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1.6.2009 von Wolfgang Fenske.
“Denn morgen soll die heil´ge Feier / Des ausgegoßnen Geistes sein, / Und dazu weiht der hehre Weiher / Die Welt mit seinen Flammen ein. / Wie jener Wetter falbe Kerzen / Am Horizonte lodernd sprühn, / So soll in allen Christenherzen / Ein heilig Geistesfeuer glühn!” So schließt das Gedicht von Ferdinand Freiligrath “Wetterleuchten in der Pfingstnacht” revolutionär, heftig, brennend. Heutige Pfingstlieder - so ist mir aufgefallen - haben eher das Ich im Blick, seine emotionale Offenheit für den Geist. Auch das Folgende Lied, in dem die Bitte ausgesprochen wird, dass Gott seinen heilenden Geist (umfassend) auf Menschen regnen lassen möge - http://www.youtube.com/watch?v=klIkZFAbsls&feature=related
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1.6.2009 von Wolfgang Fenske.
Morgen-Gedanken für C.P.
- Steht uns das Wasser bis zum Hals, hält uns der Lobpreis Gottes im Geist darüber.
- Muscheln mögen keine Perlen. Perlen erinnern Muscheln an ihren eigenen kommenden Tod.
- Auch Missionare müssen auf Gottes Willen achten, darauf, ob sie schweigen oder reden sollen, achtsam hören oder posaunen, in der Stille handeln oder öffentlich. Auch Missionare müssen auf Gottes Willen hören, damit sie nicht ihren eigenen tun.
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1.6.2009 von Wolfgang Fenske.
Nachlese 1: Am 29.5. habe ich eine Info in den Blog gestellt, zum Thema Fürsorgepflicht für die Polizei. Nun gefunden (über pi-news.net): http://www.morgenpost.de/berlin/article1102610/Polizisten_erstmals_mit_Chemie_Bombe_attackiert.html
Nachlese 2: Am 15.5. habe ich zur Auseinandersetzung im Kontext des Hessischen Kulturpreises Stellung genommen: Dazu ein interessanter Überblick von Gudrun Eussner: http://www.eussner.net/artikel_2009-05-17_19-30-41.html Ihre Beiträge sind häufig sehr umfangreich - aber recht fundiert. (Gefunden über Kewil.)
Nachlese 3: Zum Grundgesetz. Das gab es schon häufiger, dass an Feiertagen etwas in die Höhe gehoben wurde - und jeder wusste: Morgen wird es fallen gelassen. So wird es wahrscheinlich auch unserem Grundgesetz gehen - es wird dann nicht mehr Grundgesetz heißen, sondern Lissabon-Gesetz. Dazu s.: http://fact-fiction.net/?p=2340
Nachlese 4: Zum Thema Missbrauch von Kindern in Irland (22.5.) s. Hintergrundinformationen bei Kewil: http://fact-fiction.net/?p=2344#more-2344
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1.6.2009 von Wolfgang Fenske.
