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10.7.2009 von Wolfgang Fenske.
Noch ein Wiedersehen mit alten Bekannten - dieses Mal jedoch Dick und Doof im Krankenhaus: http://www.youtube.com/watch?v=MmtZrIddxzU&hl=de
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10.7.2009 von Wolfgang Fenske.
Nachdem ich nun alles über das Osmanische Reich geschrieben habe, lese man diesen Text von terra X (http://terra-x.zdf.de/ZDFde/inhalt/22/0,1872,7587638,00.html) - und dieser ist ziemlich daneben. Übrigens heißt das Lied Luthers soweit ich weiß urspünglich nicht: “Erhalt uns, Herr, bei deinem Wort und schütz uns vor der Türken Mord, die Jesus Christus, deinen Sohn, wollen stürzen von deinem Thron”, sondern “steur des Papstes und Türken Mord”. Wie dem auch sei: Es ist nun verständlich, dass Luther 1543 die Türken als Gegner ansah - nach all den Greueltaten in Europa (was ich noch nicht erwähnt habe: 1543 Plünderung von Nizza durch muslimische Nordafrikaner). Das hat sich bis ins 17. Jahrhundert noch verstärkt. Während im 16. Jahrhundert auch in Deutschen Landen benachteiligte Stände (Bauernaufstand) Türken herbeiwünschten, haben die folgenden Jahrzehnte türkischer Vorgehensweisen dann doch so manchem die Augen geöffnet.
Unverständlich ist, dass terra X einfach alle geschichtlichen Erfahrungen ausblendet und so tut, als sei alles nur europäischem Vorurteil entsprungen, Folge der Konkurrenz-Angst der Kirchen. Dass auch viele Europäer die Osmanen und co. als Hoffnung ansahen, ist auch verständlich: Menschen in schlimmen Lagen erhoffen sich von allen Veränderungen Gutes - auch wenn dann die Ernüchterung folgt - bzw. manche lernen erst sehen, wenns zu spät ist.
Nur am Rande zur Gegenwart: http://www.oedp.de/themen/globalisierung-gerechtigkeit/oedp-politik/menschen/interview-schwester-hatune-dogan-gruenderin-der-qu
Alle Infos aus “Osmanisches Reich” I-VI habe ich aus wikipedia und den unterschiedlichsten Büchern, die ich in den letzten Jahren gelesen habe.
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10.7.2009 von Wolfgang Fenske.
Ich meine, ein Bordell ist immer Frauen verachtend - wie “rein” sie sich auch geben. Nur wieso die Frauen-Flatrate mehr Frauen verachtend ist, kann ich nicht erkennen. Aber es ist gut, wenn der öffentliche Blick mal wieder auf dieses Thema gelenkt wird - auch wenn sich an diesem alten Gewerbe schon so mancher die Zähne ausgebissen hat - und es gibt das immer noch und wohl überall. Ich möchte hier nur auf http://www.solwodi.de/ hinweisen: Solidarity with Women in Distress (Solidarität mit Frauen in Not) - eine wichtige Arbeit, auch unter dem hier genannten Gesichtspunkt: http://www.solwodi.de/536.0.html
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10.7.2009 von Wolfgang Fenske.
Manche haben Blut geleckt. Ich denke, es ist nur eine Frage der Zeit, wann die ersten politischen Seiten zensiert bzw. gesperrt werden - wann Diktatur -ähnliche Köpfe das Haupt erheben. Was ist eigentlich rechts, rechtsextrem? Wenn ich mir so manches Urteil ansehe, dann gilt schon Kritik am Islam als rechtsextrem und Evangelikale Christen werden gleich mit in den Topf geworfen. Das Gute an unserer Demokratie ist, dass Meinungsfreiheit herrscht. Menschen können noch so dummes Zeug schwätzen - sie sind rechtlich geschützt. Wenn jetzt aber Leute daher kommen und mit ihrem Maßstab die Aussagen anderer einordnen und dann verbieten wollen, dann hat die Demokratie abgedankt. Wie gesagt: ich denke, es ist nur noch eine Frage der Zeit, die Meinungsmacher arbeiten kräftig daran. Solange das noch nicht so ist: Mutig sein! Klar und deutlich sagen, was man denkt! Gleichgesinnte um sich scharen - sich zu ihnen dazugesellen! Nicht fanatisch werden, nicht extrem, nicht verbittern und keine Menschen verachten - sondern fröhlich bleiben und frei.
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10.7.2009 von Wolfgang Fenske.
Wo die Ditib (Türkisch-Islamische Union der Anstalt für Religion e.V. = der türkische Brückenkopf in D) Recht hat, hat sie Recht: “Terror und Gewalt sind ein Verbrechen an der Menschheit” - womit sie gegen das chinesische Vorgehen gegen die islamischen Uiguren spricht: http://www.ditib.de/detail1.php?id=160&lang=de. Dass sie auch zu Terror und Gewalt im Iran Stellung genommen hat, kann ich nicht erkennen.
