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Archive für 21.4.2009

Wissenschaft-Symbiose

Für sowas kann ich mich begeistern: Eine Pflanze fängt Insekten. Sie bleiben an ihrem klebrigen Haar hängen. Sie kann sie jedoch nicht verdauen. Was nun? Eine Weichwanze, die nicht klebenbleibt, verzehrt die Insekten - und der Kot der Wanze ernährt die Pflanze. (Bild der Wissenschaft 11.2008, 13) So ein wenig Symbiotisches können wir jetzt überall beobachten: Pflanzen bieten Nektar, damit Insekten sie bestäuben - Insekten brauchen Nektar - Pflanzen brauchen zum Teil die Insekten; oder: Ameisen erfreuen sich an Blattläuse und schützen und kultivieren sie, damit sie besser an Futter kommen … Und die Erdbeeren sind so schön rot und saftig, weil sie Mensch und Tier anlocken, damit sie deren Nüsschen essen und damit aussäen (wenn es keine Toiletten geben würde, würde es sogar funktionieren). Die Geschichte der Kultivierung von Orchideen in Europa - ist in dieser Hinsicht auch sehr interessant. Es klappte nicht, bis man entdeckte: Ohne einen bestimmten Pilz geht es nicht… Oder ich las vor langer Zeit mal, dass eine Pflanze (in Mittelamerika?) einen Knubbel auf Blättern hat. Man interpretiert das so: Ein Insekt legt Eier in die Blätter dieser Pflanze, das Wesen schlüpft, es bildet sich ein Knubbel - und die Pflanze stirbt dann nach einer Weile ab - wenn aber das Insekt merkt, dass ein Blatt schon einen Knubbel hat, legt es in dieses Blatt keine Eier mehr. Nun bildet die “raffinierte” Pflanze also selber diese Knubbel, damit tja - was - das Insekt “denkt”, da war schon jemand vor mir da und nun kein Ei mehr ablegt.

Und von den Symbiosen wiederum gefallen mir die Eusymbiosen am Besten - das heißt: die Partner könnten ohne den anderen nicht überleben. Viel Spaß beim Überlegen, wie das wohl alles möglich ist.

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Durban II

Ich schreibe weiter Durban II, weil der Name der Stadt Genf positiv besetzt bleiben soll. Nun, dort tut sich einiges - und der UN-Chef ist sauer oder besser: traurig:>UN-Generalsekretär Ban Ki-moon kritisierte in seiner Eröffnungsrede, dass viele Länder ihre Teilnahme an der Konferenz abgesagt hätten. “Ich bedauere zutiefst, dass einige sich entschlossen haben, beiseite zu treten“, sagte Ban Ki Moon in seiner Ansprache. „Wir träumen davon, in eine neue Richtung zu gehen, jedoch bleiben zu viele von uns in der Vergangenheit verstrickt“, sagte Ban.< http://www.welt.de/politik/article3589676/EU-Delegierte-boykottieren-Ahmadinedschad-Rede.html Ich wüsste ja mal gerne, wovon der Herr träumt. Was das für eine Richtung ist, in die er alle gehen lassen will. Und was bedeutet: Viele von uns bleiben in der Vergangenheit verstrickt? - Oh, oh, denke ich lieber nicht weiter darüber nach, was er gemeint haben könnte.

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20.4.

Wer wurde am 20.4.1889 in Braunau geboren? Und wer brachte ihm Gestern in Genf zum 120. Geburtstag ein Ständchen? Sein Fan Achmadinedschad - vor der ganzen verrückten Weltgemeinschaft. Warum durfte dieser überhaupt an Hitlers Geburtstag reden, man konnte doch wissen, was kommt! Ist doch ein Wahnsinn - hat der wirklich Programm? So offensichtlich? Und wenn es ein Versehen politischer Dummköpfe ist - aber kann das ein Versehen sein, wo es doch angeblich gegen Rassismus geht? Und der UN-BanKi ist traurig, dass einzelne Staaten seinem Weg in die Zukunft nicht folgen wollen…    

