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Archive für 31.5.2009

Pfingsten-Lied 2

Ich möchte dieses Lied heute - am Pfingstsonntag einstellen: http://www.youtube.com/watch?v=mbOnOETNcoM&feature=related Es ist nicht in einem Studio entstanden, es ist nicht in einer Konzerthalle entstanden - sondern eine Frau (aus Indonesien?) singt ein Liebeslied für Jesus. Beachtet bitte auch den Hintergrund, der ein wenig auf die Situation zurückschließen lässt, beachtet das Babyschreien, das sich auch mal meldet. Pfingsten = Gott ist in einem jeden von uns im Alltag anwesend - und die Sängerin weiß es, dass er anwesend ist. — Paulus schreibt: “Niemand kann Jesus den Herrn nennen außer durch den heiligen Geist.” (1Korintherbrief 12,3)

Ich wünsche Segen allen,
die es sich zusagen lassen,
in welcher Situation sie auch leben:
Gottes Geist ist in Dir.

Ich wünsche Segen allen,
die in diesem Geist Gottes ihr Leben führen,
wohin er sie auch führt, durch Wüsten zur Quelle.

Ich wünsche Gottes Segen allen,
die Gottes Geist Raum geben,
damit sie den anderen im Geist unseres Gottes begegnen können.

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Pfingsten

An Pfingsten feiern Christen, dass Gott ihnen seinen Heiligen Geist schenkt, in seinem Heiligen Geist in ihnen und durch sie wirkt.

Das Wort “Geist” ist freilich für uns ungewohnt, weil wir es im Wesentlichen in anderen Zusammenhängen gebrauchen. Kindern fällt sofort Gespenst ein - freilich auch Erwachsenen, wenn sie nicht gelernt haben, dass auch der Mensch ein geistvolles Wesen ist, ein Wesen mit “Geist”. U

Unser jüdisch-christliches Verständnis von Geist-Ruach wird zunächst von der Schöpfungsgeschichte geprägt: Der Geist Gottes - der Lebensatem - erschafft, und indem er alles erschafft, ist alles gut, weil das Lebendige den Atem Gottes in sich trägt. Der Geist Gottes ist schöpferisch, er ist mächtig - Ruach als Sturm -, Menschen wachsen über sich hinaus: Moses, Propheten… Und dann kam Jesus Christus: Nach seiner Ermordung wachsen seine Jünger über sich hinaus, weil er mit seinem Geist, dem Geist (Lebensatem/Sturm) Gottes, in ihnen anwesend ist; der Geist Gottes schafft Gemeinschaft: er führt zusammen, indem er Grenzen sprengt, Grenzen, die Menschen setzen, Grenzen der Kommunikation, Grenzen des Gesetzes; als Feuer reinigt er, verbrennt das Böse aus Herzen und Gedanken, ist leidenschaftliche Glut (Heilung, Gerechtigkeit, Mission); er ist Leben bringendes und reinigendes Wasser (Taufe), Quelle der Freude (Gottesdienst, Gesang …). 

Das Leben ist vom Tod bedroht - der Geist Gottes, Gottes machtvoller Lebensatem - sprengt auch diese Bedrohung. Menschen werden mutig, im Geist Jesu zu leben, bis hin zum Sterben, weil der Geist (Lebensatem) Jesu in ihnen Leben ist - über dieses irdische Leben hinaus. Der Geist Gottes, der Heilige Geist, hat Willen, Wirkkraft - er wird von Menschen als gegenwärtiger Gott erfahren. Darum glauben Christen an Gott, der sich ihnen in seiner Zuwendung als ”Vater” zeigt, der in Jesus Christus als Mensch lebte, und als Heiliger Geist am Wirken ist.

Der Geist Gottes ist in Menschen aller Völker am Wirken - darum gibt es meines Erachtens überhaupt noch Menschen, weil er besonnene, lebenerhaltende Kräfte immer wieder durchsetzen hilft. Die Besonderheit des Geistwirkens im jüdisch-christlichen Glauben besteht darin, dass er sich als der Geist Gottes in Propheten als Stimme und Jesus Christus konzentriert offenbart hat. Das ist keine Arroganz, sondern damit ist ein massiver Anspruch verbunden: Darum können wir uns nicht mehr herausreden, wenn wir nicht mehr nach Gottes Willen Leben-erhaltend wirken.  

Darum: Frohes Pfingstfest - das ganze Jahr hindurch!

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Barmer Theologische Erklärung

Heute vor 75 Jahren wurde die Barmer Theologische Erklärung angenommen. In ihr geht es darum, den Machtanspruch national-sozialistischer Diktatur, den sie in der Kirche durch ihre Handlanger durchsetzen wollte, theologisch zurückzuweisen: http://www.theology.de/kirche/texte/barmertheologischeerklaerung.php. Diese Erklärung zeigt, dass Menschen, die Jesus Christus ernst nehmen, einen Maßstab haben, an dem sie nicht vorbei kommen. Zur ersten These heißt es: “Jesus Christus, wie er uns in der Heiligen Schrift bezeugt wird, ist das eine Wort Gottes, das wir zu hören, dem wir im Leben und im Sterben zu vertrauen und zu gehorchen haben. Wir verwerfen die falsche Lehre, als könne und müsse die Kirche als Quelle ihrer Verkündigung außer und neben diesem einen Worte Gottes auch noch andere Ereignisse und Mächte, Gestalten und Wahrheiten als Gottes Offenbarung anerkennen.” Weiter s. beim angegebenen Link.
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