diese Leute ein Interesse daran? Geht es wirklich um das Wohl der kommenden Generation in diesem Land oder um irgendwelche Unterordnung der Menschen dieses Landes?
Freilich haben gewisse Kreise Angst vor Menschen mit starkem Glauben, weil solche Menschen nicht mehr alles mit sich machen lassen. Dennoch: Konfessionelle Schulen erzeugen keine enge Christen. Und das ist der zweite Haken der Argumentation des Artikels. Toleranz gehört auch an diesen Schulen zum guten Ton. Von daher frage ich mich: Auf welche Mühlen führt der Autor seine Wasser? Auf die Mühlen der Gegner konfessioneller Schulen.
Nachtrag: Die oberen 10.000 sind eher tolerant eingestellt. Doch gerade um international tätig sein zu können, müssen die Kinder eine gute Ausbildung bekommen. Christen sind kulturell auf eine große Vielfalt eingestellt (Christentum ist von vornherein international engagiert) – aber sie sind nicht darauf eingestellt, sich von intoleranten Gruppen vereinnahmen zu lassen.
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