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Archive für 8.1.2010

Wert 1

Ein Mensch ist wertvoll - auch wenn er nichts leistet. Theoretisch wissen wir das. Doch das gesamte Leben wird anders gelebt. Von Kind auf wird der Mensch gelobt, wenn er Gutes getan hat. Dann fühlt er sich wertvoll. Wenn er voran kommt, fühlt er sich wertvoll. Wenn dann auf einmal in das Leben etwas einbricht, das eine Leistung verhindert, eine Leistung, die vor den Augen anderer und vor den eigenen Augen bestehen kann, dann sehen wir uns als wertlos an: wenn Krankheit uns niederwirft, Trauer, Behinderungen, psychische Dunkelheiten, Versagen, berufliches Desaster… Und dann sagt der Verstand: Du bist genauso wertvoll wie vorher, dann sagt der Glaube, du bist genauso wertvoll wie vorher… Aber wir haben es seit der Kindheit anders gelernt und anders praktiziert - und dann sollen wir es aufeinmal akzeptieren? Das ist wie der Wandel eines Weltbildes. Aufeinmal muss alles, alles mit anderen Augen gesehen werden. Alles. Und das kostet Zeit, kostet Kraft, kostet Kopfzerbrechen, das zu lernen ist ein hartes Stück Arbeit: sich ganz abgeben zu können. Und nun falle ich wieder in das Leistungsdenken zurück -: und das ist eine immense Leistung. Wie man jahrelang für seinen Beruf lernen musste - und immer wieder lernen muss; wie man jahrelang Erfahrungen in seinem Hobby sammeln musste - und immer wieder neue Erfahrungen sammelt, so ist das auch in dem Lebensabschnitt, der das herkömmliche Leistungsdenken vom Thron stürzt. Es ist ein langer Prozess, in dem man wirklich von Herzen, mit allen Sinnen, mit dem Verstand erkennt: Ich bin wertvoll - auch wenn ich in den Augen anderer nichts leisten kann. Ein Prozess, der immer wieder neu erlernt werden muss - wie man sich auch im Beruf, beim Hobby weiterbilden muss. Vielleicht öffnet diese Erkenntnis aber auch jetzt schon das Auge für die Menschen, die sich wertlos fühlen. Können wir immer wieder den Teufelskreis der Leistungs-Gesellschaft durchbrechen? (Fortsetzung folgt.)

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Film am Freitag

Kennt Ihr den noch? http://www.clipfish.de/video/9726/baer-spielt-golf/2

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Kurt Schwitters

Kurt Schwitters ist am 8. Januar 1948 gestorben. Er war Maler, Dichter, Graphiker - kuez: Künstler. Ein herrliches Gedicht: Anna Blume - vorgetragen von Lutz Görner: http://www.rezitator.de/gdt/1008/

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Literatur 2

Eine weitere Seite, die viele Informationen über Autoren (selbst ihre Stimmen) und vieles mehr bietet: http://www.literaturportal.de/literaturkalender.php

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Bibel 3

Das sehen nicht alle Christen so. Gewiss. Ich selbst bin mit allen Wassern der historisch-kritischen Exegese gewaschen worden - und weiß von so manchem, dass er sich nicht gerne mit Menschen sehen lassen würde, die das nicht sind. Es ist so eine Art Wissenschaftshörigkeit. Und dann habe ich viel gelernt von Menschen, die nicht nur über den Glauben nachdenken, sondern auch aus ihm heraus leben. Auch hier habe ich so manchen kennen gelernt, der nicht unbedingt freudig auf kritische Exegeten zu sprechen ist. Ich möchte nicht sagen, dass es Glaubenshörigkeit ist, sondern das ist so eine Art Traditionshörigkeit. Bei den Wissenschaftshörigen wie den Traditionshörigen gibt es so manche, die nicht mit dem jeweils anderen reden, sondern über ihn. Und das nicht unbedingt wohl gesonnen, sondern arrogant. WWJD: What Would Jesus do? Aber es gibt auch sehr viele, die es gern haben, miteinander zu reden, die von einander lernen, weil sie wissen: Wir gehören in Jesus Christus zusammen, die von dem Reichtum anderer Glaubender profitieren. Manche Dinge können wir nicht miteinander klären - sondern müssen es in Liebe eben so stehen lassen und dabei nie das Gespräch abbrechen lassen, auch nicht das gemeinsame Feiern, das gemeinsame Wirken - denn es gibt immer einer der größer ist, der verbindender ist als all die kleinkarierten menschlichen Trennungen. Christen sprechen hier von Jesus Christus, ihrem Herrn. 

