Mut

Artikel 5
(1) Jeder hat das Recht, seine Meinung in Wort, Schrift und Bild frei zu äußern und zu verbreiten und sich aus allgemein zugänglichen Quellen ungehindert zu unterrichten. Die Pressefreiheit und die Freiheit der Berichterstattung durch Rundfunk und Film werden gewährleistet. Eine Zensur findet nicht statt.
(2) Diese Rechte finden ihre Schranken in den Vorschriften der allgemeinen Gesetze, den gesetzlichen Bestimmungen zum Schutze der Jugend und in dem Recht der persönlichen Ehre.
(3) Kunst und Wissenschaft, Forschung und Lehre sind frei. Die Freiheit der Lehre entbindet nicht von der Treue zur Verfassung

Den Artikel aus dem Grundgesetz kennen wir alle. Es ist jedoch wichtig, immer wieder mal daran zu erinnern. Hier und da merkt auch der an gesellschaftspolitischen Ereignissen uninteressierte Mensch, dass man manches nicht sagen sollte, um nicht Unannehmlichkeiten zu bekommen. Das heißt: Ein Klima der Vorsicht, der Anpassung – vielleicht sogar der Angst – herrscht hier und da. Es wird erkennbar nicht mehr ernsthaft diskutiert, sondern totgeschrieen oder totgeschwiegen. Was das für einen Staat bedeutet, muss nicht gesagt werden. Nur Mut! Damit dieses Klima nicht irgendwann vorherrscht. 

Eine Antwort auf „Mut“

  1. „Deshalb wäge und wähle genau, wer Verantwortung für das Land zu vergeben hat, wem er sie anvertrauen kann – und wem nicht.“
    Wolfgang Clement im Zusammenhang mit der Landtagswahl 2008 in Hessen.

    Wolfgang Clement nach dem Beschluss der SPD Gremien, ihn aus der SPD auszuschließen:
    „Ich hätte es nie für möglichz gehalten, dass das Recht auf freie Meinungsäußerung in der Partei Willy Brandts so
    gering geschätzt wird. Das war undenkbar für mich.“

    Wolfgang Clement just zu diesem Zeitpunkt zu den Ambitionen der hessischen Landesvorsitzenden der SPD Ypsilanti, sich um jeden Preis -auch den der Compaderschaft mit der Partei „die Linke“- sich auf den Ministerpräsidentenstuhl im Hessischen Landtag hieven zu lassen:
    „Wenn dies tatsächlich so kommt und auf der anderen Seite
    jemand wie ich aus der Partei geschmissen wird, dann ist das ein Bild, von dem ich kaum glaube, dass es der SPD zuträglich sein wird.“

    Was uns Bürgerinnen und Bürgern der Bundesrepublik Deutschland fehlt:
    Politiker in allen Parteien und Regierungen mit dem Mut dieses Mannes Wolfgang Clement.
    Hätten wir solch mutige und ehrlich streitenden Politiker,
    dann gäbe es einen Hoffnungsschimmer für Deutschland am Horizont. Noch ist der nicht in Sicht.

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