Archive for März 15th, 2011

Erdbeben, Tsunami, Lissabon 1755

Dienstag, März 15th, 2011

Ich möchte an das Erdbeben Lissabon 1755 erinnern. Es war nicht allein ein sehr verheerendes Erdbeben, das tausenden von Menschen das Leben gekostet hat, sondern es hatte auch Auswirkungen auf die Philosophie. Philosophen waren vielfach davon überzeugt, dass alles in der Natur gut und zweckmäßig sei, alles läuft ab wie am Schnürchen. Mit dem genannten Erdbeben wurde aller Optimismus begraben – und es kam vermehrt wieder die Frage der Theodizee auf: Wie kann ein gerechter Gott das zulassen? Eine Frage, die nicht nur die Theologie, sondern vor allem auch den Atheismus bis heute beschäftigt: Sie ist mit der Grund dafür, gegen die Existenz eines Gottes zu argumentieren. Während für die christliche Theologie das Leiden im Kontext des Glaubens gesehen werden kann (denn die grundsätzliche Frage erhob sich schon mit dem Leiden und dem gewaltsamen Tod Jesu, des vollkommenen, des liebenden Gottessohnes Jesus; a. auch Hiob, Psalm 22 u.v.a.), ist es der Ratio, dem Verstand immer wieder eine Anfechtung – und somit eine der Grundlagen der Gotteskritik.

Eine Antwort haben wir nicht, und wenn es Antworten gibt: Sünde des Menschen, Natur ist halt so, der Mensch muss lernen, alles zu beherrschen…, dann sind sie unbefriedigend. Christlichem Glauben wird immer wieder deutlich: Im Leiden müssen Glaubende nicht allein sein, weil sie um die Gegenwart dessen wissen, der gelitten hat und ins neue Leben auferweckt wurde, sie dürfen wissen, dass der Ruf, mein Gott, warum hast du mich verlassen, ein Echo des Schreies Jesu am Kreuz ist – auf die Gott mit der Auferweckung Jesu reagiert hat. Und: Christen leiden mit, sie wenden sich mit Jesus Leidenden zu, mit Jesus versuchen sie, Leiden zu mindern.

Es gibt keine rationale Lösung der Theodizee-Frage: Wir stehen mit unserem Leben immer mittendrin – und müssen mit dem Leben darauf reagieren. Wenn Leiden Gott verdrängt – hat das Leiden gesiegt – ich als Glaubender will nicht zulassen, dass das Leiden siegt.  

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Kernschmelze Gau

Dienstag, März 15th, 2011

Zu meinem Beitrag gestern eine interessante Beobachtung von Vera Lengsfeld: http://www.achgut.com/dadgdx/index.php/dadgd/article/anne_will_am_atomaren_abgrund/ 

Vielleicht sollte so mancher in unserem Land einmal bedenken, dass diese Kopflosigkeit nicht besonders hilfreich ist. Wie nennt man den wirren Scheintuer in Bayern: Gschaftlhuber. Bewundernswert finde ich die Sachlichkeit der Japaner. Wenn es denn nicht der Schock ist, der sie noch lähmt.

Frage: Sind die Stuttgart 21 Leute, die damals so heftig protestiert haben und nun frustriert sind, schon unterwegs zu neuen Heldentaten?

Was mich ärgert: Wenn man wirklich ohne Problem die alten Kernkraftwerke abschalten kann, wie es jetzt wohl gehandhabt wird, dann fühle ich mich, ehrlich gesagt, verschaukelt. Oder wird die daraus entstandene Energie-Lücke aus Frankreich und Polen oder sonstwoher mit Kernkraftwerken teurer nachgefüttert? Beobachten wirs. Oder haben dann endlich die Norweger bessere Chancen?  

Da wir bei den Gaus sind: Wie sieht es eigentlich mit Erdbebensicheren Staumauern aus?

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Geigerzähler

Dienstag, März 15th, 2011

Ich sag dazu nichts. Es gibt doch immer etwas, über das man sich bei seinen Zeitgenossen wundern kann. Kaufen sich Geigerzähler! Wahrscheinlich auch Ersatzhandlungen. Weil man die wahren Probleme nicht lösen kann, kauft man sich halt Geigerzähler… http://www.welt.de/vermischtes/weltgeschehen/article12815481/Viele-Deutsche-wollen-Geigerzaehler-kaufen.html

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Gorch Fock

Dienstag, März 15th, 2011

Gut, dass Guttenberg nicht mehr im Amt ist – spätestens jetzt hätte es wieder Ärger gegeben. Denn seine Abberufung des Kapitäns der Gorch Fock war wohl nicht gerechtfertigt, das schließe ich aus dem Beitrag: http://www.focus.de/politik/deutschland/bundeswehr-untersuchungsergebnis-entlastet-gorch-fock-kapitaen_aid_607981.html Es war ja auch ein Unding. Ich hatte es im Blog schon damals als Thema.

