Archive for September, 2008

Europafahne

Tuesday, September 30th, 2008

Die Europafahne hat einen blauen Hintergrund und 12 Sterne. Was bedeutet das? Ich wusste es nicht und recherchierte für den Unterricht: Nach einem Wettbewerb wurde der Entwurf eines Mitarbeiters des Europarates 1955 angenommen. Nun finde ich auf coe.int (das Portal des Europarates) den Hinweis, dass das Design die Völker Europas versinnbildlichen sollen. Der Kreis steht für die Einheit. Die 12 Sterne stehen für Perfektion und Vollkommenheit, wie die 12 Apostel, 12 Monate des Jahres und die 12 Sternzeichen. Die Sterne seien ausgewählt worden um religiöse Symbolik zu vermeiden. Auf einer anderen Seite derselben Page werden die 12 Apostel weggelassen und nur Monate und Sternzeichen genannt. Es wird manchmal auch gesagt, dass die 12 Sterne die Gründungsstaaten wiedergeben sollen. Aber warum wurden dann die 12 Sterne festgeschrieben und sind nicht wie in den USA fortzuführen?

Es handelt sich um eine uralte religiöse Symbolik. Bei den Sternen stößt man in der Offenbarung/Apokalypse des Johannes auf eine Frau (Maria? Zwölf Stämme Israel?) die auf ihrem Haupt eine Krone von 12 Sternen hat. Die Sonne ist ihr Kleid, der Mond liegt zu ihren Füßen. (Bei meinem Suchen kam ich auch auf diese Seite: www.fatima.ch/Seiten/Seite31.htm) Soweit ich weiß wurde auch die Isis schon ähnlich gezeichnet. Wie dem auch sei: Es ist Symbol für Himmels- und damit Weltherrschaft. Wirklich nur ästhetisch schön? Liebe Tiefenpsychologen: Habt Ihr nicht was dazu zu sagen? Religionspsychologen und -soziologen wohl noch viel mehr. Ich würde dazu gerne mehr wissen. Warum werden eigentlich die 12 Monate und Sternzeichen so hervorgehoben – was haben die mit Europa als politisches Gebilde zu tun? Und zur Form der Sterne: Warum ein Pentagramm und nicht ein Hexagramm? Was bedeutet die Interpretation: 12 Sterne = Perfektion und Vollkommenheit. In welchem Sinne ist das zu verstehen? In der Gesetzgebung? Es bleibt wohl viel daran zu arbeiten (s. den Beitrag vom 29.9.)

Europa

Monday, September 29th, 2008

Thomas Löffelholz in welt. online: “So ein Europa braucht kein Mensch”: >Da ist es: Unser Europa! Kaum läuft etwas schief, kaum bekunden die Bürger in Irland, dass sie nichts mehr verstehen, da lässt Brüssel einen Sturzbach von Verboten, Geboten, Anordnungen, Untersuchungen auf Europa niedergehen. Warum? Um das Leben besser zu machen, zum Beispiel durch die rollstuhlgerechte Einebnung der Stufen vom Nordkap bis zum Vesuv! Oder durch die Bestimmung, dass künftig europaweit ein privater Vermieter verklagt werden kann, wenn er nicht an jemanden vermietet, der ihm zu jung, zu alt, zu krumm, zu dumm, zu laut erscheint. Jüngst hat sich Brüssel zwar der Unvernunft seiner Untertanen gebeugt und eine Richtlinie zurückgezogen, die es Bauarbeitern verbieten sollte, mit nacktem Oberkörper im Sonnenschein zu arbeiten. Aber Brüssel gibt nicht auf. Nach dem Nein der Franzosen und Niederländer hatte man „Entbürokratisierung“ versprochen. Ein Vizepräsident, Günter Verheugen, wurde beauftragt, und er versprach, 222 EU-Rechtsvorschriften und 1400 Rechtsakte bis 2008 in den Papierkorb zu werfen. Acht Milliarden an Bürokratiekosten würden eingespart. Doch von ein paar Heldentaten abgesehen – wie der Abschaffung der „Astlochrichtlinie“, die die Anzahl der erlaubten Astlöcher in einem EU-Brett regelt –, arbeitet Brüssel nur an einem: am Ausbau der real existierenden Bürokratie.<

Eine Art Dschihad?