Freilich gibt es auch notwendige Distanzierungen: Wenn eine christliche Gruppe sich gewalttätig, ideologisch gegen andere verhält, es sei an die Deutschen Christen im National-Sozialismus erinnert; es sei an die gewalttätige Gruppe in Ostafrika erinnert (deren Namen ich vergessen habe), die nur Terror verbreitet; es sei an die rassistischen Gruppen erinnert, die ihren Rassismus christlich herzuleiten versuchen; kritisch begleiten muss man die Gruppen, die Angst vor Repressalien haben und darum andere Christen ausgrenzen, leugnen (so die traditionellen christlichen Gruppen, die sich von den neu Konvertierten abgrenzen, verständlicherweise - um nicht selbst Leiden zu müssen). Oder: Manchmal meint eine herrschende Gruppe sich durchzusetzen - aber es rumort in ihr, weil viele merken: da geschieht Unrecht. Ich denke da an die Frage der Abtreibung. Irgendwann wird auch hier wieder die Mehrheit zur Besinnung kommen.

Was hat das alles noch mit dem Thema Bibel zu tun? S. Bibel 1: Sie ist im dort genannten Sinne Maßstab - auch für das gesellschaftspolitische Verhalten. 

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Zu naiv

So ging und geht es noch vielen von uns: Wir sind, was den Islam betrifft, zu naiv - bzw. zu naiv gewesen: http://www.weltwoche.ch/ausgaben/2010-01/artikel-2010-01-islam-wir-waren-zu-naiv.html - und der ehemalige Erzbischof von Canterbury hat folgende Sicht der Dinge bekommen: http://www.dailymail.co.uk/news/article-1240875/70-million-Immigrant-fuelled-population-boom-damage-society-say-leading-public-figures.html - ebenso sein tschechischer Kollege: http://www.oe24.at/welt/weltpolitik/Kardinal-warnt-vor-Islamisierung-Europas-0610553.ece Und Menschen, die in islamischen Ländern leben, denen geht es ebenso: http://www.tagesthemen.de/ausland/tauffest100.html . Und dieser ist ganz raffiniert: Er empfiehlt, den Koran zu lesen, um den Islam besser zu verstehen. Er beabsichtigt vordergründig damit Verständnis für den Islam. http://religion.orf.at/projekt03/news/1001/ne100105_tauran_fr.htm Aber jeder, den den Koran wirklich liest, empfindet höchstens Trauer mit den Muslimen. Auch ihre Welt könnte so schön sein: frei, gerecht…

Der Islam besteht eben nicht nur aus dem netten mohammedanischen Nachbarn, sondern ist eine machtvolle Gruppe, die vielfach die Nettigkeit des mohammedanischen Nachbarn bekämpft. Und wenn dann noch ein paar Extreme in der Nähe die Herrschaft bekommen, dann weiß auch der nette Nachbar nicht mehr, wie er seine Nettigkeit zeigen darf und kann. Was ich der Politik vorwerfe ist, dass sie den netten Nachbarn nicht vor den Extremen schützt, im Gegenteil die mundaufreißenden Extremen unterstützt - s. Schäubles ehemalige Plauderrunde. (Alle Texte über Kewil gefunden.)

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Mutig

Immer wieder eine Mutige: http://www.zeit.de/newsticker/2010/1/6/iptc-bdt-20100106-116-23462542xml

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Frage der Zeit

Überall knallt es: Frankreich, Niederlande… http://www.nzz.ch/nachrichten/international/migranten-unruhen_in_holland_1.4457219.html

Und auch hier lebten einmal viele Christen: http://www.welt.de/die-welt/politik/article5760128/Ein-Irak-ohne-Christen-wird-wie-Afghanistan-unter-den-Taliban-sein.html - wie in der Türkei. Vertreubungen, überall Vertreibungen und Gewalttätigkeiten. Der Islam, hat er eine gewisse Stärke in der Gesellschaft erreicht, duldet keinen neben sich. Und dann wird das schöne Spanien als Ausnahme genannt: Dort hätten Christen, Juden und Muslime unter islamischer Herrschaft friedlich zusammen gewohnt. Eines Besseren wird man belehrt, wenn man den folgenden Blogeintrag liest: http://blog.wolfgangfenske.de/2009/07/15/muslime-in-europa-spanien-3/

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