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Klaus von Dohnanyi + Islam

Dienstag, März 15th, 2011

Klaus von Dohnanyi reagiert hervorragend auf Bahners Panikmacher-Buch: http://www.tagesspiegel.de/kultur/die-panik-vor-der-panik/3946164.html  

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Kirchen zu Moscheen + Erregungskultur

Dienstag, März 15th, 2011

Dass diese Forderungen, Kirchen Muslimen zur Verfügung zu stellen, kommen – wem ist das neu? http://www.pi-news.net/2011/03/moslemverband-fordert-ubergabe-leerer-kirchen/#more-181306 Einer der Kommentatoren erinnert an Günther Grass´ Vorschlag, als Zeichen des guten Willens eine Lübecker Kirche in eine Moschee umzuwidmen: http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-29968649.html - Nett fand ich die Reaktion eines Kirchenvertreters, das Haus von Günther Grass in eine Moschee umzuwidmen.

Wenn man das bedenkt, dann besteht ja überhaupt keine Grenze mehr, dass Menschen guten Willens aktiv werden können. Hört, wie sie schreien: mein Haus soll eine Moschee werden, nein, nehmt mein Haus, nein, meins…!

Auch wenn Christen keine Kirchen benötigen – wie man an den frühen Christen sieht; im Gegenteil: weil man sich nicht an Tempel band, konnte man überall Hauskirchen gründen. Wichtig war: Wo zwei oder drei im Namen Jesu beieinander sind, so ist er mitten unter ihnen… – das machte äußerst flexibel. Doch besteht ein großes Unbehagen gegen eine solche Umwidmung - auch wenn es pragmatische Politik bedeuten würde -, denn mit den Kirchen ist Freude und Leid verbunden, die ganze Palette des Lebens: Lachen, Tränen, Hoffnung, Sehnsucht, Erfüllung, Gottes Wort… – und da sollen nun Allahs Vertreter ihren Koran ausbreiten – möglicherweise sogar gegen diejenigen, die ihnen die Kirche freundlicherweise überlassen haben? Außerdem: Kirchen wurden – wenn ich mich recht erinnere – nicht selten auf Stätte gebaut, die fremden Religionen zugehörten. Als Zeichen dafür, dass Gott größer ist als aller Aberglaube. Und nun will eine fremde Religion die Kirche in Besitz nehmen? Soll man ihr den Stolz darüber gönnen?  Allahu akbar: Allah ist größer…? 

Übrigens: EKD-Schneider tut sich mit der “muslimischen Erregungskultur” schwer. http://www.bild.de/BILD/regional/hannover/dpa/2011/03/14/ekdchef-schneider-wirft-islam-kritikunfaehigkeit.html Ist doch nur südländisches Temperament – das nicht zuletzt Juristen äußerst erfreut und freundlich stimmt. Auch Ärzte sollen diese Erregunsgkultur lieben und Erzieherinnen – kurz: Wir alle lieben, jeder an seinem Ort – die Busfahrer vergaß ich – die Erregungskultur. Da wird sich wieder so mancher über EKD-Schneider erregen – vor allem Frau Roth mit ihrem südländischen Temperament. Oder ist die Erregungskultur ansteckend?

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Klare Worte

Dienstag, März 15th, 2011

“Für die Freiheit, für das Leben, Christen von der Straße fegen” – im gleichen Atemzug rufen sie “Nazis Raus”: Kritik an den unsäglichen linken Anti-Christen: http://www.aram-jugend.de/ Auch Christen können aus ideologischen Gründen Christen bekämpfen. Wir kennen das aus der Nazi-Diktatur: Moderne, zeitgeistgemäße braune Deutsche Christen gegen die traditionellen, verquasten, die Zeichen der Zeit nicht erkennende Bekennende Kirche. Von den Deutschen Christen spricht man nur noch kopfschüttelnd. Von der Bekennenden Kirche mit Achtung. Freilich: Auch hier gilt: Nicht alle.

Ich möchte an die Barmer Theologische Erklärung erinnern: http://www.ekd.de/bekenntnisse/142.html Darin heißt es:

“Wir verwerfen die falsche Lehre, als dürfe die Kirche die Gestalt ihrer Botschaft und ihrer Ordnung ihrem Belieben oder dem Wechsel der jeweils herrschenden weltanschaulichen und politischen Überzeugungen überlassen.”

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Zwangsheirat, Ehrenmord

Dienstag, März 15th, 2011

Eine Seite, die sich gegen Zwangsheirat und Mord im Namen irgendeiner Ehre einsetzt von terres des femmes: http://www.ehrverbrechen.de/1/index.php?option=com_content&view=section&layout=blog&id=1&Itemid=105 

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Libanon kämpft

Dienstag, März 15th, 2011

Der Libanon kämpft noch gegen die Annexion durch die Hisbollah: http://www.alsharq.de/2011/03/grodemonstration-in-beirut.html (gefunden über Kybeline)

Und Libyen? Die Gegner Gaddafis kämpfen und kämpfen – sie stehen auf verlorenem Posten. UN-Staaten spielen auf Zeit. Ob sie sich mit dem Verrückten schon auf einen Termin geeinigt haben? Unwahrscheinlicher scheint mir, dass man sich mit Gaddafi auf eine Grenze einigen konnte.

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