Archive for July, 2008

Schnell

Thursday, July 31st, 2008

Schnell duschen, schnell frühstücken, schnell auf die Toilette, schnell meditieren/Stille Zeit, schnell … Wenn wir auf die Zukunft hin leben, geht die Gegenwart verloren. Wenn die Zukunft uns in Wallung, Hektik, Stress brachte, dann sind wir auch noch danach in Wallung, Hektik, Stress. Wenn wir das merken: Durchatmen, Gegenwart erleben. Dankbar das Wasser spüren, wie es den Körper hinunterläuft, froh das Brot schmecken, weil ich noch essen will und kann, begeistert sein darüber, dass die Verdauung keine Probleme macht, ruhig nach Innen lauschen beim Meditieren und nach Außen beim Beten. Und dann – dann kann ich ganz anders zügig arbeiten.

Während ich mir unter der Dusche diese Zeilen ausdachte: unachtsames Duschen, schnelles Essen-Schlingen und Kaffee-Schlürfen, auf die Toilette gehüpft … Ruhig, Junge, durchatmen …

Beruhigung

Wednesday, July 30th, 2008

Es ist schon gut – besser: zweckmäßig – eingerichtet: Kleinere Schmerzen sind die Trainer für Größere; wir müssen sie nur bewusster wahrnehmen und nicht gleich zu betäuben suchen. Wenn man beim Zahnarzt kleinere Dinge zu erwarten hat, dann kann man schon zu üben beginnen. Wenn wir Angst haben oder etwas befürchten, geht der Atem flacher. Wenn wir bewusst tief einatmen, ausatmen, dann hat der Körper schon einmal bessere Voraussetzungen, kleine Dinge gut zu überstehen. Wenn wir dann noch auf der Zahnarztliege mit den Augen einen Punkt fixieren, der für die Augen angenehm zu erreichen ist – und dann noch an etwas Schönes denken (an ein Gedicht vielleicht, einen Spaziergang über eine Sommerwiese), dann ist der Schmerz nicht mehr so stark. Und immer wieder, wenn wir merken: Atem wird flacher, Augen wandern weg, Gedanken wandern zum Schmerz – sich ruhig zurückholen: zum ruhigen Atmen, zum Schauen, zum Schönen.

Opfern

Tuesday, July 29th, 2008

Zwischen  i h m  opfern und  i h n  opfern ist nur ein kleiner Schritt (Apg 14). Beispiele dafür dürften auch heute wieder in den Zeitungen zu finden sein – vor allem im Wirtschaftsteil.

Leiden

Monday, July 28th, 2008

In der Biographie über Manfred Hausmann von Karlheinz Schauder wird aus Hausmanns “Zauberin von Buxtehude” zitiert: “Ein Leid, das du verstehen kannst, ist kein wirkliches Leid. Das wirkliche Leid ist voller Geheimnis. Ich habe hier gesessen in meiner Mutterseelenverlassenheit und mich unsagbar vor dem gefürchtet, was mir bevorsteht. Und ich fürchte mich auch jetzt noch davor. Aber immer wieder habe ich zuunterst in dem Grauen einen Willen gespürt, der etwas mit mir vorhat. Das Leid, das mir auferlegt ist, mir und dir, soll etwas bedeuten. Nichts Verständliches, etwas viel Tieferes. Das Leid ist ja nicht dazu da, daß wir es verstehen, sondern daß wir es ertragen. … Von allem Unergründlichen auf der Welt ist das Leid das Allerunergründlichste. Aber in dieser Unergründlichkeit kommt Gott mir nahe.” (S. 108)

Islam

Sunday, July 27th, 2008

Auswüchse des Islam werden auf Seiten wie pi-news.net + fact-fiction.net + akte-islam.de + islam-heisst-frieden.com usw. massiv vor Augen geführt. Nicht unbedingt für die Herausgeber der Seiten, sondern für so manchen Kommentator gilt: Wer nicht den individuellen Menschen achtet – stellt sich auf eine Stufe mit den beklagten Menschenverächtern. Dass die Blogs - gilt nicht für fact-fiction – im Wesentlichen den Islam als Thema haben, kann ihnen nicht vorgeworfen werden. Auch Rezeptblogs sprechen nicht über Weltraumforschung.  (admin = Wolfgang Fenske)

Begrüßung

Sunday, July 27th, 2008

In diesem Blog werden Sie Gedanken zu aktuellen Fragestellungen finden – zu “Menschlichem - sehr Menschliches”. Dazu gehören Politik, Religionen-Atheismus, Ethik, andere Blogs.

Wenn Sie reagieren wollen, bitte ich, über meine Mail-Adresse (wolfgangfenske[Klammeraffe]aol.com) zu gehen - oder noch besser: gleich in diesem Blog. 

Viele Anregungen wünsche ich Ihnen!

Ihr Wolfgang Fenske

         

Versuch 2

Saturday, July 26th, 2008

Einer ging durch die Stadt. Da stand ein Mann an der Hauswand und bat um Nahrung. Einer ging weiter. Er sah ein Kind allein herumirren. Einer sah weg und ging weiter. Er sah eine Mutter mit Kinderwagen an einer Treppe stehen, sie kam nicht runter. Einer sah und ging weiter. Eine verwirrte alte Frau stand am Straßenrand. Einer sah und ging weiter. Einer sah einen Cent auf der Straße liegen. Einer sah ihn, bückte sich und hob ihn auf. Da sagte der unsichtbare Begleiter zu Einer: Ist der Cent für dich mehr Wert als diese Menschen?