Monday, September 29th, 2008

“Die Kanzlerin”, schreibt der “Spiegel” in seiner aktuellen Ausgabe, “stellt sich gegen die Wünsche der katholischen und evangelischen Kirche, irakische Christen, die in ihrer Heimat unter Verfolgung leiden, in Deutschland zügig aufzunehmen.” (aus: www.pro-medienmagazin.de) Dazu passt die Meldung: Ein irakischer Flüchtling berichtet Ende Juni in Damaskus von systematischer Diskriminierung von Christen bei Ausreisevisa- und Asylgesuchen. … In Botschaften und beim UN-Hochkomissariat für Flüchtlinge (UNHCR) würden Formulare von Christen zerrissen, solche von Muslims sofort angenommen. Jede christliche Familie könne diese Erfahrung bestätigen … Ein christlicher Leiter erklärte, die Angestellten seien Muslime und wollten nichts von Christenverfolgung im Irak hören. (open doors 9/08 Seite 8.) Man hört nun, dass auch irakische Christen nach Deutschland flüchten dürfen. Wieweit das der Wahrheit entspricht, wird hoffentlich beobachtet werden. Freilich ist es traurig, dass sie überhaupt herkommen müssen.

Zur Situation von Christen im Irak s. http://ekklesia-nachrichten.com/Irak+Vater+und+Sohn+im+Nordirak+ermordet+weil+sie+Christen+sind – und über die Toleranz gegenüber von Christen in der Türkei: http://www.welt.de/politik/article2501751/Christen-in-der-Tuerkei-beim-Gebet-festgenommen.html 

PS: ich schrieb vor ein paar Tagen in dem Blog, dass ich, je mehr ich mich mit dem Islam beschäftigt habe, desto größere Bauchschmerzen bekommen habe. Wohl nicht nur ich. Was Mohammed betrifft: www.presseportal.de/pm/7861/1262035/gruner_jahr_geo

Segen zum Sonntag 9

Sunday, September 28th, 2008

Ich wünsche Segen allen, die in ihrem sozialen Umfeld Gutes tun – Gutes für alle Menschen tun, mit denen sie zusammenkommen.

Ich wünsche Segen all denen, die denken, Gutes zu tun, aber Schaden im Herzen und Denken anrichten - dass ihnen rechtzeitig die Augen geöffnet werden.

Gesegnet seien die Menschen, die mit Blick auf Gott in ihrer jeweiligen Gesellschaft leben – in der Nachfolge von Jesus Christus-, und das Leben anderer frei, liebevoll, offen und heilend gestalten.

Selbstzensur 3

Saturday, September 27th, 2008

>”Verharmlosung” wird dem vorgeworfen, der sich theologisch mit der Religion des Islam auseinanderzusetzen sucht und dabei nicht auch gleich Erklärungen für die Existenz von Diktaturen und Semi-Dikaturen in Algerien, Saudi-Arabien und Pakistan gibt.< So HILAL SEZGIN kürzlich in FR-online. — Gerade andersherum, verehrte Hilal Sezgin. Warum weise ich lieber auf Saudi Arabien als auf den Koran und die Hadithen? Das theologische Urteil würde noch härter ausfallen. Und da ich eigentlich ein freundlicher Mensch bin, denke ich: Ich will Koran- und Hadithenfreunden diese Schriften nicht madig machen. Nur, damit kein falscher Zungenschlag hineinkommt: Wir können gerne auch über die Bibel diskutieren, Altes und Neues Testament.   

PS: Ohne Kommentar – aber aufschlussreich und lässt so manches erkennen: http://de.wikipedia.org/wiki/UN-Menschenrechtsrat 

Übrigens nichts für Menschen, die nicht sehen wollen, weil es den Blutdruck in die Höhe treibt: gegen Geschichtsklitterung http://info.kopp-verlag.de/news/kopp-exklusiv-herr-schramma-und-die-voelkermord-leugner.html. Es wäre schön wenn solche Informationen auch in der offiziellen Presse zu finden wären. Solange das nicht geschieht, muss ich auf diese und ähnliche Seiten verweisen. Der Vorwurf, dass diese parteiisch sind, zählt nicht – weil das Weglassen vieler, vieler Nachrichten in den Medien nicht gerade von Objektivität und Neutralität zeugt.

Notiz

Friday, September 26th, 2008

In dem Artikel: “Was die Deutschen von Demokratie halten” (welt.online) fand ich den Satz: “Zudem müssten Politiker den Menschen, die sich auf der Verliererseite sehen, stärker das Gefühl geben, sich für sie einzusetzen, sagte Niedermayer.” – Ist die Formulierung nicht nett? Politiker müssten das Gefühl geben … – und dann wird es wieder gut mit dem Demokratieverständnis. Der Artikel insgesamt ist “voll” lesenswert. Was da für ein Bild gezeichnet wird! Wer ist unzufrieden mit der Demokratie im Land? Die Armen, die ein wenig staatsväterliche Zuwendung brauchen …  

Selbstzensur2

Friday, September 26th, 2008

Es ist gefährlich, was anderes zu denken als alle denken, sagte er.  Dann sagte er fröhlich: Die Gedanken sind frei … Da kam der kleine Selbstzensor und – schwupps, weg waren sie – die freien Gedanken.