Aber das Freitagsgebet geht zu Herzen: >Allah wird diejenigen von euch, die glauben, und denen Wissen gegeben wurde, um Rangstufen erhöhen in seinem Ansehen.” [5] Oder auch: “Und wem Wissen gegeben wurde, dem wurde damit auch Weisheit gegeben.” [6] Und unser Prophet Muhammed (Allah segne ihn uns schenke ihm Heil) wies uns darauf hin, dass es von enormer Bedeutung sei, Wissen zu erlangen und dass dies dem Menschen auch dazu verhelfen könne, das Paradies zu erlangen, als er sagte: “Wer sich anschickt, Wissen zu erlangen, dem wird Allah den Weg ins Paradies erleichtern.” [7] Dieselbe Aussage lesen wir aus folgendem Prophetenspruch: “Jeder Muslim, ganz gleich, ob Mann oder Frau, muss nach Wissen streben.” [8]< (http://www.ditib.de/default.php?id=3&lang=de)
Nur ein kleiner Hinweis: “Wissen” ist nicht das, was wir normalerweise darunter verstehen (Allgemeinbildung usw.) - sondern: Koran-Kenntnis; Mohammed-Biographie usw. Nach unserem Verständnis ist Bildung knapp gesagt: Lernen, selbständig zu denken (was leider auch vielfach in unserem Bildungssystem nicht genügend beachtet wird). Wie könnte Bildung hier im Kontext des Freitagsgebetes verstanden werden? Melodiöses Rezitieren des Koran? Wir müssen viel mehr darauf achten, dass ein und dasselbe Wort anders verwendet wird, damit es nicht zu Missverständnissen kommt - auch nicht zu bewussten Irreführungen.
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10.7.2009 von Wolfgang Fenske.
Verschleierung dient dem Vermeiden von Vergewaltigungen - hört man überall. Nun muss eine Gesellschaft schon ziemlich krank sein, in der Frauen nicht leben können, ohne Angst zu haben, vergewaltigt zu werden. Lebt man in einer so kranken Gesellschaft - dann soll die Verschleierung schützen? Nein, natürlich nicht: Aber die Burka schützt, so die Hoffnungsfrohen. Alle Frauen unter eine Gesamtverhüllung - und sie sind geschützt. So denken manche Dummbacken. Denn Männer, die sich nicht in Gewalt haben, wissen, dass unter Burkas Frauen stecken: http://diepresse.com/home/politik/aussenpolitik/493617/index.do?_vl_backlink=/home/index.do - in Afghanistan ist die Vergewaltigungsrate massiv. Wie krank sind diese Gesellschaften! - Und wie dumm sind wir, dass wir religiöse Argumente (Frau muss verschleiert sein) als sozial sinnvolle Argumente akzeptieren. Ich will nicht in einer Gesellschaft leben, in der Menschen, die so leben wollen wie sie es eben wollen, Angst haben müssen, von anderen missbraucht zu werden: die Würde des Menschen ist unantastbar… - daran muss sich jeder im Lande und in der UN halten. Ich möchte in einem Land leben, in der ein Höchstmaß an Vertrauen herrscht, in dem man einander nicht misstrauen muss. Und die Fatwa eines frommen Saudis, der zum Beispiel auch sagt, dass Muslime ungläubige Frauen in fremden Ländern einfach so heiraten dürfen ohne ihnen sagen zu müssen, dass sie schon verheiratet sind, in der Frauen und Mädchen einfach so unter Vorspiegelung falscher Tatsachen als Triebabfuhr benutzt werden können - solche Fatwas tragen nicht dazu bei, dass man Menschen mit einer solchen Tradition vertrauen kann. Wenn dann alle diesen Fatwa-Menschen gegenüber misstrauisch sind, dann wird der Grund für das Mißtrauen in den Gastländern gesucht - aber sucht mal die Fatwas durch, den Koran, die Hadithe: In all diesen Schriften wird der Grund für Mißtrauen gesät. Das heißt: Menschen verlernen durch solche Elaborate immer mehr, einander zu vertrauen.
Was mir übrigens immer wieder mal auffällt, ist, wie schön sich Frauen mit Kopftuch machen können, sehr edles schmuckes Kopftuch, körperbetonendes Kleid… - wie war das mit der Bekleidung als Schutz vor bösen Männern? Es handelt sich um Religion… - alles andere scheint mir sekundäre Begründung zu sein.
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10.7.2009 von Wolfgang Fenske.
Claudia Roth nach ich liebe Sonne, Mond und Sterne und Börek und die Konflikte in der Türkei (http://www.youtube.com/watch?v=dFhhOPA0qHY) mal wieder mit einem wunderbaren Wort des Tages: “Bitte lerne mal endlich, dass man mir zuhören muss!” http://www.kybeline.com/2009/07/08/claudia-roth-zu-den-uigurischen-terroristen/
Übrigens: Viele denken sich die Welt sooooo schöööön: http://www.welt.de/politik/article4089718/Guantanamo-Haeftling-fuehrt-Taliban-gegen-US-Armee.html - und dann das! Aber wir können das alle verstehen: Wer in Guantanamo saß wurde erst durch die bösen Amis böse. Vorher waren sie alle sooo friedlich, lieb und nett, dachten nur an Sonne, Mond und Sterne, an Koran und vielleicht Börek - doch dann der psychische Knacks, und aus den lieben Friendensaktivisten werden tapfere Talibanführer. (Vorsicht: Ironie! - muss gesagt werden, denn es gibt sicherlich Zeitgenossen, die sowas mit Ernst behaupten.)
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