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Archive für 14.8.2009

Film der Woche

Ich möchte auf einen Trailer hinweisen von einem Film, von dem ich vorher noch nie was gehört habe: http://www.youtube.com/watch?v=x7APytNxuoo&feature=related. Der auch in weiteren Folgen anzusehen ist: http://video.google.com/videoplay?docid=8711213589692296473.

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Mail

Ich bekam folgende Mail:

1 Jesus Von Nazareth
                       wird nachgeliefert

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Verfolgung

Gestern schrieb ich über Christenverfolgung. Dazu bitte ich auch diese Nachricht über iranische Zustände zu beachten: http://www.bpe-berlin.de/index.php?option=com_content&view=article&id=122:kundgebung-vor-der-iranischen-botschaft-in-berlin-1508&catid=38:veranstaltungshinweise&Itemid=73

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Realität

Realitäten werden ganz bewusst geschaffen - und dann heißt es: Das Gesetz muss geändert werden und damit den Realitäten angepasst werden. In meinem jugendlichen Leichtsinn habe ich immer gedacht: Das bestehende Gesetz muss angewendet werden, sicher, auch angepasst werden - aber diese bewusste Untergrabung des Gesetzes war mir doch nicht so geläufig. Und das lässt sich dann auf alles übertragen - und das gilt nicht nur für die Scharia usw., das gilt auch für das Verhalten insgesamt: Kommen nur genügend Bürger zusammen und verhalten sich gegen das Gesetz - irgendwann setzen sie sich dann durch - vor allem, wenns ein paar Wählerstimmen bringt. Das ist wie mit den Paradigmenwechsel: Das bedeutet - irgendwann verändern sich in Gesellschaften bestimmte Vorstellungen - doch heute versuchen viele einen Paradigmenwechsel herbeizureden. Kolat und Co. ist also in guter Gesellschaft, wenn er Themen in den Raum wirft - er will eben neue Realitäten schaffen. Und dann kommen solche Herren und Damen wie die Zypries - sehen neue Realitäten gegeben, und dann zackbumm - ein anderes Gesetz muss her… http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,642162,00.html 

Aber dann will ich auch einen Doppelpass nach dem Land meiner Wahl - und zahle Steuern nur dort. Ich will einen Doppelpass mit Liechtenstein - hab zwar kein Geld für deren Banken - aber klingt doch gut. Schönes Land, angenehm zu leben. Naja, ein wenig Übertreibung muss sein - nur sehe ich, dass ich schon häufig im Blog übertrieben habe und dann merke ich irgendwann: Das ist ja Wirklichkeit!

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Verstehen?

Wer mag, kanns verstehen - oder nicht? Justiz-Rätsel: Schläger verlangt vom Opfer Schmerzensgeld: http://www.westfalen-blatt.de/nachrichten/regional/paderborn_rss_erg.php?id=29754

Viele, viele Straftaten: Und dennoch ein munteres Weiter so: http://www.bild.de/BILD/regional/frankfurt/aktuell/2009/08/12/richter/liess-serien-verbrecher-laufen.html

(gefunden habe ich diese Links über Kewil und pi) Noch etwas von Kybeline: http://www.kybeline.com/2009/08/12/mit-respekt-und-unterwurfigkeit-aus-stuttgart/#more-6529 Und noch was leckeres?: http://www.kybeline.com/2009/08/12/gez-finanzierte-halalrezepte/ Aber überhaupt Kybeline hat darüber hinaus wieder einige interessante Informationen.

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Christenheit 5

Anregende Kultur wird sichtbar in den Gedichten des Ambrosius (+397) - und den ihm zugeschriebenen Liedern. Christliche Philosophen verbanden philosophische Strömungen mit dem neuen Glauben: Clemens, Origenes, Augustin - um nur diese großen Menschen zu nennen. Augustin hat mit seinen “Bekenntnissen” wohl die Autobiographie entwickelt (+430). Vermutlich hat auch ein christlicher Bischof, Heliodor (3./4.Jh?), den Liebesroman geprägt, um Männer und Frauen die neue christliche Ethik der Enthaltsamkeit nahezubringen (manche meinen, er sei Heide gewesen, um heidnische Frömmigkeit wieder zu propagieren; aber man darf nicht vergessen: auch so große Menschen wie zum Beispiel Boethius (+524?) waren Christen - aber dann doch stark an ihre heidnische Tradition gebunden - es war eine Übergangszeit). Eusebius (+337?) hat vermutlich die erste Geschichte geschrieben, die zielgerichtete Geschichte darstellt: Vom Bösen zum Guten hin auf die Gottesherschaft. Kommentare zu den biblischen Texten waren sehr beliebt und loteten aus den unterschiedlichsten Perspektven die Tiefe biblischer Texte aus. Manuskripte wurden illustriert/illuminiert - und die großartigste, sichtbarste Form waren die Kirchen, christlich inspirierte Basiliken, die Konstantin und andere mit ihrem Reichtum gefördert haben. Das Christentum begann auch, die heidnische Philosophie zu beeinflussen : Plotin (+270), der Neuplatoniker, hatte einen Lehrer christlicher Abstammung - und diese Philosophie beeinflusste viele (nicht nur christliche) Denker in den späteren Jahrhunderten (freilich wird der Neuplatonismus von vielen auch als Verfall der wahren Philosophie angesehen - aber sich von diesem und jenem abzugrenzen, das gehört zum Geschäft). Wichtiger als diese Punkte war jedoch der langsame Einfluss des Christentums auf die Ethik - und diese war es auch vielfach, die die Menschen bewundert haben: In all dem sexuellen Chaos wurde Enthaltsamkeit und Ehe betont, in all der Menschenverachtung wurden ausgesetzte Kinder aufgenommen, treues, gewissenhaftes Arbeiten - welcher Arbeit man auch immer nachgeht - wurde gefordert; die Gleichheit und Gemeinschaft der Menschen: Mann und Frau, Sklave und Freier, Grieche und Nichtgrieche; Kranke und Sterbende wurden gepflegt; keiner durfte verachtet werden… Diese Menschen versuchten, in all die täglichen Grausamkeiten hinein etwas Neues durchzusetzen: den Willen Gottes, die Liebe. Und diese Liebe Gottes zu den Menschen, die auch von Menschen entsprechendes Verhalten forderte - das war eine Erneuerung, die in der heidnischen Umwelt ihresgleichen suchte: Es war keine Ethik für die oberen 100, sondern eine Ethik für viele. Jeder normale Mensch konnte wissen: Ich bin für Gott wertvoll und werde darum auch für andere Wertvolles tun. Dass diese Ethik freilich nicht alle angesprochen hat, dass - vor allem dann, als das Christentum politische Macht bekommen hatte - auch so mancher sich nur mit christlicher Farbe angepinselt hatte, das muss nicht gesagt werden. So musste zum Beispiel Johannes Chrysostomos (+407) vieles erleiden, weil er sich nicht scheute, selbst der “christlichen” Kaiserin und dem Kaiser wie auch anderen Mächtigen und Reichen massive Vorhaltungen wegen ihres unchristlichen und unmenschlichen Handelns zu machen.

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