Ich bin wieder da.
An diesem Tag steht bei mir – auch wenn es durch die Abwesenheit bedingt schon länger zurückliegt – das Ereignis in Norwegen im Mittelpunkt.
Man kann sich kaum eine schlimmere Tat vorstellen: Wehrlose, in Urlaubsstimmung lebende Menschen werden ermordet. Sie sind jung, hätten das Leben noch vor sich gehabt, sind im Grunde ahnungslos, was politische Auseinandersetzungen der Gegenwart betrifft, sie wiegen sich in Sicherheit, ihre Eltern und Freunde wähnen sie in Sicherheit. Sie werden in einer idyllischen Landschaft ermordet, weil ein Mensch von ideologischem Wahnsinn beherrscht wird. Und: Er hat jahrelang damit gelebt, ohne dass es – wie es zurzeit aussieht – jemandem aufgefallen ist. Dieser Mensch mordet in einem Umfang, den man vorher so nicht kannte: Es ist kein Affekt, sondern zieht sich über einen langen Zeitraum hin. Wie der Anwalt sagte, der Mörder meine, er lebe im Krieg, darum dürfe er das. Er will Europa retten – und hat noch nichts davon gehört, dass gerade Europa sich dafür stark macht, dass in einem Krieg Unschuldige möglichst verschont werden müssen? Doch, er hat sicher davon gehört. Wenn ich einen faz-online Beitrag folge, so war er klug, hat sich mit philosophischen Traditionen beschäftigt. Aber in seinem Wahn hat er nichts von dem Ringen der Philosophen nach einer gerechteren Welt verstanden. Das alles ist wahnsinnig - auch gerade, weil der Wahnsinn so rational kalt durchgeführt wurde.
Mehr als ein paar Gedankenfetzen und Beobachtungen dazu kann ich nicht in den Blog stellen.
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