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Archive für 30.5.2009

Putzen-Steinbrück

Mir kam soeben beim Haus-Putzen ein Gedanke: Ich weiß warum sich manche nun auf zu Guttenberg stürzen. Jetzt wollten sie so schön vor Kriegsende den Sieg feiern, wie damals Schröder und co. bei Holtzmann, mit Sekt, strahlenden Gesichtern, großen Siegesparaden und -reden, heldenhaftes Schulterklopfen - und dann kommt einer daher und sagt, dass der Sieg noch gar nicht errungen sei. Da muss man natürlich fordern: Weg mit dem Zögerer, weg mit dem, der sagt, der Sieg sei noch nicht errungen! Es lässt sich so schlecht feiern - mit solchen ehrlichen Menschen.

Pfingst-Lied 1

Ich muss gestehen, ich habe vor lauter Dies und Das das Wesentlichste vergessen: Morgen ist Pfingsten! Ich hatte mir (wie Weihnachten und Ostern) schon Lieder für die Tage vor Pfingsten gesammelt - und nun habe ich vergessen, sie in den Blog zu stellen. Darum beginne ich erst heute damit. Was Pfingsten ist? Das erste Lied verrät schon viel. Ich hoffe, ich habe bis Morgen Zeit, was dazu zu schreiben. 
http://www.youtube.com/watch?v=MFNJQBg_5wE&feature=related

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Denk-Snack

Menschen, die große Vorbilder haben, wachsen über sich hinaus.
vice versa: Je kleiner das Vorbild, desto kleiner bleibe ich in mir.

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Indianer-Dilemma

Da steht man nun wie die begossenen Pudel mitten im Dilemma. Indianerstämme in Brasilien haben Kind-Tötungsriten. So kann ein Kind zum Beispiel lebendig begraben werden. Nun haben Missionare das an die Öffentlichkeit gebracht http://www.kath.net/detail.php?id=23027 und der Aufruhr unter Indianerfreunden ist groß. Das Dilemma? Indianer sollen ihre Kultur so leben dürfen wie sie wollen, von böser westlicher Kultur und dem damit zusammenhängenden Christentum unverfälscht, wunderbar urtümlich, traumhaft exotisch … - andererseits haben sie auch Verhaltensweisen, die weniger wunderbar und traumhaft sind. Was tun? Die einen sagen: Lasst sie die Kinder töten, das ist halt deren Brauch - die anderen sagen: Nein, auch Kinder haben ein Recht auf Leben. Diese Diskussion ist - sehen wir von allen menschenverachtenden Intentionen ab - spannend, weil sie auch eine Einstellung zeigt, die mit anderen Religionen zusammenhängt: Lasst den Hindus ihre Kasten, lasst den jeweiligen arabischen Stämmen ihre Steinigungen und anderen darüber hinaus ihre Ehren/Schandmorde, lasst den jeweiligen asiatischen Kulturen ihre Frauendezimierungen, lasst den afrikanischen Traditionen ihren angstmachenden Geister- und Dämonenglauben… - es gehört alles zu deren Kultur dazu. Wie sehr unsere Kultur im Gegensatz zu solchen Ansichten das Individuum im Blick hat, dessen Leiden behoben werden muss, wird hieran erkennbar. Das Individuum hat seine Rechte - über Religionen und Kulturen hinaus. So lehrt uns als einer der Ersten Jesus. Es kommt nicht von ungefähr, dass gleichschaltende Ideologien im Christentum ihren Gegner sehen. (Freilich gibt es diese Intentionen, die das Individuum betonen, auch bei den Stoikern usw. - aber die sind nicht mehr so sehr direkt wirksam wie das Christentum. Ihr Einfluss auf die Aufklärung wird ohne Zweifel begründbar sein - aber damit habe ich mich noch nicht beschäftigt. Womit ich mich auch noch nicht beschäftigt habe, wovon aber immer wieder Infos an mein Ohr dringen, ist, dass bis vor wenigen Jahrzehnten auch in unseren Krankenhäusern nicht weniger schlimme Zustände herrschten als bei den Indios - und was ist heute mit den Abtreibungen?)   

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Reli-Islam

Ich fand in einem Reli-Buch folgende Aussagen: “Gemeinsamkeiten zwischen Christen und Muslimen”:
“- der Glaube an einen einzigen Gott.
- Gott hat Eigenschaften, die die von uns Menschen übersteigen (Allmacht, Allwissenheit, Güte, Gerechtigkeit,…).
- Anfang und Ende der Welt in Gott: Gott hat die Welt erschaffen und wird sie erlösen.
- Menschen, die gestorben sind, sind in Gottes Hand.
- es gibt eine eigene >Heilige Schrift<.
- man kann zu Gott beten und soll sein Leben nach dem Wort Gottes gestalten.”
Alles richtig. Wirklich. Alles richtig. Nur: Jeder Punkt, ja, fast jedes Wort wird von beiden Religionen unterschiedlich interpretiert. Nur davon steht nichts im Reli-Buch. 

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EU-Wahl

Ein EU-Kandidat der CDU-Hessen, Yasar Bilgin, ist doppelt-freundlich: http://www.focus.de/politik/deutschland/wahlen-2009/europawahl/cdu-europakandidat-todesanzeige-fuer-rechtsextremen-politiker_aid_403756.html

Nicht einknicken

Nicht einzuknicken lohnt manchmal doch: http://www.factum-magazin.ch/wFactum_de/aktuell/2009_05_26_Marburger_Kongress_erfolgreich.php

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Aufgeheizte Stimmung

Soeben gesagt: Nicht einknicken. Nun etwas gelesen, das zeigt, dass man einknicken muss: http://www.kath.net/detail.php?id=22998 . Die Stimmung zwischen linken und rechten Gruppen ist so aufgeheizt, dass man - mit eigenen Worten gesagt - ein Gebetstreffen absagt, weil man befürchtet, diese faschistischen Gruppen könnten sich daran wieder aufheizen. Das sind so Momentaufnahmen aus unserer Gesellschaft, die zeigen, wie schlimm es streckenweise um sie bestellt ist. Die normalen Menschen kommen zwischen die Räder, können nicht mehr agieren, weil ideologisch geprägte Gruppen Randale suchen bzw. nicht in der Lage sind, die Meinungen und Weltbilder anderer gelten zu lassen. Übrigens handelt es sich um Neu-Ulm. Das ist doch sonst immer mal wieder in Schlagzeile geraten - wegen Extremisten. Was ist mit Neu-Ulm los?  

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Hoffnung

Zu meinem Taqiyya-Artikel von neulich: Gibt es doch noch Hoffnung? http://www.kybeline.com/2009/05/28/palastinensische-intellektuelle-haben-die-fatwas-satt/#more-4702 ”Hoffnung” ist ein großes Wort. Sagen wir lieber: kleine Verbesserungen im Unverbesserlichen? 

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