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Erdogan

Erdogan will mehr: http://www.bild.de/BILD/politik/2009/04/20/karikaturenstreit-erdogan/kritisiert-neuen-nato-chef.html - doch was? Hat doch dieser böse Rasmussen nicht auf ihn gehört, als er ihm vorgeschlagen hatte, die Botschafter der islamischen Länder einzuladen. So ein böser R. Das kann natürlich ein waschechter Herrscher nicht akzeptieren, dass jemand seinen Willen nicht beachtet. Erdogan, Erdogan - was machst Du aus Dir. 

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Interessantes

So manch interessante Informationen und Darstellungen findet man wieder bei: http://quadraturacirculi.wordpress.com/ 

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Mor Gabriel

Schon häufiger wies ich in diesem Blog auf die Auseinandersetzung um das Kloster in der Türkei. Einen sehr engagierten Artikel (wohl eines indirekt Betroffenen?) fand ich unter: http://www.pi-news.net/2009/04/mor-gabriel-luege-und-wahrheit/#more-55579.

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Anselm von C.

Am 21.4.1109 starb er: Anselm von Canterbury - geboren 1033. Ein großer Denker, der versuchte, den christlichen Glauben philosophisch zu durchdringen. Weil der Verstand Geschenk Gottes ist, ist er auch zu gebrauchen: Ich glaube, um zu erkennen. Bekannt sind vor allem sein ontologischer Gottesbeweis und seine Sühnetheologie. Was an ihm noch fasziniert, das ist sein Interesse an Bildung und Erziehung: Bildung dient der sittlichen Erziehung und der Erzieher habe geduldig und interessiert zu sein. Reform des Klerus war ebenfalls sein Anliegen. Und politisch eckte er überall an. Wer mehr wissen will (mal nicht wikipedia): http://www.heiligenlexikon.de/BiographienA/Anselm_von_Canterbury.htm

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Judenmission

Christen freuen sich über Jesus Christus und das, was er gesagt und ihnen getan hat. Und diese Freude sagen sie weiter. Allen. Nun stellt sich die Frage: Sollen Christen Juden missionieren wie Heiden? Wenn wir das Neue Testament ernst nehmen, ja. Jesus wusste sich zu seinem Volk gesandt … - und auch Christen dürfen seinem Volk die Freude nicht vorenthalten (auch wenn es jüdischen Gruppen und Funktionären nicht passt). So einfach sehe ich das. Nun denken natürlich aufgrund unserer Vergangenheit viele kirchenpolitisch: Darf die Evangelische Kirche in Deutschland Juden missionieren? Dürfen die deutschen Katholiken Juden missionieren? Im Hintergrund steht: Weil die Kirchen sich in der Nazi-Herrschaft nicht ausreichend/kaum gegen Judenverfolgung eingesetzt haben, ist es ihnen verwehrt. Eine weitere Frage stellt sich jedoch: Hebt die Sünde der Großväter den Auftrag Jesu auf? Ich denke, dass Christen aus Deutschland nicht in erster Linie den Auftrag bekommen haben, das Volk Jesu - im kirchenpolitischen Sinn - zu missionieren. Aber Mission ist für mich nicht: Kirche als Institution weiterzuvermitteln, sondern fröhlich über seinen Glauben zu reden, wenn es sich ergibt und munter seinen Glauben leben. Und das darf man Juden gegenüber auch tun, wie Heiden, wie anderen Christen … - alles andere wäre etwas, was Jesus sehr scharf ablehnt: Heuchelei. Ein Christ kann doch seinen Glauben im Kontakt mit Juden nicht ablegen und leugnen. Was wäre das für ein Glaube … Ich komme zu dem Thema, weil Kewil das Thema aufgreift: http://fact-fiction.net/?p=2155. Unbedingt auch die dort genannten Links lesen.  

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