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Archive für 4.4.2009

Meditationsthema für den Tag 9

(Wiederholung!: Im Alten Ägypten konnte man auf Grabsteinen Rätselworte finden, damit die Vorübergehenden auch etwas nachzudenken haben; ebenso geben Gurus ihren Schülern magische Schlüssel-Worte weiter, oder Zenmeister geben ihren Schülern ein Wort, ein Satz (Koan), damit sie beim suchen der Lösung Erleuchtung erfahren. Ich bin kein alter Ägypter, kein Guru und kein Zenmeister - aber dennoch gebe ich gerne Worte weiter, an denen man lange herumrätseln kann - Worte, die Schlüssel sein können. Zu welchem Schloss? Wohin führt die Tür? Das kommt auf das Wort an. Heute biete ich an:)

Stolz anderen viele kleine Fehler ankreiden
- den größten Fehler im eigenen Leben  übersehen.

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Durch einen Kommentator bei pi bin ich darauf aufmerksam geworden: Am Freitag den 4.4.2008 wurde in Stolberg ein 19jähriger ermordet, der eine NPD-Veranstaltung besucht hatte (aber kein NPD-Mitglied gewesen ist). Ein Jahr später, am 4.4.2009 feiert die Gemeinde ein Fest, beschlossen vom Rat der Stadt am 16.12.2008: “Gemeinsam auf die Straße für ein Nazifreies Stolberg” - mit Tanz, Gottesdiensten, viel, viel Musik, Kaffee und Kuchen, Kinderschminken und was das Herz sonst noch so für fröhliche Events begehrt. http://www.stolberg.de/Buendnis/Programm.pdf : Die Stadt soll zu einem “Forum für Demokratie und friedliches Miteinander” werden.

Der erste Gedanke, der einem kommt: Ist denen das bewusst, dass sie einen vielleicht politisch motivierten Mord feiern? Auf jeden Fall ist das makaber. Was ist das für eine Demokratie, die feiert, dass Andersdenkende ermordet werden?

Diese Gedanken kommen, wenn man den Kommentator (also nicht pi selbst!) liest und dann dem Link auf die Event-Seite folgt. Dann habe ich bei Google eingegeben: “Stolberg Mord”. Und da wird einem deutlich, dass die NPD ganz im Sinne ihres alten Chefs (Hitler) versucht, einen modernen Märtyrer der Bewegung aufzubauen. Weil der Genannte von einem Libanesen erstochen worden ist, wird das mit Ausländerfeindlichkeit verbunden. Ein Jahr nach dem Mord werden von der NPD Gedenkveranstaltungen massiv beworben, Trauerdemos usw. usw. geplant. Die oben genannte Veranstaltung ist also eine Gegenveranstaltung gegen diesen Versuch einen politischen Märtyrerkult zu errichten mit all den damit verbundenen emotionalen Propagandamaschen. Von daher ist solch ein fröhlicher Versuch der Stadt Stolberg gegen die Propaganda anzugehen legitim, sogar geboten. 

Und was ist mit mir? Ich bin froh, der Propaganda, die ich durch die Erstinformation bekommen habe, nicht gefolgt zu sein, sondern noch mal ein wenig nachgefragt zu haben.

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Muchtaran Mai

Muchtaran Mai ist eine Frau aus Pakistan, die gegen die Strafvergewaltigung geklagt hatte (sie wurde vom Dorfrat verurteilt, eine Massenvergewaltigung über sich ergehen zu lassen, weil ihr Bruder sich kastenmäßig daneben benommen hatte). Nun hat sie einen ihrer Polizisten, die sie bewachen mussten, geheiratet. Er hatte sie unter Druck gesetzt. Wie? Er ist verheiratet und wollte Muchtaran zur Zweitfrau. Wenn sie sich weiter geweigert hätte, hätte er seine Erstfrau verlassen und auch seine Schwestern hätten ihre Ehemänner verlassen müssen, weil sie mit den Brüdern der Erstfrau verheiratet sind. Und weil Muchtaran nicht so viele Ehen zerstören wollte, hat sie ihn geheiratet.(Info aus: stern 14; 26.3.2009 Seite 130) - Was das bedeutet? Sie ist ihm jetzt ausgeliefert. Ich hoffe, die Medien halten weiterhin ein Augenmerk auf sie. Fernes Pakistan? Pakistans Sitten kommen immer näher, sind wahrscheinlich in vielen Häusern schon da.  

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Richter

Meine Güte! Was soll mal wieder so ein Urteil? http://www.spiegel.de/panorama/justiz/0,1518,615851,00.html

Die Sitauation ist schwieriger - aber das Urteil kommt doch, von der Einstellung der Richter her gesehen, dem nahe, was man unlängst aus anderem Mund hören konnte: Frauen sind daran Schuld, wenn sie vergewaltigt werden - weil sie mit ihrer Kleidung Männer anreizen. Von Kopf bis Fuß verhüllt, würde das nicht passieren.

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Zusammenstoß

Hier stoßen Kulturen zusammen. Der Busfahrer darf nur Menschen mit Monatskarte befördern, deren Gesicht er per Fahrkarte identifizieren kann. Weil nun zwei vollverschleierte Damen die Monatskarte zeigten, ohne bereit zu sein, ihr Gesicht zu zeigen, weigerten sich zwei Busfahrer, sie mitzunehmen - in Dänemark. Nun wird eine öffentliche Entschuldigung vom Busfahrer gefordert. Warum vom Busfahrer? Ist es dort nicht eine Regel, der alle unterworfen sind? Das heißt: Diese Regel wurde aufgestellt, als noch alle europäisch frei und normal waren - nun kommen Menschen aus anderen Kulturen und fordern neue Regeln. Ich fordere in deren Namen!!!: Erst muss sich die Busgesellschaft entschuldigen, die es überhaupt gewagt hat, solche Regeln aufzustellen. Die Leitung der Busgesellschaft muss den voll verschleierten Damen und deren Herren die Füße küssen, muss lebenslange Entschädigung zahlen, muss nun neue Regel aufstellen: Es dürfen nur vollverschleierte Damen mitgenommen werden; an den Eingangstüren müssen Schleier bereitgestellt werden für nackte - das heißt unverschleierte - Frauen, die eine permanente Versuchung für die Herren der vollverschleierten Frauen darstellen… Der Unterwerfungsfantasien für die Ungläubigen sind keine Grenzen gesetzt - jeder mag sie weiter fortführen. Irgendwann werden sie ja auch in Europa Wirklichkeit. Wenn … ja wenn man seine eigene Kultur nicht verteidigt.

Übrigens bin ich nicht dagegen, dass Frau Böhmer - ihres Zeichens Integrationsbeauftragte - bei einem Besuch von Gräbern in der Türkei ein Kopftuch trug. Das gehört sich dort wohl so, aber hier herrschen andere Bräuche, an die Menschen, die hier wohnen wollen, sich anzupassen haben. Ich lehne auch deutsche Touristen ab, die sich einem Land, das sie besuchen, nicht anpassen können und sich daneben benehmen. Bei einem Urlaub in Marokko habe ich mich für manchen Landsmann geschämt. Manche lassen die Abgründe ihrer dreckigen Seele im Urlaub heraushängen. Widerlich.

Fundort: http://www.pi-news.net/2009/04/arhus-busfahrer-muss-frau-mit-niqab-fahren/#more-52594

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