Sicher, ein Thema, das den Blog sprengt. Aber dennoch: Was ist das - Gewissen? Man unterscheidet gut und böse. Warum? Um seiner Gruppe - man muss “ur-zeitlich” denken - nicht zu schaden: Gut ist das, was alle für gut ansehen, böse ist, was der Gruppe schadet. Wie kommt es zum Gewissen? Offenheit, Gutes und Böses unterscheiden zu wollen, scheint wohl angeboren (lassen wir religiöse Verstehensversuche mal außen vor). Was prägt ein Gewissen? Wer sagt uns, was gut und böse ist? Unsere Eltern sagen das, unsere Freunde, die Menschen, die zu meiner Gruppe gehören. Unser europäisches Gewissen ist intensiv neutestamentlich - also von Jesus und seinen Nachfolgern (auch Humanisten haben christliche Erziehung genossen) - geprägt worden. Wir finden es böse, anderen Menschen, wer sie auch seien, weh zu tun… Und nun kommen andere Gruppen, die nicht in dieser Tradition stehen. Woran ist ihr Gewissen ausgerichtet? - Und damit kommt es zu Konflikten. Und wir, die wir ein im oben genannten Sinn humanisiertes Gewissen haben, wissen kaum mit Menschen umzugehen, die ein Gewissen haben, das nicht entsprechend humanisiert ist. Lassen wir unser Gewissen nun von ihnen prägen? Jesus hat hier neue Akzente gesetzt: Nicht mein Feind darf bestimmen, wie ich ihm zu begegnen habe. Wenn mir einer eine runterhaut, und ich doppelt zurückschlage, dann habe ich dieselbe Gesinnung wie der Feind. Menschen, die zu Gott gehören, sollen Gottes Gesinnung haben. Nun tritt aber ein Problem auf: Das ist einer Gesellschaft, die sich als Ganze gefährdet sieht, kaum zu vermitteln. Welche Wege können gegangen werden, die dem humanisierten Gewissen entsprechen, aber gleichzeitig dem Feind kraftvoll Paroli bieten? Für Christen ist klar: Mission, Menschen, die sich Gott zuwenden, deren Gewissen wird in unserem Sinne humanisiert. Für unsere Gesellschaft müsste es klar sein: Mission zur mühsam errungenen Demokratie. “Mission” bedeutet nicht: Es wird sich schon alles mit den Stimmzetteln regeln, sondern selbst tatkräftig für dieses Bild, das wir von einer humanisierten Gesellschaft haben, werben. Ich bin sicher, es hat auch für viele Menschen anderer Kulturen einen großen Wert… Und man muss diesen Menschen den Freiraum schaffen, das auch leben zu können. Wenn wir hören, dass dort, wo Moscheen gebaut werden, die muslimischen Menschen auch wieder ängstlicher und “traditioneller” werden, dann haben wir als demokratische Gesellschaft versagt. Und man lässt sie von politischer Seite voll ins Messer laufen, unterstützt die Hardliner, diejenigen, die den Mund weit aufreißen, lässt sich von ihren Schönrednern einlullen, die gleichzeitig unter der Hand ihre Machtimperien aufbauen.
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1.6.2009 von Wolfgang Fenske.
Geschichtsklitterung wie sie sein soll, wie aus dem Bilderbuch: http://www.focus.de/politik/deutschland/personenkult-giftmischerin-und-halunken_aid_359391.html - die liebe Rosa, der böse Ebert - oder doch die böse Rosa und der liebe Ebert? Es ist so schön, rosa zu denken. Vor allem, wenn man die Rosa nicht ganz dolle rot sein lässt, wie sie es eigentlich wollte, blutrot, wie ihre Genossen in Russland. Rot wie Blut, das andere verlieren. Rosa Luxemburg war schon cool. Als Mensch ihrer Zeit, in der sich Kommunisten/Sozialisten und Nationalisten einander hochschaukelten, schaukelte sie auf der kommunistischen Seite mit, auf der Seite, auf der auch die Mordsgenossen in Russland die Welt verbesserten. Das Ende war klar: National-Sozialisten schaukelten am höchsten, bis sie alles in den Fall mit hineinrissen.
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1.6.2009 von Wolfgang Fenske.
Nachtrag Beitrag: Gott (28.5.). Es gibt auch ideologische Christen: “Gott ist - wie ich es euch sage, basta!” ”Jesus Christus hat gesagt, was ich euch sage. Schluss aus!” Ich finde diese Brüder und Schwestern recht anstrengend. Darum schreibe ich auch so wenig über sie. Nicht, weil ich sie mit meinem Tippen verschonen möchte oder weil ich ein verschöntes Bild von Christen darstellen will, nein, ganz einfach: Sie sind mir einfach zu anstrengend. Nicht verkrampfen - fröhlich leben in und durch Jesus Christus… - nicht alle kritischen und zweifelnden Anfragen persönlich nehmen, sich selbst nicht mit falscher Vollkommenheitssucht vergiften - das ist meine Devise.
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