PS.: Noch immer: 35% der Menschen wagen es nicht, “nein” zu sagen, wenn es darum geht, auf Befehl Menschen zu quälen: www.welt.de/vermischtes/article2487625/Wie-normale-Menschen-zu-Folterknechten-werden.html Wie würde ich reagieren? Und ich befürchte: In einer Gruppe würden noch mehr mitmachen. — Auf Anfrage zu Köln: Was da am Samstag (20.9.) abgelaufen ist, dazu finden sich viele Erlebnisberichte, Beurteilungen und Videos auf www.pi-news.net. Um es wieder zu sagen: Es wäre schön, wenn auch andere Medien auf das undemokratische Verhalten hinweisen würden. Vor allem werden alle gutmeinenden, friedliebenden Demonstranten, die ihre Meinung gegen die Kongressteilnehmer kundtun wollten, auch nicht ernst genommen, wenn ihre freie Meinung mit undemokratischen Mitteln unterstützt wird.   

Selbstzensur1

Thursday, September 25th, 2008

Als sich ein pensionierter Theologe frömmer äußerte als die Frömmigkeitszensoren es erlauben, sagte ein Kollege: Der ist pensioniert – jetzt kann er das sagen.

Man reibt sich verwundert die Augen und denkt: Was für arme Kreaturen sind doch die Selbstzensoren.

PS: In einem Blog fand ich den Hinweis auf das Interview mit einem höchstrangigen Demokraten, der das sagt, was in meiner Predigt angesprochen wurde: Was ich sage, das muss demokratisch verteidigt werden. Was Andersdenkende sagen, muss verhindert werden – aber gleichzeitig müssen Probleme ernst genommen und diskutiert werden: www.dradio.de/dlf/sendungen/interview_dlf/850025/ Überrascht, wer dieser Demokrat ist? Nicht wirklich, oder?

Tod oder Leben

Wednesday, September 24th, 2008

Auf der Seite www.derkleinegarten.de gibt es eine Fülle an Informationen rund um das Thema Bestattungen. Es werden Symbole auf den Grabsteinen erklärt usw. Kritisch aber argumentativ setzt sich der Autor der Seite mit “Ruhestätten im Wald” auseinander. Was mir jetzt jedoch wichtig ist – und diese Beobachtung habe ich auch gemacht, als ich mit Schülerinnen und Schülern einen Friedhof besucht habe: Die Menschen kennt keiner von uns. Aber die Symbole auf dem Grab bezeugen etwas: Kreuze verschiedenster Art bezeugen Leiden und Auferstehung; Trauben können auf das Wort Jesu weisen: Ich bin der Weinstock ihr seid die Reben – auch die Verstorbenen sind Teil von Jesus; die Ähren können auf das Wort Jesu weisen: Wenn das Weizenkorn nicht in die Erde fällt … – Auferstehung gibt es nur durch das Sterben. Die betenden Hände zeugen vom Vertrauen zu dem, dem der Verstorbene begegnen wird. Das haben wir herausgefunden. Und der Autor der genannten Seite schreibt: “Der christliche Friedhof ist ein Ort der Trauer, Besinnung, Hoffnung und ein Ort der Verkündigung. In unserer kulturellen Tradition ist der Friedhof ein Begräbnisort, ein Gedenkort zur Trauerbewältigung, aber auch ein Ort der Verkündigung der Auferstehung Jesu (…) jeder Einzelne sollte darüber nachdenken, an wen und an was sein Denkmal einmal erinnern soll …”. Den Menschen hinter meinem Namen auf dem Grabstein wird bald keiner mehr kennen. Doch das Symbol kann weiterweisen auf den, der Leben schenkt. Auf dem Friedhof war auch ein Grabstein, an dem Teile eines PC hingen. Er war PC-Fan. Nun: Er war. Da ist nichts mehr, das von einem “er ist” Zeugnis gibt, wie die Grabsteine mit Kreuz, Traube, Ähre.

Evolution und Wissenschaft 7

Wednesday, September 24th, 2008

Evolution kennt keine Toleranz – darf man sie dann von deren Vertretern fordern? Evolution kennt Vieles nicht: Woher kommen wir Menschen? Bösartige sagen kurz: Unfall der Natur, neutrale sagen: aus irgendwelchen chemischen Zusammensetzungen. Was sind wir Menschen? Typen, die allein und ziellos durchs Leben laufen: mal sozialer, mal nicht. Wohin gehen wir Menschen? Ins Nichts – nicht das Nichts des Nirwana, einfach zersetzt – und ab in den nächsten Wurm, Baum oder sonstwas. Kurz: Evolutionstheorie kann letztendlich jeden Menschen depressiv machen. Da meint es Gott doch gut mit uns Menschen, wenn er sagt: >Ich habe dich geschaffen!< Wenn er sagt: >Ich begleite dich!< Wenn er sagt: >Komm zu mir, Menschenkind!< Der Gott, den Jesus Christus Vater nennt, ist Liebe. Für einen, der diesen liebenden Gott kennengelernt hat, ist die reine Evolutions-Lehre doch recht defizitär.