Sie befinden sich aktuell in den Blog Blog-Archiven für den folgenden Tag 22.6.2009.
22.6.2009 von Wolfgang Fenske.
Nimm deine Kerze und leuchte: http://www.youtube.com/watch?v=CVqR6kTu8lE&NR=1
Impressum auf www.wolfgangfenske.de
Geschrieben in Lied | Keine Kommentare »
22.6.2009 von Wolfgang Fenske.
Sehe ich das Ballett an, denke ich unwillkürlich an Ovid, Metamorphosen und co.: http://www.youtube.com/watch?v=J-1fuTIZQuU&feature=related - auch wenn es gar nichts mit ihm zu tun hat. (Wer mehr zu Ovid wissen will: http://de.wikipedia.org/wiki/Ovid)
Impressum auf www.wolfgangfenske.de
Geschrieben in Kunst | Keine Kommentare »
22.6.2009 von Wolfgang Fenske.
So mancher Europäer scheint schizophren zu sein: Man wird freier gegenüber dem, was islamische Sitten und menschliche Unsitten betrifft - und gleichzeitig wird vieles gegängelt und geregelt. Woran liegt das? Man hat keine Maßstäbe. Zur Beschneidung: http://www.20min.ch/news/schweiz/story/Genitalverstuemmelung-gleich-wie-Piercings–24240630 : Wenn man Schönheitsoperationen erlaubt, darf man ja auch Genitalverstümmelungen erlauben…? Und so kommt auch so mancher von uns ins Grübeln: Naja, wenn dies so wollen…? Andere Völker - andere Sitten, muss man halt akzeptieren… Bleibt ein kleiner bitterer Nachgeschmack?
Impressum auf www.wolfgangfenske.de
Geschrieben in Gesellschaft | 1 Kommentar »
22.6.2009 von Wolfgang Fenske.
Ist den vielen, die Christen vorwerfen, in anderen Völkern zu missionieren (= von ihrem Glauben weiterzusagen), eigentlich nicht klar, dass der Westen mit seinem Export und seinem technischen Knowhow ständig missioniert? Er bricht ein in traditionell gewachsene religiöse und damit verbunden soziale Strukturen. Er lockt, ruft Sehnsüchte hervor, gibt Lebensziele vor. Und sie meinen, damit neutral zu sein? Ich sehe schon, dass die Radikalisierung vielerorts auch mit diesem Wirtschaftskolonialismus zusammenhängt - nicht nur mit der Ablehnung der westlichen Werte, die als zu freizügig, als negativ empfunden werden. Der Anspruch einiger Wirtschaftler besteht ja auch darin, die Welt auf wirtschaftlicher Ebene zu vernetzen, in die Politik und Tradition einzugreifen, Werte zu vermitteln (auch “besser und wirkungsvoller als Religionen” - wie ich mal in einer Vorlesung eines Wirtschaftswissenschaftlers hörte)… Warum wird der Westen von vielen als Paradies angesehen? Wegen den Gaukeleien der Werbung, die weltweit ausgestrahlt werden. Das schlägt seine zerstörerischen Schneisen überall auf der Erde - was man der Tätigkeit der Christen nicht unbedingt nachsagen kann.
Impressum auf www.wolfgangfenske.de
Geschrieben in Wirtschaft, Glaube | Keine Kommentare »
22.6.2009 von Wolfgang Fenske.
