Das erfuhr ich unter den Menschen als der Wunder größtes,
dass Erde nicht war, noch oben der Himmel,
nicht Baum …, noch Berg nicht war,
noch … irgend etwas,
noch die Sonne nicht schien,
noch der Mond nicht leuchtete,
noch das herrliche Meer.
Als da nicht war an Enden und Wenden,
da war der eine allmächtige Gott, der Wesen gnädigstes,
und da waren mit ihm auch viele herrliche Geister.
Und Gott der heilige …
Gott allmächtiger, der du Himmel und Erde wirktest
und der du den Menschen so mannigfach
Gutes gegeben,
gib mir in deiner Gnade
rechten Glauben
und guten Willen,
Weisheit und Klugheit und Kraft,
den Teufeln zu widerstehen,
und das Böse (Arge) zurückzuweisen
und deinen Willen zu tun (wirken).
Das Wessobrunner-Gebet (Wessobrunner Schöpfungstext) stammt aus dem Beginn des 9. Jahrhunderts. Es wurde der Seite http://www.wessobrunn.com/wessobrunner_gebet.htm entnommen. Wessobrunn – ein Dörfchen zwischen Schongau und Dießen am Ammersee – ist ein wunderschönes Fleckchen Erde. Ein Besuch lohnt sehr. Das Kreuz stammt aus der Klosterkirche in Wessobrunn.
Impressum auf www.wolfgangfenske.de – http://literarisches.wolfgangfenske.de/3.html