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10.3.2009 von Wolfgang Fenske.
Ich befinde mich in guter Gesellschaft und verstehe - was die Finanzkrankheit betrifft - gar nichts mehr. Es wird gesagt, dass 39,4 Billionen Euro vernichtet worden seien. Kann man das wirklich errechnen? Nicht, dass ich die Künste der Computer anzweifle - nur hatte ich gedacht, dass ein Großteil der Gelder virtuelle Gelder gewesen seien. Kann etwas virtuelles vernichtet werden? Das sind keine Bank-Fragen mehr, sondern philosophische Fragen. Philosophen als Retter in der Bankenkriese … Oder versuchen die bankherrlichen Herrschaften nur Panik zu machen, um mit ihren Geldforderungen den Staaten mehr Geld aus der Tasche zu ziehen, ihre Bank noch mehr am tatsächlichen Markt vorbei zu sanieren - um letztendlich die Staaten zu kaufen? Äh, haben sie die Staaten nicht schon längst gekauft, wenn sie gezwungen werden alles zu tun, um marode Systeme am Leben zu halten? Kann man die Banken nicht ganz abschaffen und nur noch alles virtuell machen? Wenn ein Großteil der 39 Billionen virtuelle Billionen sein sollten, dann kann man doch die virtuellen Billionen auch verteilen und sich was Schönes damit kaufen. Kauf dir davon was Süßes - sagte die Oma immer. Das ist der Vorteil der Oma gegenüber den Banken: Oma meint tatsächlich Süßes - Banken meinen virtuelles Süßes …
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10.3.2009 von Wolfgang Fenske.
Ich habe es schon häufiger gesagt: Berlin schwimmt in Geld. Sie lassen die Bevölkerung über Religion und Ethik abstimmen, aus politischen-taktischen Gründen (um die Volksabstimmung ins Leere laufen zu lassen) teurer als nötig (25.2.), dann das, was den Flughafen betrifft (4.3.). Und nun das Genannte. Aber dafür sparen sie eifrig - zum Beispiel an Polizisten.
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10.3.2009 von Wolfgang Fenske.
Dass auch in der Kirche so manches schief läuft, wundert eigentlich niemand. Denn dort leben auch Menschen. Interessant ist, dass ein paar Dinge, die ärgerlich sind, immer mal wieder von den Medien hochgespielt werden, als würde das Wohl der Welt davon abhängen. Aber welche Themen? Medien verbreiten gerne ein bestimmtes Weltbild. Und wenn sich ein Papst - oder Evangelikale - mal erdreisten, etwas anderes zu sagen und zu tun, dann geht es hoch her. Vielleicht sollte mal ganz einfach deutlich werden, dass es in der Kirche gewisse Regeln gibt. Und wenn sich Menschen an diese Regeln nicht halten, dann werden sie ausgeschlossen - und wenn sie sich daran halten, dann werden sie aufgenommen. Da ist die römisch katholische Kirche rigoroser als die Evangelen, aber jeder Verein, jede Partei hat ihre Satzungen, Regeln, Ordnungen usw., der sie auch, je nach Leitung anwendet oder nicht. Und von bestimmten Medien werden dann Themen hochgespielt, die nicht im Mainstream liegen. Warum? Es ärgert seit jeher, dass es Menschen gibt, die sich zusammengetan haben, die nicht so leicht beeinflussbar sind, die wie ein Fels in der Brandung versuchen, eine Linie durchzuziehen. Und solange es diese gibt, sind sie für die Brandung ein ständiger Stein des Anstoßes. Nun, ich als Evangele habe so manches an den Katholen auszusetzen, aber nicht nur an diesen, sondern auch am eigenen Laden. Aber darum liebe ich sie: Mit der Bibel und mit Teilen der Tradition im Rücken sind und bleiben sie Steine des Anstoßes - auch wenn sie sich oft nicht an den halten, der ihr den Maßstab vorgibt, an Jesus Christus und seinen Geist. Der Maßstab ist Liebe in umfassendster Form. Und da ist die Bibel dem Fels in der Brandung selbst immer wieder ein Stolperstein. (Es macht Spaß über nicht korrekt angewendete Bilder stolpern zu lassen: Ein Fels in der Brandung stolpert über einen Stolperstein - aber es passt, oder?)
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10.3.2009 von Wolfgang Fenske.
Neulich wurde in den Nachrichten gesagt, Obama plane die Einbeziehung der moderaten Taliban in die Afghanistan-Gespräche. Im selben Atemzug wurde gesagt, dass die Taliban in Afghanistan stärker werden. — Werden die dann noch Interesse an Gesprächen haben, die nicht zu ihrem Vorteil dienen? Was sind eigentlich moderate Taliban - sicher nicht Leute, die für die Freiheit der Frauen eintreten, die für Menschenrechte kämpfen, für Schulen, in denen man was außer Koran lernen kann, die Tanzen und Freude zulassen … Oh, oh, was für Sand-in-die-Augen-Streuer - in Afghanistan hat man ja genug davon. Aber wenn man bedenkt, was war das mal für ein Land! Wenn es nicht Forscher-Phantasien sind, dann war Afghanistan mal ein Schmelztiegel asiatischer und westlicher Traditionen. Nun ja, der Islam nahm seine Heere, nun gibts menschliche Wüsten. Vielleicht will Obama Afghanistan auch einfach den moderaten Taliban überlassen, weil er merkt: Es hat für den Westen keinen Sinn, dort Menschen zu verlieren. Aber was ist mit den Menschen dort? - Moderaten Taliban sind Menschen, die nicht auf ihrer Linie (= ihr Verständnis von Koran und Scharia) sind, gleichgültig.
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10.3.2009 von Wolfgang Fenske.
Wie ich zum Kopftuch stehe? Ich denke, dass eine starke, freiheitlich-demokratisch orientierte Gesellschaft Kopftuchträgerinnen aushält. Es stellen sich jedoch fragen: Die Kopftuchträgerinnen sind ja Teil einer Gruppe, die eine Art Parallelgesellschaft anstreben(um mich vorsichtig auszudrücken) - es handelt sich also um eine religiös-politische Ideologie mit Blick auf Veränderung unserer Gesellschaft (das ist keine Verleumdung meinerseits: s. www.kopftuch.info). Und in dieser Parallelgesellschaft können sie Macht gewinnen, Unfreiheit (Scharia), das Menschen- und Weltbild des Koran verbreiten, letztendlich durchsetzen. Und das sollte - wie Kirgistan zeigt - staatlich nicht unterstützt werden, indem auf Schülerinnen direkt und indirekt religiös-ideologischer Druck ausgeübt wird. Ich habe den Artikel schon in der letzten Woche geschrieben. Dass er nicht ganz von der Hand zu weisen ist, zeigt eine Info von Kybeline: http://www.kybeline.com/2009/03/09/bulgarien-viele-dorfer-werden-zwangsislamisiert/#more-3173
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