Gelesen: “So wie wir den Islam nicht haben wollen, haben Muslime das Recht, nicht das Christentum haben zu wollen.” - Was für ein interessantes Menschenbild hier zum Vorschein kommt: Es zählen, ganz islamisch gedacht, Gruppen - nicht Individuen. Und der Sprecher ordnet alle Menschen seinem Denken zu (”wir”). Wir sind alle Atheisten und wollen weder Christentum noch Islam. Und weil wir alle Atheisten sind und weder Christentum noch Islam wollen, hat das Christentum kein Recht, in islamischen Ländern zu missionieren. - Der Schreiber dieser Sätze hinkt ein wenig hinterher: Menschenrecht im westlichen Sinn bedeutet auch: Jedes Individuum hat das Recht, sich zu informieren und informiert zu werden - und hat das Recht, selbstbestimmt über sein Leben zu entscheiden. Das gilt auch für unser Land. Wenn jemand den Islam für sein Leben als wichtig ansieht, dann ist das zu respektieren. Was freilich nicht heißt, dass ihm auch nachträglich keine weitere Argumente nahe gebracht werden dürften, die ihn eines besseren belehren können. (Dass der Islam Menschen nicht gerne wieder gehen lässt und darum für den Schritt aus dem Islam hinaus mehr Mut verlangt wird, als der Schritt in den Islam hinein, dürfte inzwischen bekannt sein.) Auch einige Atheisten brauchen wohl Nachhilfe in dem, was das heißt “Menschenrecht”.
Impressum auf www.wolfgangfenske.de
Geschrieben in Atheismus | Keine Kommentare »
22.6.2009 von Wolfgang Fenske.
Interessant finde ich auch die Aussage eines Kritikers der in Jemen Ermordeten: Kirchen sollten erst einmal im eigenen Land missionieren, bevor sie in den Jemen gehen.
Auch das hat sich wohl noch nicht herumgesprochen: Christen sind freie Menschen. Wenn ich heute meine, ich müsse nach Timbuktu (Oasenstadt in Mali) gehen, um zu missionieren, oder nach New York oder nach Fukuoka (8.-größte Stadt Japans), dann kann ich das machen. Da steht keine Kirche dahinter. Kirche ist keine feste Größe wie eine Firma, sondern ein lebendiges Miteinander, in dem Menschen frei sind - auch wenn es in der römisch-katholischen Kirche einen Papst gibt und Unwissende daraus falsche Rückschlüsse ziehen mögen. Wenn aber jemand mitbekommt, dass auch in Deutschland missioniert wird, dann wird schnell die Evangelikal- bzw. Fundamentalisten-Keule herausgeholt. Das mag man dann ja doch nicht so. Oder: Wird in Kirchen mal ein deutliches Glaubens-Wort gesprochen, das auch die Öffentlichkeit wahrnimmt, dann ist die Verwunderung und mancherorts die Hysterie groß.
Impressum auf www.wolfgangfenske.de
Geschrieben in Kirche, Atheismus | Keine Kommentare »
22.6.2009 von Wolfgang Fenske.
Diese Sammlung habe ich von einem Lesertipp übernommen: http://www.youtube.com/results?search_type=videos&search_query=tehran+june+20&search_sort=video_date_uploaded
Es lässt sich nichts verschweigen. Und warum gibt es bei uns so viel Sympathie für ein grausames Regime? Es ist doch nicht erst seit ein paar Tagen grausam. Das weiß jeder und jede, der bzw. die sich ein wenig informiert - und dennoch dieses Sand in die Augen streuen. Ich bin eher Pessimist, was die Lage im Iran betrifft: Tagsüber wird demonstriert, nachts werden sie aus ihren Betten gezerrt. Ich bewundere die Menschen, die auf die Straße gehen und genau wissen, was mit ihnen geschieht. Das Regime, das Jahre lang Zeit hatte, sich überall einzunisten, lässt sich nicht so leicht von den Futtertrögen vertreiben. Haben sich seine Propaganda-Schergen auch schon bei uns eingenistet?
Nachtrag: Lest mal die Beiträge in welt.online zu den Ereignissen im Iran - hier zur Ermordung der Demonstrantin “Neda”. Überall gibt es diese Typen, die die Vorgehensweisen des Staates und seiner Mordtruppen relativieren, in Abrede sellen, die Demosntranten verantwortlich machen usw. Eigenartig.
Impressum auf www.wolfgangfenske.de
Geschrieben in politik | Keine Kommentare »